Hund jagt Enten und Katzen

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    • Hund jagt Enten und Katzen

      Hallo,
      Ich habe ein echtes Problem mit meinem Jackrussel-Dalmatiner-mix. Wir wohnen nebem einem Fluss, wo es viele Enten gibt. Ich kann ihn nicht mehr von der Leine lassen, weil sein Weg immer runter zum Fluss führt! Er rennt dann den Enten hinterher, oft sogar 1 Stunde, ohne daran zu denken, dass es mich ja auch noch gibt!! Wenn er dann wiedergekommen ist, gehen wir an kurzer Leine direkt nach Hause, wo ihn dann alle eine Zeit lang ignorieren. Das Gleiche gilt für Katzen, wobei das weniger schlimm ist. Er hat das mit den Enten früher nicht so oft und intensiv gemacht, sind das jetzt die Frühlingsgefühle??? :huh::S Letzten Sommer bin ich mit ihm sogar unten am Fluss ohne Leine gegangen!
      Er ist aber sicher ausgelastet, mach mit ihm Fährtensuche, verschiedene Denkspiele, Agility usw.
      Ich hoffe auf baldige Antworten, wie ich das besser machen kann! Ich bin wirklich verzweifelt ;(
      lg

      edit pindakoek: Titel angepasst, bitte aussagekräftige Titel wählen und Satzzeichen sparsam einsetzen. Danke :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von pindakoek ()

    • Also zunächst mal solltest du m. E. deinen Threadtitel ändern. So wie das aktuell geschrieben ist, denkt man, es handelt sich um einen Notfall.

      Zum Thema: Du schreibst einerseits der Hund sei ausgelastet. Andererseits jagt er vermehrt. Woran machst du das fest, dass du sagst, er hat genug körperliche und geistige Beschäftigung? Ich wäre mir da nicht so sicher. Manche Hunde sind diesbzgl. sehr bedürftig und brauchen verdammt viel Auslastung.

      Du solltest auf jeden Fall jetzt erst mal dafür sorgen, dass sich dieses unerwünschte Jagdverhalten nicht ritualisiert. D.h. bis die Probleme nicht gezielt gelöst werden, nicht mehr an den Fluss zu den Enten gehen, damit er sich gar nicht erst wieder in eine Jagd reinsteigern kann.
      Dann solltest du m. M. n. einen guten Verhaltenstherapeuten aufsuchen und um Hilfe bitten. Wenn du selbst das nicht mehr händeln kannst, brauchst du Hilfe. Ich würde mal hier schauen: ruetters-dogs.de/standorte/.

      Deine Ignoriertaktik finde ich, so wie du sie beschrieben hast, nicht sehr sinnvoll. Zum einen hat der Hund nach wenigen Sekunden bereits wieder vergessen, was er "Schlimmes" gemacht hat. Zum anderen bezweifle ich, dass du ihm bisher überhaupt vermitteln konntest, was er "Schlimmes" tut. Demzufolge bleibt das Ignorieren komplett wirkungslos und schadet vermutlich eher als dass es nutzt.
      Sobald der Hund ein Jagdverhalten zeigt, welches er nicht zeigen soll oder darf (es ist im Übrigen verboten, Wildtiere zu jagen bzw. seinen Hund Wildtiere jagen zu lassen!), würde ich es erst mal unterbinden. Mit Ignorieren kommst du da nicht weit. Das bekommt der Hund wahrscheinlich nicht mal mehr mit, wenn er im Jagdrausch ist. Viele Hunde hören und sehen um sich herum dann gar nichts mehr.

      Daher: kompetente Hilfe organisieren und bis dahin Strecken meiden, an denen so etwas passieren kann.

    • Hallo Lina33 :).
      Also ich bin kein Hundeprofi, ich kann nur meine Erfahrung mit Elmar ( Aussie, 6 Monate) schildern.
      Als er anfing Vögeln etc. hinterherzujagen, hab ich daraus die Konsequenz gezogen, dass er halt erst mal nicht mehr frei laufen darf und an der Leine blieb. Ich bin dann mit ihm im Park immer extra die Stellen abgelaufen, wo die Enten und Gänse sind, um sofort wenn er in die Leine gesprungen ist, zu handeln. Ich hab das so gemacht, dass ich deutlich Nein gesagt habe und ihn korrigiert habe, d.h. am Geschirr gepackt und wieder neben mich gestellt. Mir hat das Geschirr sehr geholfen, weil ich Elmar einfach schneller packen und korrigieren kann :). Als das soweit geklappt habe, dass er an der kurzen Leine an Enten vorbeilief, ohne sich besonders für die zu interessieren, habe ich die Leine etwas länger gemacht. Bei diesem Schritt sind wir nun momentan noch. Er guckt zwar manchmal noch interessiert rüber, wäre er nicht an der Leine würde ich ihm Immer noch nicht 100 % trauen, aber es ist schon viel besser geworden in nur ca 2 Wochen. Die nächste Stufe ist jetzt die Schleppleine, haben eine ca. 30 m lange. Das ist ganz praktisch weil der Hund bei dieser Freiheit die die Leine gibt, denkt, dass er frei ist, du kannst ihn aber immer noch zurückziehen wenn er auf doofe Gedanken kommt.

      Vielleicht hilft dir das ja ein wenig :)