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Futtermilben oder Ähnliches
Hallihallo,
nun hat es uns wohl auch erwischt. Ich wollte eben Futter mischen (ja, um die Uhrzeit) und dabei ist mir in einer Hirse-Dose eine Kolonie Staubläuse begegnet. (Zur Erinnerung: Wir hatten einen großen Staublaus-Befall und dachten, er sei geschafft. Nun haben wir vor wenigen Tagen in einer Holzkiste für Tee [in der Küche!] einen Befall entdeckt und nun eben im Futter.)
Leider reichen die Staubläuse aber nicht.
In unserer Mischung, die wir an unsere Tiere verfüttern, sind lauter kleine weiße Pünktchen unterwegs. Nach einem kurzen Blick über Treffer in der Suche ist meine Vermutung wohl bestätigt: Wir haben Futtermilben.
Das Problem: Ich mische unser Futter selbst, d.h. vermutlich ist irgendein Bestandteil Ursprung des Befalls und die Viecher sind nicht einfach nur in die Mischung reingekrochen, als sie mal eine Nacht offen stand. Diesen werden wir hoffentlich gleich noch ausfindig machen.
Momentan versucht sich Bit noch an einem Foto (wir haben Makro-Objektiv-Scheibchen für die Spiegelreflex).
Das eigentliche Problem bei der Sache ist: Wir haben ein ziemlich großes Gehege, das mit ziemlich viel Einstreu und Kram gefüllt ist. Ist es wirklich vonnöten, dass wir das Gehege grundreinigen?
Das wäre
1. ein sehr großer Haufen Arbeit und
2. problematisch, weil wir die Müllcontainer mit vielen, vielen, vielen Tüten Einstreu füllen müssten und unsere Nachbarn das bestimmt nicht witzig fänden (bei einer normalen Grundreinigung würden wir portionsweise vorgehen).
Die finanzielle Belastung würde sich in Grenzen halten (zumindest, was die Einstreu angeht), da wir die Jungs zunächst im 60er unterbringen könnten und dort ja nur eine 60l-Packung Einstreu bräuchten und auch bei Rückkehr ins große Gehege nicht allzu viel Geld ausgeben müssten, da wir ja die 550l-Großpacken von German Horse Span kaufen und diese keine 15 Euro kosten.
Andererseits müssten wir ja wohl auch sämtliche Holzgegenstände behandeln? Die Aufsatz-Komponenten passen keinesfalls in den Backofen, die könnten wir also nur mit heißem Wasser bearbeiten. Kork, Häuschen etc. wären dagegen backofen-tauglich, was ihre Größe angeht (hoffe ich).
Das Heu kann ich auch direkt entsorgen?
Gestern kam eine kleine Zooplus-Lieferung an. Darin waren zwei Hanfmatten, die ich natürlich direkt zu den Renner-Sachen gelegt habe. Die wegzuschmeißen wäre jetzt richtig, richtig mistig. 
Ooooooh Mann 
Verfasst von Louve
Deus (*13.07.2010) und Phelan (*30.08.2010)
morgen...
befrag mal deinen tierarzt... vielleicht kann man die holzgegenstände bzw. auch andere sachen mit einem spray besprühen und einwirken lassen. es gibt auch so ein biologisches ungezieferzeug für 8-10 euro, damit könntest du auch deine rennerle behandeln. aber ums wirklich misten wirst du nicht drum herum kommen. sonst hast es immer und immer wieder von neuem nach ein paar wochen.
solange du diese geschichten drin hast, würd ich auch erstmal auf sehr viel einstreu verzichten. die viecher haben ja einen gewissen zeitlichen entwicklungszyklus und wenn du die kette nicht unterbrichst, kommts grade wieder 
wenn ihr nen bauern irgenwo habt, bzw ein waldstückchen, dann schmeiße deine streu doch dort hin....
Hey,
wegen Einstreu: Es müsste bei euch auch irgendwo Wertstoffhöfe geben, da kann man auch Streu abgeben, dnek ich. Musst mal gucken, ob benutzte Streu bei euch in die biotonne darf oder nicht (hier in Aachen darfs nicht). Restmüll muss man leider auf den Wertstoffhöfen bezahlen. Ist aber, glaub ich, nicht sooo viel für so einen großen 120 l Beutel.
Irgendwo hin kippen würde ich das wirklich nicht ... Das findich wirklich nicht gut. Was man auf seinem eigenen Grund und Boden macht, ist mir egal. Aber seine Streu auf öffnentlichem oder gar fremden Boden abzulegen .. Nee, das geht echt nicht.
(hier bei mir muss die Streu sogar in die Restmülltonne und gilt damit nicht mal als Bioabfall!)
Dringend Tierarzt gesucht? Tierarzt-Verzeichnis
Oh, Wertstoffhof klingt gut, da muss Bit morgen sowieso mit 'nem Kumpel hindüsen, um jede Menge Holz abzuliefern.
Dann können sie ja direkt einige "Beutelchen" Einstreu mitnehmen 

Und bei uns muss das auch in den Restmüll wandern, nicht in den Biomüll. 
Ich denke, es wäre ratsam, die Viecher erstmal abklären zu lassen, oder? Das kann hoffentlich jeder Tierarzt? Ich hätte nämlich einen in ziemlicher Nähe, der ist halt nur nicht auf Renner spezialisiert und hat mich daher bisher nur einmal gesehen
Der dürfte dann evtl. auch die richtigen "Waffen" gegen die Viecher haben?
Ich muss auch noch mal dazu sagen: Wir haben die Milben bisher nur im Futter entdeckt, nicht aber im Gehege oder an den Tieren. Allerdings sind die ja auch so winzig, dass es ein Wunder ist, dass wir sie letzte Nacht im Futter entdecken konnten. 
D.h. möglicherweise haben unsere armen Jungs schon eine riesige Population Futtermilben im Gehege? 

Danke für Eure Hilfe 
Deus (*13.07.2010) und Phelan (*30.08.2010)
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »BitForce« (02.02.2012, 10:23)
Hallo Louve,
Wir hatten vor einem halben Jahr ebenfalls Futtermilben (oder Modermilben, Mehlmilben oder Vorratsmilben oder, oder???). So genau konnte es uns unser TA leider nicht sagen: Es gibt da wohl an die 25.000 Sorten und sie sehen sich wohl alle sehr ähnlich. Wichtig ist halt erst einmal ausschließen zu können, dass es keine Tiermilben sind, die sich von Blut ernähren, sondern wirklich Milben sind, die sich von Futter, Schimmel oder Staub ernähren. Und so wie Du den Befall beschreibst, hört es sich für mich sehr nach Letzterem an: Für Eure beiden Renner dürfte da also keine unmittelbare Gefahr bestehen.
Unser TA war sich damals bei unserem ersten TA-Besuch sehr unsicher, um was es sich denn nun bei den Mini-Staubkörnern, die sich ganz langsam bewegt hatten (und die ich auch nur entdeckt hatte, weil ich wegen Runners Auge stundenlang vor Aqua hing, um ihn zu beobachten, sonst aber nie entdeckt hätte), handelt. Daher hatte er uns die volle Milbenbehandlung angeraten. Da wir noch Renner-Anfänger waren und nichts falsch machen wollten, haben wir also das gesamte Programm mit Spot-on, mehrmaliger Komplettgehege-Reinigung und Ardap durchgeführt. Als wir dann nach zwei Wochen zur Nachsorge und zum 2. Spot-on kamen, räumte der TA (der sich wohl inzwischen auch schlauer gemacht hatte) ein, dass es wohl doch vielleicht nur Futtermilben waren. Den 2. Spot-on haben wir dann aber doch noch mitgemacht - wir waren uns so unsicher, das wir da kein Risiko eingehen wollten.
Heute würde ich die Sache anders angehen: Nachdem ich mich in Punkto Milben und Milbensorten jetzt vorsorglich sehr belesen habe, würde ich den Spot-on nur noch machen, wenn ich eindeutig weiß, es handelt sich um eine der "bösen" Milben wie Vogelmilbe oder Rattenmilbe (die zudem viel größer sind, als die Mini-Futtermilben).
Das Gehege würde ich dennoch - bei einem Befall wie Du ihn beschreibst - einmal komplett Reinigen und nach zwei Wochen noch einmal (Daher wie bereits angeraten ruhig nur weniger Streu rein oder die Renner so lange in einem kleineren Notfallbecken lassen).
Die Holzaufbauten würde ich mit Ardap einsprühen, gut lüften (möglichst auf dem Balkon oder im Garten) und vor dem nächsten Einsatz dann alle Fläschen gut abwischen/abschrubben. Abspülen würde ich die Sachen nicht, damit etwas Ardap in den Ritzen bleibt (das Zeugt hat ja Depot-Wirkung und somit bleiben dann in den Ritzen genug "Fallen" für eventuell noch nachschlüpfenden Milben übrig).
Ja und das Futter und die Hanfmatten.....das würde ich wohl alles entsorgen. Es sei denn, man kann die Hanfmatten in den Backofen stecken bei 100 Grad? Wäre vielleicht einen Versuch wert, eh man sie wegschmeist.
Bei uns hatte ich dann beim Großputz übrigens auch in der Hirse bewegliche Staubkörner entdeckt. Seitdem schaue ich mir die Hirse immer doppelt lange an und kaufe auch nur noch eingeschweißte Hirse. Was einen selbstvertändlich auch nicht wirklich vor einem erneuten Befall schützt - schließlich können die Tierchen in allen Getreideprodukten sein
...
Ich drücke Euch die Daumen, dass ihr der Plage schnell Herr werdet!!
Karen
mit den 3 Jungs-WGs meiner Kinder (ich bin sozusagen deren offizieller Mäuse-Manager)
Danke für Eure Hilfe 
Beide Tierärzte in unserer Praxis haben festgestellt, dass es Futtermilben sind.
Es wurde uns gesagt, dass der einzige Nachteil an Futtermilben der sei, dass das Futter durch den Fraß minderwertiger würde. Insofern kommt das fertige Mischfutter weg und zudem die drei Komponenten, in denen wir Milben vorgefunden haben. Wenn ich nachher neu mische, ersetze ich diese und demnächst kommt dann eine neue Futterbestellung ins Haus. 
Eine Reinigung etc. ist nicht nötig, da es sich nicht um für die Tiere gefährliche Milben handelt.
Ende gut, alles gut. 
Deus (*13.07.2010) und Phelan (*30.08.2010)
Das ist schön! Deus und Phelan haben also nichts zu befürchten! 
Aber die einmalige Komplettreinigung würde ich trotzdem machen, macht zwar viel Arbeit, aber dann seid ihr die Viecher los.
Und die Futterkomponenten, die befallen sind komplett weg, vieles ist sicherlich "clean", das kannst du behalten.
Bactazol ist auch wirksam, damit würde ich die Gegenstände besprühen, man muss sie damit nicht so lange auslüften lassen, wie bei Ardap.
Was geht bei 100°C in den Backofen und dann hoffentlich schnell zurück zur Normalität.
LG! 
Bit weigert sich, irgendwelche Sprays in der Wohnung zu benutzen, solange wir nicht dauerlüften können. Und bei den Temperaturen geht das nicht 
Wir werden also warten, bis es wärmer ist, und ggf. muss dann halt das eine oder andere Futter noch mal entsorgt werden, weil doch noch mal was befallen wird.
Wir wissen ja jetzt, worauf wir achten müssen.
Deus (*13.07.2010) und Phelan (*30.08.2010)
Oh, tatsächlich? 
Trotzdem sind bei -5 bis -10° keine 15-30 Minuten lüften machbar. *brr*
Wenn der Wetterdienst Recht hat, wird es in 2 Wochen nur noch knapp unter 0 sein. Ich denke, wir warten so lange. Aber dann wird einmal ausgemistet und mit Bactazol gearbeitet (sofern Bit es genehmigt
).
Deus (*13.07.2010) und Phelan (*30.08.2010)
morgen...
befrag mal deinen tierarzt... vielleicht kann man die holzgegenstände bzw. auch andere sachen mit einem spray besprühen und einwirken lassen. es gibt auch so ein biologisches ungezieferzeug für 8-10 euro, damit könntest du auch deine rennerle behandeln. aber ums wirklich misten wirst du nicht drum herum kommen. sonst hast es immer und immer wieder von neuem nach ein paar wochen.
solange du diese geschichten drin hast, würd ich auch erstmal auf sehr viel einstreu verzichten. die viecher haben ja einen gewissen zeitlichen entwicklungszyklus und wenn du die kette nicht unterbrichst, kommts grade wieder
wenn ihr nen bauern irgenwo habt, bzw ein waldstückchen, dann schmeiße deine streu doch dort hin....
Ne, ne, ne.
Die allermeisten Tierärzte haben von Vorratsschädlingen so viel Ahnung wie ich von Gehirnoperationen. Ein Umgebungsspray wäre okay, darf aber natürlich nicht an den Rennern angewendet werden. Und Streu einfach in ein Waldstück schmeißen, ist illegeale Müllentsorgung. Würde ja schön aussehen, wenn wir dsa alle machen würden.
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