So, ein allerletzter Versuch: wenn du von 1000g
Futter 100g Ölsaaten hast, dann hat das
Futter allein dadurch ca. 50g Fettanteil (ohne Berücksichtigung der Fettanteile der anderen Komponenten).
Sag ich doch.

Das wären dann 5% Ölsaaten.
Eher 10% Ölsaaten, da es ja 100g Ölsaaten sind.

Aber ich bin jetzt ganz still und sag nix mehr zu diesem komplizierten Thema.
So gut der Artikel von Herrn Sistermann auch ist, ist es einfach etwas schwierig das Futterkonzept nachzuvollziehen, wenn man nicht weiß in welchem Mengen die Rennmäuse Kohlenhydrate, Proteine, Fette usw. benötigen. Ich habe z.B. ausgerechnet, dass mein Grundfutter (50% Wellensittichfutter, 30% Grassamen und 20% Kanarienfutter) ca. 15% ölhaltige Saaten enthält. Bei 1000g macht das 150g Ölsaaten, also 75g reines Fett. Laut der Tabelle bin ich beim Grundfutter also schon deutlich über den empfohlenen 40g/1000g. Da ich das Grundfutter immer noch mit weiteren Zutaten aufpeppe, ist der Fettgehalt sicherlich sogar noch etwas höher. Falls ich Herrn Sistermann richtig interpretiert habe, sind im Grundfutter sogar ca. 40% ölhaltige Saaten erlaubt, was einem reinen Fettgehalt von etwa 200g/1000g entsprechen würde...

Mh, ist alles nicht so einfach. Ich glaube ich lasse es daher auch, den genauen Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißanteil in meinem
Futter zu analysieren.
Da meine Renner aber weder zu dick, noch zu dünn sind, bin ich mit meiner Mischung ganz zufrieden. Sicherlich ist eine gesunde
Ernährung bei Rennmäusen sehr wichtig, da es kaum eine bessere Möglichkeit gibt, auf die Gesundheit seiner Tiere Einfluss zu nehmen. Man sollte das Thema aber auch nicht überbewerten. Beim Futtermischen würde mir z.B. ein großes Stück Kreativität abhanden kommen, wenn ich mein Grundfutter nicht mehr nach Gefühl mit weiteren Zutaten ergänzen würde. Mit der Küchenwage anfangen und 10g Sesam, 5g Amaranth abzuwiegen, nur damit nachher die Nährwerte auch 100%tig stimmen, ist mir einfach zuviel.
Ich variiere beim Futtermischen lieber öfters. So kann man auch prima Mangelerscheinungen vorbeugen, wenn man nicht ständig das gleiche
Futter füttert. Durch regelmäßiges Wiegen kann man z.B auch leicht feststellen ob der Fettanteil im
Futter für die
eigenen Rennmäuse zu hoch ist und kann die Menge oder die Futterzusammensetzung entsprechend ändern.
Melways