Aus aktuellem Anlass ist es mir wichtig, noch mal auf folgende Weisheit hinzuweisen:
Kein Forum ersetzt Den Besuch beim Tierarzt!
Wenn ihr erlaubt, erkläre ich euch, warum!
Hinnerk, der jüngere meiner Renner, hatte sich etwa 4 Tage vor Weihnachten eine kleine, etwas blutende Verletzung dicht an seinem "Pillermann"(sorry) zugezogen. Nicht weiter wild, hat sein Bruder Henk auch schon gehabt, ist damals prima wieder verheilt.
Also habe ich ihn separat in einen Käfig gesetzt, damit es abheilen kann, ohne dass Henk daran rumgnabbelt. Pünktlich zu Weihnachten war auch alles wieder ok. Hinnerk war gut drauf, also alles wieder gut, kein Thema!
Bis gestern war alles normal, er hat sich benommen wie immer. Dann habe ich ihn abends abseits ganz still sitzen sehen, was natürlich kein gutes Zeichen ist. Ich habe gleich nachgesehen, es blutete schon wieder. Also noch mal in Quarantäne.
Heute morgen war er total apatisch, kriegte die Augen nicht auf und konnte die Hinterbeine nicht mehr bewegen. Ich dachte an einen Schlaganfall und bin sofort mit ihm zur Tierärztin. Als die ihm vorsichtig auf den Unterleib drückte, quollen solche Mengen von Eiter aus der Wunde, ihr hättet es nicht geglaubt.
Oberflächlich war alles abgeheilt, aber nach innen war alles entzündet. Er fühlte sich inzwischen ganz kalt an, der kleine Körper hatte schlicht kapituliert, keine Chance mehr. Er hat dann 2 Spritzen gekriegt, eine zum schlafen, eine zum... Ich habe ihn in der Hand gehalten, bis alles vorbei war.
Die Ärztin meinte, wären wir eine Woche eher gekommen, hätte man die Entzündung wohl gut behandeln können!
Deshalb mein Rat an euch:
Geht zum Tierarzt. Geht auf Nummer sicher, selbst wenn es relativ harmlos aussieht!
Eine Untersuchung kostet nicht die Welt und lohnt sich im Zweifel ganz sicher.
Ich habe daraus gelernt, wenn auch leider zu spät...