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Ungeplanter Nachwuchs
Nabend zusammen und ein frohes neues Jahr !!!
Ich habe schon vor einiger Zeit unter Rennmaus Info mein Anliegen weitergegeben.
Nun es ist so : Wir haben seit ca Okt unsere Rennies. Laut Handel und Verkäufer sollten es Mädels sein, haben dann Paarungsaktivitäten gesehn, aber gedacht es wären Rangordnungs-Sachen. Aber heute habe ich zwei kleine Rennies bei uns im Käfig entdeckt. Erster Gedanke, habe ich Hallus??? 


Jetzt hat es sich dann bestätigt, das "wir" Nachwuchs bekommen haben. Weiß nun nicht mehr weiter :] Es sind Geschwister aus einem Wurf. Die Kleinen scheinen ca 2-4 Wochen alt zu sein, sie haben schon ihr komplettes Fell und ihre Augen haben sie auch schon geöffnet. Nun meine Frage: Muß ich auf was bestimmtes achten? Die Rennies haben immer reichlich Futter, Wasser und Knabbersachen. Ab und zu gekommen sie auch Lebendfutter. Muß ich die Rennies auch trennen und darf ich das jetzt schon??
Vielen Dank im Vorraus !! Würde mich echt freuen, eure Meinung zu lesen, egal was für welche....
Lieben Grüß phobie
Ohje...hmm gib der Mutter eiweißreiches Futter...schau doch mal nach unter dem "Nachwuchs" Topic links in der Leiste....
Sonst...du musst halt so schnell wie möglich den Vater von der Mutter trennen...sonst deckt er die Mutter nochmal!

Visit: Bluesis Homepage :rollin
Es grüßen: Snowy, Browny und Mr Gadafi
Oje, das kommt leider nicht selten vor...
Also die Eltern musst du auf jeden Fall trennen, denn erstens kann ich mir nicht vorstellen dass du noch mehr Babys willst und zweitens sind es ja Geschwister - und bewusst Inzucht betreiben will ja niemand :]
Wenn du Pech hast trägt die Mutter aber schon wieder, denn oft deckt das Männchen sie gleich nach der Geburt wieder... ist leider sogar sehr wahrscheinlich. Also so schnell wies geht den Papa raus...
Die Kleinen müssen bis etwa 8 Wochen bei der Mutter bleiben - danach würd ich sie nach Geschlechtern trennen und die Jungs zum Papa vergesellschaften.
Damit er nicht allzu lange alleine ist kannst du ihn auch erstmal mit Trenngitter von den anderen trennen.... Da mußt du dann halt beobachten ob das ihn oder die Mutter mit Kindern zu sehr stresst. Ist von Tier zu Tier unterschiedlich.
Achten musst du soweit auf nichts, so wie du es beschreibst sind sie gut versorgt. Nur Futter und Wasser so stellen dass die Kleinen rankommen.
Lg Kaddi
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kaddi« (04.01.2007, 22:07)
Bitte nicht unter 8 Wochen von der Mutter trennen! Die Jungen lernen sooo viel im Sozialverband von Mutter und Geschwistern. Zwar "kümmern" sich Mäusepapas auch um den Nachwuchs, jedoch bringt den Kleinen jede Woche, die sie länger bei Mama bleiben dürfen, für ihre soziale Entwicklung enorm viel.
Und ganz nebenbei: unter 6 Wochen geht sowieso nichts...
Tu den Tieren und dir einen Gefallen und lass sie bis sie 12 Wochen alt sind bei der Mutter (es sei denn, es gibt vorher Probleme).
Liebe Grüße und viel Erfolg
Gorti :wink
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es auf ein paar Wochen mehr oder weniger nicht ankommt, wenn es um eine zeitweise Alleinhaltung geht.
Die Tiere lernen in der Gruppe mit gleichaltrigen Artgenossen und der Mutter viel mehr als wenn sie zu zweit zum Vater kommen. Ich hatte schon so ziemlich alle denkbaren Kombinationen von Rennergruppen und die Tiere, die in Großgruppen aufgewachsen sind, waren später nie verhaltensauffällig, wohingegen andere Tiere, die schon früher von Mutter und Geschwistern zu fremden, adulten Artgenossen vergesellschaftet wurden, z.T. ein mangelhaftes Sozialverhalten gezeigt haben.
Also die Großgruppentiere hatten ein viel ausgeprägteres Sozialverhalten und mit ihnen hatte ich auch später nie Probleme.
Ich will nicht alle Mäuschen über einen Kamm scheren, aber ich kann wohl von meinen persönlichen Erfahrungen berichten und die umfassen ja mehr als die Hälfte meines Lebens 
LG Gorti
Was du schilderst, sind sicher die idealen Aufzuchtbedingungen für Jungtiere. Doch diese Bedingungen erfüllen selbst Züchter nur zu einem geringen Teil. Das Aufwachsen in Großgruppen ist nur wenigen Jungtieren vergönnt, denn wenn die Mutter eine Wurfpause macht, die ja durchaus erwünscht ist und oft auch mit Trenngitter "erzwungen" wird, ist der erste Wurf schon vermittelt, wenn der zweite kommt. Wenn dieses Ideal also so selten verwirklicht wird, warum sollte man es ausgerechnet bei einem Unfallwurf einfordern?
Davon abgesehen rate ich aus naheliegenden Gründen dringlichst davon ab, die Söhne bis zu 12 Wochen, wie du oben empfiehlst, bei der Mutter zu lassen, wenn der Vater schon draußen ist. 
Warum man es trotz der Tatsache, dass es ein Unfallwurf ist, machen sollte? 
Na ganz einfach: jedes Tier sollte doch die bestmögliche, ideale Bedingung haben. Und wenn die Möglichkeit besteht, dann hat es auch ein Unfallwurf verdient, dass die Weichen in eine möglichst friedvolle Zukunft gelegt werden.
Ich hab nie Jungtiere gehabt, die im Alter von 12 Wochen Ansätze zur Deckung gezeigt haben. Und sollte man dies beobachten, kann man die Tiere ja gleich trennen. Das ist kein Problem, so schnell wird ein Weibchen ja nicht befruchtet, dass man mit Beobachten eines Deckungsaktes keine Zeit mehr hat, zu reagieren.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gortincoiel« (05.01.2007, 02:11)
Ich denke, jemand, der einen ungeplanten Wurf hatte, wird wenig Lust haben, 24 Stunden am Tag bei den Rennmäusen zu verbringen, um weiteren ungewünschten Nachwuchs durch schnelles Eingreifen verhindern zu können.
Manche Rennerjungs werden deutlich früher als mit 12 Wochen geschlechtsreif, und dass du in dem Alter noch keine Paarung beobachtet hast, liegt vermutlich daran, dass der Vater noch dabei war. Das ist er hier aber nicht mehr.
Nein, das stimmt so nicht. Mein eines Weibchen hat ihre Jungen (2 Würfe) alleine großgezogen. Und da gab's das auch nicht.
Die Jungen werden meist nicht so zeitig geschlechtsreif und befruchten die Mutter dann sofort. Es ist m.E. völlig ausreichend, die Jungen zu selektieren wenn sie 12 Wochen alt sind, bzw. zu dem Zeitpunkt, wenn man das Bespringen der Mutter durch männlichen Nachwuchs bemerkt. Ohne Probleme und ohne dass die Mutter wieder tragend ist.
Und auch jemand, der einen Unfallwurf hat sollte Verantwortung zeigen und sich so gut es ihm möglich ist um den Nachwuchs kümmern. Dazu gehört vor allem auch Beobachten. Von 24 Stunden hab ich nie gesprochen, das ist auch nicht notwendig. Und möglich ist eben eine bessere Behandlung als du sie vorschlägst, Ingrid. Und dann sollten die Tiere auch optimal versorgt werden. Das ist meine Meinung und bei der bleib ich.
Keiner kann mir weis machen, dass ein Unfallwurf eine ideale Behandlung nicht verdient hat.
Mehr werd ich dazu nicht mehr sagen, außer, dass ich hoffe, dass die richtigen Entscheidungen im Sinne der Tiere getroffen werden.
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Gortincoiel« (05.01.2007, 10:10)
Das hoffe ich auch.
Deshalb fasse ich noch einmal kurz die Vor- und Nachteile der späten Trennung, d.h. deutlich später als mit acht Wochen, zusammen:
Vorteil: Die Jungtiere sind länger in einer großen Gruppe und lernen besseres Sozialverhalten.
Nachteile: 1) Der Papa muss lange alleine sitzen. 2) Die Vergesellschaftung von geschlechtsreifen Tieren ist problematischer - auch, wenn die Jungen gut sozialisiert sind, denn der Papa kommt aus der Zoohandlung und ist vielleicht weniger gut sozialisiert. 3) Die Gefahr von weiteren Unfallwürfen lässt sich nicht hundertprozentig ausschließen.
Die Entscheidung muss jeder für sich alleine treffen.
Neuigkeiten
Hallo zusammen !!!
Danke für die ganzen Antworten....
Ich bin heut zum Zoohändler gegangen und ihm alles erzählt. Er meinte, ich solle die alle Rennies vorbei bringen, damit er die Geschlechter nochmal nachschauen kann. Gesagt , getan nach einigen Bisswunden (kann es den Rennies nicht übel nehmen) Es sollten eigentlich alles Weible sein. Nun festgestellt hat er : drei Männle und ein Weible. (Na Prima !! Habe ich mir gedacht, da kann man sich auf die Meinungen der Züchter und Händler ja verlassen ) Naja, nun sind die Männle alleine im Käfig und die Mama alleine mit ihren Babys. Kann ich die Mama mit ihren Babys ruhig alleine lassen?? Bin mir noch nicht sicher wieviele Babys sie hat.
Wir werden in näheren Zeit uns einen zweiten Käfig zulegen für die Männer (sie sind Momentan wieder in Zooladen, nur vorübergehend) Wer jetzt von den dreien der wirkliche Vater ist, kann ich nur raten....
Falls im Wurf auch Männle dabei sein sollten, kann ich die ohne Probleme zu den Männer rein setzen (natürlich wenn sie alt genug sein sollten)?? Gibt es dort dann Schwierigkeiten??
Erst einmal bin ich froh, dass jetzt alles geklärt ist und vorallem das die Rennies gesund aussehen.
Danke für alles!!
LG phobie
Hallo phobie,
ob die Männchen die Jungtiere ohne weiteres akzeptieren werden, lässt sich leider nicht voraussagen. Du solltest dich auf eine reguläre Vergesellschaftung einstellen und kein Risiko eingehen. Tipps dazu findest du links bei "Informationen" unter "Vergesellschaftung".
Danke dafür!!!
Kann ich die Jungen ohne Probleme anfassen, zu Geschlechterbestimmung?
Wenn es soweit ist bzw wann ist es soweit??
Zb wenn es zwei junge Männle und zwei junge Weible sind, kann ich doch die Weible bei der Mama lassen und die Männle entweder "Vergesellschaften" oder weiter vermitteln, oder?
(muss halt alles nachfragen.... 
LG phobie
Oh ja, die Geschichte der männchen, die plötzlich dick werden und werfen kenne ich zur genüge... Mir selbst sind auch einige als anderes Geschlecht angedreht worden, als sie waren, habs aber in allen Fällen (naja, bis auf Gabriel, deren Wurf ich heute Nacht bewundern durfte....) bemerkt ^.^
Jedenfalls finde ich es gut dass du alles so genau nachfrägst und dir jetzt schon gedanken machst, wie es mit den kleinen weitergehen soll. Ist ja leider nicht immer so!
Ich muss Gortincoiel in einem Punkt zustimmen, aber auch IngridR hat recht. Männchen decken die Mutter mit 12 Wochen noch nicht unbedingt, aber das kommt in vielen Fällen auch auf das Muttertier an. Bei meiner Mitbewohnerin gab es den Fall, dass sie eines ihrer Männchen bei der Mutter lassen musste. Der Kleine war im Alter von 14-16 Wochen immernoch nicht geschlechtsreif und ist auch verdammt klein geblieben. Die Bauchdrüse ging auch nicht auf. Allerdings wuchs er, als er zu seinem Vater und Brüdern gesetzt wurde, innerhalb von 2 Wochen ein ganzes Stück, Bauchdrüse ging auf und die Hoden prägten sich stärker aus.
Das selbe hatte ich bei meinen Weibchen. die wurden nicht geschlechtsreif, solgane die bei der Mutter waren.
Ich selbst nehme die Jungtiere dann raus, wenn ich sehe, dass sie einen ausgeprägten Charakter haben, gut zurechtkommen und mindestens 8, besser 9 Wochen alt sind. Ich mache die Zeit gerne individuell fest, wo ich sie von der Mutter trenne. Ist halt schwierig bei größeren Würfen wo sich die Tiere unterschiedlich schnell entwickeln. Ausserdem spielt es noch eine große Rolle ob sie nur mit Jungtieren zusammenleben werden, oder ob ältere Tiere dabei sind. Wenn sie alleine (mit Jüngeren) gehalten werden, lasse ich sie so lang wie möglich bei der Mutter oder dem Vater. Wenn ich sie bei der Mutter lasse, kontrolliere ich eben regelmäßig Bauchdrüße und Unterleib der Kleinen, sowie den Unterleib der Mutter.
Zumindest kann ich bei den Mäusedamen, die ich werfen lasse, sehr gut erkennen, ob sie gerade Paarungsbereit sind, oder nicht. Aber dazu muss man seine Pappenheimer eben ziemlich lange und genau beobachtet haben...
Lg Feliz



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