Katze: Kreuzbandriss

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    • Katze: Kreuzbandriss

      Hallo ihr Lieben,

      leider habe ich keine guten Neuigkeiten. Unser "neuer" alter Kater (14, übergewichtig) hat sich gestern das Kreuzband hinten links gerissen. ;( Ich weiß nicht, wie es passiert ist, wir waren dann gleich in der Tierklinik, wo der Kreuzbandriss festgestellt wurde. Die behandelnde Tierärztin meinte, das müsse operiert werden (Kosten ca. 600 €). Würde man es nicht operieren und ein künstliches Kreuzband einsetzen, würde das Gelenk Arthrosen entwickeln.
      Ich bin nun etwas zwiegespalten, was die OP angeht. Einerseits möchte ich meinem Tier natürlich Leiden ersparen, andererseits steht da ein nicht unerhebliches Narkoserisiko im Raum. Eine alte, dicke Katze steckt das vielleicht nicht so gut weg.

      Hat jemand von euch schon mal so einen Fall gehabt? Ich bin etwas ratlos und weiß nicht, ob wir die OP machen sollen oder nicht. Er ist halt schon älter und wer weiß wie lange es dauert, bis sich Arthrose überhaupt bildet.

      Bin für alle Meinungen und Tipps dankbar!

      Liebe Grüße
      Gorti

    • Hey!Arthrose bildet sich nicht schnell...aber sie bereitet schon am Anfang große Schmerzen.Der 14 Jahre alte Kater unseres Vermieters hatte ne Herz-OP.Ist gut verlaufen.

      Ich grüße Jette :gerbil !!!! :love:Außerdem Alinghi (Dsungi) :love:Zwockel und Miez!!! :love:
      +R.i.p.+
      Kater Bilbo (*27.7.1998 +7.3.2010)
      ;(
      Eve,Jade,Ida-Mia,Milla,Frida
      :gerbil ;(
    • Hy!

      Die Mietze meiner Nachbarin wurde vor Jahren auch operiert.
      Und hat jetzt so 7 Jahre später immer noch keine Probleme !

      Was meint dein Arzt denn dazu den "dicken" zu operieren ?
      Wie ist er sonst beieinander ?

      Da er ja 14 JAhre alt ist und sich Arthrosen wirklich nur langsam entwickeln , würde ich ihn operieren lassen .

      LG Mona

      Ein Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln:
      Erstens: Durch Nachdenken - das ist der edelste.
      Zweitens: Durch Nachahmen - das ist der leichteste.
      Drittens: Durch Erfahrung - das ist der bitterste.
      Konfuzius

    • Also er kann im Moment auf keinen Fall laufen. Man sieht ihm die Schmerzen deutlich an, er liegt nur rum und kriegt daher auch nur noch die halbe Futterration.

      Ansonsten ist er sehr fit! Er flitzt ständig durch die Gegend, kriegt manchmal seine 5 Minuten, in denen er dann wie von der Wespe gestochen losrennt und auf Bäume springt usw. Das kaputte Gelenk würde ihn sicher sehr, sehr einschränken.
      Außer Übergewicht und Alter ist er aber topfit. Und ob er narkosetauglich ist, werden ja die TÄ in der Klinik vor der OP bei den Tests feststellen. Ich bin eigentlich klar für die OP.

    • WIr haben uns zunächst nun doch gegen die OP entschieden. Er bekommt nun mehrere homöopathische Mittel (Zeel, Traumeel), zusätzlich bestellen wir noch Arthrovet, Fortiflex und diverse Öle und andere Supplemente (Nachtkerzenöl, Omega-3-Ölzeugs, Vitamin E).
      Sollte es dann nach 6 bis 10 Wochen nicht deutlich besser sein, denken wir noch einmal über eine OP nach.

      Leider schont sich der Dicke überhaupt nicht. Er springt, läuft (zwar humpelnd) und steigt Treppen hoch und runter. Die Treppe ist nun schon verbarrikadiert, aber vom Herumlaufen können wir ihn schlecht abhalten. Er wiegt derzeit 6,7 kg, was ich auf jeden Fall in den kommenden Wochen reduzieren möchte. Gemäß des Körpergewichts hätte er einen Futterbedarf von 67g/Tag, er bekommt aber (da er sich jetzt nicht so viel bewegt) nur insgesamt 40g/Tag. Teilweise ersetze ich die Trockenfutterrationen auch durch rohes Fleisch, barfe ihn also teilweise.
      Habt ihr noch einen Tipp bzgl. der Gewichtsreduktion? Laufen und sich übermäßig bewegen darf er ja im Moment nicht.

    • ich glaub viel mehr als futter reduzieren kann man da nich machen. ich glaub es gibt da noch son diätfutter.
      was evtl noch n bisschen was bringen würde wär tricks mit ihm zu machen. so diese hundesachen wie sitz, platz, gib pfötchen usw (wenn ers denn dann mitmacht.) also meiner macht es aber wirklich nur gegen futter. so kann er sich sein futter dann auch erarbeiten.

    • Kurzer Zwischenstand: Kätzchen hat in den vergangenen 2 bis 3 Wochen 200 bis 300 g abgenommen. Ca. 100 g pro Woche ist doch schon ganz super. Eine Gewichtsreduktion von 1 bis 1,5 % pro Woche wird empfohlen, da liegen wir also ziemlich genau drin.

      Ansonsten schont er sein Bein leider überhaupt nicht. Er springt, rennt, spielt, läuft Treppen usw. Er hinkt zwar noch, es scheint ihm aber nicht sonderlich weh zu tun, da er wieder voll auftritt und es nahezu normal belastet.
      Vielleicht (auch) ein Verdienst der Medikamente, die er zweimal täglich bekommt und ganz toll annimmt. Ob wir die OP nun machen oder nicht, wird sich in den kommenden Wochen herausstellen, momentan tendiere ich aber eher dazu, es nicht zu machen, da er eigentlich sehr gut zurecht kommt. Nach einer OP müsste er 6 Wochen absolut ruhig gestellt werden, damit alles gut verheilen kann und das stelle ich mir nach den bisherigen Erfahrungen bei ihm äußerst schwierig vor.

    • Katzen sind meist äußerst zäh... was ich bei denen schon erlebt hab an „Spontanheilungen“ bzw. einfach mit Krankheiten/Verstümmelungen leben ist einfach nicht normal, sowas kenn ich von keinem anderen Tier.... ich glaube, ich würde mit der OP noch warten bzw. erst mal nichts unternehmen solange er gut zurecht kommt. Er ist ja auch schon ziemlich alt und die OP nicht ganz ohne Risiko...

    • Hi,

      ich hatte zeitweise 6 Katzen (eine verstarb leider, aber lebte 19 Jahre bei mir, eine wurde vermittelt) so sind es nur noch 4 Katzen, kann aber so gesehen auf eine ganz Reihe Erfahrung zurückblicken.

      Zuerst einmal: einen befund von einer Tierklinik immer beim Haustierarzt hinterfragen. Nichts gegen Tierkliniken, die verbringen oft Wunder, allerdings habe ich Erfahrung mit der Beratung dort und leider gibt es oft kostengünstigere Alternativen (die teuren Instrumente in einer Klinik müssen auch bezahlt werden, weshalb der Behandlungspreis oft 3x so hoch wie in einer Praxis ist). Zudem musste ich oft die schmerzhafte Erfahrung machen, dass die nicht zum Gunsten des Tieres beraten. (So z.B. als ich Praktikum machte, dort kam eine dem Tod geweihte Katze rein und der TA meinte, man könne sie noch locker 2 Wochen am Leben erhalten---- Mir wurde einmal zu einer OP geraten, die mind. 800 Euro gekostet hätte, das Katerchen starb während der wartezeit zur OP, mein TA hat dann erklärt, dass diese OP's fast nie gut verlaufen, die Tiere ein leben lang nachbehandelt werden müssen, schmerzen haben und schließlich eine Lebenserwartung von 5 Jahren.)

      Bei meiner 16 Jährigen Petra gab es dann auch mal Verdacht auf Kreuzbandriss. So, ich habe nun genug erklärt, dass ich Erfahrung habe, nun zu meiner Einschätzung der Lage:

      wenn sich Dein Kater die nächsten 2 Wochen nach dem Riss schont, kommt es schon zu einer ersten Verheilung. Im Laufe der Zeit gibt es eine realistische Chance, dass das Band zusammenwächst, wobei diese Chance bei jüngeren Katzen höher ist, als bei Älteren.

      Die Narkotisierung Deiner Katze trägt ein erhöhtes Risiko. Zuvor müsste eine Komplettuntersuchung gemacht werden, um mögliche Risiken weitmöglichst auszuschließen. Die Risikohöhe schätze ich dann bei ca. 5 % ein, also, Du kannst davon ausgehen, dass die OP gut verläuft.

      Ein künstliches Kreuzband ist eine viel größere OP. Aber das Kreuzband das Dein Kater im Körper hat, geht doch nicht kaputt, auch die eingeschränkte Dehnfähigkeit, die sich nach so einer OP ergeben, die können Katzen wieder ausgleichen und das Kreuzband wird nicht so steiff, dass man es nicht wieder "flicken" könnte.

      6 Wochen ruhigstellen, bedeuten 6 Wochen in einer Transportbox. Die Hölle (mein Katerchen ist damals nach 4 WOchen ruhigstellen verstorben, allerdings war er einiges schlimmer verletzt). Ich denke, Deine Katze hat gute Chancen, dies zu umgehen. Im übrigen kann ich noch Akkupunktur empfehlen. Du sparst dann Geld und Deiner Katze eine Plage.

      Ein aktiver 14 Jähriger Kater ist keine Seltenheit und es zeigt nur, dass Du Deine Katze gut pflegst. Mit dem Futter mach einfach so weiter wie jetzt, wobei meine Katzen vom Barfen erstmal alle zugenommen haben. :D

      Und es sollte alles gut gehen, wenn nicht, lass nicht einfach so ein künstliches Kreuzband "einbauen", denn ich glaube, da bindet man Dir doch einen Bären auf. Ich wünsch Dir auf jeden Fall, dass es zu gar keiner OP kommt.

      Mfg. Irina

      Edit: Wieso um alles in der Welt sollte sich eine Athrose entwickeln???? Ahm, das glaub ich gar nicht, sieht mir danach aus, dass man Deinen Kater nur schnell auf dem OP-Tisch haben möchte.

      Sicherlich zeigt Dir die Tierklinik eine Möglichkeit auf, Deinem Kater zu helfen und eine Möglichkeit ist dies auch, nur es gibt viel schonendere alternativen, wovon vor allem Dein Tier, aber auch Dein Geldbeutel profitiert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Echslein ()

    • Erst mal vorweg: Katerchen ist auf der Straße geboren und hat dort die ersten Lebensjahre verbracht – wie viele, weiß niemand. Als er gefunden und aufgenommen wurde, war er aber bereits ausgewachsen. Damals wurde sein Alter geschätzt, er kam frisch von der Straße und war in einem erbärmlichen Zustand (war schon fast verhungert). Ich denke, dass er aufgrund dessen "zu alt" geschätzt wurde. Sicherlich war sein Körper damals um einiges ausgezehrter als normal, wodurch er älter wirkte.
      Ich schätze ihn auf ca. 10 Jahre, u.a. auch weil bis auf einen Backenzahn seine Zähne wirklich in einem top Zustand sind. Jetzt hat er jedenfalls ein schönes Katzenleben, das er auch genießen soll und darf, nach allem, was er durchgemacht hat.

      Dass sich Arthrosen bilden ist schon recht wahrscheinlich. Das Kreuzband stabilisiert das Kniegelenk – ist es gerissen, kann es diese Funktion nicht mehr übernehmen und das Gelenk wird instabil. Es bewegt sich nicht mehr in der Winkelung und Spannung, die vorher gegeben war und natürlich zieht das Folgeschäden nach sich. Das haben uns alle drei TÄ bestätigt. Was dieses Argument jedoch entkräftigt, ist die Tatsache, dass die Gefahr der Arthrosenbildung auch mit einer OP besteht.

      Wir warten jetzt auch weiterhin erst mal noch. Er bekommt seit ca. 3 Wochen seine Medikamente und im Moment zeigt er kaum Einschränkungen. Ich sehe die Notwendigkeit für eine OP derzeit nicht wirklich und bin froh, dass wir es nicht sofort gemacht haben.

    • Aslan hat einen Kreuzbandriss

      Hallo,ich weiß nicht wie sich Aslan ( Kater)so verletzen konnte. Ich hörte nur einen knall.Einer meiner Töchter lief nach oben. Er ließ sich nicht an fassen , ich rief sofort unsern Tierarzt an.Der sagte Kreuzbandriss, er würde nicht so gerne eine Op machen.Eher eine Schmerztherapie , die Op wäre nur im äußeren Notfall ,wenn alle Stricke reisen .Er tut mir so leid ,ich will ihm doch helfen. Babette ;(
    • @Babette: Also einen Kreuzbandriss kann man nur mit dem sog. "Schubladentest" diagnostizieren. Am Telefon kann der TA das doch gar nicht herausfinden. Geht mit Aslan zum TA oder in die Tierklinik, damit er genau untersucht werden kann. Vielleicht ist es ja auch eine Fraktur oder etwas anderes?
      Sollte es tatsächlich ein Kreuzbandriss sein, müsst ihr euch überlegen, ob eine OP in Frage kommt. Da spielen verschiedene Dinge eine Rolle, z.B. ob der Kater Freigänger ist, wie alt und gesund er ist, ob er Übergewicht hat und ob er sich problemlos 6 Wochen nach einer OP komplett ruhig stellen ließe. Das ist meist nur machbar, wenn das Tier in einem Käfig gehalten wird. Denn nach einer OP darf sich die Katze nicht bewegen!

      Wir haben uns damals gegen eine Operation entschieden und das hat sich als sehr gut herausgestellt. Wir haben unseren Kater zunächst mit Schmerzmitteln und homöopathischen Mitteln therapiert. Er bekommt sie auch jetzt noch, Wochen nach dem Riss. Wenn du dich dafür interessierst, sag mir Bescheid, dann kann ich dir genauer sagen, welche Medikamente man wie oft geben muss.

      Aber bitte lasst eure Katze zuerst einmal untersuchen! Ihr müsst doch erst mal sicher wissen, was Aslan überhaupt hat.

    • Eigentlich nur gute. Er bekommt weiterhin zwei homöopathische Mittelchen, die allgemein gelenkunterstützend wirken. Wenn ich Fleisch füttere, gibt's außerdem noch Teufelskralle dazu, was auch bei Gelenkproblemen helfen soll.
      Er humpelt schon noch ein klein wenig, aber wenn man es nicht weiß, würde man sicher nicht merken, dass der Kleine komisch läuft. Er hat auch schon toll abgenommen. Angefangen haben wir bei 6,7 kg – jetzt sind wir bei ca. 6,2 oder 6,3 kg angekommen. So genau kann ich das nicht sagen, weil unsere Waage nicht die zuverlässigste ist. Aber immerhin ist eine Tendenz nach unten vorhanden.
      Er bekommt weiterhin Diätrationen, sprich morgens und abends je 20g Trockenfutter (hypoallergen, da er immer noch unter seiner Akne leidet und ich vermute, dass die vom Hill's-Futter kommt) und wenn es Fleisch gibt je ca. 40g morgens und abends. Das klingt nicht nur wenig, das ist es auch. Aber er kommt damit super zurecht. Er frisst nicht mal alles auf und bettelt auch kein bisschen um Futter. Alles in allem bin ich wirklich sehr zufrieden. Jetzt muss ich nur schauen, dass ich nach dem hypoallergenen Futter zur Entspannung eine Futtersorte finde, die er verträgt. Royal Canin hatte er früher die ganze Zeit und da hatte er keine Hautprobleme. Vielleicht steige ich dann wieder darauf um.

    • Hallo Gortincoiel!
      Dieser Forumbeitrag ist zwar schon etwas älter, aber für mich leider topaktuell und das hilfreichste was ist bist jetzt finden konnte.
      Meine Katze hat ebenfalls einen Kreuzbandris und ist 14 Jahre alt, 5 kg. Eine OP birgt gewisse Risiken und ich werde sie als aktive Freigängerin nicht wochenlang stilllegen können. Dann geht sie mir erst recht ein. Ich würde sie gerne ebenfalls homöopathisch unterstützen, leider wohnen wir auf dem Dorf und selbst in der nächsten großen Stadt ist laut Suchmaschine niemand der uns die richtige Mischung sagen kann. Vielleicht könntest du mir sagen womit genau du deinen Kater behandelt hast und wie sich der Krezbandriss bei ihm mit den Jahren entwickelt hat!?

      Liebe Grüße

    • Was sagt denn dein TA?

      Was Gorti gegeben hat, steht ja oben:

      Gortincoiel schrieb:

      Er bekommt nun mehrere homöopathische Mittel (Zeel, Traumeel), zusätzlich bestellen wir noch Arthrovet, Fortiflex und diverse Öle und andere Supplemente (Nachtkerzenöl, Omega-3-Ölzeugs, Vitamin E).
      Wobei bei homöopathischen Mitteln sowieso die genauen Mittel zweitrangig sind, weil es nur über die Zuwendung zum Tier und den Placeboeffekt wirkt (ja, der ist auch bei Tieren nachgewiesen).
    • Ach wie blöd! Sorry, da hab ich so interessiert gelesen und doch das wichtigste übersehen!
      Die TÄ sagt sie könnte das operieren, dabei würde sie aber nur das kaputte Band entfernen. Und es ist wahrscheinlich, dass das humpeln trotzdem bleibt. Sie hat uns geraten erst mal zu warten, weil sich sowas bei Katzen auch wieder von selbst verwachsen kann. Für die OP müssten wir erst das Herz checken lassen, und still legen nach OP wird halt auch schwierig. Jetzt kriegt sie Metacam und ist kaum im Haus zu halten.
      Mich würde es wirklich noch interessieren wie es beim Kater von Gortincoel weiterging. Wurden die Beschwerden jemals schlimmer oder blieb sein Zustand konstant/ bekam er ohne die OP Folgeerkrankungen wie Arthrose? Und wie lange dauerte die homöopathische Behandlung, bis zur Besserung oder durchgehend?