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Epilepsie?
Hallo,
heute mittag ist mir bei meiner kleinen Lilli ein seltsames Zucken aufgefallen.
Sie saß neben dem Sandbad und der ganze Körper bebte in relativ regelmäßigen Abständen, fast wie bei einem Menschen mit Schluckauf.
Hier im Forum habe ich dann bei der Suche nach "Zucken" einiges über Epilepsie bei Rennmäusen gelesen, und es schien zu passen, aber die Anfälle dabei scheinen ja recht kurz zu sein, Lilli sitzt aber immernoch auf der Ebene neben dem Sandbad und zuckt. Ab und zu setzt sie sich ein bißchen anders hin, zwischendurch hat sie auch etwas geknabbert (Ob Lina ihr was gebracht hat? Zumindest läuft sie auch dort oben rum, putzt Lilli ab und zu, kuschelt und hält Wache), aber das regelmäßige Zucken bleibt.
Soll ich jetzt mit ihr zum Tierarzt oder eher nicht? Ich hab halt Angst, daß sie das zu sehr stresst, vor allem, weil die beiden Mädels noch nicht sehr zahm sind und nicht freiwillig in die Transportbox oder meine Hand gehen würden. Und wenn es doch Epilepsie sein sollte, wäre Stress ja gerade der Auslöser ...
Ich hoffe ihr könnt mir helfen oder mir zumindest sagen, was ihr an meiner Stelle mit der Kleinen machen würdet.
Gruß, Sasy
Update:
Mittlerweile hat Lilli den Platz gewechselt und sitzt zusammengekauert unter ihrer Trinkflasche, zuckt aber immernoch.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sasy« (28.08.2010, 16:03)
Hallo Sasy,
wie geht es Deinem kleinen Zuckmäuschen
Für mich liest es sich nicht nach Epilepsie, eher nach starken Schmerzen und so gesehen wäre ein umgehender TABesuch eher notwendig, damit Deinem kleinen Fellnäschen geholfen werden kann.
Alles Gute für Euch wünscht schnupperlie
(entschuldige bitte die verspätete Antwort, derzeit sind viele sich damit auskennende User in Urlaub - deswegen hast Du wohl auch keine Antwort auf Deine mehr als dringende Anfrage bekommen
)
Wir waren jetzt gerade beim Tierarzt-Notdienst, und ich fürchte, das geht nicht gut aus für die arme kleine Lilli.
Die Ärztin meinte, Epilepsie wäre nicht völlig ausgeschlossen, es könnte sein, daß ein Anfall auf den nächsten folgt, eine andere Möglichkeit wäre eine Hirnhautentzündung, auch wenn da die Symptome auch nicht ganz passen würden. Außerdem wären auch Herzschlag und Atmung sehr unregelmäßig, und auf dem Untersuchungstisch zog sie zeitweilig ein Bein nach.
Lilli hat erstmal 3 Spritzen bekommen, ein Mittel gegen die Krämpfe, ein entzündungshemmendes Mittel und ein Antibiotikum, und wir sollen morgen nochmal zu unserem normalen Tierarzt gehen. Jetzt liegt die Kleine wieder in ihrem Käfig, aber es schaut immer schlimmer aus (dünner als ihre Schwester wirkt sie auch), sie hat sich halb auf die Seite und halb auf den Rücken gedreht und zuckt mit den Hinterbeinen. Wenn das nicht besser wird und mein Tierarzt morgen auch keine andere Idee hat, fürchte ich fast, daß Einschläfern die beste Lösung ist, ich möchte nicht, daß Lilli lange leiden muß, um am Ende doch zu sterben.
Die arme Lili 
Ich wünsch dir und Lili das Beste für die kommenden Stunden und dass der Tierarzt morgen helfen kann. Das war sehr vernünftig, dass du heute schon zum Tierarzt bist.
Ich drück euch ganz fest die Daumen und sollte sie es nicht schaffen und du musst sie erlösen, hat sie wenigstens ein schönes Leben gehabt und du hast das bestmöglichste für sie getan. Auch wenn das dann nicht über den Verlust hinweghilft. 

Lieben Gruß,
Daniela
Shiva (16. Februar 2010)
Keks (11. März 2010)
Josephine (November 2007 - November 2010)
Hallo,
ich hoffe, ich kann dir bezüglich der Epilepsie etwas weiterhelfen.
Bei meinem Epimäuschen ist es so, dass sie auf verschiedene Dinge mit Anfällen reagiert. Zum einen, wenn ich Fotos mache, daher gibt es von ihr keine neuen und zum anderen, wenn der Regen an das Fenster klopft. Mehr konnte ich noch nicht feststellen, jedoch wird es bei ihr wohl schlimmer werden, weil sie keine Jungtierepi hat. Bei einem Auslöser fängt sie an zu krampfen. Dies kann schon mal etwas länger dauern, wenn man sich ihr nähert, bewegt sie sich dann nicht, allerdings hört es wieder auf und danach ist sie wie immer. Es ist auch schon vorgekommen, dass sie 2 Anfälle hinter einander hatte, aber mit unterbrechung.
Wie alt ist dein Mäuschen denn? Meine Winnie hatte die ersten Anzeichen mit 8 Wochen bei mir, als sie ins neue Aqua gezogen ist. Bei ihren Eltern war alles ok, da hatte sie nie irgendetwas. Mitlerweile ist sie 7 Monate alt und es hat sich verschlimmert. Bei einer Jungtierepi würde es besser werden. Meine Maus krampft bei einem Epianfall und zuckt nicht.
Hast du im Aqua was verändert? Krampft sie bei einem bestimmten Geräuch? Wie ist es mit dem Blitz beim Foto? Sicher, eine Epimaus muss keinen Anfall beim Blitz bekommen, häufig ist es jedoch so. Bei meiner Winnie ist es sogar so, dass allein das Betätigen des Auslösers zu einem Anfall führt.
Lilli ist 3 Monate alt, verändert hab ich im Aqua nix, aber die beiden sind noch recht scheu und schreckhaft. Ich hab nix ungewöhnlich lautes, helles o.ä. bemerkt, als das Zucken anfing, aber manchmal flüchten die beiden schon, wenn man einfach zu nahe ans Aqua geht. Zuerst schien es also zu dem zu passen, was ich hier im Forum über Epilepsie gelesen hab.
Nur hat sie das Zucken jetzt seit mehr als 24 Stunden und ich habe keine Unterbrechung oder Erholung dabei bemerkt. Im Moment liegt sie gerade mit geschlossenen Augen mal auf dem Rücken, mal auf der Seite im Streu und zuckt immernoch regelmäßig zusammen (trotz Epilepsiemittel) So richtig passt das also nicht mehr zu den Symptomen find ich, aber bei anderen Krankheiten habe ich auch noch nix gesehen, was auf meine Lilli passt und die Tierärztin war sich ja auch nicht sicher.
Das kann alles Mögliche sein, was mit dem Gehirn und dem Nervensystem zusammenhängt. Eine Entzündung oder ein Tumor zum Beispiel. Das wird auch schwer bei so einem kleinen Ding herauszufinden. Man kann das Gehirn ja nicht einfach röntgen und eine Computertomographie geht ja auch schlecht.
Entweder es verbessert sich durch Antibiotika, oder aber du kannst da nicht mehr viel ausrichten. So ein Tumor wäre wahrscheinlich unoperabel. Wie sollte man auch da dran kommen und den dann auch noch entfernen...
Ich wünsche dir sehr, dass das Antibiotikum die nächsten Stunden anschlägt und es deiner Maus bald besser geht... 
Shiva (16. Februar 2010)
Keks (11. März 2010)
Josephine (November 2007 - November 2010)
Lilli ist gestern Abend leider gestorben 
Beim Tierarzt war ich heute trotzdem noch, weil ich wissen wollte, woran sie jetzt gestorben ist, und ob das Lina auch noch gefährlich werden kann.
Das Gute ist, daß der Arzt herausgefunden hat, was vermutlich mit meiner kleinen Lilli passiert ist, das Schlechte, daß ich mir jetzt Vorwürfe mache, ob ich es nicht hätte früher erkennen können (oder müssen) und daß ein riesen Haufen Arbeit auf mich zukommt: Milbenbefall!
Weder waren bei den Kleinen oder im Käfig sich bewegende Punkte zu erkennen (erst auf Lillis Leiche habe ich welche entdeckt), noch haben sich die beiden auffällig gekratzt oder irgendetwas anderes gemacht, was auf Juckreiz hindeutete. Dafür hab ich aber juckende Bisse, die ich für Bettwanzen gehalten hatte und wollte einen Kammerjäger auf die Viecher ansetzen.
Entweder hat es bei den Mäusen nicht gejuckt, oder sie haben sich so gekratzt, daß es nicht auffiel. Und weil sie noch sehr scheu waren, konnte ich sie auch noch nicht in die Hand nehmen und untersuchen, wie ich das bei meinen zutraulicheren Mäusejungs regelmäßig gemacht hatte, und beim Beobachten waren keine Milben zu sehen (tagsüber müßten die sich ja auch versteckt haben) Laut Tierarzt haben die Milben also vermutlich bei Lilli Blut gesaugt, bis Mangelerscheinungen und Blutverlust erst Abmagerung und Zucken und dann zum Tod geführt hat. Lina hat jetzt ein Mittel gegen Milben ins Fell bekommen und ich eine Sprühflasche, mit der ich die Wohnung bearbeiten soll. Ich hoffe, ich erwische die Mistviecher gleich beim ersten Mal komplett und Klein-Lina übersteht das ohne Schäden.
Und ich mache mir grad Riesenvorwürfe, daß ich die Milben viel früher hätte entdecken müssen, dann könnte Lilli noch leben, ich müßte mir keine Sorgen um ihre Schwester machen und Lina wäre nicht alleine (aber nach einer neuen Gefährtin für sie möchte ich erst suchen, wenn ich sicher bin, daß die Milben weg sind - ich möchte nicht noch ein Mäuschen in Gefahr bringen)
*ganzliebgedrückt* ob des Ablebens von Lilli 
und Vorwürfe brauchst Du Dir keine machen, Du warst beim TA und dieser hat es nicht erkannt, heute warst Du bei Deinem TA und dieser hat die Ursache feststellen können und glaub mir, eine Nachfrage beim TA woran das kleine Fellnäschen verstorben ist, dass tun die wenigsten Rennerhalter - Du wolltest es wissen und kannst jetzt aufgrund dieser Feststellung handeln und behandeln und das ist mehr als lobenswert.
Allerdings solltest Du den TA fragen um welche Art Milbe es sich handelt, denn Milbe ist nicht gleich Milbe und da die meisten Milben Blutsauger sind, aber teilweise auch für Menschen mehr als gefährlich werden können, sollte eine entsprechende Desinfizierung und Behandlung erfolgen. Du weißt sicherlich, dass Milben den Gefrierprozess mit links überstehen, kommen sie allerdings mit Backofen und kochendem Wasser in Berührung kannst Du sie vernichten, zusätzlich zu der chemischen Keule.
Wünsche Euch alles Gute - lg schnupperlie
Beim Putzen bin ich ja grad dabei - vom Mäusekäfig behalte ich nur das Aqua und den Aufsatz (der ist zwar aus Holz, ich werd ihn aber in die Badewanne legen und mit dem Spray und kochendem Wasser behandeln), der Rest (Streu, Einrichtung, Futter) wird neu gekauft. Textilien kommen alle bei 95° in die Waschmaschine (ich hoffe, die meisten überleben das), Teppich, Matratzen, Fußleisten, Schrank usw wird eingesprüht und danach geputzt. Doof ist nur, daß ich halt nur eine Waschmaschine und nur begrenzt Platz zum Trocknen hab, das wird einige Zeit dauern, bis ich mit allem durch bin.
Wenn dann doch irgendwann wieder Milben auftauchen - sei es, daß sie mich wieder beißen oder daß etwas auf Lina krabbelt - werd ich mir vom TA die ganz gründliche Chemiebombe holen, die er auch als Alternative zu dem Insektizid-Spray vorgeschlagen hat. Das soll dann die ganze Wohnung einnebeln und in alle Ritzen dringen und Milben und Milbeneier plätten, muß danach aber aus jeder Rille und von jedem Gegenstand in der Wohnung wieder weggeputzt werden - und ich muß mitsamt Maus für die Einwirkdauer die Wohnung verlassen. Weil das aber noch deutlich aufwändiger als das Spray ist und ich zudem auch Angst hab, daß Reste von dem Chemiezeugs bleiben könnten, die für Lina oder mich schädlich sind, will ich das nur machen, wenn die Spray + Kochwäsche-Methode nicht reichen sollte.
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