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1

12.05.2007, 12:14

apathisch, schlaff, schlafend

Salut.
Brauche mal Rat von erfahrenen Renner-Haltern.
Vorgestern abend hat mein Stuart das erste mal einen etwas *platten* Eindruck gemacht, hat sein Leckerli nicht angenommen und ging sehr früh schlafen.
Als er am nächsten Morgen zur morgendlichen Fütterung nicht erschien, schaute ich nach und er saß und lag immer noch schlaff herum. Also haben wir beide Renner in die TB gesetzt samt Kokosnuss und beobachtet. Während Mr. Jingles guter Dinge war, lag Stuart wieder nur in der Nuss.
Daher letzter Test: Box geöffnet und Freilauf angeboten, mit dem Ergebnis, dass er sich kümmerlich in eine Ecke des Raumes setzte. ?(

Dann sind wir natürlich sofort zum Tierarzt gefahren, der den Kleinen erst einmal auf dem Behandlungstisch laufen liess und damit einen Schlaganfall ausschloss, da Stuart geradeaus lief.
Danach wurden Herz und Lunge abgehorcht und der Bauchraum abgetastet, was keine Anormalitäten zu Tage förderte.
Soweit also keine klinischen Befunde.
Der Maus wurde dann eine Infusion gegeben und ein Antibiotikum gespritzt, da er auch in der Hand der Ärztin seltsam ruhig war und sie einen Infekt vermutete.
Im Übrigen sollte er viel Ruhe haben, am besten sollte ich die Mäuse trennen.

Dies wollte ich allerdings erst einmal nicht tun, da Mr. Jingles keine "Mobbing-Maus" ist, die ihren Bruder permanent belagert, sondern ihn auch mal in Frieden lässt. Ich habe einfach Bedenken, dass die beiden, die nun schon seit ihrer Geburt und damit 2,5 Jahre zusammen leben, sich sonst entfremden könnten...

Jedenfalls liegt die arme kranke Maus nun seit gestern Morgen nur herum, bewegt sich kaum mal etwas und wenn, dann sehr unsicher. Gefressen hat sie meines Wissens nach (nachts kann ich sie ja nicht beobachten) nur einen Kürbiskern, von Wasseraufnahme weiss ich nichts. :]

Sollte ich noch einmal zum Tierarzt fahren? Oder ist es normal, dass ein kranker Renner sich so extrem zurückzieht? Sorgen die Kleinen selber für ausreichende Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme?
Sollte ich die beiden doch trennen?

Ich habe mal Pics von der leidenden Maus angehängt. :(

LG, die sehr besorgte Studentin

»Studentin« hat folgende Bilder angehängt:
  • TucTuc.jpg
  • platter_Stuart.jpg
"Die erfolgreichen, sportlichen, familiären und sozialen Menschen haben keine Zeit, Stunden im Internet zu surfen.
Denn sie sind unterwegs, aktiv, leben und genießen ihr reales Leben..."

"Es empfiehlt sich, nicht möglichst viele Freunde zu erwerben, sondern nur so viele, als zum gemeinsamen Leben genügen"
(Aristoteles, 384-322 v.Chr.)

2

12.05.2007, 19:17

oje das hört sich ganz nach meiner mausi an!
lies mal den tread etwas weiter unten"mausi sitzt ....auf baumstamm"
meine mausi hat 10 tage mit antibiotika gekämpft aber leider doch verloren!
sie war auch genau 2,5 jahre alt! ;(
sie saß auch nur noch da und hat nichts mehr gefressen!
selbst sonnenblumenkerne hat sie nur ganz selten genommen und ab und zu mal ne haselnuß!
ich hab sie dann mit schmelzflockenbrei gefüttert,aber das war auch eher eine qual, als das es geholfen hat!
meine ärztin meinte das sie den infekt nur bekommen hat, weil das imunsystem durchs alter schon sehr geschwächt war!
ich drück ganz doll die daumen für dein mäuschen!


3

12.05.2007, 20:35

Hallo Nadin,
Danke für die Antwort. Das mit Deiner Maus tut mir sehr leid. Ich merke auch gerade, wie viel mehr die Kleinen einem noch bedeuten als man immer angenommen hat. :]

Mein Renner hatte allerdings keinerlei Geräusche an der Lunge und gerade ist er von selbst aus dem Streu nach oben gekommen und hat sich einen Kürbiskern abgeholt. Drei Runden im Laufrad hat er auch zurückgelegt. Ich hoffe, dass das ein gutes Zeichen darstellt. :)
Ansonsten kuschelt er sehr viel mit seinem Bruder, wovon ich mir Wärme und seelische Unterstützung für die kranke Maus erhoffe. ;)

Ich werde Dich aber auf dem Laufenden halten und hoffe, dass meine Maus doch wieder gesund wird.
LG, Studentin

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4

13.05.2007, 08:58

Hi Studentin,

hat die TÄ dir gesagt, welches AB sie gespritzt hat?

Hast du mal nachgesehen, ob das Bäuchlein vielleicht etwas aufgebläht ist?


Auf keinen Fall würde ich das Tier von den anderen Mäusels trennen, es sein denn.....sie verbeißen es, was ich mir im Krankheitsfall nicht vorstellen kann oder es ist hoch ansteckend. Die kranke Maus braucht die Zuwendung und wenn du sie trennst hast du eine Vergesellschaftung vor dir, die nicht hätte sein müssen!

Versuch es mal mit Rotlicht oder einer anderen Wärmequelle. Leg dem Tier was Feuchtes zum fressen hin, wenn im Körper Wassermangel besteht, schafft er es nicht.

Ich würde an deiner Stelle auf alle Fälle die Tä nochmal anrufen oder hingehen!

Ariki


5

14.05.2007, 15:14

Hallo Arki,
Danke für die Antwort.

Der TA hatte den Bauch bereits abgetastet, um Krebs und Magenprobleme auszuschließen. :)

Ich habe der Maus gestern auf Deinen Rat hin Apfel angeboten, den beide Mäuse ;) gerne gefressen haben. Die kranke Maus hat abends auch gierig Trockenfutter gefressen, sich außerhalb des Nests gezeigt und sah schon wieder rennmausähnlicher aus (also weniger struppig und fideler :))

Heute habe ich sie noch nicht gesehen, aber mal abwarten. Ich habe den Eindruck, dass es ihr besser geht.

Falls es aber nicht schnell richtig bergauf geht, werde ich natürlich noch einmal zum TA gehen.

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6

14.05.2007, 15:31

Zitat

Der TA hatte den Bauch bereits abgetastet, um Krebs und Magenprobleme auszuschließen.


Mein TA hatte zur Sicherheit immer "ein wenig" Blut zur Untersuchung genommen um auch wirklich sicher zu gehen, dass man Tumore ausschliessen kann.

Ich will dir keine panik machen...!!!!
Meine starben immer an Tumoren und wie du das Krankeitsbild deiner Mausi beschreibst kommt es mir vor als hätte ich meine Mausis vor mir.
-Auf einmal Apetitlosigkeit, zu wenig Flüssigkeitsaufnahme...
-Dann hüpf hüpf alles prima
-Wieder nicht gut
-hüpf hüpf
-auf einmal tschüssi....

Was ich in dieser Zeit machte:
-Hab ihr das Wasser (ein paartropfen) in das Maul tropfen lassen. Und dies all paar stunden wiederholen.
-Das Futter in ihrer nähe hinlegen. Wenn keine feste Nahrung zugenommen wird habe ich immer joghurt, Haferflockenbrei, Babybrei oder so hingelegt gekukt ob davon genommen wurde ansonsten wie beim Wasser.
-Sehr wichtig eine Wärmelampe aufstellen Tag und Nacht und am besten an einem Ort wo sie aus dem Nest muss damit du sie beobachten kannst. Wenn sie die Wärme braucht dann geht sie auch hin.

Ich wünsch dir viel viel Glück mit deiner Mausi!!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »carmenva« (14.05.2007, 15:54)


7

15.05.2007, 23:51

Hallo carmenva,

Hum, das klingt nicht gut. An Krebs habe ich schon Meerschweinchen verloren, hoffentlich nicht auch noch meine Renner. :O

Naja, aber momentan ist meine Maus besser drauf: Sie kommt wieder in den Aufbau, geht selber an die Trinkflasche und holt sich Futter ab. :)

So hoffe ich ja, dass sie wirklich nur einen Infekt hatte und es nichts ernsteres ist. Andererseits, was kann ich schon unternehmen, selbst wenn sie Krebs hätte? Ich würde es so einem kleinen Tier nicht zumuten wollen, operiert zu werden und müsste sie also so oder so so lange wie möglich unterstützen und im Notfall erlösen lassen... ;(
Aber malen wir nicht den Teufel an die Wand, ich will meine Süßen ja noch möglichst lange gesund um mich haben. ;)

Falls meine Maus bald noch mal schlapp sein sollte, werde ich aber deinen Tip befolgen und beim TA Blut abnehmen lassen.
LG, Studentin

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Denn sie sind unterwegs, aktiv, leben und genießen ihr reales Leben..."

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