Leckerli-Rezept-Sammlung für Pferde

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    • Leckerli-Rezept-Sammlung für Pferde

      Hallöchen!!

      Ich bin grad auf der Suche nach einem (oder mehreren) Rezepten für gesunde, nicht allzu dick machende, nicht allzu teure und nicht allzu aufwendige und vor allem länger haltbare Pferdeleckerlis...
      Unter länger haltbar verstehe ich so 2-3 Wochen und mehr... Ich finde diese ganzen Rezepte, die nur 3-4 Tage halten irgendwie komisch... da hat man dann 2 Bleche voller Kekse und muss die 1 Pferd innerhalb von 3 Tagen reinstopfen, was ja auch nicht der Sinn von einer gesunden Belohnung ist...

      Da ich im weiten Netz leider nichts gefunden hab, was diesen Vorstellungen entspricht (bzw. ehrlich gesagt keine Lust hab, 4000 Rezepte auf all diese Kriterien hin zu überprüfen) dachte ich, vllt. könnt ihr ja hier eure Lieblingsrezepte Posten und wir können eine ganze Sammlung schaffen...

      ich hoffe, ihr helft dabei gern mit und findet die Idee nicht allzu doof,

      LG, Nilly (und Clarissa, die ja dann von den Rezepten profitieren will ;) )

      ;( Für immer in meinem Herzen... :heart:
      Bärbel, Vanilla, Snoopy, Maxi, Panda
      Ich wünsch euch alles Gute auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke!!
      :heart: Ich werd euch niemals vergessen! :heart:
    • Rezepte und Grundrezept

      Kräuter-Bällchen
      1 großer Apfel
      2 sehr reife Bananen
      125 g Dinkelflocken
      125 g Haferflocken
      50 g Leinsamen
      100 g Vollkornmehl oder Dinkelmehl
      2 TL Backpulver
      1 Prise Meersalz
      75 ml hochwertiges Pflanzenöl, z.B. Leinöl
      200 g Kräuter (z.B. Löwenzahn, Pfefferminze, Brennnessel, Kamille, Spitzwegerich, Breitwegerich, Salbei, ...)

      Apfel mit einer Reibe kleinreiben. Bananen zermatschen. Kräuter kleinhäckseln oder mit Flüssigkeit in einem Mixer zu Brei mixen. Alle Zutaten zu einem Teig vermengen, bei Bedarf mit Mehl andicken oder mit ungesüßtem Apfelsaft Flüssigkeit hinzufügen.
      Kleine Bällchen formen, etwa in der Größe von Trüffelpralinen. Bei 180 °C (Umluft) ca. 20 min. backen. Anschließend mindestens eine Woche an einem trockenen, luftigen Platz trocknen lassen. So halten sich die Leckerlis mehrere Wochen.

      ...

      Möhrenleckerlies
      500 g Weizenkleie
      250 g Vollkornmehl oder Dinkelmehl
      50 g Leinsamen
      2 TL Backpulver
      2 Karotten
      Karottensaft
      75 ml hochwertiges Pflanzenöl, z.B. Leinöl
      1 Prise Meersalz

      Karotten mit der Reibe möglichst fein reiben. Alle Zutaten zu einem festen Teig vermengen. Aus dem Teig fingerdicke, gleichlange Würste formen und davon etwa 4 cm lange Röllchen abschneiden. Bei 180 °C (Umluft) ca. 20 min. backen. Anschließend mindestens eine Woche an einem trockenen, luftigen Platz trocknen lassen. So halten sich die Leckerlis mehrere Wochen.

      ...

      Apfel-Fenchel-Leckerlies
      250 g Dinkelflocken (fein)
      250 g Weizenkleie
      250 g Vollkornmehl oder Dinkelmehl
      50 g Leinsamen
      2 Äpfel
      1 Fenchelknolle
      ungesüßter Apfelsaft
      75 ml hochwertiges Pflanzenöl, z.B. Leinöl
      1 Prise Meersalz

      Äpfel und Fenchel mit der Reibe möglichst fein reiben. Ein Teil kann auch im Mixer mit etwas Apfelsaft zu einem Brei gemixt werden. Alle Zutaten zu einem Teig vermengen und nach Bedarf mit Getreide und Apfelsaft nachbessern, bis die Konsistenz stimmt. Den Teig mit dem Nudelholz ausrollen und mit Ausstechern die gewünschte Form ausstechen (nicht zu groß!). Bei 180 °C (Umluft) ca. 20 min. backen. Anschließend mindestens eine Woche an einem trockenen, luftigen Platz trocknen lassen. So halten sich die Leckerlis mehrere Wochen.


      Generell ist es kein Hexenwerk, Pferdeleckerlies selbst herzustellen. Man kann beliebig eigene Rezepte erstellen, wenn man einige Punkte beachtet:

      • möglichst frische, naturbelassene und nicht industriell-hergestellte Produkte verwenden
      • gespritzte Obstsorten gründlich waschen, ggf. schälen
      • nur für Pferde geeignete Obst- und Gemüsesorten verwenden (Eignung kann man im Internet herausfinden)
      • kein Weißmehl
      • kein Zucker!!!
      • kein Honig
      • kein Rübensirup o.ä.
      • kein Frucht- oder Traubenzucker
      • keinerlei Produkte tierischen Ursprungs verwenden --> vegan!

      Grundlage für jedes Rezept bildet eine oder mehrere Getreidesorten. Verwendbar sind alle Vollkornprodukte in jeder Verarbeitung (Mehl, Flocken, Kleie, Schrot etc.). Dazu gibt man Backpulver, eine Prise Meersalz, Obst oder Gemüse und Flüssigkeit (entweder Saft oder Wasser). Auf Zucker oder andere süßende Inhaltsstoffe kann und sollte verzichtet werden. Pferde fressen und lieben die Leckerlies so oder so. ;)

      Alles Leckerlies müssen nach dem Backen mindestens eine Woche lang trocknen. Der Ort, an dem sie trocknen muss luftig sein, trocken und am besten sonnig. Keine geschlossenen Gefäße benutzen, bevor die Leckerlies nicht vollständig ausgetrocknet sind. Danach sind sie in Gläsern oder Boxen wochen- und teilweise monatelang haltbar. (Von Leckerlies, die nur 3 Tage halten, habe ich noch nie etwas gehört?)
    • Eigenkreation:

      2 Äpfel

      2 große Möhren

      1 reife Banane

      etwas Mehl

      ca. 350g Haferflocken (ich habs nicht gewogen, war aber fast eine halbe Packung)

      Leinsamen (eine Handvoll)

      etwas Wasser

      evtl ein Ei

      Kräuter (am besten verschiedene, von den Rennern haben die meisten ja einiges vorrätig - eine große Handvoll)



      Möhren und Äpfel reiben, die Banane vermatschen und mit Haferflocken, Leinsamen und Kräutern vermischen. Einige Stunden im Kühlschrank stehen lassen, damit alles aufweicht. Danach gut pürieren (sonst bröseln die Leckerlis) bis eine knetbare Masse entsteht. Falls der Teig zu flüssig ist, mehr Kräuter oder Haferflocken hinzufügen. Danach einen großen EL Mehl mit etwas Wasser oder einem kleinen Ei zu einem zähen Mehlkleber verarbeiten und gut unterrühren. Den Teig (er muss ziemlich fest sein, wenn er zu flüssig ist, brauchen die Kekse ewig zum Trocknen) portionieren (zB Teelöffelgroße Klumpen zu Kugeln formen und plattdrücken) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Gitter/Blech legen und bei 180°C solange backen, bis sie nur noch ein bisschen weich sind (etwa 45min) und dann auskühlen lassen (dabei härten sie vollständig aus. Falls nicht, noch für ein paar Tage auf die Heizung legen) Zwischendurch immer wieder kurz die Ofentüre öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann ;)

      Das Rezept ergibt zwei große Bleche voll und reicht vermutlich ziemlich lange. Haltbar sind sie (wenn sie trocken, also hart sind - ich kann sie nicht auseinanderbrechen!) sehr lange. Alle Pferde am Stall fahren total drauf ab. Je nach Kräuterauswahl kann man das Immunsystem stärken und dank Leinsamen und Ei für glänzendes Fell sorgen (vorrausgesetzt man gibt nicht bloß einen Keks am Tag ;))
    • Klingt ganz gut, das Ei würde ich jedoch auf jeden Fall streichen! Pferde sind reine Vegetarier. In der Pur-Form, also als ganzes Ei würde kein Pferd rangehen und das von sich aus fressen und das hat seinen Grund. ;) Eier sind keine geeignete Nahrung für Pferde. Die sollte man ihnen dann auch nicht durch Verarbeitungsprozesse heimlich unterjubeln.

      Sonst sieht es gut aus. :)

    • @ Gorti: Hast du schonmal ein Pferd gesehen das Backpulver frisst? Oder Bananen, Mais, Hafer bzw Getreide im allgemeinen, Öl,etc. (in freier Wildbahn)? :D

      Klar sind Pferde Vegetarier (wobei ich nicht darauf wetten möchte, dass die nicht auch mal den ein oder anderen Wurm beim Grasrupfen erwischen). Aber wir füttern ihnen so viel unnötiges und teilweise ungesundes Zeug, da ist ein Ei noch echt harmlos. Vor allem ist es ja nicht einfach so drin, denn ab und an mal ein Ei trägt zu glänzendem, gesundem Fell bei. ;) Du kannst es ja rauslassen, hab ich bei der letzten Portion auch gemacht, die Leckerlis werden trotzdem super :)

      @silverquest: Alles was nicht schadet kannst du reinmischen. Ich veränder das Rezept jedes Mal, je nach dem was halt gerade da habe ;)

    • Aaaaalso :)

      ich habe heute gebacken <3

      und zwar habe ich eine Fenchelknolle und 2 Möhren kleingerieben und sie mit einer Kräutermischung aus Brennnesseln, Echinacea und Kamille + Sonnenblumen-Öl, Vollkornmehl und Apfelsaft (natürlich ungesüßst) vermischt.

      Mich haben die Kräuterleckerlies dazu inspiriert (ich liebe Kräuter...auch für die Rennerchen *g*)

      das ganze hab ich dann in 2 verschiedene Leckerlievarianten gebracht :)
      einmal hab ich meine sog. "Bodenarbeitleckerlies" gemacht, welche sehr klein und sehr flach sind, weil wenn ich mit Herzi Bodenarbeit oder sowas mache, dann kann ich ihr nicht so riesen Brocken jeds mal reinstopfen zur Belohnung ^^ da nehm ich lieber kleine Minileckerchen...Herzi ist die Größe ja egal, hauptsache was zur Belohnung *g*

      und einmal die "Reitleckerlies" die sind recht groß, weil es nur ein Leckerlie nach dem Reiten zur Belohnung gibt :)
      (außerdem hatte ich nach 2 h fummelarbeit kb mehr *lach*) :)

      ich hoffe, dass sie Herzi schmecken <3
      mir schmecken sie gar nichtmal so übel muss ich sagen

    • Aber wir füttern ihnen so viel unnötiges und teilweise ungesundes Zeug, da ist ein Ei noch echt harmlos.

      Sorry, aber sowas war für mich noch nie ein Argument. "Andere Sachen sind noch schlimmer, da macht das hier auch nix." ?(

      Sehe ich anders. Natürlich fressen wilde Pferde keine Bananen. Aber Obst durchaus. Und auch an Getreide gehen sie ran (schon mal mit nem Pferd im Feld gewesen?). Ein Ei würde dagegen kein Pferd anrühren. Warum? Frag mal das Pferd, es wird seine Gründe haben. Eben weil es ein tierisches Produkt ist. Und das hat im Pferde-Organismus im Gegensatz zu pflanzlichen Stoffen nichts verloren. Deine Vergleiche hinken daher. Es geht mir darum, dass man tierische Produkte grundsätzlich nicht an vegetarisch lebende Tiere füttern sollte. :)

      Wozu das im schlimmsten Fall führen kann, hat man an der BSE-Krise ja gesehen. Ich weiß nicht, ob du das damals schon mitbekommen hast, ist schon einige Jahre her. Wo zieht man die Grenze? Was ist noch ok, was nicht? Für mich ist die Frage klar zu beantworten: keinerlei tierische Produkte für Pferde. Das ist eine Prinzipienfrage, keine Frage der Risikobewertung bzgl. vereinzelter Fütterungen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gorti ()