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Die Rennmaus

Mongolische Rennmaus

Rennmäuse haben in den letzten Jahren eine starke Wandlung durchgemacht. Vom exotischen Haustier haben sie sich mittlerweile zum beliebten Familienmitglied, das in vielen Haushalten ein Heim gefunden hat, gewandelt und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Wir möchten die kleinen Nager hier kurz vorstellen und einen Überblick über die Mongolische Rennmaus geben.

Mongolische Rennmäuse (Meriones unguiculatus), die fälschlicherweise oft auch Gerbils und Wüstenrennmäuse genannt werden, sind umgangssprachlich auch als Renner bekannt. Sie sind kleine, possierliche Nagetiere und dem Aussehen nach zwischen Ratte und Hausmaus einzuordnen. Obwohl sie für ihr Leben gern buddeln, gehören sie nach neuesten Erkenntnissen nicht wie oft gedacht zur Familie der "Wühler" (Cricetdae), sondern zu den Muridae, sind also mit den echten Mäusen näher verwandt als mit Wühlern.

2 Rennmäuse

Die Größe einer ausgewachsenen Rennmaus liegt ohne Schwanz bei durchschnittlich zehn Zentimetern. Der Schwanz ist noch einmal so lang und schließt oft mit einer kleinen Quaste ab. Das Gewicht einer Rennmaus ist von Geschlecht und Vererbung abhängig, und liegt bei einer ausgewachsenen, gesunden Rennmaus bei ungefähr 80g. Gewichte von bis zu 100g sind als normal zu betrachten, schwerer sollte jedoch keine Rennmaus werden. Rennmäuse erreichen ein ungefähres Alter von drei bis vier Jahren.

Rennmäuse sind sehr aktive Nager. sie können gut klettern und springen (bis über 50cm) und lieben es, sich im Sand zu wälzen. Sie "baden" regelrecht im Sand um ihr Fell zu pflegen. Wasser dagegen benötigen sie nur zum Trinken, ansonsten sind sie wasserscheu. Rennmäuse sind sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv: zwei- bis vierstündige Wachphasen wechseln sich mit ebenso langen Schlafphasen ab. Je nach Umgebung und Jahreszeit kann dies variieren, und auch die Gewohnheiten ihres Menschen spielen eine Rolle, denn Rennmäuse sind überaus neugierige Tiere.

Jedoch gleicht keine Rennmaus charakterlich einer anderen. So gibt es scheue, die nur zum Fressen rauskommen und ansonsten gerne ihre Ruhe haben möchten, und es gibt welche, die es sich gerne mal auf einer menschlichen Schulter bequem machen. Da Rennmäuse keine Höhen erkennen können, ist das aber stets mit Vorsicht zu genießen! Sie können recht schnell zahm werden und beißen nur selten, es sei denn, sie fühlen sich geärgert oder man tut ihnen weh.

Es gibt ungefähr 100 verschiedene Rennmausarten auf der Welt, die hauptsächlich in Afrika und Asien beheimatet sind. Als Haustier in Europa am meisten verbreitet ist jedoch unsere Mongolische Rennmaus, deren lateinischer Name Meriones unguiculatus „Krieger mit Krallen“ bedeutet. Dieser Name nimmt Bezug auf zum Teil sehr aggressiv ausgetragene Revierkämpfe, die mitunter für den „Feind“ tödlich enden. Dieses Verhalten haben unsere domestizierten Rennmäuse beibehalten, und so kann es vorkommen, dass aus den unterschiedlichsten Gründen auch im heimischen Aquarium erbitterte Kämpfe ausgetragen werden.

Ursprünglich reichte der natürliche Lebensraum dieser bekanntesten Art von der mongolischen Steppe im nördlichen China bis hin zum südlichen Russland. Heiße Sommer und kalte, trockene Winter sind die klimatischen Bedingungen, an die die Rennmaus im natürlichen Lebensraum angepasst ist. Die Altersgrenze der wildlebenden Tiere liegt mit ca. acht Jahren deutlich höher als bei unseren domestizierten Rennmäusen.

Da Rennmäuse von Natur aus in Familienverbänden leben und sehr gesellige Tiere sind, darf man sie niemals alleine, sondern muss sie mindestens zu zweit halten. Mit der Größe der Gruppe steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Streitereien innerhalb der Gruppe. Blutige Kämpfe sind die Folge. Für Anfänger sind daher gleichgeschlechtliche Gruppen von zwei Tieren am geeignetsten.
Rennmäuse dürfen niemals mit anderen Tierarten (andere Mausarten, Meerschweinchen, Ratten etc.) zusammengehalten werden!

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Ein wenig wird schon geknabbert..