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Mäuse und andere Tiere

Tom und Jerry oder Itchy und Scratchy – Stereotype für das „Zusammenleben“ von Katzen und Mäusen gibt es genug. Also, muss man sich entscheiden? Entweder Stubentiger oder Rennmäuse?

Katze vor dem Mäuseaquarium
Die Scheibe des Aquariums trennt die beiden: Katz und Maus

Zum Glück nicht, denn grundsätzlich können beide friedlich nebeneinander leben, auch wenn Rennmäuse immer eine attraktive Möchte-gern-Jagdbeute für die Samtpfötchen darstellen. Und Katzen lieben Mäuse-„Fernsehen“. Damit auch alles klappt, gibt es aber ein paar Punkte zu beachten:

  • Das Zuhause der Mäuse muss sicher an einem Ort stehen, beispielsweise an einer Wand, damit die Katze nicht das Aquarium/Terrarium herunterwerfen kann.
  • Das Mäuseheim muss eine katzensichere Abdeckung haben. Dabei ist nicht nur gemeint, dass sie die Abdeckung nicht mit den Pfoten verschieben kann, sondern auch, dass die Abdeckung so stabil ist, dass sie die Katze aushält und sie nicht von dieser zerstört werden kann, wenn der Jagdtrieb einsetzt (Gitterecke hochbiegen und sich durchquetschen usw.) oder die Katze auf den Deckel springt.

  • Vorsicht bei Gitterkäfigen! Grundsätzlich sind die denkbar ungeeignet. Nicht nur die Katze kann nach der Maus haken (und vielleicht mit den Krallen im Gitter hängen bleiben) – auch andersrum kann es zu bösen Bissen kommen. Auch bei engen Gittern gilt: Lieber nicht, allen Beteiligten zuliebe.
Katze vor dem Mäuseterrarium

Bei einem Abdeckgitter auf Aquarien sollte darauf geachtet werden, dass Etagen genügend Abstand zum Deckel haben, damit sich Rennmaus und Katze gegenseitig nicht „in die Quere“ kommen. Wenn man seinen Rennmäusen trotz Stubentiger Auslauf geben möchte, sollte dies in einem abschließbarem Zimmer und unter Aufsicht geschehen. Die Gefahr, dass jemand aus Versehen die Tür öffnet und die Katze ins Zimmer schlüpft, ist sehr groß.

Rennmaus und andere Mäuse

Es kommt leider immer noch vor, dass in Zoohandlungen von der Vergesellschaftung von Rennmäusen einer Art abgeraten wird, sei es aus Altersgründen oder aus der bekannten Vergesellschaftungsproblematik. Statt dessen sollte nach Aussagen des Verkaufspersonals entweder gar nicht mehr vergesellschaftet werden oder eine andere Mäuseart als Gesellschaft vorgezogen werden. Solche Aussagen sind inkompetent und in Bezug auf Vergesellschaftungen zu anderen (Renn-)Mausarten gefährlich!

Davon abgesehen, dass jede Mausart ihre speziellen Bedürfnisse hat, werden Rennmäuse in den seltensten Fällen andersartige Mitbewohner dulden, sondern sie „beseitigen“. Außerdem gilt: Ein gemeinsamer Auslauf ist zu vermeiden, alle anderen Mausarten hätten beim Direktkontakt mit Rennmäusen keine Überlebenschance!

Rennmaus und andere Nager

Auch hier gilt: Finger weg! Genauso wenig, wie Meerschweinchen und Kaninchen aufgrund unterschiedlicher Bedürfnisse zusammen gehalten werden sollen, dürfen zu keinem von beiden Rennmäuse gesetzt werden. Wie jede Mäuseart, so hat auch jede andere Nagerart seine ganz speziellen Bedürfnisse, die in einer gemischten Haltung nicht für alle erfüllt werden können. Außerdem wird so etwas garantiert blutig, wenn nicht sogar tödlich enden. Und auch hier gilt: Ein gemeinsamer Auslauf von Rennmäusen und anderen Nagetieren ist unbedingt zu vermeiden.

Rennmaus und Hunde

Hunde zählen seit langer Zeit zu den Heimtieren und haben meist zu allen Zimmern der Wohnung/des Hauses unbegrenzten Zutritt. Nicht alle Hunde sind Jagdhunde, aber alle Hunde jagen gerne, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.

Rennmäuse sind, wie alle anderen Kleintiere, potentielle Beute für einen Hund, die sicherlich auch sein Interesse wecken wird. Daher sollte der Hund nur in Begleitung seines Rudelführers in die Nähe der Rennmausunterkunft gelassen werden.
Sollte der Hund die Rennmäuse verbellen oder gar anzugreifen versuchen, wäre es empfehlenswert, wenn das Zimmer, in dem die Rennmäuse untergebracht sind, für den Hund grundsätzlich tabu wäre. Der Hund geht seinem Jagdinstinkt nach, was für die Rennmäuse in purem Stress enden würde. Stress macht Rennmäuse anfälliger für Krankheiten und kann im schlimmsten Fall sogar zum Herztod führen.
Auch wenn es den Anschein hat, dass sich die Tiere „verstehen“, für den Hund ist eine Rennmaus immer ein Jagdobjekt. Den Mäusen sollte niemals Auslauf gegeben werden, wenn  sich der Hund im Zimmer befindet, da der Mensch den Jagdinstinkt nicht einschätzen kann.
Ein im Haus lebender Hund, der die Rennmäuse nicht pausenlos anbellt oder anderweitig erschreckt, kann unter Aufsicht Zutritt zum Zimmer gewährt werden, in dem die Rennmäuse leben. Fremde Hunde sollten grundsätzlich keinen Zutritt zur Rennmausunterkunft haben

Experimente, eine Rennmaus auf einer menschlichen Hand in die Nähe einer Hundeschnauze zu halten, sind grundsätzlich abzulehnen, da nur der  Jagdinstinkt des Hundes gefördert würde.

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Viel ist nicht mehr da, aber auch die Mäuse müssen 'mal schlafen