In der Familie der Mäuseartigen (Muroidea) werden die Langschwanzmäuse (Muridae) in mehrere Unterfamilien unterteilt, von denen eine von den Rennmäusen (Gerbillinae) gebildet wird. Innerhalb dieser finden sich verschiedene Gattungen, unter anderem Meriones und Gerbillus, denen Arten zugeordnet werden, beispielsweise die Zwergrennmaus (Gerbillus amoenus) oder die Blasse Rennmaus (Gerbillus perpallidus) sowie die Mongolische Rennmaus (Meriones unguiculatus), die häufig als „Gerbil“ oder „Wüstenrennmaus“ bezeichnet wird.
Wüstenrennmaus
Die Bezeichnung „Wüstenrennmaus“ gilt nicht ausschließlich für die Mongolische Rennmaus, sondern auch für alle anderen Gerbillus- und Meriones-Arten. Wüstenrennmaus sagt demnach nichts über die eigentliche Art aus und kann ohne Zusatz zu Verwirrungen und im schlechtesten Fall zur versuchten Vergesellschaftung verschiedener Arten führen.
Die Bezeichnung „Wüstenrennmaus“ ist außerdem irreführend, da die Mongolische Rennmaus in Wüstenrandgebieten und der Steppe beheimatet ist. Ihr natürlicher Lebensraum sind die Steppenlandschaften Asiens, deren Lebensbedingungen keinesfalls denen in einer Wüste ähneln.
Gerbil
Mongolische Rennmäuse sind zwar Gerbillinae (Rennmäuse), gehören aber nicht zur Gattung Gerbilllus sondern zur Gattung Meriones.
Richtigerweise sollten nur Rennmäuse der Gattung Gerbillus als Gerbil bezeichnet werden. Gerbillus-Arten unterscheiden sich im Erscheinungsbild deutlich von den Meriones-Arten, die im englischen Sprachgebrauch als „Jird“ bezeichnet werden. „Gerbil“ wurde in den deutschen Sprachgebrauch übernommen.

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