Spinnenphobie

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    • ich hab auch gaaanz fürchterliche panik vor spinnen und letztens hatte wir sone woche wo an jedem zweiten tag sone große schwarze haarige spinne hier in der wohnung aufgetaucht is. ich hätt mich am liebsten in ne gummizelle stecken lassen.

      bei mir kommt diese panik aber weder aus der kindheit noch von meiner mutter. ich hatte mal ein für mich fürchterliches erlebnis mit eben so einem schwarzen haarigen biest.

      es is bei mir allerdings auch so, dass ich mit vogelspinnen, zumindest hinter ner glasscheibe weniger probleme hab. ich hab auch mal ne abgestoßene haut angefasst was ich bei heimischen spinnen niiiiiiiiiiemals tun würde

    • Quietschi, diese Angst vor Seen (oder Gewässern, ohne Möglichkeit, den Boden zu sehen) habe ich auch. Ich könnte heute nicht in Seen baden gehen. Als ich im Sommer 2008 mit meinem Freund mit 'nem Boot auf'm Wasser war, ist er baden gegangen, weil er Lust drauf hatte. Ich bin brav im Boot geblieben.

      Wenn ich mich auf Boote oder Schiffe begebe, ist das stets mit einem ersten Gedanken des "Achtung, Du bist jetzt auf dem Wasser und könntest beim Untergang Deines Gefährts Kontakt damit aufnehmen". Ich schiebe dann keine Panik, habe aber normalerweise wirklich kurzzeitig diesen Gedanken.

      Bei Spinnen sind vor allem tote Exemplare (oder deren Skelette) schrecklich für mich und ich ekle mich extrem davor. Keller (und dortige gelagerte Sachen) sind in dieser Hinsicht der reinste Graus für mich. Lebendige erschrecken mich zwar auch im ersten Moment und anfassen mag ich sie auch nicht, aber ich verfalle da wenigstens nicht in Panik.

      Vogelspinnen würde ich übrigens nicht auf die Hand nehmen, aber im Laden vor dem Glas zu stehen ist kein Problem.

    • Hui, das ist mal ein Thema für mich hier :D Spinnen sind das Schlimmste, je größer das Vieh desto lauter das Gekreische. ich hab wahnsinnige Panik davor!!!! Ich kann nicht mal Bilder im TV angucken geschweige denn anfassen. Wenn ich nen Bild von einer Spinne zB in einem Buch sehe, kann ichs nicht anfassen und kriege Gänsehaut und muss mich schütteln.
      Diese Angst vor Gewässern kenne ich auch. also Badeanstalten sind ok ;) Aber ich schwimme nicht in Seen oÄ , ich gehe maximal soweit rein wie ich stehen kann , meistens nur soweit ich auf den Boden sehen kann. Ich hab immer immens Angst, dass von unten irgendwas kommt. (Was im See ja sehr unwahrscheinlich ist, Haie und Kraken gibts da eher selten :D )

    • Halli-Hallo.

      Ich möchte mal die Dimensionen meines Verhältnisses zu Spinnen beschreiben, weil es viele der Theorien, die hier aufgestellt wurden, bestätigt.

      Ich würde mich selbst nicht als Spinnenphobiker bezeichnen, eher als Spinnenekler, und das auch nur bis zu einem gewissen Grad.
      Meine Mutter hat extreme Angst vor Spinnen in jeglicher Form. Hatte sie schon immer. Ich kann mich allerdings nicht entsinnen, was ich zuerst wahrgenommen habe, die Spinnen oder die Angst meiner Mutter vor ihnen.
      Vorgestern haben wir in der Uni im Kunstpädagogikseminar über Erinnerungen gesprochen. Dabei kam mir eine Erinnerung, die ich eigentlich schon fast vergessen hatte, die ich aber scheinbar immer wieder mit Spinnen in Verbindung bringe.
      In der Erinnerung bin ich im Kindergarten, ich weiß gar nicht, wie alt ich da bin, auf jeden Fall befinde ich mich im Waschraum, gehe auf das Waschbecken zu. Das Waschbecken ist irgendwie mit gelben Flecken verschmutzt. Wenn ich raten müsste, ist das Fingerfarbe. Und mittendrin sitzt eine Spinne, so groß wie ein Pizzateller.
      Die Beine sind haarig und lang, so lang, dass sie in einem total merkwürdigen Verhältnis zum Körper stehen.
      So. Halten wir das mal kurz fest, dann werden wir zu dem Ergebnis kommen, dass das so niemals geschehen sein kann.
      Ich bin der festen Überzeugung, dass wir keine Goliathspinne im Kindergarten hatten, noch dazu eine, die frei in Waschräumen rumläuft. Auch, dass meine Erzieherin fähig war, sie zwei Minuten später in ein Marmeladenglas zu packen und die Tatsache, dass sie die Spinne weitere zwei Minuten später im Gebüsch freigelassen hat, sprechen definitiv gegen eine Spinne von der Größe.
      Warum aber dann so groß?
      Ich merke auf jeden Fall, dass mir bei der Erinnerung zwei Dinge auffallen, die vielleicht nicht ganz so extrem gewesen sein können, die mein Gehirn vielleicht aber absichtlich verschlimmert, weil sie mich besonders angeekelt haben.
      1.) Sie war haarig. Vielleicht hatte sie ganz wenig Haare, aber diese sind mir sofort aufgefallen, was ja für ein Kind, welches noch nicht lange auf der Welt ist und mit einem insektenähnlichen Tier das erste Mal BEkanntschaft macht, schon etwas besonders ist.
      2.) Die langen Beine. Das Viech hatte Beine, die in keinem Verhältnis mit dem Körper standen. (Auch etwas, was gegen Goliathspinnen spricht. Die haben nämlich auch einen dicken, fetten Hinterleib.)
      In unserer Kindheit kommen uns viele Dinger größer vor, als sie wirklich sind. Letztens war ich auf dem Spielplatz meines Kindergartens. Meiner Erinnerung nach würde ich ihn auf die Größe eines großen Weizenfeldes schätzen. Er hat aber eher die Größe eines halbierten Fußballfeldes.
      So, bin ich nun aufgrund dieser Erinnerung schlimme Spinnenphobikerin geworden?
      Wenn ich mir meine Mutter und meine Lebensgefährtin so ansehe, dann verneine ich das auf jeden Fall.
      Aber ich finde gewisse Spinnen eklig. Je länger bei einem Spinnentier die Beine im Verhältnis zum Körper werden, desto ekliger finde ich sie. Ganz besonders fies finde ich sogenannte Opa Langbeine. Die wuseln nämlich richtig.
      Was ich noch fies finde, sind Spinnen, die Eier haben. Also so Eipakete und Kokons.
      Ich habe nämlich im Waldurlaub mal unter die Armlehne eines Campingstuhls und damit direkt in den weißen Eikokon einer grünen Spinne gefasst. Seither gruselt es mich vor allem, was Kokons baut oder viele viele Eier legt. Das traf auch auf die tote Krabbe zu, die ich als Kind mal am Strand eingesammelt habe und die am Po ganz viele Eier hatte. Als ich das entdeckt habe, flog das Vieh meilenweit über den Strand und ich habe mich geschüttelt. Tue ich bei dem Gedanken daran immer noch.
      Wie ist aber das Verhältnis zu meiner Mutter, der absoluten Spinnenphobikerin? Warum sie so Angst hat, weiß ich nicht. Meine Lebensgefährtin konnte mir wenigstens noch eine schlimme, vollkommen nachvollziehbare Spinnengeschichte erzählen.
      Beim meiner Mutter glaube ich manchmal, dass sie Angst davor hat, weil sie eine Frau ist und Frauen nun mal Angst vor Spinnen haben, manchmal glaube ich das aber auch nicht.
      Natürlich schrie meine Mutter und ich schrie fleißig mit. Mein Stiefvater fing den Grund unseres Schreiens häufig in ein Marmeladenglas. Wie ein kleiner Junge rannte er dann hinter uns her und fuchtelte wie blöde mit dem Glas. Meine Mutter hatte wirklich Angst. Ich fand das lustig. Es war zwar ein gewisser Schauer da, aber ich hab mich beim Schreien totgelacht.
      Weil ein Stiefvater oft auf Montage war und wir in der Wohnung (gerade im Keller) viele viele Spinnen hatten, musste ich dann irgendwann ran. Meine Mutter stand gelähmt in der Ecke und ich fing die Spinne auch in ein Glas und setzte sie nach draußen.
      Und dann verkündete ich irgendwann total stolz: "Ich habe keine Angst vor Spinnen!" Natürlich war das die Zeit, in der mich meine Eltern nervten und ich anfing, die Bravo zu lesen und stetig genervt zu sein.
      Aber der Ekel war schon da.
      Jahre später waren meine Mutter und ich allein zu Hause und über dem Kühlschrank saß eine dieser schwarzen Hausspinnen. Beim Versuch, sie wegzumarmeladenglasen, ist sie mir leider in das Gekröse des Kühlschranks gefallen und war weg.
      Nachts saß ich im ersten Stock auf der Toilette (der Kühlschrank befand sich im Erdgeschoss). ich sah , wie die Hausspinne plötzlich durch die Tür gekrabbelt kam. Das war das erste Mal, dass ich richtig Panik vor einer Spinne bekommen habe. Da habe ich mir einfach ein Stück Klopapier und sie damit plattgemacht. Das Tier hätte auch genauso gut in mein Zimmer krabbeln können...(wisst ihr eigentlich wie viele Spinnen wir im Laufe unseres SChlaflebens essen?)
      Irgendwannn luden mich meine Eltern aufgrund eines Trauerfalls unter Freunden in eine wandernde Spinnenaustellung ein. Dort stellte ich fest, dass ich gerade vor solch großen Vogelspinnen keine Angst hatte, ich fand sie schaurig schön und beschloss sogar, mir später eine zu halten (Den Gedanken habe ich jetzt natürlich aufgegeben, wo ich doch eine extrem spinnenphobische Lebensgefährtin habe). Bei der Spinnenpanik meiner Mutter kristallisierte sich dabei der ein Aspekt ihrer Spinnenangst heraus.
      Sie gruselt sich vor Spinnen, wenn sie plötzlich da sind und sie nicht mit ihnen rechnet. Immer, wenn wir zu einem anderen Terrarium wechselten, musste ich die Spinne erst einmal orten und ihr sagen, wo sie sich genau befand, dann konnte meine Mutter an das Glas treten und sie interessiert betrachten. Ihr stand zwar immer noch ein gewisser Ekel auf der Stirn geschrieben, aber sie fand die Tiere sehr sehr interessant und versuchte, so viel wie möglich über sie herauszufinden. Trotzdem schwor sie mir, mich niemals zu besuchen, wenn ich mir so ein Tier halte.
      Und heute?
      Ich bin wieder mal die Spinnenwegmacherin. Meine Lebensgefährtin hat aufgrund eines verstörenden Erlebnisses eine richtige Spinnenphobie.
      Deswegen laufe ich dann immer mit tröstenden Worten und mit meinem Marmeladenglas durch die Wohnung und beseitige Spinnen. Und meine Lebensgefährtin beseitigt Opa Langbeine. Die findet sie nämlich harmlos.

      Dinge, die sich hier bestätigen:
      1.) Es gibt da ein Erlebnis in der Jugend, welches dafür sorgt, dass man Spinnen zumindest meiden möchte.
      2.) Frauen haben gerne Angst vor Spinnen, weil sie Angst davor haben müssen.
      3.) Menschen haben Angst vor Spinnen, weil sie so extrem anders aussehen, bzw. weil die Körperverhältnisse so merkwürdig erscheinen.
      4.) Menschen haben Angst vor Spinnen, weil sie plötzlich da sind bzw. aus "dem Nichts erscheinen".

      Ich hoffe, das war jetzt nicht zu lang(weilig).
      LG, Kuchen

      Ich und mein Schokomilchbrötchen halten diese Signatur für einen Schwindel,
      da die Banane und das Krokodil falsche Schnurrbärte tragen.


      Ich mach Bilder. Manchmal sind sie sogar gut. :love:
    • Hallo, ich habe auch Angst vor Spinnen und finde sie total eklig :wacko: Spinnen waren aber früher, als ich klein war, eine meiner Lieblingstiere.alle: Kreuzspinnen, Vogelspinnen...ich trug sie herum und spielte auch mit ihnen.

      Heute kann ich nichtmal einen Weberknecht ertragen.

      Meine Eltern und ich können sich auch nicht an ein schlimmes Erlebnis mit spinnen erinnern :S

      Woran liegt das??

      Lg Valerie mit Twix, Bounty & den bald geborenen Jungen :love::gerbil:gerbil

    • Hallo zusammen!

      @ Kuchen: "schöne" Geschichte... klingt jetzt blöd, oder? :pinch: Meinst Du mit "Opa Langbein" Weberknechte? Find ich witzig, hab ich hier in Ö noch nie gehört (aber in den USA heißen sie "daddy longlegs" und das hat mich jetzt zu der Überlegung gebracht). Gut, dass Du und Deine Lebensgefährtin Euch das so "gut" aufgeteilt habt, aber denk bitte auch dran, dass man gegen diese Angst (und auch gegen den Ekel) auch gut therapeutisch angehen kann...

      Eins möchte ich aber noch nachtragen!!! Das mit dem "Spinnen essen" ist einer der bekanntesten urban myths! Die Story ist nämlich folgende: eine Kolumnistin namens Lisa Holst wollte 1993 belegen, wie schnell sich Mythen übers Internet verbreiten lassen... sie hat über einen email-Verteiler die Nachricht ausgesandt, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens 8 Spinnen im Schlaf isst... ich denke sie hat damit eindrucksvoll gezeigt, wie schnell aus Mythen angebliche wissenschaftliche Fakten werden... ich bekomme das fast jeden Tag zu hören und es fällt den Leuten auch echt schwer, von dieser Idee abzulassen! Fakt ist aber: das ist einfach nur bullsh*t... selbst wenn eine Spinne Spaß dran finden würde in Münder Schlafender zu kriechen (was zugegebener maßen ziemlich doof wäre, fragt man sich doch, was sie dort finden möchte???), gibt es bei Menschen einen ganz starken Würgereflex... niemals könnte man eine Spinne "unbewusst" im Schlaf verschlucken, der Körper würde sich sofort wehren... und das ist eine von Medizinern bestätigte Tatsache!

      @Valerie1997: solche Erfahrungen können sich ins Gehirn einprägen, ohne dass man sich dessen bewusst ist. Der Hippokampus, eine Struktur in unserem Gehirn, die sehr wichtig fürs (bewusste) Gedächtnis ist, ist im Kindesalter noch nicht ausgereift. Trotzdem können sich "emotionale" (unbewusste) Erinnerungen bilden und man reagiert dann scheinbar "grundlos" mit Angst. Außerdem: Deine Eltern müssten das Erlebnis ja auch nicht unmittekbar mitgekriegt haben... mir erzählen immer wieder Kinder von schlimmen Erlebnissen mit Spinnen, die ihre Eltern nicht erinnern.

      LG, Verena