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Auslauf

Auslauf im Freien

Rennmäuse haben in der Natur viel mehr Platz zur Verfügung als in einem Aquarium oder Terrrarium. Deshalb spielen viele Halter mit dem Gedanken, ihren Rennmäusen das Vergnügen eines Auslaufes zu bieten. 

Rennmäuse sind sehr territoriale Tiere. Wenn eine Gruppe in einem größeren Aquarium/Terrarium instabil wird, sprich, man die Tiere in ein kleineres Becken setzen muss, um Streitigkeiten zu vermeiden, wäre ein Auslauf fatal,  weil es beim Zurücksetzen in das Aquarium/Terrarium zu Beißereien kommen kann.  Deswegen sollte ein Auslauf nur für stabile Gruppen in Betracht gezogen und die Tiere danach aufmerksam beobachtet werden, ob sie ein verändertes Verhalten untereinander zeigen.

Rennmaus in einer Röhre

Außerdem sollte sich der Halter zutrauen, die Rennmäuse hinterher einzufangen. Neugierig, wie diese Tiere sind, laufen die meisten gerne in bereitgestellte Pappröhren, die wesentlich länger sein sollten als die Rennmaus selbst, damit der ungeübte Halter noch genug Zeit hat, beide Enden mit der Hand abzudecken, ohne dass die Rennmaus schon wieder entflohen ist. Allerdings kann es auch vorkommen, dass sich ein Tierchen im äußersten Winkel des Auslaufs verkriecht, sei es, weil es scheu ist, sei es, weil es nach der ganzen Aufregung schlafen will. Deshalb sollte man bei nicht handzahmen Exemplaren vorher an geeigneten Stellen Gefäße aufstellen, die gerne angenommen werden und einfach ins Aquarium gesetzt werden können, ohne dass die Rennmaus beim Transportweg ausbüchst.

Sicherung des Auslaufs

Ein Auslauf im Garten sollte nur streng abgesichert erfolgen. Der Zaun sollte bis in das Erdreich hineinragen, da die Möglichkeit besteht, das die Rennmäuse sich unter dem Zaun hindurchbuddeln. Der Auslauf sollte überdacht sein, da die Tiere sowohl sehr gut klettern als auch springen können und sie so außerdem vor eventuellen Feinden geschützt sind. Selbstverständlich sollte auch ein schattiges Plätzchen zur Verfügung stehen. 

Im Haus sollte der Auslauf auf ein Zimmer begrenzt sein und gut abgesichert werden. Rennmäuse kommen überall hin. Es ist keine Seltenheit, dass sich Rennmäuse durch kleinste Spalten unter/hinter Schränke, Betten und Regale zwängen. Für die Absicherung solcher Problemzonen haben sich Holz- oder Pappstücke bewährt, die bündig abschließen. Gitter eignet sich nicht, da die Rennmäuse daran gerne hochklettern. Aus dem gleichen Grund sollte glattes Holz verwendet werden. Außerdem ist zu prüfen, ob Rennmäuse unter der Tür durchpassen. 

Herumliegende Stromkabel sollten mittels Kabelschläuchen/-kanälen gesichert werden, da ein Annagen für den Halter teuer und für die Rennmaus lebensgefährlich werden kann.

Auf Fliesen haben Rennmäuse Probleme, zu beschleunigen und vor allem abzubremsen. Lässt man sie also im langen Flur laufen, sollte man  den Fußboden der Laufstrecke zum Beispiel durch einTeppichstück absichern, um Erkältungen und Verletzungen vorzubeugen.

Sofa, Fensterbank und Schreibtisch bieten nur wenig Platz und sind deshalb als Auslauf nicht oder nur bedingt geeignet. Da Rennmäuse keine Höhenangst kennen, springen sie auch von  einem hohen Schreibtisch oder einer Fensterbank runter, was zu schweren Verletzungen führen kann. 

Ist der Raum rennmausgerecht abgesichert und wissen alle Haushaltsmitglieder, dass die Tür zu diesem Raum nur nach Vorankündigung geöffnet werden darf, steht einem Auslauf  nichts mehr im Wege. Um den Bereich abwechslungsreicher zu gestalten, kann den Rennmäusen ein Labyrinth aus Backsteinen gebaut werden oder mit Gitterresten der Aquarienabdeckung und Kartons aus dem Supermarkt ineinander verschachtelt eine Abenteuerlandschaft gezaubert werden.

Bau eines Auslaufgeheges

Ein Auslaufgehege ist schnell und ohne großes handewerkliches Geschick selbst gebaut. Eine Anleitung dazu stellen wir hier bereit: Bau eines Auslaufgeheges.

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