Angepinnt Futtermischungen - Verstehen und Wie macht man's richtig ?

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    • Futtermischungen - Verstehen und Wie macht man's richtig ?

      Huhu,
      Heute Morgen bin ich über etliche „Wie Mische ich selber Futter?“ Einträge gestolpert.
      Bzw. „Sistermann Mischung – Hilfe meine Tiere werden zu Fett bzw. Verhungern“

      Unterm Strich halte ich es für eine sinnvolle Sache das Futter auf die eigenen Tiere speziell anzupassen. Schließlich ist so manch eine Futtermittelmischung vom Hersteller auch etwas merkwürdig in der Zusammensetzung. Gerade in Bezug auf Zucker.

      Ich sehe bei Eigenmischungen jedoch immer einige Probleme:
      z.B. das Wellensittich Futter nicht automatisch Wellensittichfutter ist. Ebenso bei Nympfensittichfutter da gibt es Meilen weite Unterschiede.

      Also gilt es jedes Korn / Samen / Frucht / Nuss / Futterpflanze / Insekt/ Obst und Gemüse und dessen Funktion / Nährwert im Futter zu kennen und zu erkennen.

      Das erkennt man aber nicht an der Rohwertanalyse auf der Packung !
      Und auch nicht an der Nährwerttabelle die der für den Mensch angepackten Produkte ! Auch hier fehlen zusätzlich die Infos was für was gut ist.

      Auch Nüsse, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne sogar Rosinen können eine wichtige Funktion im Gesamtkonzept gesunder Ernährung sein und auch von Hirse und Grassamen kann ein Tier Fett werden.
      Wichtig ist die Menge und dessen was das einzelne "Korn" sonst noch bietet.
      Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß, Kalorien, Vitamine, Mineralstoffe und den Sättigungswert.

      Der gängige Mensch hier zu Lande bekommt noch nicht mal seine eigene Ernährung ohne Mangelerscheinungen / Überdosierungen und daraus resultierende Folgen auf die Reihe.

      Aber die Foren und die Webseiten sind voll von Ernährung's Spezialisten für unsere 2 und 4 Beiner. (Warum ist die deutsche Bevölkerung jedoch wenn es so einfach ist das Richtige zu füttern und auszusuchen zu Fett, zu Dünn, hat Wadenkrämpfe weil Magnesium fehlt usw... ?)


      Was ich damit Sagen möchte:
      Nicht einfach nur Mischen was man irgendwo mal gelesen hat und diese ohne zu verstehen warum.
      Macht euch doch alle mal Gedanken über das was Ihr verfüttert. Welches Körnchen hat welche Wirkung ? Es gibt auch Unterscheide beim Futterbedarf in den verschiedenen Lebenssituationen der Tiere.

      Die meisten Futtermischungen der „Guten“ Hersteller sind dafür ausgelegt das es keine Mangelerscheinungen gibt. Oft werden die Tiere jedoch zu Fett.
      Andere Mischungen sind dafür ausgelegt das das Tier das den ganzen Tag nur im Käfig sitzt und sich Langweilt nicht an Überfettung verstirbt.
      Dann gibt es den Verbraucher der will eine Quietsche Bunte Verpackung und der dazu wie ein bunte Frühstücksmüsli aussehende Mischung.

      Dazu kommt:
      Nicht alle Futtermischungen von Vitakraft sind Zuckerlasitig und ungesund.
      Auch nicht alle Futtermischungen von JR-Farm sind Zuckerfrei und ohne Kritik.
      Ich möchte dazu aufrufen wirklich JEDE Packung einmal um zudrehen und die Inhaltsangaben zu studieren.

      Also würde ich vorschlagen jeder der Futter mischen will der beginnt mit damit sich eine gute Fertigmischung genau anzuckucken.
      Was ist drin?
      In welcher Menge ?
      Was steckt in den Einzelnen Körnern / für was sind die Gut ?

      Hat man das Begriffen guckt man weiter:
      Gibt erste eigene Komponenten hinzu (z.B. Wellensitichfutter wobei auch hier gucken aus was besteht das Futter)
      Beobachtet ob es dem Tier gut tut. Und überlegt sich was das noch besser machen könnte.
      Fängt an Komponenten aus der Futtermischung zu reduzieren oder gar komplett zu ersetzen.

      So passieren weniger Fehler und Mangelerscheinung.

      Und als „Hausaufgabe“ möchte ich Aufgeben:
      Sucht mir eine Rohwertanalyse von
      Kürbiskernen,
      Sonnenblumenkerne,
      Hirse,
      Haferflocken
      Rosinen

      so wie so wie eine Nährwerttabelle mit Kalorien, Fett, Protein, Vitamin Angebe so wie Mineralstoffe.
      Evtl noch zu jedem dieser "Früchte" ein oder zwei Sätze zur Gesundheit verliehren.

      Hilfreiche Links
      ernaehrung.de
      fddb.info


      Allgemeiner Link zum Thema Mängelerscheinungen:
      gesund.biz/html/mangelerscheinungen__bedarf_un.html


      Gruß Estra

      ... es gibt kein Schwarz und Weiß ... es gibt nur Grautöne
      Biete VG's nach der Sich-Riechen-Können-Methode

    • Hallo,

      das hast du super zusammengefasst! :thumbsup:

      Ich finde es auch sehr wichtig, immer zu schauen, was das Tier gerade braucht und das Futter bei Bedarf anzupassen.

      Ich mische selber nach Sistermann, variiere aber stets, je nach Gewicht, Aktivität und Alter der Renner, außerdem kann es nicht schaden ein bisschen auf die Jahreszeit zu achten - sprich im Winter gibt's fetteres Futter. Im Sommer gebe ich gerne Kräuter und Gemüse, die von innen "kühlen" - ayurvedisch eben.

      Um nachschauen zu können, was wo drinn ist, hab ich die Nährwerttabelle von G* zu Hause, die ich jedem nur ans Herz legen kann.

      Ich denke solange das Futter genug Abwechslung bietet und genug frische Sachen (Gemüse, Keimfutter, Obst) auf dem Speiseplan stehen, kann man gar nicht so viel falsch machen.

      Nun zu deiner "Hausaufgabe": Ich tipp jetzt nur mal die Werte für Kürbiskerne aus der Tabelle ab, bin faul. :P
      (Angaben je 100g)

      Kürbiskerne: 565 kcal, 24,4g Eiweiß, 45,6 g Fett (davon 23,6g mehrfach ungesättigte Fettsäuren), 14,2 g verwertbare Kohlenhydrate, 8,8 g Balaststoffe
      18 mg Natrium, 814 mg Kalium, 41 mg Calcium, 830 mg Phosphor, 402 mg Magnesium, 12,5 mg Eisen, 38 microg Vit A, 4 mg Vit E, 0,22 mg Vit B1, 0,32 mg Vit B2, 7,8 mg Niacin, 0,9 mg Vit B6, Vit C in Spuren

      Kürbiskerne also nur als Leckerli geben, weil viel Fett, obwohl mehrfach ungesättigte Fettsäuren wichtig für die Proteinsynthese sind - also nicht komplett vom Speiseplan streichen. Zu viel Kalium kann zu Herzproblemen führen, zu wenig ebenso - also noch mal - nur als Leckerli geben.
      (Geschrieben ganz ohne deine Links zu bemühen, also bitte korrigieren, wenn du was ändern würdest)

      Na, Estra, zufrieden? ;)

      glg, fluxus :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von fluxus () aus folgendem Grund: Tippfehler

    • Estra schrieb:

      Es gibt auch Unterscheide beim Futterbedarf in den verschiedenen Lebenssituationen der Tiere.

      Natürlich ist der Energiebedarf der Tiere abhängig vom Alter und der Lebenssituation. Ein Zuchtweibchen hat einen ganz anderen Energiebedarf als ein Renner im Wachsum oder ein ausgewachsenes Tier, das in einem kleinen Becken sitzt und kaum Bewegung hat. Außerdem macht es bei älteren Rennern bestimmt nichts, wenn sie ein reichhaltigeres Futter bekommen und dadurch ein paar Gramm mehr auf den Rippen haben, für den Fall dass sie mal krank sind.

      Estra schrieb:

      Ich möchte dazu aufrufen wirklich JEDE Packung einmal um zudrehen und die Inhaltsangaben zu studieren.

      Ich oute mich hier jetzt mal ganz offiziell: Mir kommt nichts zu den Rennern, von dem nicht die Inhaltsliste penibel studiert wurde. Da wird wirklich JEDE Packung umgedreht und die jenigen wo einem schon durch die Packung buntes Zeug anspringt wird stehen gelassen. Ebenso diejenigen, bei denen die Angaben unzureichend sind (Pflanzliche Nebenerzeugnisse können viel sein) oder an erster Stelle schon Pelletts oder Extrudate stehen.


      Nun zu deiner kleinen Hausaufgabe ;)

      Laut rodentinfo.net/futterkonzept.htm sind bei Nagern 20 Aminosäuren wichtig, davon 7 essentiell (können nicht vom Körper selbst synthetisiert werden): Leucin, Isoleucin, Lysin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Was in der ganzen Aminosäureliste gänzlich fehlt (und was mich sehr wundert) ist Methionin. Soweit ich weiß ist das eine zumindest für den Menschen esentielle Aminisäure, da mit ihr jede Proteinbiosythese gestartet wird. Läuft das bei Nagern anders?

      Estra schrieb:

      (Alle Angaben je 100g)
      Sonnenblumenkerne: 574 kcal; Eiweiß:22,47; Fett: 49 (30,16 ungesättigte Fettsäuren) ; Kohlenhydrate:12,33
      Hirse: 354 kcal; Eiweiß: 9,84; Fett: 3,9; Kohlenhydrate: 68,76 (66,69 aus Mehrfachzuckern (Stärke))
      Hafer: 353 kcal; Eiweiß: 11,69; Fett: 7,07; Kohlenhydrate: 59,8 (58,24 aus Mehrfachzuckern (Stärke))
      Rosinen: 298 kcal; Eiweiß: 2,46; Fett: 0,55; Kohlenhydrate: 66,2 (65,6 davon aus Einfachzuckern)


      SBKs enthalten viele gesunde ungesättigte Fettsäuren und vor allem auch einen hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren. Letztere sind im Vergleich zu Rosinen auch vermehrt in Hafer und Hirse vorhanden.
      Hirse enthält viel Stärke, deren Aufspaltung länger dauert und deshalb dem Körper nur langsam als Energie zur Verfügung steht. Im Gegensatz dazu enthalten Rosinen hauptsächlich Einfachzucker (Glucose und Fructose) die schnell ins Blut gelangen und dem Körper somit schnell Energie liefern. Die essentiellen Fettsäuren (Linol- und Linolensäure) sind ebenfalls in SBKs zu finden.


      Mein abschließendes Fazit:

      Ich denk mal bei dem Futter für den Otto-Normal-Renner geht es darum, es so zu gestalten, dass man als Halter dem Tier beruhigt die ein oder zwei SBKs (oder den Kürbiskerne oder die Rosine...) täglich geben kann, ohne dass die Renner dann gleich durch das Aqua/Terra rollen, weil auch noch andere Leckereien im normalen Grundfutter enthalten sind.
      Außerdem ist ein Grundfutter nichts anderes als das was der Name schon aussagt. Es ist ein Basisfutter, bei dem es gilt den Speiseplan zusätzlich mit anderen "Zutaten" noch zu erweitern (sei es mal durch ein paar Haferflocken, etwas Getreide, etwas von einer Fertigmischung, etwas Hanfsaat...) Schließlich sollen auch die Renner abwechslung in ihrem Speiseplan haben, auch wenn das Grundfutter so bestehen bleibt.

      Als normaler Halter mischt man sein Futter einfach nicht in so einer großen Menge, dass sich die SBKs Nüsse, Hanfsamen, getrocknetes Obst... die evtl in einer Fertigmischung enthalten sind so weit in der fertigen Mischung verteielen, dass es jeden Renner ab und an mal was davon trifft.

      Klar, kann man auch nicht alle Futter von einem Hersteller über einen Kamm scheren. Man findet bei so ziemlich jedem irgendwo ein Haar in der Suppe, aber bei manchen auch einfach mehrere ;)
      Letzlich sind wir diejenigen die entscheiden müssen, was es für unsere Renner zu essen gibt und wenn wir uns für etwas entscheiden, bei dem sie nach wenigen Wochen dann anfangen als kleine runde Fellbälle durch's Gehe zu rollen, dann haben wir uns das zu einem gewissen Grad auch selbst zuzuschreiben. Natürlich kann auch da wie bei den Menschen die Veranlagung auch einen Teil ausmachen, aber wir Menschen können täglich zum einkaufen gehen und selbst bestimmen, was auf unserem Speiseplan stehen soll - unsere Renner haben die Möglichkeit nicht. Die müssen mit dem auskommen, was wir ihnen bieten und wenn wir ihnen jeden Tag Chips und Schokolade bieten, dann dürfen wir uns auch nicht über die Auswirkungen wundern...

      Liebe Grüße
      _________
      ___vv_/__\
      _-_v_/____ _\
      :gerbil /
      _____Satzzeichen sind Einzelgänger, keine Rudeltiere!
    • Hallo,

      so wollte ich auch eigentlich an meine Rennerernährung rangehen. ist ja auch alles schön und gut, aber mir helfen alle Zusammensetzungen nichts, wenn es nicht eine allgemein anerkannte und vorallem richtige Angabe gibt, wie viel eine Maus wovon überhaupt gebrauchen kann. welche Fettsäuren? welchen Anteil an Protein? wie viel Kohlenhydrate? welche Vitamin? etc.pp.
      dazu machen dann ja auch die angebotenen Frischfuttersorten und Leckerlies was aus, die bei diesen Berechnungen des Bedarfs völlig wegfallen...
      ich fürchte, diese Herangehensweise ist eine Sisyphosarbeit.

      Gruß
      Vp

    • Ich weiß, Ernährung ist nicht unbedingt das einfachste Thema. Die meisten Menschen ernähren sich schon nicht ausgewogen und dann soll man das bei der kleinen Rennmaus einhalten.

      Wenn du Interesse daran hast, dann schau mal hier: elib.tiho-hannover.de/dissertatio…evertu_2002.pdf. Da ist alles bis ins Kleinste erklärt.

      Diese Tabelle findest du auch in der verlinkten Dissertation:

      Tab. 8: Richtwerte für die Zusammensetzung eines Alleinfuttermittels für Mongolische Wüstenrennmäuse

      Protein g/kg 155
      Fett g/kg 40
      Kalzium g/kg 6,5
      Phosphor g/kg 4,5
      Lysin g/kg 8,5
      Methionin u. Cystin g/kg 6,0
      Tryptophan g/kg 2,0
      Vit. A IE/kg 9.000
      Vit. D IE/kg 200
      Vit. B1 mg/kg 2,7
      Ca-Pantothenat mg/kg 12
      Nikotinsäure mg/kg 45
      Vit. B12 μg/kg 7,4
      Cholinchlorid mg/kg 1.100

      (KAMPHUES et al. 1999)



      Lysin, Methionin, Cystin und Tryptophan sind Aminosäuren. Eine gute Quelle für Lysin ist zB. Amaranth und Weizenkeime; für Methionin und Cystein zB. Hafer und Vollmais; für Tryptophan zB. Cashewnüsse.

      Das Vorkommen der restlichen Nährstoffe findest du in allen Nährwerttabellen.

      UND: Es heißt jetzt ja nicht, dass sich alle mit Fachliteratur zu schütten sollen, es reicht schon, wenn man eine "anständige" Grundmischung á la Sistermann hernimmt und diese möglichst abwechslungsreich mit anderen Getreide- und Pseudogetreidesorten, Nüssen, frischem Gemüse und einer Proteinquelle kombiniert.

      lg, fluxus

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    • Huhu Estra,

      super interessanter Beitrag! :thumbsup:

      Ich bin neu hier im Forum, bzw. habe bisher immer nur still mitgelesen, da ich selbst keine Rennmäuse habe, aber mich sehr für sie interessiere und mir irgendwann auch eventuell mal welche anschaffen will.

      Ich beschäftige mich gerne mit dem Thema Ernährung meiner Tiere aber mir fehlt es immer wieder an essentiellen Informationen. Es ist nicht besonders schwer herauszufinden, welche Nährwerte welches Futtermittel hat. Das große Problem ist nur zu wissen, was braucht mein Tier überhaupt, bzw. wie viel davon? Wieviel von welchen Fettsäuren, wieviel von welchen KHs, wieviel von welchem Protein, welche Vitamine in welcher Menge, usw. Also es reicht eben nicht aus zu wissen, was die einzelnen Futtermittel enthalten, wenn man gar nicht weiß, was das Tier überhaupt braucht :S Oder kann man das irgendwo finden? Hast du dafür vielleicht auch hilfreiche Links?

      Liebe Grüße

      Julchen

    • Hallo!

      Ich gestalte mir meine Grundmischung nach Sistermann und je nach Jahreszeit wird etwas umstrukturiert.
      Die Grundmischung ist für alle gleich, gebe aber jedem Rudel (meine jungen Mongolenweibchen, die beiden älteren Männer, mein Perserpärchen) individuell vor dem Füttern noch was hinzu.

      Es ist ratsam Vorräte von jedem Korn anzulegen, luftdicht verschlossen, denn so kann man nach Bedarf der Tiere von dem ein oder anderen was dazugeben oder auslassen.

      Ich glaube Familie Sumserl hat gaaanz viele Bonbongläser verschiedener Futtersorten auf den Terrarien stehen (siehe Website).

      Das ist sehr praktisch und spart Geld bei größerer Bestellmenge (das Futter ist meistens 1 Jahr haltbar).

      Ich lege den Leuten wirklich nah sich den ganzen Sistermannartikel durchzulesen, nicht nur den Teil für die Grundmischung.
      So kann man sich als Anfänger auf jedenfall gut orientieren und rantasten, mir hat das damals sehr geholfen.

      Und ich bin auch total gegen den Wahn gegen Dickmacher, denn gewisse Fette sind auf jedenfall nötig, täglich in einem ausgewogenem Verhältnis.
      Aber dann muss man die Grenzen seiner Rennmäuse kennen, wie sie darauf reagieren und wie sie es vertragen - da ist jeder unterschiedlich.
      Meine beiden Männer muss ich in der Hinsicht zBsp. anders behandeln, denn Yoshi ist etwas anfälliger.

      LG

    • Shore schrieb:



      Ich lege den Leuten wirklich nah sich den ganzen Sistermannartikel durchzulesen, nicht nur den Teil für die Grundmischung.
      So kann man sich als Anfänger auf jedenfall gut orientieren und rantasten, mir hat das damals sehr geholfen.



      Dem schließe ich mich an.
      Vor allem, da ich in letzter Zeit diverse Beiträge gelesen haben, die den Eindruck erwecken könnten, es käme bei der Bewertung eines Rennmausfutters vor allem darauf an, sämtliche vermeintlichen "Dickmacher" zu entlarven und aus dem Grundfutter zuverbannen, ohne einen Blick auf den Prozentanteil der betreffenden Saaten am Gesamtfutter oder den Rohfettgehalt zu werfen.
      Wenn jemand "Sistermann" nachmischen will, gehören auch Ölsaaten ins Grundfutter.

      Sich nach weiterer Lektüre zum Thema Rennmausfutter/ zu einzelnen Futterbestandteilen umzusehen, ist auch nicht verkehrt. :)
    • susu schrieb:

      Vor allem, da ich in letzter Zeit diverse Beiträge gelesen haben, die den Eindruck erwecken könnten, es käme bei der Bewertung eines Rennmausfutters vor allem darauf an, sämtliche vermeintlichen "Dickmacher" zu entlarven und aus dem Grundfutter zuverbannen, ohne einen Blick auf den Prozentanteil der betreffenden Saaten am Gesamtfutter oder den Rohfettgehalt zu werfen.


      Genau deswegen habe ich das Thema vom Zaun gebrochen.
      Im Allgemeinen sind die Leute viel zu schnell mit ihren Meinungen....
      und wundern sich warum ihre Tiere auf dauer krank sind. (Bzw. hir ist das schlimme das das die meisten nicht mal wirklich sehen)

      ... es gibt kein Schwarz und Weiß ... es gibt nur Grautöne
      Biete VG's nach der Sich-Riechen-Können-Methode

    • Dieses Thema finde ich auch sehr wichtig und fasse mal meine persönlichen Fütterungsgrundsätze kurz zusammen:

      - ich kaufe kein Fertigfutter, da ich noch keins gefunden habe, dass ich gut finde
      - ich mische mein Futter selber
      - ich kaufe nur Zutaten in geschlossenen Verpackungen, da ich offene Futterbars bedenklich finde
      - ich kaufe nur hochwertige, möglichst unverarbeitete Zutaten; gerne auch Bioqualität
      - ich kaufe grundsätzlich kein Futter, dass Bäckerei-Nebenerzeugnisse, Zucker, Farbstoffe und anderen Müll enthält
      - ich mische mein Futter aus aus diesen Komponenten:

      - Wellensittich- und Kanariensaat
      - Grassamen
      - 6-Korn Getreidemischung
      - Degu Premium bzw. Spezial Futter (JR)
      - Eiweiß
      - als Leckerlie ab und zu SB-Kerne, Rosinen und andere Dickmacher ;)

      Ich halte derzeit 4 Gruppen. Allen schmeckts und meine 2 etwas propperen Tiere sind schon älter und haben wohl die Veranlagung dazu :D
      Liebe Grüße
      Lupinchen
    • Ich hätte eine Frage, möchte nicht extra nen neuen Thread aufmachen, weil ich denke hier passts ganz gut.
      Ich hab meine Mäuschen ja erst knapp 2 Wochen und hab fürs Erste eine fertige Futtermischung gekauft.
      Diese hier: zooplus.de/shop/nager_kleintie…/maus_gerbil/supreme/2467

      Nun möchte ich da gerne noch Wellensittichfutter dazumischen und in Zukunft dann komplett selber mischen, habe aber noch recht viel von dem Fertigfutter übrig.
      Wie lange kann man dieses denn aufheben? ( bzw. dann auch selbst gemischtes Futter)
      Hab es in einer luftdicht verschließbaren Tupperbox gelagert...

    • Also ich mische mein Futter selber und hab mit dieser Mischung gute Erfahrungen gemacht.


      Mischung für 1kg

      375 Gramm Wellensittichfutter (Achtung! keine ätherischen Öle z.B. Eukalyptus)
      150 Gramm Kanarienfutter
      225 Gramm Grassamen
      250 Gramm Gemüseflockenmischung

      + 2-3 Mehlwürmer pro Woche und Rennmaus

      Gemüseflockenmischung für Futtermischung

      Mischung für 250 Gramm

      40 Gramm Möhrenflocken
      50 Gramm Erbsenflocken
      60 Gramm Johannisbrot oder Basilikumpellets
      30 Gramm Paprika oder Löwenzahn
      30 Gramm Rote Beete Würfel
      20 Gramm Ringelblumenblüten
      20 Gramm Kamillenblüten


      1 Teelöffel getrocknete oder 2 bis 3 lebende Mehlwürmer pro Woche und Rennmaus, um den Eiweisbedarf zu decken

    • Hallo, ich habe da auch noch Fragen dazu, das passt so schön hier rein, wo es doch so richtig ans Eingemachte geht.....vielleicht sind ja die Ernährungswissenschaftler unter uns da fit?

      Erstmal ist ja schon auffallend, daß der Proteinbedarf bei Rennis am höchsten ist. Und wir füttern ja unsere Rennis nicht übermäßig viel mit tierischem Eiweiss.
      Wie ist das aber mit der biologischen Wertigkeit von pflanzlichen Proteinen? Es ist ja nicht so, daß man sagen kann, eine Kartoffel enthält soundso viel Eiweiß, also haben wir entsprechend viel Eiweiss zu uns genommen, wenn wir eine Kartoffel essen. Boah, es ist schon sooooo lange her, wo ich so was lernen mußte, wie war das nochmal (korrigiert mich)?....äh.....Wir erhalten immer nur so viel Eiweiss, wie der niedrigste Aminosäurebaustein dieses vorgibt, beispielsweise als Veganer muß man schon richtig darauf achten, pflanzliche Proteine so zu kombinieren, daß zusammen die Wertigkeit deutlich erhöht wird, um keinen Proteinmangel zu bekommen. Und jetzt mache ich mir Gedanken, wie denn die Mäuse nur mit Körnern und ab und an mal ein Mehli diesen hohen Eiweissbearf decken? Können sie denn pflanzliche Eiweisse besser verwerten als wir Menschen?

      Anderes Thema: Kalzium. Wo steckt eigentlich in unserem Mäusefutter Calcium drin?? Der Bedarf ist ja auch ziemlich hoch....
      L.G. Yentl

      "Kein Problem ist so gross oder kompliziert, dass man nicht vor ihm davonlaufen könnte" (Linus von den "Peanuts")