Inzucht bei Rennmäusen

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    • Inzucht bei Rennmäusen

      Hallo,

      heute habe ich zwei Rennmäuschen als Vergesellschaftung zu meinen eben getrennten Geschwistern geholt (die Beiden sollten eigentlich Schwestern sein, sind aber Bruder und Schwester. ) Sie sind jetzt 7-8 Wochen alt und vertragen sich mit den Neuen soweit gut. Bei den neu dazugeholten habe ich ganz klar gesehen, dass die Eltern Bruder und Schwester sind. Der Typ hatte keinen Plan, Mäuse kamen von Freund u. wurden nicht abgeholt. Die Kinder sahen alle gleich rot aus, wie auch die Eltern. Da ich vorher folgendes gelesen habe zur Inzucht:

      rodent-info.de/inzucht.htm

      habe ich sie trotzdem genommen. Sie sehen soweit gesund aus. Mich würde interessieren wie ihr darüber denkt und ob ihr Erfahrungen mit Inzuchten habt.

      LG und schönes WE,
      Franzi

      Liebe Grüße von Mausezähnchen und ihren Fellnasen :gerbil


      Notfellchenvermittlung


    • Na ja, schon irgendwie. Die sahen sich zum Verwechseln ähnlich. Müssten helle Goldfüchse sein, der eine weiß gescheckt, die andere nicht. Genauso alle fünf Kinder. Also die sahen schon wie Geschwister aus. Oder ob der Typ sich extra solche aus verschiedenen Würfen geholt hat und die dann aber bei seinem Kumpel abgeschoben hat (so hat er es erzählt), nicht mehr abgeholt und dieser die jetzt einfach loswerden will, wo sie sich vermehrt haben...
      Wenns nicht so ist, wär ja schön!! Für mich sahs aber aus, wie Renner aus einem Wurf geholt, die dann - ups - Mann und Frau waren und weg mit ihnen.

      Liebe Grüße von Mausezähnchen und ihren Fellnasen :gerbil


      Notfellchenvermittlung


    • Huhu,
      viele Züchter (oder solche die sich dafür halten) betreiben auch geplant Inzucht / Inzest.

      Sei es drum
      - um Gene definieren zu können
      - weil kein passender Partner sonst da war
      - im Glauben das Inzucht ja garnicht schädlich ist
      - um neue schneller Farbmutationen hervorzurufen, und diese zu festigen.
      - oder weil sie schlicht weg doch keinen Plan haben.

      Inzucht bedeutet eine verarmung des Genmaterials, so können gesunde Genteile die Kranken nicht mehr ausgleichen.
      Jedes Individium (auch du und ich) tragen jedoch schlechte Gene... desto verwanter die Eltern sind desto warschinlicher ist es das sich Individien mit den gleichen Geninfos treffen.
      Dadurch kommen Gene in Aktion die unter normalen umständen nie Ausschlaggebend gewesen währen.


      Denn wie oft treffen sich sonst schon Eltern die beide z.B. Genetische Fettleibichkeit haben, oder Lungenkrebs, Taubheit, Bluter , Konochenschwund... oder noch lustigere Erbkrankheiten versteckt tragen...

      In der Natur kommt es des öfteren mal vor das da verwante Tiere miteinader...
      allerdings sind die Lebenserwartungen in der Natur weit aus geringer, und vor allem Tiere die nicht 100% Fitt sind (weil sie schlechtere Reaktionszeiten haben, Anfälliger sind oder körperliche Mängel haben) werden Aussotiert.
      Eine Sotirung die der Mensch nicht hinbekommt. Der Mensch sotiert nach optisch, offensichtlichen Gesichtspunkten. In erster Linie nach Farbe...

      Leuten die so ein Inzuchtpaar haben, und die Jungtiere immer schön abschöpfen... die kann ich nicht verstehen...
      Es werden doch immer neue Jungtiere produziert... So lange bis die Eltern tot umfallen.
      Er sollte ein Geschlecht komplett abgeben... und nur das andere behalten, das währe sinvoller.

      Gruß Estra

      ... es gibt kein Schwarz und Weiß ... es gibt nur Grautöne
      Biete VG's nach der Sich-Riechen-Können-Methode

    • Hallo,
      ich suche ja gerade eine kleine Maus zur VG und habe einen Züchter in derselben Stadt gefunden. Dann habe ich die Homepage gelesen und er steht ganz und gar zu Inzucht.
      Ich gebe mal eine Zusammenfassung der HP: Er meint das Rennmäuse "Inzuchtfeste Tiere" sind. Er selektiert nur die gesunden, vitalen und kräftigen Tiere aus, so dass mögliche Erbkrankheiten nicht zum Zuge kommen und züchtet mit diesen weiter. Die Verwandtschaftsgrade können unterschiedlich sein. Sollten Tiere auffällig sein und kein passender Partner zur Verfügung stehen, dann kreuzt er auch wieder aus (nicht verwandte Tiere). Die Tiere hätten sehr gefestigte Eigenschaften. Es kann Probleme bereiten, aber mit kranken Tieren sollte man so oder so nicht weiter züchten. Sein Fazit: Gesunde Gene* gesunde Gene= gesunde Tiere, egal ob verwandt oder nicht.

      Vielleicht kann jemand etwas dazu sagen :?:

      Viele Grüße, Fischli

      Es buddeln Ginny :gerbil & Gina :gerbil *4.2.2011
      :gerbil Blondie 01.04.2005 - 23.04.2008, :gerbil Speedy 01.04.2005 - 22.07.2008, :gerbil Maja 16.6.2008 - 10.11.2010 und :gerbil Kaja 1.05.2008-12.03.2011

      plan-deutschland.de/

      turtle-foundation.org/

    • Es gibt verschiedene Meinungen zur Inzucht und es gibt verschiedene Arten der Inzucht und auch deren Umgang damit.

      Manche züchten eine Linie. Das heißt, sie züchten (auch) mit verwandten Tieren, um gute Eigenschaften zu festigen.
      Manche machen Testverpaarungen, um Krankheiten, Farbgene etc. sicher heraus zu finden.
      Es gibt welche, die züchten mit Inzucht, einfach weil sie nur Geschwister haben und es ihnen egal ist.

      Ich selber habe nichts gegen kontrollierte Inzucht. Heißt, zur Festigung guter Eigenschaften (dazu gehört aber mehr als nur eine Farbe oder nur ein Körperbau). Auch bin ich der Meinung, dass man nicht willkürlich über Generationen inzüchten sollte. Das ist in einer Hobbyzucht kaum möglich.

      Ich bin etwas anderer Meinung wie Estra. Auch wenn Gene bei Inzucht aufeinander treffen, die so gar nicht in Erscheinung getreten wären, so sind sie ja trotzdem da. Ohne Inzucht werden diese Gene eben versteckt weiter gegeben, bis sie irgendwann zufällig bei offensichtlich nicht verwandten Tieren aufeinander treffen. Bei Inzucht ist halt die Wahrscheinlichkeit höher, dass man auf die Gene trifft. Ein Nachteil, weil man dann kranke Tiere gezogen hat, ein Vorteil, weil man die Eltern aus der Zucht nehmen kann und die schlechten Gene nicht weiter vererbt.

      Inzuchttiere sind nicht zwangsläufig krank oder kranker als "normal" gezüchtete Tiere. Ich denke verrufen ist Inzucht vor allem, weil es bei Mäusen so einfach geht. Selbst in der Katzenzucht ist ein gewisser Grad von Inzucht zugelassen. Nur bei Mäusen kann man viel mehr Mist vor allem unkrontrolliert bauen.

      Dazu kommt, dass unsere Rennmäuse alle einen Ursprung in der Inzucht haben. Das heißt nicht, dass man jetzt lustig inzüchten kann. Denn die Ursprungstiere wurden von erfahrenen Händen und vor allem in Laboren (entsprechend viele Tiere zur Verfügung) weiter gezogen, bis sie als Haustier fungieren konnten. In wie weit sich der Genpol jetzt verändert hat und damit als "frisch" gilt, kann ich nicht beurteilen, weil mir der wissenschaftliche Hintergrund fehlt.

      Inzucht kann also sehr hilfreich sein, verursacht keine Schäden, wenn sie vernünftig und im Rahmen vollzogen wird. Es kann aber auch ganz anders enden, wenn man es übertreibt, keine Ahnung hat usw.

      LG Jana

    • Hallo nochmal,

      erstmal danke für die Meinungen. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich es trotzdem vermeiden Bruder und Schwester einander decken zu lassen. Das sagt mir mein Gefühl. Ich weiß aber, dass sie nicht krank sein oder werden müssen, nur weil sie wahrscheinlich ingezüchtet wurden.
      Ich hoffe einfach, dass sie gesund bleiben, meine kleinen Inzuchten (schon neuen Kosename gefunden :D ). Auf jeden Fall sehen sie gut aus, sind hübsch und nicht so scheu wie meine ersten Beiden.

      LG, Franzi

      Liebe Grüße von Mausezähnchen und ihren Fellnasen :gerbil


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    • Shajana schrieb:

      Ich bin etwas anderer Meinung wie Estra. Auch wenn Gene bei Inzucht aufeinander treffen, die so gar nicht in Erscheinung getreten wären, so sind sie ja trotzdem da. Ohne Inzucht werden diese Gene eben versteckt weiter gegeben, bis sie irgendwann zufällig bei offensichtlich nicht verwandten Tieren aufeinander treffen. Bei Inzucht ist halt die Wahrscheinlichkeit höher, dass man auf die Gene trifft. Ein Nachteil, weil man dann kranke Tiere gezogen hat, ein Vorteil, weil man die Eltern aus der Zucht nehmen kann und die schlechten Gene nicht weiter vererbt.


      Da gebe ich dir ja Recht... jedoch nicht vollkommen.
      Denn das Perfekte Erbgut gibt es nicht... da es auch immer wider zu spontanen Mutationen kommt.
      Somit also immer wider neue Mutationen enstehen... positive wie negative.
      Natürlich soll man mit nix absichtlich Züchten wo was Negativ auffälliges Fällt... da sind wir uns ja einig.

      Aber ist es Fraglich ob bei der rein rechnerischen, protzentualer Möglichkeit durch eine Inzuchtverparung ein Defekt wirklich in erscheinung tritt. Gerade bei rezessiven Erbvorgängen.
      Fraglich ob genau das ausgesuchte Paar, kranke Jungtiere produziert....
      Fraglich ob dieses dann genau in diesem Wurf passiert
      Fraglich wie es aussehen würde wenn man inerhalb der Familie anders verpaart ... (z.B. mit einem anderen Bruder)
      Es erhöht nur die warscheinlichkeit das da was zu finden ist.
      Wobei auch da kann es sein das die Mutation die krank mach sich leicht verändert und mit der alten mutation nix schlimmes verursacht.

      Es gibt verschiedene Vererbungs vorgänge...
      Siehe Link auch wenn es hier nicht um Tiere geht, ich finde es grafisch sehr gut dargestellt: onmeda.de/ratgeber/kinderwunsc…eiten_definition.html?p=4

      Besonders dichte Inzucht selber ist vor allem der Schnelle weg eine Zuchtlinie in Form, Farbe usw... schneller zu verändern und auszuprägen.
      Dabei ist es ein glücksgriff wenn die Positiven Merkmale und veränderungen überwiegen. Oft werden dabei aber die Negativen eigenschaften übersehen...

      Es ist gut viele Zuchtstrategien zu verfolgen... so das man genügend Tiere zum austauschen hat...
      Auch Inzuchtstämme in denen sich die der Gennpool verändert tragen dazu bei das der Genpool für die Gesamtheit neue Bausteine bekommt.

      Schlecht nur wenn unerwünschte nebenerscheinungen auftreten... wenn nimmt man dann raus aus der Zucht? Die Eltern, die Großeltern, Urgroßeltern, Ururgroßeltern ?? so wie alle anderen Tiere die aus diesen verpaarungen stammen?


      @ Franzi
      Die Natur sieht es vor das es durch aus mal vorkommen kann das sich Nager inerhalb ihrer ängeren Verwanschaft Paaren... das ist idr. kein Beinbruch. Kann ja auch sein das dadurch Positive Eigenschaften gefestigt werden. Die der Blutslinie erst mal in dieser Generation einen Vorteil verschaffen....
      problemme treten meist erst auf wenn inerhalb von zu dichter Verwandschaft zu lange Gezüchtet wurde. z.B. Knickschwänze währen dann so ein sichtbares Merkmal

      Übrigens... im Grunde sind alle Farbmonolen auch irgendwie Defekt.... da die Farbe dafür sorgt das sie Tarnung nicht mehr so gut funktioniert. Deswegen sind aber nicht alle Farbmongolen Krank sondern sie haben einen Vorteil da sie Interesanter für die Heimtierhaltung sind.

      Gruß Estra

      ... es gibt kein Schwarz und Weiß ... es gibt nur Grautöne
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    • schlimm ist es immer, wenn man verwandtschaftlich verpaart, wenn die Linien nicht gesund sind, Denn genetische Defekte verstärken sich bei verwandtschaftlicher Verpaarung..z.b wenn man mit Zooladentieren rumvermehrt..aber sie verbessern sich auch, wenn man eben Linien aus gesunden Stämmen miteinander verpaart. Das rauszubekommen ist jahrelange Arbeit. . Züchter machen ja gerade diese verwandtschaftlichen Verpaarungen um dass rauszufinden, also auch Mutter mit Sohn oder Vater mit Tochter. Eine Linie , die gesund und stabil ist, wird sich festigen und die Jungtiere niemals defekte haben, die daraus entstammen. im Gegenteil .

      Vermehrt man aber Tiere, wo die LInien schon Defekte haben, dann werden diese eben noch verstärkt.
      Daher immer sehr wichtig, wo kommen meine Tiere her..und einfach so vermehren sollte man genau aus diesem Grund nie. Das hat nichts mit Verwandtschaft zu tun..und man sollte nur züchten ,w enn man ein grosses Hintergrundwissen hat. daher hoffe ich, Du stellst die Frage nicht, weil Du irgendwelche Tiere vermehren willst. VErantwortungsvolle Zucht heisst nicht Männchen auf Weibchen und mal Babies bekommen lassen.

      Man muss Rückverpaaren, und schlimm ist das gar nicht, sondern nötig..aber nur mit den entsprechenden Tieren.