Shaws: Laberthread

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      So ihr lieben Shawhalter und Shawkenner, ich hab für euch alle ein bisschen Arbeit. :D

      Ich war einmal so frei und habe mir den Steckbrief für die Perser angeschaut und nach diesem Muster für die Shaws einen ähnlichen erstellt, da ich allerdings selber keinen Shaw halte, wäre es gut wenn einige von euch etwas bei den Info helfen könnten und die Fehler in meinem Text oder Unwahrheiten einfach verbessern und andere Punkte ergänzen. Vielleicht bekommen wir die Shaw so auf die Rennmaus.de - Infoseite. :thumbsup:




      Shaw Rennmaus

      Die Shaw Rennmaus gehört zu den größeren Rennmausarten. Im Gegensatz zu den meisten anderen Rennmausarten, können Shaws auch einzeln gehalten werden. Sie sind nachtaktiv und sehr neugierig und aufgeschlossen. Leider ist die Shawrennmaus in der Heimtierhaltung nicht sehr weit verbreitet, und dadurch recht selten geworden.

      Allgemeines:
      Einordnung: Rodentia (Nagetiere)
      Familie:
      Unterfamilie:
      Wissenschaftliche Bezeichnung:
      Deutsche Bezeichnung: Shaw / Shaw Rennmaus
      Englische Bezeichnung: Shaw

      Bei den Shaws gibt es verschiedene Unterarten, in der Literatur ist von bis zu 12 Unterarten die Rede. Die wohl bekanntesten sind die Meriones shawi grandis, die Meriones shawi shawi.

      Eigenschaften:
      Stammherkunft:
      Lebenserwartung: 3-4 Jahre
      (Altersrekord im Moment 4 Jahre und 8 Monate)
      Geschlechtsreife:
      Jungenanzahl:
      Fellfarbe:
      Körperlänge:
      Schwanzlänge:
      Gewicht:

      Haltung:
      Shaws sollten am besten einzeln gehalten werden, da sie mit der Zeit öfters Aggressionen gegenüber Artgenossen entwickeln. Sollten mehrere Tiere zusammengehalten werden, gilt es die Tiere gut zu beobachten, um frühzeitig eingreifen zu können und schwere Verletzungen vorzubeugen. Desweitern sollte sich der Halter über die Gestaltung des Geheges ausreichend Gedanken machen um nicht zuviel Streitpotential zu bieten, sollte er sich für mehr als ein Tier entscheiden. Allerdings zeigt die Erfahrung der meisten Halter dass sich nahezu alle Shaws in Gruppen irgendwann zerstreiten, aus diesem Grund ist für die Shaws eine Einzelhaltung am empfehlenswertesten.

      Die Behausung für Shaws sollte mindestens ... groß sein, wobei größer schöner für die Tiere ist. Außerdem freuen sich Shaws über Buddelmöglichkeiten und sind gut erklimmbaren Ebenen nicht abgeneigt. Ein gesicherter Auslauf ist bei ihnen auch gut möglich.
      Für die Einrichtung gilt das Gleiche, wie für die anderen Rennmausarten. Ausreichend große Häuser, Korkröhren, Sandbad und eventuell auch ein Laufrad sollten nicht fehlen.

      Verhalten:
      Die Shaws sind nachtaktive Tiere, und eignen sich aus diesem Grund eher für Erwachsene, die in den späten Abendstunden Zeit für die Tiere haben. Durch ihre neugierige Art fassen sie schnell Vertrauen zu dem Menschen und sind leicht zähmbar. Körperkontakt mit dem Menschen sind sie nicht abgeneigt, wenn sie einmal Vertrauen zu ihrem Halter gefasst haben. Einige Shaws sind fixiert auf ihre Halter, so warten sie beispielsweise auf die Futtergabe oder ihren Auslauf sobald sie den Halter sehen.

      Nachwuchs:
      Die Tragezeit bei den Shaws beträgt etwa circa 25 Tagen.

      Das Weibchen sucht sich ein sicheres Nest in dem es seinen Nachwuchs verbirgt. Manche Shawweibchen vertreiben in dieser Zeit ihre Männchen, andere ziehen die Jungtiere gemeinsam mit dem Männchen auf.
      In der Regel beträgt die Wurfstärke zwischen ... und ... Tieren.

      Ernährung:
      In freier Natur ernähren sich Shaws von Pflanzensamen, Grünzeug und Gerstenkörnern aus Kulturland.
      Das Futter für Shaws sollte mehr tierische Bestandteile und Kräuter als das Futter für Mongolen haben und nicht allzu viele kleine Sämereien. Gelegentliche können Frischfutter und Weideäste gegeben werden.

      Die Erfahrung zeigt dass viele Shaws im Laufe ihrers Lebens Probleme mit den Zähnen bekommen. Sollte die Zähne im schlimmsten Fall nicht mehr komplett nachwachsen, gibt es die Möglichkeit auch Brei zu verfüttern.




      Also ich hoffe ich hab den Stein ins Rollen gebracht, und wir bekommen das mit dem Steckbrief hin. :whistling:

      Liebe Grüße Pusteblume.

      You must not lose faith in humanity. Humanity is like an ocean. If a few drops of the ocean are dirty, the ocean does not become dirty.


      (Mahatma Gandhi)
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      Hey Pusteblume, guter Start und coole Aktion!

      Was mir auffiel als ich Shaws mal intensiv recherchierte, war das viele Fakten von Nagerwebsites sich mit unseren Erfahrungen hier nicht gedeckt haben (siehe Lebenserwartung). Aber auch Rasse und Karakter sind schwer wiederzuerkennen.

      Nur als Beispiel, ich vermute mal dass die damalige 90er Jahre britische Shaws Grandis waren (gekreuzt mit Libyer), jetzt sind eher die Ägyptische Isis im Umlauf. Und die meissten Fakten im Internet basieren nunmal auf diese UK Shaws, und jeder schreibt vom Anderen ab.

      Auch der Karakter ist nicht einfach festzunageln. Ich würde schwören, dass Shaws leicht depressive Tierchen sind die um 22h kurz rauskommen um lustige Sachen zu machen, und sehr sensibel auf Veränderungen reagieren - in dem sie sich zurückziehen und einfach depri sind...so war der Pong nun mal.

      Statt gleich den Fliesstext zu erstellen, würde ich folgendes vorschlagen:

      Die wissenschaftliche Fakten kann ich (oder jemand anders) aus dem Internet fischen.

      Es gibt auch gute (englische) Texte in punkto Herkunft, Paarung und Babies, die kann ich übersetzten. Und Tramp74 hat in der Nachzucht mittlerweile viel Erfahrung zum Verhalten diesbezüglich.

      Die gesundheitliche/Lebensdauer/Karaktereigenschaften finde ich aber, sollte eher auf UNSERE Erfahrung basiert sein, auch wenn wir hier nur ca. 10 Shaws zusammenkriegen (die meissten verstorben, aber dies ist fast besser für die Recherche). Weil diese sind die Eigenschaften, mit dem der zukünftiger Shaw Halter warscheinlich konfrontiert wird.
      Man kann ja ein "disclaimer" einfügen, das diese Infos auf einen kleinen Pool deutscher Shaws basiert. Obwohl ich gerne auch in Holland und UK nachfragen wird, vielleicht hat ja Tramp für uns ein Paar Kontaktadressen.

      Am beste fände ich es, wenn wir ein Fragebogen erstellen (mach ich gerne), die alle mitmachende Shaw Halter hier zu jedem seiner Shaws ausfüllen. Diese benützten wir dann als Basis unserer Erfahrungen.

      Und vielleicht würde Tramp74 dann alles überfliegen, denn er hat ein wissenschaftliches Auge.

      "It's a strange and beautiful world" :rolleyes:
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      Ich hatte mich letztes Jahr mal intensiver mit der Shaw-Rennmaus beschäftigt, bin dann aber aus zeitlichen Gründen davon abgekommen und habe bisher nur einen Teil der mir verfügbaren Literatur ausgewertet. Ich fasse mal ein paar Informationen zusammen:

      Zunächst Kleinigkeiten zum Namen: Während der wissenschaftliche Name Meriones shawi starren Regeln unterliegt, kann der deutsche Name frei gewählt werden. So finden sich in der neueren Fachliteratur z.B. Shaw-Rennmaus, Shaws Rennmaus, Shaws Rennratte, Shaw-Wüstenmaus, Shaws Wüstenrennmaus, Shaws Algerische Rennratte, Große Wüstenrennmaus und Feldrennratte. Ein paar Regeln gibt es aber auch hier, nämlich die der deutschen Rechtschreibung. So kann man z.B. die Genitivkonstruktion „Shaws Rennmaus“ schreiben oder die Bindestrichvariante „Shaw-Rennmaus“ oder die dazu gleichwertige, zusammengeschriebene Variante „Shawrennmaus“. „Shaw Rennmaus“ ist dagegen falsch.

      Zu den Unterarten: Niemand unterscheidet auch nur annähernd 12 Unterarten. Das ist lediglich die Zahl der zugeordneten Synonyme. In neuerer Zeit üblich sind zwei bis vier Unterarten. Stets genannt werden dabei M. s. shawi und M. s. trouessarti. Teilweise als Unterart zugeordnet wird M. s. grandis, zwischenzeitlich wurde dieser jedoch meist als eigenständige Art geführt. Außerdem wurde lange Zeit auch M. s. isis regelmäßig genannt, das scheint aber nie gut begründet gewesen zu sein.

      Erwähnenswert ist sicherlich auch die häufige Verwechslung mit der Libyschen Rennmaus.

      Die Angaben zum Höchstalter von 4 Jahren und 8 Monaten beziehen sich auf ein 1984 im Bronx Zoo gestorbenes Weibchen. In die Fachliteratur fließen nur verlässliche Angaben ein, die Datenbasis dürfte hier magerer sein als unter Heimtierhaltern.

      Die folgenden Angaben beziehen sich meist auf freilebende Tiere:

      Die Fortpflanzungszeit liegt in den Sommermonaten, je nach Region in der Regen- oder der Trockenzeit. Die Tragzeit liegt bei 21 Tagen, bei säugenden Weibchen mehr. Die Wurfgröße soll bei durchschnittlich 5,0 Jungtieren liegen, kann jahreszeitlich bedingt aber auch 6,2 Jungtiere erreichen.

      Die Shaw-Rennmaus ist hauptsächlich nachtaktiv, wurde aber von mehreren Autoren auch tagsüber beobachtet.

      Sie ernährt sich von Blättern, Blüten, Früchten und Samen, im Sommer auch von Gliederfüßern. Auch an Aas hat man sie schon fressen sehen. Für M. s. grandis sind 42 Nahrungspflanzen belegt. Insbesondere von Bedeutung sind das Wurmförmige Salzkraut (Solsola vermiculata), das Federgras Stipa retorta, die Mohrenhirse (Sorghum bicolor), der Schneckenklee Medicago hispida, das Labkraut Galium valentia und die Ringelblume Calendula aegyptiaca. Im Kulturland sind auch Gerste, Weizen und Oliven nicht vor der Shaw-Rennmaus sicher.

    • Neu

      Aaahhrg ich bekomme hier so vieles nicht hin, wie beispielsweise zitieren :pinch:

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      Danke euch allen für das viele gedrückt werden :love:

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      @Tulpe hatte ja gefragt, woher ich dann die neuen Shaws beziehe...
      also ich liebäugel ja damit, dass Tram74 eine Shaw aus Tschechien? bekommt und dann möglichst blutfremden Nachwuchs hat... das mit dem möglichst blutfremden Nachwuchs ist mir ehrlich gesagt ziemlich wichtig, weil ich mir dadurch erhoffe, dass die kleinen weniger Krankheiten habe... ich müsste da Tramp74 aber nochmal fragen, wie blutsfremd der Nachwuchs ist, den er ansonsten hat :)

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      So nun zum Futter :)
      Also Nusspli hat immer den gerbillus mix von mixerama bekommen und mag den auch ganz gerne. Mir gefällt daran, dass er ohne tierisches Eiweiß ist, da sie von mir immer lebendige Mehlwürmer bekommt und ich es so besser kontrollieren kann, dass sie genügend TE zu sich nimmt.

      (Bei Nusspli muss man immer darauf achten, dass sie genügend frisst. Sie hat außerdem öfters Bauchschmerzen, weil sie alle paar Wochen einen dicken Bauch hat)

      Was mir an dem Futter nicht gefällt ist dass es extra fettarm ist, da Nusspli meistens eher zu dünn als zu dick ist...

      Ich habe jetzt erstmal den Rennmaustraum und den gerbillus mix bei mixerama bestellt, außerdem habe ich ein Probierpäckchen vom Futterparadies Rennmausfutter bestellt.
      Das Futter von der futterkrämerei werden wir auch mal ausprobieren.
      Ansonsten bekommt sie noch Pinien/Sonnenblumen/kürbiskerne...

      @tramp74 das Futter welches du vorschlägst, hat das solch bunte gepresste Dinger drinnen und pellets?
      So etwas möchte ich nämlich nicht verfüttern, da dies ja meistens aus Abfällen besteht :(
      Mir macht es auch nichts aus, wenn das Futter teuer ist, da ich ja nur eine Shaw (die wenig frisst) zu versorgen habe...

      Ich bin euch aber für die Tipps sehr dankbar, da ich langsam wirklich nicht mehr weis, was ich noch anstellen kann, dass es Nusspli besser geht...
      Aber vielleicht liegt es ja am falschen Futter? Komisch ist nur, dass sie das nur alle paar Wochen hat und man nichts auf dem Ultraschallbild sieht...
      Vielleicht ist eine futterumstellung auch zu riskant?

      Das ein infotext erstellt wird für diese Seite finde ich sehr gut, vielleicht kann ich mir da dann auch ein paar Informationen für meine Instagramseite holen, da ich dort auch eine Info Reihe zu den Shaws machen möchte, da ich sehr oft gefragt werde, wo man Infos über die kleinen her bekomme und ich meistens auf die Shaw Website und hier ins Forum verweise... auch werde ich oft gefragt, woher man Shaws bekommt und sage den Leuten auch öfters, dass sie sich hier im Forum informieren sollen...
      Aber ich glaube das es für viele erstmal eine "Barriere" ist im Forum zu schreiben, da man sich erstmal anmelden muss, sich dann auch etwas auskennen muss wie das ganze hier funktioniert.
      Bei Facebook ist es auch deutlich einfacher dort Bilder und Videos zu Posten...
      Deshalb bin ich am überlegen, eine Shaw-Facebookgruppe zu gründen, aber möchte das ungern alleine machen, da ich mich auch nicht soooo gut mit Shaws auskenne...

      Also ich sage den Leuten immer, dass so ein Shaw Liebhaber Gehege mindestens 120x60x60cm haben muss, die Shaw dann aber viel Auslauf bekommen sollte (ab 2stunden täglich). Besser ab 150x60x60cm und dass die kleinen viel beschäftigt werden müssen, da ihnen sehr sehr schnell langweilig wird. Nusspli ist ihr 20qm Auslauf viel zu langweilig und sie springt immer in die Mülleimer oder versucht überall hochzuklettern (neuerdings sogar an der Heizung) außerdem nagt sie aus Langeweile immer mein Ivar Regal an :S
      Ping ist ja immer überall hochgesprungen und musste wirklich alles erkunden...

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      Währe es nicht mal eine Idee auf mixerama ein Futter für meriones Arten zu entwickeln?
      Dann könnte man in dem infotext auch ganz konkret dieses Futter als geeignetes Vorschlagen.
      Ich habe mit der Entwicklerin des gerbillus Mixes geschrieben und sie hat das Futter auch vor Jahren dort entwickelt, weil sie ansonsten nirgends ein wirklich geeignetes Futter für Ihre gerbilus Arten gefunden hat

      Zum Beispiel der "Meriones Mix" bei mixerama ^^

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      Torben* schrieb:

      „Shaw Rennmaus“ ist dagegen falsch.
      Theoretisch richtig.

      Shaws Rennmaus heisst ja "die Rennmaus von (Herr) Shaw"
      in Englisch Shaw's gerbil/jird oder "the gerbil of (Mr.) Shaw"

      Nur ist es grammatikalisch falsch in Englisch, zu sagen "I own a Shaw's". Geht einfach nicht.
      Deswg. nennt man sie im englischen Volksmund Shaw.
      "I own a Shaw's gerbil/jird" wäre korrekt.

      Aber wer will denn immer den ganzen Namen inklusive ...Rennmaus sagen?

      Mal ein Beispiel:
      In deutsch: "Herr Schmidts Goldfisch ist rot". Korrekt.
      aber "Herr Schmidts ist rot" ist falsch.

      Es gilt das gleiche in englisch für Tristram's und Sundevall's gerbils, schaut mal: List of gerbil species

      Diese Spezies Namen stammen vom jeweiligen Entdecker. Mr. Shaw, Mr. Tristram, Mr. Sundevall.



      Wir kürzen im Volksmund hier ja auch ständig ab - Persische Rennmäuse werden Perser, Mongolische Rennmäuse werden Mongolen usw.

      Mag zwar falsch sein, aber ein Shaws Rennmaus hier im Forum Shaw zu nennen finde ich OK. Natürlich nicht in der Wissenschaft, aber das sind wir ja auch nicht hier.

      Der Titel des Steckbriefes sollte also "Shaws Rennmäuse" heissen, man kann aber durchaus erklären das man im Volksmund den Namen abkürzt und "Shaw" benützt.


      O_o Versteht jemand was ich meine?
      "It's a strange and beautiful world" :rolleyes:
    • Neu

      Für hoffentlich noch mehr Klarheit am Beispiel der Persischen Rennmaus. „Persische Rennmaus“ ist natürlich korrekt; „Perser“ ist umgangssprachlich aber auch korrekt; „Perser-Rennmaus“ ist unüblich aber wohl auch korrekt; „Persische-Rennmaus“ ist dagegen falsch; „Perser Rennmaus“ ist ebenfalls falsch; und auch „persische Rennmaus“ ist falsch.

      Im Englischen gäbe es auch Möglichkeiten falsche Namen zu bilden, z.B.: „Shaws jird“ oder „Shaws’ jird“ oder „shaw’s jird“ oder auch „Shaw jird“. Das bedeutet trotzdem nicht, dass die umgangssprachliche Abkürzung „Shaw“ falsch wäre.

      Wie bereits geschrieben: Kleinigkeiten, aber man kann ja beim Erstellen einer Seite doch darauf achten.

    • Neu

      Torben* schrieb:

      Stets genannt werden dabei M. s. shawi und M. s. trouessarti.
      Kriege kein einzigen Google Hit unter Meriones shawi trouessarti oder m.s. trouessarti.

      Habe diese Spezies auch auf keiner englischen Website gelesen oder gesehen.

      Woher hast du deine Info?

      Klar, Internet ist nicht alles, aber viel - besonders weil du sagst "stets genannt"...

      Kannst du deine Quellen verlinken? Wäre toll!
      "It's a strange and beautiful world" :rolleyes:
    • Neu

      Stets genannt ist doch nicht korrekt, Pawlinow und Mitarbeiter (1990) tun das nicht. Bei Fichet-Calvet (2013:338) wird M. s. trouessarti jedoch als Unterart geführt. Ebenso in der Auflistung von Petter (1961:45), die häufig zitiert wird. Ich habe aber nur Notizen zum Original, nicht zu den Zitaten, daher kann ich da nicht mit einer Übersicht dienen. Gefunden habe ich ein Zitat aber gerade noch in Saint Girons und Petter (1965:44) sowie in Kowalski und Rzebik-Kowalska (1991:245). Die Texte liegen mir gedruckt vor, da kann ich nicht mit Links dienen.

      Vor Petter gehörte M. trouessarti jedoch schon zu den eher als eigenständige Art genannten Formen, so bei Allen (1939:329) und Ellerman (1941:534).

      Quellen:

      • Glover Morrill Allen, 1939: A checklist of African mammals. – Bulletin of the Museum of Comparative Zoology at Harvard College. Band 83, S. 1–763.
      • John Reeves Ellerman, 1941: The Families and Genera of Living Rodents. Volume II: Familie Muridae. – British Museum (Natural History), London.
      • Elisabeth Fichet-Calvet, 2013: Meriones shawi. Shaw’s jird. – David C. D. Happold (Hrsg.): Mammals of Africa. Volume III: Rodents, Hares and Rabbits. – Bloomsbury, London/Neu-Delhi/New York/Sydney, S. 338–339.
      • Marie-Charlotte Saint Girons, Francis Petter, 1965: Les rongeurs du Maroc. – Travaux de l’Institut Scientifique Cherifien, Série Zoologie, Nr. 31, S. 1–61.
      • Kazimierz Kowalksi, Barbara Rzebik-Kowalska, 1991: Mammals of Algeria. – Ossolineum, Breslau/Warschau/Krakau.
      • Igor Jakowlewitsch Pawlinow, Ju. A. Dubrowski, Olga Leonidowna Rossolimo, Je. G. Potapowa, 1990: Песчанки мировой фауны [Gerbils of the World]. – Nauka, Moskau.
      • Francis Petter, 1961: Répartition géographique et écologique des rongeurs désertiques (du Sahara occidental à l'Iran oriental). – Mammalia. Band 25, Nr. S1, S. 1–222.
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      Nachtrag: Nächsten Monat soll der zweite Nagetier-Band des Handbook of the Mammals of the World erscheinen. Der wird die Rennmäuse umfassen und auch Auflistungen der Unterarten enthalten. Mal sehen, welche Unterarten dort für die Shaw-Rennmaus anerkannt werden. Bei trouessarti rechne ich nicht mit einer Überraschung. Ich bin aber gespannt, ob grandis als eigenständige Art angesehen wird oder nicht.

    • Neu

      Danke, Torben.

      Du scheinst wissenschaftlich und prezise zu arbeiten, ist eine tolle Ergänzung zu unseren Beiträgen :thumbsup:

      Kurze Frage aus Neugierde:
      Die Quellen sind grösstenteils so alt!
      Ist ein gedruckter Text von 1939/1965/1991 besser/schlechter als eine Website, die zB 2014 noch aktiv war?

      Wenn es uns um die Heimtierhaltung, und nicht das Verhalten in der Wildnis geht, hat sich nicht seit dem viel getan (durch interbreeding etc.)?

      Kann man sich nicht bei der Typenzuordnung auf körperliche Merkmale und Unterschiede konzentrieren?

      Unsere Shaws hier sehen für mich alle aus wie die Bilder der Ägyptischen Shaws/ Shawi Isis.

      Grandis Bilder gibt es wenige. Die UK Shaws der 90er sahen aus wie Libyer oder eine Mischung von Shaw und Libyer, oder Grandis.

      Schau mal wie unterschiedlich die aussehen. Und Tramp hat recht, Libyer haben einen roten Schwanz mit Quaste! Cool.

      mammals planet (Bilder u.A. von Libyer, Grandis, Shawi)

      e-gerbil (u.a. Egyptian Shaw/Isis)

      "It's a strange and beautiful world" :rolleyes:
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      snapcracklepop schrieb:

      Ist ein gedruckter Text von 1939/1965/1991 besser/schlechter als eine Website, die zB 2014 noch aktiv war?


      In diesem Fall, wo es um die Unterarten geht, eindeutig besser. Die beiden ältesten Werke (von 1939 bzw. 1941) sind zwar deutlich überholt, ich wollte Dich aber auch nicht ganz ohne Link lassen und sie beinhalten bereits wesentliche Schritte in Richtung Stand von heute. Websites, die isis als Unterart listen, befinden sich auf dem Stand von 1961, allerdings durch Stille Post verfälscht, denn Petter erwähnt isis nur als mögliche weitere Form der Shaw-Rennmaus. Spätere, nicht taxonomisch tätige Autoren, von denen die Heimtierhalter offensichtlich ihre Informationen haben, unterschlagen dieses Detail.

      Das soll keine Kritik sein, weder an den Autoren, deren Augenmerk auf anderen Dingen liegt als der Systematik, noch an den Website-Betreibern, die das ohnehin nur hobbymäßig machen. Das von Laien wie uns geprägte Internet verhält sich seltsam. Es hat oft eine ganz eigene Dynamik und Aussagen werden „wahr“ oder werden/bleiben „aktuell“, wenn sie nur häufig genug wiederholt werden. Da können Fachleute oft nur mit dem Kopf schütteln. Bei unserem Forum ist mir sowas bezüglich des Themas Zucht gut bekannt.

      Heimtierhaltung beruht viel auf in dieser Haltung gemachten Erfahrungen. Ich halte diese Erfahrungen grundsätzlich auch für uns für wichtiger als durch Wissenschaftler an freilebenden Tieren gesammeltes Wissen, da sich das oft nur begrenzt auf die Haltung übertragen lässt. Die artliche oder unterartliche Identifizierung von Tieren letztlich in Gänze unbekannter Herkunft gehört jedoch in den Bereich, in dem Heimtierhalter immer wieder kläglich scheitern, weil sich unwahre „Wahrheiten“ alternativlos durchgesetzt haben.

      Die Unterscheidung zwischen Shaw-Rennmaus und Libyscher Rennmaus ist nicht leicht. Schwierigkeiten gab es insbesondere bei der Zuordnung ägyptischer Tiere, also gerade bei der Form isis einiger Autoren, bei libyschen Tieren, die heute ebenfalls der Shaw-Rennmaus zugeordnet werden, sowie bei jordanischen Tieren, die heute alle als Libysche Rennmaus gelten. Einige Autoren haben gänzlich beweifelt, dass es sich bei der Shaw-Rennmaus um eine eigenständige Art handelt.

      Da wurden etliche Tiere, aus etlichen Gegenden, mit etlichen Erscheinungsbildern begutachtet. Heimtierhalter, die das alles nicht wissen, wollen nun aufgrund von Fotos, die das vermeintlich typische Erscheinungsbild zeigen, ihre Tiere bestimmen können. Ich bin da skeptisch. Die Annahmen können stimmen, mehr Wert als bloße Annahmen durch Laien messe ich ihnen aber in der Regel nicht bei.
    • Neu

      ja, Diskussionen
      Hab kurz den Überblick verloren, auf was ich alles antworten muss.

      1) ich wissenschaftlich neiiiiiin, Torben macht das super.

      2) finde die Idee den Bericht zu teilen in "wissenschaftlich" (frage ist ob man dann mit quellenangabe arbeiten muss) und "Erfahrungen der Halter" gut

      3) Futter ist so eine Sache, grundsätzlich würde ich denken, dass die meisten gesunden Shawrennmäuse zu fett sind. Also sollten wir hauptsächlich Grünzeug füttern und weniger Sämereien und noch weniger tierisches. Heisst eine garantierte Sichtung an Aas, dass sie tierisches brauchen, oder war gerade keine Pflanze da. z.B bekommen meine wilden Mongolen draussen viel Wildkräuter, ganz wenig Trockenfutter und nie Insekten - trotzdem gesund und vermehrungsfreudig (immer dran denken, dass meine Tiere nur 12 Monate alt werden.)
      Ja, meine Mischung hat Pellets. Wusstet ihr, dass eines der besten Vogelfutter für Wassergeflügel (Firma Lundi) nur aus Pellets besteht! Wer sagt, dass Pellets nur Dreck ist. Das Wort beschreibt eine Form nicht einen Inhalt. Und diese Form der Fütterung hat auch Vorteile. z.B. Kein Aussortieren von Lieblingsnahrung und dadurch einseitige Ernährung, Lagerfähigkeit, Vitamingabe.
      Trotzdem mag ich Körnermischungen lieber, aber das ist eine reine optische Gefühlsangelegenheit ohne wissenschaftlichen Hintergrund.
      Merionesmischung wäre gut, aber auf welcher Grundlage. Überall wird geschrieben, das Rennmäuse auch tierisches Futter brauchen. Und das Rennmausfutter von mixerama hat nix tierisches !?!? Ich kenne Halter/Züchter die fast ausschließlich mit Gerste füttern.
      Um es Abzukürzen, wirklich neu Erkenntnisse gibt es nur, wenn Leute akribisch mehrere Tiere unterschiedlich füttern und vergleichen.

      4) Wurfgeschwister von Lady weg heiß nicht automatisch vermittelt. Jedenfalls an keinen neuen Halter... Die Zootierärzte haben regelmäßig ein Treffen um über verschiedene Dinge zu sprechen. Dabei wurde auch der Sinn oder Unsinn von Haltungsrekorden bei Zootieren diskutiert. Kann man mit einem Rekord werben, obwohl das Tier aus ethischen Gründen lieber erlöst werden sollte. Ab wann leidet ein Tier oder auf Euch umgemünzt: sollte ein Nagetier nicht nagen können, statt Brei zu fressen? Wie wollt ihr sowas in einem Haltungsbericht verkaufen.
      Oder was ist Artgerecht. Die aktuellen Tierschutzempfehlungen kosten mehr Nagern das Leben, als die Makrolonboxen vorher. Kenne Shawrennmaushaltungen in 1m Becken mit 1,1 plus 1.Wurf plus 2.Wurf. Setzt diese in 1,50 x 0,6 x 0,6 und innerhalb einer Woche lebt da nur noch 1 Maus. Grund in diesem Becken werden Kleinstreviere gebildet und verteidigt.

      Wegen meiner Alttiere: nach den 3 Würfen werden neue Paare gebildet. Die Alttiere könnten übernommen werden, nur möchte die keiner haben. Also Futtertiere. Der Grund ist die regelmäßige Zucht, da ansonsten die Shawrennmaus, wie so viele andere Arten, aus der Haltung verschwindet. Und in der Praxis zeigt sich, das über 1jährige Tiere gelegentlich Jungtiere bekommen, aber die vitalsten sind die Jungtiere vom 3 Wurf. Ich könnte natürlich die 20 Becken nur mit Shaws besetzen und dann in 3 Jahren schreiben ob die Zähne noch da sind, aber das möchte ich nicht. Zum einen ist da die Sundevallsrennmaus, die gerade hier ausstirbt, zum anderen sitzen noch Nilgrasratten und Baumwollratten hier, die auch erhalten werden wollen. Ist schon etwas bekloppt, da meine Lieblingsrenner eigentlich die Fettschwanzrennmäuse sind. Die züchte ich aber gar nicht, und habe gerade erst wieder ein 0,1 nach Monaten bekommen. Grund: gibt es aktuell genug (nicht so viele aber genug, weitere Baumwollratten in Deutschland
      keine)

      Shawrennmaus: Das Weibchen aus Tschechien ist zu alt und wurde mit meiner Linie verpaart. Also blutsfremd - nein. Denke eher, das man dann aus GB oder USA holen müsste.
      Zucht: Die Weibchen suchen keine Nester sondern bauen welche. Bei mir 2 - 5 Jungtiere selten 6. Aktuelle Zuchten in Zarrendorf, Angermünde, Treuen und Kettig (die ich kenne) alle Ursprungstiere aus Kettig. Die eine Mutter lebt noch. Ich frag mal wegen der Zähne.

    • Neu

      tramp74 schrieb:

      Ich könnte natürlich die 20 Becken nur mit Shaws besetzen und dann in 3 Jahren schreiben ob die Zähne noch da sind, aber das möchte ich nicht.
      ^^ Dafür sind wir da, Tramp :whistling:

      Ich finde du machst deine Sache sehr gut. Ist eben ein ganz anderer, aber nicht minder wichtiger Ansatz.


      O_oBaumwollratten! O_oNil-Grassratte! Nager gibt's =Oo-)
      "It's a strange and beautiful world" :rolleyes: