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21

25.02.2008, 12:05

Zitat

Original von Ragnar the Bold
Nur wie soll die Maus wissen, dass sie grade behandelt wird, damit sich ein Placebo Effekt einstellt?


RtB


Meines Erachtens liegt es an der zusätzlichen Zuwendung durch den Halter. Aber auch der Alkohol oder der Zucker können einen gewissen Effekt haben. Eine Freundin hatte einen rupfenden Kakadu (keine Sorgen insgesamt waren es zwei). Den hat sie auch homöopathisch behandelt. Sie hat jeden tag mehr als eine Stunde damit zugebracht, ihm die Tropfen einzuflößen. Es hat auch geholfen. Nach dem Absetzen der Tropfen wurde es wieder schlimmer. Dann hat sie das gleiche Spielchen mit Früchtetee gemacht, und das hat auch funktioniert. Der Vogel war einfach auf Menschen geprägt und wollte betüdelt werden.

Bei Mäusen ist vielleicht nicht ganz so, dennoch wird es meines Erachtens dafür auch eine Erklärung geben, die nichts mit dem Erinnerungsvermögen von Wasser oder Alkohol zu tun hat.

MaDa

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22

25.02.2008, 13:54

Es muss nicht immer der Placebo-Effekt sein. Es gibt auch Krankheiten, die von ganz alleine heilen. Nimmt man ein homöopathisches Mittel dazu, hat das zwar keinen positiven Einfluss, allerdings wird der Besserungsprozess auch nicht aufgehalten. Der Halter kann sich dann freuen, dass das bisschen Zucker in Wasser gelöst tolle Erfolge gehabt hat. Hätte er nichts gegeben, wäre der Effekt der Gleiche gewesen.

Zitat

Original von Misfit
Wie bitte schön soll das auch wirken? Die Lösungen werden so stark verdünnt, dass in dem Fläschchen oder ein Globuli, dass ihr bekommt, kein einziges Molekül enthalten ist. Wirken soll angeblich die "Erinnerung", die das Lösungsmittel an die Moloküle hat....


Ja, das ist wirklich faszinierend. Vor allem muss das Lösungsmittel nicht nur in der Lage sein sich zu erinnern. Es weiß auch noch was dem Patienten fehlt, denn es potenziert ja nur die guten Eigenschaften des ehemals vorhandenen Moleküls und ruft hingegen aber keine Nebenwirkungen hervor. Eigentlich ist das etwas für "The next Uri Geller".

23

25.02.2008, 14:10

Und was ich auch interessant finde.... Nehmen wir mal an, dass die Wasser- oder Alkoholmoleküle zwar rein aber nicht "neu" sind. Warum kann sich das Wasser also an die Molekühle aus der Original-Lösung erinnern, aber wohl nicht an die Millionen von Molekülen, zu denen es früher schon mal Kontakt hatte...? Amnesie?


MaDa

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24

25.02.2008, 14:37

Also bitte, doch keine Amnesie! Wenn schon dann Intelligenz. So ein LÖMI weiß schon genau, was es sich zu merken hat. Das wurde ihm wahrscheinlich während des Schüttelvorgangs plötzlich total bewusst.


25

25.02.2008, 15:54

:O Oh, siehst du, das liegt mein Problem. Ich unterschätze einfach immer wieder die Intelligenz von Lösungsmitteln. Wie peinlich...

Na gut. Ich will es nicht zu lächerlich machen. jeder der dran glaubt, soll es nehmen, aber der Versuch einer wissenschaftlichen Begründung ist zum Scheitern verurteilt. Aber man muss ja nicht alles begründen. Einen Vorteil hat das ganze, es hat kaum Nebenwirkungen, wenn man mal von den Wirkungen von Alkohol und Zucker absieht. :wink


MaDa

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26

25.02.2008, 16:32

Zitat

Original von misfit
jeder der dran glaubt, soll es nehmen, aber der Versuch einer wissenschaftlichen Begründung ist zum Scheitern verurteilt. Aber man muss ja nicht alles begründen. Einen Vorteil hat das ganze, es hat kaum Nebenwirkungen, wenn man mal von den Wirkungen von Alkohol und Zucker absieht.


So seh ich es auch. Wenn es Menschen hilft, dann ist das natürlich positiv. Selber haben die Mittel sicher keine Nebenwirkungen im allgemeinen Sinn. Allerdings sollte man als Konsument dieser "Glaubensmedizin" nicht versuchen stets Hilfe in der Homöopathie zu suchen. Das kann dann doch zu deutlichen, negativen Effekten führen.

Mir hat letztens jemand auf einer Familienfeier berichtet, dass ihr Bänderiss durch irgendwelche Globulis geheilt wurde. Sie war fest davon überzeugt, dass sie wirklich einen Bänderriss hatte und ihr die Allgemeinmediziner nicht helfen konnten. Wenn ihr Kind mal ernsthaft krank ist, dann sucht sie mit Sicherheit auch zunächst den Heilpraktiker und später den Facharzt auf. Später kann allerdings - je nach Schwere der Krankheit - manchmal zu spät sein. Bei solchen Fällen hört bei mir dann die Toleranz auf.

So sehe ich das übrigens auch in Bezug auf Rennmäuse. Wenn die Tiere so krank sind, dass man ihnen Medis verabreichen muss, sollte man auch nicht erst mit homöopathischen Mitteln rumdoktern. Bei dem schnellen Stoffwechsel kann jede schlimmere Erkrankung schnell zum Exitus führen und deshalb sollte man schon direkt AB geben und nicht erst mit Globulis versuchen zu helfen.

27

25.02.2008, 16:45

Dann gebe ich auch nochmal meinen Senf dazu. Ja, ich habe auch schon von einer Tierärztin gehört, die sich darüber beschwert, dass einige Leute zuerst mit irgendwelchen Hausmittelchen, eben auch homöopathischen Mitteln, rumexperimentieren und erst zu ihr kommen, wenn es schon zu spät oder zumindest unnötig spät ist. Das ist aber kein spezielles Problem der Homöopathie, das wird auch mit anderen Hausmitteln gemacht, die z.T. richtig schädlich sind... z.B. Teebaumöl oder Kamillentee auf die Augen usw.

Und nochmal ganz ehrlich. Oft verschreiben Ärzte und Tierärzte solche Mittel mit nicht nachgewiesener Wirkung auch, wenn sie nicht weiter wissen und/oder einfach nichts feststellen können, den Patienten aber irgendwie zufrieden stellen wollen. Das ist wie mit der Vitaminspritze und den Antibiotika... die der Tierarzt gibt, wenn er nichts diagnostizieren kann. Und das kann ich auch verstehen, weil wir manchmal etwas unmögliches von einem Tierarzt verlangen. Diagnostik bei unklaren Symptomen und so kleinen Tieren ist extrem schwierig und oft nahezu unmöglich.


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