Hallo Allerseits,
ach, bei mir hat sich sehr viel getan und ja ich hab hier schon ewig nicht mehr reingeschaut, weil mir einfach die Zeit fehlt... Jetzt wollte ich gerade eine Frage stellen und da sehe, dass hier noch eine Antwort kam.
Von daher beantworte ich erst mal die Frage, wie es dem Mäusschen heute geht - es ist tot.
Letzte Woche Freitag habe ich ihn hier zu Hause einschläfern lassen, damit es für ihn keinen Stress bedeutet und sein Bruder sich auch in Ruhe verabschieden kann.
Ich habe mich gegen eine OP entschieden, weil den Knubbel ja auch schön in Ruhe gelassen hatte und mir das Risiko einer OP zu hoch erschien. Alles war wunderbar, der Knubbel störte nicht weiter und ich hätte die Sache fast vergessen. Dann irgendwann fing er an, an dem Knubbel rumzulecken. Daraufhin redete ich auch mit einer Tierärztin, allerdings nicht meiner sonstigen, denn die war nicht zu erreichen oder so, keine Ahnung. Die meinte auch eincremen. Also dann fing ich an einzucremen. Das würde ich im Nachhinein betrachtet nicht mehr machen, denn so wie ich es von Anfang an eigentlich befürchtet hatte, ging er dann immer schlimmer dran. Irgendwann war der Knubbel weg und nur eine kleine Wunde. Da hatte ich mich schon gefreut. Habe meine Maus, für ihre Schlauheit schon gelobt und mich daran gefreut. Das ganze sah auch aus, als ob es heilt. Und hier hätte ich im Nachhinein reagieren müssen, nämlich einfach es so lassen wie es ist und dafür aber täglich Schmerzmittel spritzen (lassen), dass er gar nicht weiter dran rummacht. Aber so schlau war ich leider zu dem Zeitpunkt nicht. Für mich sah das ganze sehr gut aus und ich hatte den Eindruck, dass es heilt. Das war wohl falsch. Denn irgendwann morgens vor ein paar Wochen, der totale Schock. Alles war blutig, die Maus hatte sich das ganze voll aufgebissen. Also ich Maus gepackt, zum Tierarzt. Dann gabs Antibiotika. Das hätte ich vielleicht auch früher machen lassen sollen. Naja, Gene machte weiter daran rum, die Wunde wurde größer. irgendwann war ein schwarzer Rand da. Wir waren einige Male beim Tierarzt und als es dann schwarz wurde, haben wir beschlossen, dass es keinen Sinn mehr macht. Gene bekam eine Spritze, die 24h wirken sollte gegen die Schmerzen. Er ließ nach der Spritze auch die Wunde in Ruhe. Wenn ich das mal vorher gewusst hätte, dass das geht.
Nunja, als die schmerzstillende Wirkung nachließ, war alles wieder ganz fürchterlich. Aber da war auch schon die Tierärztin da und hat ihn erlöst. Mein kleiner Kämpfer hat aber sehr am Leben gehangen. Er träumte zwar schnell, aber das Herz wollte nicht aufhören zu schlafen und das obwohl er Narkosemittel für eine 5kg Katze bekommen hat und er hat doch nur 83g gewogen.
Ich habe so geweint, das war alles so unendlich traurig. Aber es war das beste. Eine zweite Spritze hat ihn dann erlöst. Wirklich schlimm war es vor allem für Sammy, der ihn versucht hat wieder zu wecken, ihn geputzt hat und sobald wir den Leichnam weggenommen hat, angefangen hat, ihn zu suchen. Wir haben ihm einen Tag gegeben Abschied zu nehmen, dann haben wir Gene beerdigt, wie es einer Maus würdig ist, mit Grabbeigaben und allem drum und dran.
Ich denke, also auch im Gespräch mit der Tierärztin war es das richtige. So wie wir das gemacht haben, man hätte es nur prinzipiell besser machen können, in dem man schon frühzeitig mit einer Schmerztherapie eingesetzt hätte, um der Wunde mehr Chancen zu Selbstheilung zu geben.
Da Sammy inzwischen auch einen Tumor hat. Er ist zwar sehr klein, aber eben die gleiche Art, wird sich das Spiel wohl wiederholen. Wir haben es mit Abbinden schon probiert, aber er nagt leider den Faden ab. OP scheidet auch hier aus. Ich mache mir zwar etwas weniger Gedanken wegen dem Narkoserisiko, nachdem ich gemerkt habe, wie stark Gene an seinem Leben hing, aber ich mache mir Gedanken, ob er nicht auch dran rumnagt. Eine OP ist ein Eingriff und bringt erst Recht die Aufmerksamkeit auf diese Stelle. Den Faden vom Abbinden, hat er auch sofort entfernt. Dass er sich eine OP-Wunde aufbeißt und dann eingeschläfert werden muss, obwohl er sonst noch ein paar Monate, ein Jahr oder wer weiß wie lange gehabt hätte, das möchte ich nicht.
Da aber sein Leben mehr oder weniger schon leider beendet ist. Also ich schätze mal, es wird um ein Jahr gehen, wenn der Tumor genauso wächst, wie bei Gene, habe ich mich dagegen entschlossen ihn neu zu vergesellschaften.
Ich weiß, hier werden mich dann sicher einiger erdolchen wollen, aber ich möchte Sammy den Stress nicht zumuten, er soll einfach noch seine Monate haben und bekommt jetzt eben ungeteilte Aufmerksamkeit. Er darf raus, so viel er will, er darf überall mitfuhrwerken - das findet er Klasse. Und inzwischen hat er sich daran so langsam gewöhnt, dass er nun hier das Sagen hat 
Ich hoffe, dass ich so im Sinne das Mäuschen entscheide, aber die Tierärztin, sieht das auch so, von daher vertraue ich einfach mal darauf, dass das so das richtige ist. Immerhin ist Sammy auch kein Youngster mehr, er wird im März 3 Jahre alt und auch wenn es heißt, dass Rennmäuse so 5 Jahre alt werden können, bezweifele ich, dass das ein repräsentativer Durchschnitt ist.
Es ist verdammt traurig sein Mausal zu verlieren, aber ich habe alles versucht, was ich jeweils für richtig gehalten habe, auch wenns das vielleicht im Nachhinein betrachtet nicht war, aber mehr kann ich nicht tun. Ich kann nur so gut handeln, wie ich es für richtig halte, denn ich bin kein allmächtiges Überwesen...
Bitte habt dafür Verständnis.
Liebe Grüße Guinerva