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Besuch beim Tierarzt

Jeder Haustierhalter wird irgendwann mit seinen Tieren zu einem Tierarzt gehen müssen, sei es aus Krankheitsgründen, aus reiner Vorsorge oder zur Beratung bei Gesundheitsfragen. An Wochenenden oder Feiertagen kann auch ein ungeplanter Notfall für den Besuch einer Tierklinik sorgen.

Terminvereinbarung – auch im Notfall?

Falls ein Tierarztbesuch notwendig wird, sollte ein fester Termin vereinbart werden, vorausgesetzt es handelt sich um keinen Notfall, der extrem schnelles Eingreifen benötigt. Termine werden in den meisten Fällen telefonisch vereinbart. Bereits bei der Terminvereinbarung sollte nachgefragt werden, wie die Behandlung gezahlt werden kann, sofern eine EC-Kartenzahlung für den Halter in Betracht kommt. Barzahlungen sind bei jedem Tierarzt eher erwünscht. Rechnungsstellung ist meist nur nach vorheriger Absprache möglich.
Bei einem Notfall empfiehlt es sich, die Praxis oder Tierklinik vorher über das Eintreffen zu informieren. Auf  jedem Fall muss außerhalb der üblichen Sprechzeiten in Tierkliniken vor Ankunft, telefonisch die Situation kurz geschildert werden, so dass sich der Dienst habende Arzt auf den Patienten vorbereiten und eventuelle Vorabmaßnahmen ergreifen kann.

    Viele Haustierhalter sind bei einem Tierarztbesuch mindestens genau so aufgeregt wie das Tier selbst. Es bietet sich an, bereits zu Hause Fragen oder auch Informationen für den Tierarzt zu notieren, damit nichts vergessen wird!

Zum Tierarzt sollte grundsätzlich die ganze Rennmausgruppe mitgenommen werden, damit verhindert wird, dass der Gruppengeruch verloren geht und es danach bei erneutem Zusammensetzen  nicht zu Beißereien kommt. Es ist darauf zu achten, dass die Rennmäuse beim Transport zum Tierarzt keiner Zugluft ausgesetzt sind. Um dies zu vermeiden, kann ein Tuch auf die Transportbox gelegt werden, zugleich werden die Tiere durch das Abdunkeln beruhigt.

Formalitäten beim Erstbesuch

Beim ersten Tierarztbesuch muss der Halter meistens ein Formular ausfüllen, welches oftmals die folgenden Informationen enthält:

Informationen zum Halter:

  • Name
  • Adresse
  • Telefonnummer
  • Andere Haustiere

Informationen zum betroffenen Tier:

  • Name
  • Alter, bei Unklarheit grobe Schätzung
  • Geschlecht
  • Kastration erfolgt, wenn ja, wann
  • Rasse
  • Bekannte Vorerkrankungen
  • bereits erfolgte Operationen

Wichtige Informationen für den Tierarzt

Nach dem Betreten des Behandlungszimmers wird zunächst abgefragt, um welche Rennmaus es sich handelt und welche Symptome sie zeigt. Der Halter sollte möglichst genau folgende Angaben machen können:

  • Welche Symptome/Auffälligkeiten zeigt die betroffene Rennmaus?
  • Seit wann besteht die Erkrankung?
  • Gab es eine eventuelle Vorbehandlung eines anderen Tierarztes?
  • Wie alt ist das Tier?
  • Hat es Gewicht verloren?
  • Frisst es noch?
  • Setzt es Kot ab? Ist dieser in Farbe/Konsistenz auffällig? (Kotprobe unbedingt mitnehmen!)
  • Ist der Halter in der Lage, eine mögliche Weiterbehandlung zu Hause durchzuführen?
    Falls die Rennmaus Störungen oder Auffälligkeiten des Verdauungsapparats zeigt, sollte grundsätzlich eine kleine Menge Kot mitgenommen werden, so dass der Tierarzt direkt vor Ort weitere Maßnahmen zur Diagnosefindung einleiten kann. Oft stellen Kotproben und die durchgeführte labortechnische Analyse einen wertvollen Hinweis auf Erkrankungen dar.

Ablauf der tierärztlichen Untersuchung

Herausnahme aus der Transportbox

  • Bei einer handzahmen Rennmaus kann der Halter darum bitten, das Tier für die Untersuchung zu fixieren. Durch seine Unterstützung stellt er eventuell eine wertvolle Hilfe für den Tierarzt dar.
  • Bei einer nicht an die Hand gewöhnten Rennmaus ist es sicher auch für den Halter schwierig, das Tier so zu fixieren, dass das Tier sicher gehalten wird und der Tierarzt noch so viel "Rennmaus" anstatt Menschenhand sieht, dass er vernünftig untersuchen kann.
  • Unsichere Halter sollten das Fixieren einer erfahrenen Sprechstundenhilfe überlassen, auch wenn dies der Halter nicht gerne sieht.
  • Im Umgang mit flinken und eventuell beißenden Rennmäusen sind manche Tierärzte oder deren Assistenten unsicher. Der Rennmaushalter sollte dies ansprechen, wenn er Unsicherheit bemerkt und darum bitten, das Tier selbst halten zu dürfen, sofern er sich selbst dazu in der Lage sieht.

Der Tierarzt wird vermutlich je nach Symptomen Herz und Lunge abhorchen, Zähne und Ohren kontrollieren und eventuell andere Auffälligkeiten feststellen. Anschließend wird der Bauch des Tieres bei Verdacht auf Gewebeveränderungen abgetastet, um mögliche Tumore ausschließen zu können.

Besprechung der Untersuchungsergebnisse

Nachdem der Tierarzt die Rennmaus gründlich untersucht hat wird besprochen, wie die  Behandlung verlaufen wird. Der Halter sollte sich möglichst alles genauestens aufschreiben oder den Tierarzt darum bitten! Viele Halter kommen aus der Praxis und haben vieles bereits aus lauter Aufregung vergessen. Ein Tierhalter sollte sich niemals scheuen, bei Unklarheiten auch mehrfach nachzufragen.

Wenn der Tierarzt Medikamente verabreicht, wird er erklären was diese bewirken und wie sie heißen. Macht er dies nicht aus Eigeninitiative, sollte der Tierhalter um entsprechende Auskunft bitten. Benötigt die Rennmaus zu Hause Medikamente, wird erklärt wie und wie oft  das Medikament zu verabreichen ist.  Falls Antibiotika oder andere Medikamente, die den Darm belasten gegeben werden müssen, ist zu empfehlen, ein Mittel zum Aufbau und zur Unterstützung der Darmflora, beispielsweise Bene-Bac zu verlangen. Dies ist sinnvoll, da auch die Darmbakterien vom Antibiotikum abgetötet werden und so beispielsweise Durchfall auftreten kann.

    Der Tierhalter sollte in jedem Fall vom Tierarzt über den Behandlungsverlauf und den zu erwartenden Verlauf der Erkrankung aufgeklärt werden! Eine solche Information ist für den Tierhalter wichtig, um den Krankheitsverlauf zu Hause besser einschätzen zu können, um zu wissen, wann genau er mit einer deutlichen Verbesserung der Krankheit rechnen kann. Ein Tierhalter sollte sich niemals scheuen, auch mehrfach nachzufragen, wenn er etwas nicht verstanden hat!

Ist  besprochen wie die Behandlung der Rennmaus abläuft, kann ein Folgetermin zur Kontrolle oder Weiterbehandlung nötig sein. Dieser sollte möglichst vor Verlassen der Praxis vereinbart werden.

Sollte sich der Gesundheitszustand rapide verschlechtern, ist ein nochmaliger und sofortiger Tierarztbesuch nötig!

Gute Besserung wünscht das Haustier-WG-Team!

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Ja, das hier ist ein Easteregg :) de.wikipedia.org/wiki/Easter_Egg