Ursachen
Gründe hierfür können sein:
- Überforderung
Die Rennmaus wurde zu früh gedeckt, das Mindestalter zum Zuchtbeginn sollte bei vier bis fünf Monaten liegen, und hat noch an keiner Aufzucht teilgenommen. Da sie den Schmerz und die Babys nicht zuordnen kann, vernachlässigt und/oder frisst sie diese auf.
Die Rennmaus ist geschwächt, krank oder hat durch nicht eingehaltene Zuchtpausen zu viele Würfe gehabt.
- Störung
Die Rennmaus wurde während der Geburt oder der Aufzucht massiv vom Halter gestört und sieht keine sichere Aufzuchtmöglichkeit für ihre Jungen (beispielsweise durch Reinigung des Beckens während der Geburt oder der Jungenaufzucht, Entnahme der Babys durch den Halter, Versetzung oder Zerstörung des Nestes sowie Vergesellschaftungen mit neuen Rennmäusen).
Die Rennmaus wird durch andere Rennmäuse im Becken in der Aufzucht gestört, so dass sie nicht die nötige Ruhe und Kraft hat ihre Jungen aufzuziehen. Auch können Jungtiere von einem weiteren sich im Becken befindlichen Tier getötet, verletzt oder sogar direkt aufgefressen worden sein. Nicht immer ist das Muttertier die „Schuldige“.
- Fehlernährung
Die Rennmaus bekommt unzureichend Eiweißfutter, Flüssigkeit oder ausgewogenes Futter zur Verfügung gestellt.
- Sonstiges
Die Babys sind nicht voll entwickelt, weisen Krankheiten oder Missbildungen auf
Sollte jedoch eine Rennmausmutter das Verhalten des Jungtierefressens oder –tötens häufiger zeigen, auch wenn die oben genannten Punkte nicht zutreffen und eine gesundheitliche Ursache ausgeschlossen werden kann, ist es ratsam, der Rennmaus weitere Zuchtversuche zu ersparen.
Prävention
- Dem Muttertier sollte während der Aufzuchtsphase genügend Futter, Wasser und Eiweißquellen zur Verfügung stehen.
- Das Nest sowie die Jungtiere sollten nicht berührt werden, auch, wenn der Drang die Babys anzusehen, groß ist.
Wenn sich außer dem Elternpaar noch andere Rennmäuse in der Behausung befinden, sollte auf ein stabiles Ranggefüge geachtet werden.
- Dem Muttertier sollte ausreichend Material zum Versteck- und Nestbau zur Verfügung gestellt werden.
Das Weibchen sollte, wenn möglich, eine Aufzucht von einem erfahrenen Muttertier erlebt haben.

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