aggressiver Terrier

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    • Es gibt auch andere Rassen, die zum Wesenstest müssen, wenn es Vorfälle gegeben hat. Aber wie extrem der Vorfall dafür sein muss, kann ich dir nicht sagen. Ich nehme an, das entscheidet die zuständige Behörde je nach Sachlage des einzelnen Falls. Dazu kommt, dass die Regelungen in den jeweiligen Bundesländern ganz unterschiedlich sein können. Ich würde einfach mal beim Veterinär- oder Ordnungsamt nachfragen.

    • Bis jetzt hat es praktisch nur mich getroffen. Bei Kleinkindern konnten wir bis jetzt immer noch grade so rechtzeitig eingreifen, sodass niemand verletzt wurde. Aber wir warten jetzt eigentlich nur noch drauf, dass wir mal nicht rechtzeitig eingreifen können und doch mal ein Kind verletzt wird.

      Es handelt sich um den Hund meines Bruders und seiner Familie und die interessiert das null bzw. halten zu ihrem Hund so nach dem Motto "selbst Schuld, wenn er beißt".

      Dass das Ordnungsamt (oder sonstige Ämter) präventiv was unternimmt, bezweifel ich stark.

    • Wenn es sich um den Hund deines Bruders handeln, denkt da lieber nochmal drüber nach. Ein Wesenstest ist teuer, auch muss oft der Halter noch einen Sachkundenachweis machen, was viel Zeit in Anspruch nimmt.
      Im schlechtesten Fall landet der Hund im Tierheim und kommt als "Vorfallhund" auch so schnell nicht wieder da raus, da der neue Halter auch die Auflagen erfüllen muss.

    • Ich denk ja drüber nach. Aus dem Grund hat er ja auch keine Anzeige kassiert. Das Problem ist halt, dass es in unsere Familie noch ein paar kleine Kinder (jüngstes ist 5 und dann aufwärts) gibt und eins davon hat er vor gar nicht allzu langer Zeit schon mal ohne Grund angefallen (ich saß neben dem Kind, habs also voll mitbekommen). Wir haben in dann nur wenige cm vor dem Gesicht des Kindes noch zu fassen bekommen sonst wärs mit Sicherheit böse ausgegangen...
      Aber das interessiert die Besitzer überhaupt nicht und die lachen noch drüber.

    • Im Großen und Ganzen haben Kinder immer miteinander (nicht mit dem Hund) gespielt, getobt, gebalgt, fangen gespielt, was Kinder halt so machen. Der Hund hört das Lachen, Gekreische, was auch immer und dreht voll ab, kläfft, springt rum, usw.
      Und letztes Wochenende hab ich spaßeshalber keine 5 Minuten mal mitgemacht und hab den dann in dem Moment auch ignoriert, weil er sowieso schon den ganzen Tag am kläffen war und plötzlich beißt er mir voll von hinten in den Oberschenkel, sodass es auch geblutet hat.
      Der kanns nicht ab, mal nicht im Mittelpunkt zu stehen...
      Wenn man mit ihm spielt, beißt er nicht richtig zu sondern zwickt höchstens nur.

      Aber wir können doch jetzt nicht den Kindern verbieten draußen im Hof zu spielen, nur weil der Hund en Schaden hat?!

      Bei einer anderen Situation haben wir (mehrere Familienmitglieder + die Tochter meines Bruders, dem der Hund gehört) ihm abwechselnd Leckerchen gegeben - er musste währenddessen "sitz" machen - und plötzlich dreht er ab und schnappt erst nach der Hand meines kleinen Neffen und als er diese grad noch wegziehen konnte, ist er ihm knurrend und Zähne fletschend ins Gesicht gesprungen.

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    • Wir haben einen Fall gerade in einer Hundeschule gehabt, wo ein eigentlich relativ ruhiger aber ängstlicher Hund zum Wesenstest muss. Der Hund ist ein kleiner Podenko-Mix, also auch kein Listenhund. Situation war folgende:
      Frauchen mit HuSchu-Hund an der Leine unterwegs zum Spazierengehen. Ein imposanter Mann kommt entgegen und rempelt das Frauchen an. HuSchu-Hund sieht sich und sein Rudel bedroht und beißt in die Wade des Mannes. Die Wunde ist nicht tief sondern nur etwas Haut abgeschürft. Der Mann mit Migrationshintergrund hat ein eher gespaltenes Verhältnis zu Hunden. Er geht zum Arzt, der bestätigt nochmal, dass es keine wirklich schlimme Wunde ist und dokumentiert das auch. Trotz mehrmaliger Entschuldigung des Frauchens erstattet der Mann Anzeige bei der Polizei und das Ordnungsamt ordnet einen Wesenstest an. Bis dahin muss der Hund draußen einen Maulkorb tragen und darf nur noch an der Leine von einer Person geführt werden, die sachkundig ist (also den Hundeführerschein mit dem Hund gemacht hat, in dem Fall das Frauchen). Niemand anderes darf den Hund führen. Und am Haus muss ein Warnschild angebracht werden mit "Achtung gefährlicher Hund".

      Wenn man also einen Beißvorfall anzeigt erfolgt eigentlich immer eine Überprüfung durch das Ordnungsamt inkl. Wesenstest, egal welche Rasse der Hund hat.

      Schnecke hat schon Recht, man muss sich das gut überlegen, aber wenn wie in deinem Fall Kinder und auch noch Erwachsene dermaßen gefährdet sind... schwierige Situation. Man kann den Hund bzw. den Vorfall ja schlecht anonym anzeigen, das heißt dein Bruder weiß dann, dass du die Anzeige gestartet hast und da ist eben die Frage, ob man das so will wenn man dicht zusammen wohnt :/

    • Wenn es sich um den Hund deines Bruders handeln, denkt da lieber nochmal drüber nach.
      Nur mal so ... wenn hier offensichtlich Kinder massiv gefährdet sind warum sollte man dann drüber nachdenken ob man handelt? Überlegt doch mal wenn ihr wirklich mal nicht eingreifen könnt und der Hund zerbeißt einem Kind das Gesicht oder Hals oder was auch immer? Ihr werdet eures Lebens nicht mehr froh mit Schuldgefühlen.
      Vermutlich ist das Verhalten ja nicht nur euch aufgefallen - ich würde mir noch ein oder zwei "Verbündete" suchen und mit deinem Bruder sprechen. Dabei muss klipp und klar auf den Tisch das ein solches Verhalten und Ignorieren nicht geht, schon gar nicht von wegen "ist doch nur ein kleiner Hund" und das er was machen muss. Ich würde auch deutlich machen das wenn er nicht selbst Hilfe sucht z.b. bei einer Hundeschule mit entsprechendem Training das du ihn dann anzeigen wirst - fertig. Klar wäre es schlimm wenn der Hund, der vermutlich am wenigsten dafür kann, in TH muss - aber immer noch besser als einem Kind das Leben zu versauen wenn es verbissen und entstellt wird. Und ich bin mit Hund aufgewachsen incl. nicht trainierter aggressiver Hunde in der Nachbarschaft.
    • smurf79 schrieb:

      Wenn es sich um den Hund deines Bruders handeln, denkt da lieber nochmal drüber nach.
      Nur mal so ... wenn hier offensichtlich Kinder massiv gefährdet sind warum sollte man dann drüber nachdenken ob man handelt? Überlegt doch mal wenn ihr wirklich mal nicht eingreifen könnt und der Hund zerbeißt einem Kind das Gesicht oder Hals oder was auch immer? Ihr werdet eures Lebens nicht mehr froh mit Schuldgefühlen.


      Die Kinder werden nach dem Wesenstest immer noch gefährdet sein können, das ist doch davon absolut unabhängig. Wenn der besagte Bruder keinen Wert auf die Erziehung seines Hundes (die hat er schließlich nicht) legt, muss man ihn auch nicht anzeigen, damit ein Wesenstest gemacht wird!
      Ein klärendes Gespräch wäre da wohl hilfreicher und wenn da keine Einsicht kommt, bringt eine Anzeige auch nichts. Sondern eher eine Abgabe des Hundes, denn einmal "Vorfallhund" immer "Vorfallhund".

      Wir wollten hier auch mal eine Familie anzeigen, damit sie den Wesenstest machen müssen. Haben uns aber in Absprache mit unserem Tierheim dagegen entschieden, weil sowas hier in Sachsen-Anhalt echt arge Konsequenzen hat. Den Menschen, die es so weit kommen lassen ist es eh egal, da wird der Hund mit Auflagen halt abgegeben und ein neuer geholt.
    • Also ich kann sehr gut nachvollziehen, dass man bei einem derart bedenklichen Vorfall (oder Vorfällen) bei familiären Verbindungen die Verantwortung abgeben möchte. Sowohl was die Einschätzung, als auch die daraus resultierenden Konsequenzen angeht. Was bleibt einem denn anderes übrig, wenn der Halter uneinsichtig ist? Da liegt es doch nahe, sich Hilfe bei der zuständigen Behörde zu holen und eben, wie gesagt, Verantwortung abzugeben.

    • Es ist ja nicht so, dass wir nicht mit ihm über den Hund sprechen. Das machen wir schon seit Anfang an. Er hat ihn seit Welpe und geht auch seitdem regelmäßig in die "Hundeschule".
      Das Verhalten ist übrigens zu 100 % "erwünscht" (und zum Teil auch antrainiert) von den Besitzern. Er ist ja schließlich perfekt, hat keine Macken, darf alles und wird auch nie zurechtgewiesen von ihnen. Und mit Leckerchen hört er ja auch 1a, was will man mehr...

      Wir haben meinen Bruder übrigens gestern erst noch einmal drauf angesprochen. Am Sonntag ist nämlich wieder Familienessen bei uns und da sollte er dann angeleint sein, weil die passen sowieso nicht auf ihn auf, wenn er im Hof frei läuft.
      Mein Bruder war dagegen, schließlich sollen die Eltern doch auf ihre Kinder aufpassen, wenn die im Hof spielen und nicht er auf seinen Hund. Der wehre. Sich halt (wovor weiß ich auch nicht, ihm tut ja schließlich niemand was).
      Sein heiliger Hund steht sowieso in der Rangfolge über und allen, dann brauchen wir uns nicht wundern, usw....
      ... Normales Gespräch unmöglich, da Kritik nicht geduldet wird.

    • Der Hund greift ein und ruft euch zur Ordnung. Da darf man eben wirklich nicht in Gegenwart des Hundes so rumtoben. Vor allem solange der seinen Platz in der Rangordnung nicht kennt.

      So ein Verhalten wird beim Wesenstest ja auch gar nicht abgefragt. Ich kann Dir nur raten deutlich mit Deinem Bruder zu sprechen, oder den hausherrn auffordern,dass er Deinem Bruder einfach rundweg verbietet seinen Hund da laufen zu lassen.

      Liebe Grüße
      Susi

    • Schnecke schrieb:

      Die Kinder werden nach dem Wesenstest immer noch gefährdet sein können, das ist doch davon absolut unabhängig.
      Mir ging es da auch weniger um den Wesenstest sondern einfach grundsätzlich das das Verhalten bei Bruder und Hund nicht mehr geduldet werden kann. Hier sind ja schon Verletzungen anstanden - ist dem überhaupt nicht klar das er dafür schon bei der Polizei sitzen könnte? Familie hin oder her - der käme mir mit Hund nicht mehr in die Nähe meiner Kinder (wenn ich welche hätte) und wenn er sich weigert den Hund anzuleinen würde das Essen entweder ohne ihn oder ohne mich stattfinden.
    • SusanneC schrieb:

      Der Hund greift ein und ruft euch zur Ordnung.

      Beißen darf er trotzdem nicht.

      smurf79 schrieb:

      ist dem überhaupt nicht klar das er dafür schon bei der Polizei sitzen könnte?

      Nein, so weit denkt der nicht bzw. er denkt, er sei im Recht (er ist schließlich nie im Unrecht oder macht was falsch).

      Heute war ja auch wieder großes Treffen, aber da der Hund sich vorher auf dem Hundeplatz ausgetobt hat, war er fast die ganze Zeit k. o. unterm Tisch gelegen.

      Wir beide (Hund und ich) haben uns zu 95 % ignoriert bzw. sind uns aus dem Weg gegangen. War auch ganz angenehm und als Hundesitter muss ich jetzt somit auch nicht mehr herhalten...
    • Du merkst doch selber wo die Probleme liegen - nicht beim Hund, sondern am Halter. Der Hund verhält sich völlig folgerichtig: er ist weit oben in der Rangordnung, weil ja alle nach seiner Pfeiffe tanzen, und wenn dan da andere "Rudelmitglieder" rumtoben und ihn damit nerven, steht es dem Ranghöheren Tier zu, die zu Maßregeln - auch mit den Zähnen.

      Ihr seht ihn aber nicht weit oben im Rang, macht aber selber auch nichts, um ihn auf seinen Platz zu verweisen, wen schon der Halter so unfähig ist.

      Nicht ausgelastet ist der Hund auch noch, sonst wäre er ja nicht ganz so platt wenn er endlich mal hat arbeiten können.

      Wenn man jetzt eine Anzeige anstrebt endet es damit, dass der Hund im Tierheim landet, da nicht vermittelbar weil bissig ist und eingeschläfert wird. Dabei kann der Hund am wenigsten für die ganze Situation.

      An Deiner Stelle würde ich eher selber mit dem Hund arbeiten, damit er sich bei euch anständig benimmt. Hunde die zu hause versaut werden können bei anderen Menschen trotzdem parieren, das macht nur eben Arbeit. damit würde sich das Beißproblem aber auch legen, und nebenbei würde der Halter sehen, dass es auch anders geht - und wie sein Hund einen Menschen anbetet, der ihm zeigt wo der Hammer hängt, das macht wirklich Eindruck.

      Liebe Grüße
      Susi

    • SusanneC schrieb:

      Wenn man jetzt eine Anzeige anstrebt endet es damit, dass der Hund im Tierheim landet, da nicht vermittelbar weil bissig ist und eingeschläfert wird.

      Das ist meines Wissens nach nicht richtig, es wird kein Hund eingeschläfert weil er nicht vermittelbar ist. Da wäre es ja auch sehr schwer die Grenze zu ziehen, wann ist ein Hund vermittelbar und wann nicht? Wie lange muss er da bleiben ohne Interessenten zu haben oder muss er eine bestimmte Zeit lang nicht mehr beißen?
      :heart: Hiko & Hero :heart:
      *31.10.10 - 10.08.13/05.04.2014*