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Main Coon Kater mit HD muss operiert werden

Hallo liebe Haustier WG User 🙂

Meine Schwester hat einen Main Coon Kater, er ist Ende November 2 Jahre alt, frühkastriert und hat 9.3 Kilo.
Seit letzten Freitag steht die Diagnose HD
der Hüftgelenkskopf auf der rechten Seite ist gebrochen und man muss etwas machen.

es gibt zwei Möglichkeiten

die eine, kostengünstigere ~ 700.- , wäre den Gelenkskopf einfach zu entfernen, unsere TÄ machen das sehr oft und ich hab jetzt bisschen im Internet gesucht und anscheinend machen das viele so, auch bei Main Coon, es bildet sich dann so ein "Pseudogelenk".

oder die zweite, teure ~ 2500.-, das Gelenk durch Titan ersetzen. das wird in einer anderen sehr guten Tierklinik gemacht. Die sind Europaweit bekannt für ihr Können. und wir waren ansich sehr zufrieden mit der Beratung.
die habe auch gerade angefangen eine Studie über Main Coon und HD zu machen, da es anscheinend öfter zu sowas kommt bei der Rasse
eventuell auch wg dem frühkastrieren
aber sowohl unser TA, als auch die Tierklinik äussern sich NICHT zu dem Thema Frühkastrieren,
obwohl ich denke beide sind gegen das frühkastrieren, was jetzt sowieso egal ist ... wollt ich nur angemerkt haben

es geht uns hier nicht um die Kosten, das Geld haben wir zum Glück.
man will nur das Beste für sein Tier, aber wenn ich so oft lese das die Katze ohne Gelenk genauso fit ist frag ich mich schon was besser wäre.
aber oft sind das Katzen mit 4-5 Kilo, und wie gesagt unser Liebling hat 9.3 Kilo.

Vom Verstand her würde ich natürlich das Gelenk nehmen (weil er schwer ist)
Vom Gefühl würde ich sagen er braucht es viell gar nicht 🤨

Hat von euch wer Erfahrung mit Main Coons bzw dieser OP
LG Maddy
Zu der fachlichen Frage kann ich mich eigentlich nicht wirklich äußern. Ich würde dir unbedingt raten, dir eine fundierte Zweitmeinung einzuholen. Möglichst bei einer auf Orthopädie spezialisierten Klinik (per Telefon/E-Mail z. B.) und einer, die die OP selbst nicht durchführen würde. So dass du eine möglichst neutrale, fachlich einwandfreie Einschätzung bekommst.

Ich hatte mal einen Kater, der einen Kreuzbandriss gehabt hat. Die Klinik, in der wir ihn vorstellten, hat uns gesagt, eine OP ist unumgänglich und es gibt keine Alternative dazu. Eine Bekannte hat uns dann aber empfohlen, ihn nur homöopathisch zu behandeln, was wir auch getan haben. Und er hat sich – ohne OP – hervorragend entwickelt. Es sind keinerlei Schäden zurückgeblieben, im Gegenteil. Nach der Futterumstellung auf BARF ist er richtig aufgeblüht und konnte hinterher wesentlich besser und höher springen als vorher.
Natürlich sind derartige Fälle aber nicht vergleichbar. Jeder Fall ist einzigartig.

Zu den hoöopathischen Mitteln kann ich dir empfehlen, bei der Firma Heel in der Telefonsprechstunde anzurufen. Es gibt da eine kostenlose Beratung, welche Mittel bei welchen Schäden wie angewandt werden sollen. Wir haben damals z. B. Traumeel in der Akutphase gegeben und etwas anderes, dessen Namen ich gerade vergessen habe. 😉

Wenn du mehr erfahren möchtest, wie du den Kater zusätzlich noch unterstützen kannst, würde ich dich gerne in unser Forum einladen (einfach barf). Schreib mir in dem Fall doch einfach mal eine PN.

Alles Gute und gute Besserung!
Also wir machen in der Praxis (auch bei Hunden bis 20kg) beste Erfahrungen mit dem Entfernen des Gelenkkopfes. Ich würde meiner Katze einen so großen Eingriff mit Kunstgelenk und den damit einhergehenden Risiken nicht zumuten wollen. Den Gelenkkopf zu entfernen ist eine recht schnell und einfache OP, man muss nicht bangen ob das Kunstgelenk ausbricht, zu Unverträglichkeiten führt oder sich mit der Zeit lockert. Das Tier hat so sicher nach einer einzigen OP dauerhaft Ruhe und muss nicht mit Fremdmaterial leben.

Wenn am Knochen was abgebrochen ist muss operiert werden sonst sind dauerhafte Athroseschmerzen vorprogrammiert und dafür ist das Tier nun wirklich zu jung. Ich bin auch sehr für Naturheilkunde und auch Barf aber als Allheilmittel und OP-Ersatz sehe ich das absolut nicht.
Was manche TÄ einem nicht sagen, ist, dass sich auch mit OP mit höchster Wahrscheinlichkeit Arthrosen entwickeln. Was natürlich in einem solchen Fall nicht heißt, dass man eine OP ganz ablehnen sollte. Aber es wird einem schon manchmal so verkauft, dass mit OP alle Gefahren gebannt wären und dem ist nicht so.