2 Notfall Kaninchen aufgenommen - mache ich alles richtig?

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    • 2 Notfall Kaninchen aufgenommen - mache ich alles richtig?

      Liebe Forenmitglieder!

      Ich weiß, generell sollte man sich vorher informieren, BEVOR man sich Tiere anschafft. Tja, leider ging das in diesem Fall aus diversen Gründen nicht und am Sonntag hab ich notfallsmäßig 2 Löwenköpfchen aus einem 60x60cm komplett verdreckten Holzknast bei mir aufgenommen- sie dürfen bei mir bleiben.
      Ich hatte als Kind mal Kaninchen, aber von dem Zubehör von damals ist nichts mehr da außer ein "normaler" Käfig. Ich beschreib euch mal die Situation und meine ersten Fragen und hoffe auf Tipps und Hilfe. (Natürlich ist das was ich beschreibe nur die "Momentan-Notfalls-Situation" und besteht eben auch erst seit Sonntag, wir arbeiten fieberhaft daran, so schnell wie möglich eine artgerechtes Gehege zu planen/bauen!!!!)

      Meine ersten Fragen sind: Die beiden sind glaub ich zu dick- wie kann ich feststellen, was Normalgewicht wäre? (sie haben im alten Zuhause viel trockenes Brot, gekochte Kartoffeln usw bekommen)
      Ihr Futter gestern und ´vorgestern bei mir bestand aus (qualitativ gutem) Heu ad libidum, Selbstgepfücktem von der Wiese, Karotten,... Stimmt es, dass sie kein Körnerfutter brauchen? Was brauchen sie noch? Als Einstreu hab ich Kleintierstreu mit einer dicken Schicht Stroh drüber verwendet- sie fressen aber das Stroh wie irre, obwohl immer Heu verfügbar ist- ist das okay?

      Die Hoppler sollen in meinem Garten wohnen. Wir möchten dazu diese Woche einen Stall und Freilauf bauen. Bis das fertig ist wohnen sie bei mir in meinem Büroraum und bekommen dort jetzt vorübergehend auch Auslauf (außer den Schreibtischbeinen und 2 Kästen steht da nichts auf dem Boden, es gibt keine Kabel, sollte also recht sicher sein) (Sie haben sich aber bisher noch gar nicht aus dem Käfig rausgetraut... :S )

      Der Rammler (kastriert) ist schon ein wenig aufgetaut und holt sich Löwenzahnblätter von mir ab, aber das Mädel kommt mir irgendwie komplett verstört vor, sobald ich im Raum bin hoppelt sie in eine geschützte Käfigecke unter ein Etagenbrett und bleibt dort stocksteif mit riesigen Augen sitzen... Was mach ich mit der? Sie tut mir so leid! Ich kann ja nicht den Raum gar nie betreten?

      Welche Maßnahmen muss ich noch gleich umsetzen?

      Liebe Grüße, Kimici mit Flipsi :gerbil, Flupsi :gerbil und der tierischen Chaotenbande

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von smurf79 () aus folgendem Grund: Titel angepasst

    • Ihr Futter gestern und ´vorgestern bei mir bestand aus (qualitativ gutem) Heu ad libidum, Selbstgepfücktem von der Wiese, Karotten,... Stimmt es, dass sie kein Körnerfutter brauchen?

      Ich finde, du hast das schon optimal gelöst. Körnerfutter ist nichts für Kaninchen, deine Mischung hört sich sehr ausgewogen, gesund und artgerecht an. Ab und an mal ein wenig Abwechslung beim Gemüse wäre schön, ansonsten machst du es schon perfekt. :)

      Als Einstreu hab ich Kleintierstreu mit einer dicken Schicht Stroh drüber verwendet- sie fressen aber das Stroh wie irre, obwohl immer Heu verfügbar ist- ist das okay?

      Ich würde das Stroh künftig weglassen. Wenn sie genügend Heu bekommen sollte das ausreichen. Ich nehme an, dass sie durch die Futterumstellung und die damit einhergehende Kalorienreduktion erst einmal eine Weile brauchen, um sich auf die rohe Kost einzustellen.

      sobald ich im Raum bin hoppelt sie in eine geschützte Käfigecke unter ein Etagenbrett und bleibt dort stocksteif mit riesigen Augen sitzen... Was mach ich mit der?

      Man weiß nie, was die Tiere alles erlebt haben. Feststeht, dass das Weibchen riesige Angst hat und daher in die Schockstarre verfällt. Kommt sie denn da allein wieder raus? Es gibt auch Tiere, die bleiben in dieser Starre hängen und müssen mit Medikamenten behandelt werden. So direkt habe ich keine Idee, wie man ihr die Angst nehmen könnte außer es evtl. mit homöopathischen Mitteln oder Bachblüten zu probieren. Erkundige dich doch mal bei einem erfahrenen Tierheilpraktiker. Ansonsten würde ich bis dahin dem Weibchen einen geschlossenen Rückzugsort anbieten, so dass sie sich geschützt verkriechen kann und nicht panisch in der Ecke sitzen muss. Vielleicht bessert es sich mit der Zeit, aber das wird sich zeigen müssen.

      Toll, dass du die Tiere bei dir aufgenommen hast und dich so verantwortungsbewusst um sie kümmerst!
    • Danke für die Tipps! Hatte schon Sorge ich krieg eine auf den Deckel von wegen- erst Gehege bauen, dann Tiere holen etc. Wäre sicher auch gescheiter gewesen für das arme ängstliche Mädel, aber ist leider nicht machbar gewesen und sie mussten da einfach dringend raus.
      Abwechslung beim Gemüse hab ich schon geplant, will sie aber nicht überfordern, hab sie ja doch ziemlich krass umgestellt von altem Brot und Co... Der Kot sieht aber gott sei dank gut aus, kein Durchfall oder so.

      Das Mädel kommt von selbst aus der Starre raus, hab das gestern dann einmal beobachtet ganz von der Ferne aus- der Hasenbub ist zu ihr hin und hat ihr das Gesicht abgeleckt (wie süß!!! :love: ) und darauf wurde sie wieder locker und hat dann auch angefangen zu fressen.

      Bachblüten und Co hab ich schon überlegt, die Frage ist, wie verabreiche ich ihr die, ohne sie mehr zu stressen als die Tropfen ihr helfen?
      Für sie wäre wahrscheinlich ein Häuschen mit Tunneleingang super, oder?
      Ich hab jetzt die Front des Käfigs abgedeckt, so dass ich, wenn ich den Raum betrete, nicht in voller Größe erscheine, sondern mich dann langsam an die offene Seite des Käfigs nähern kann. Vielleicht hilft ihr das ja.

      Liebe Grüße, Kimici mit Flipsi :gerbil, Flupsi :gerbil und der tierischen Chaotenbande

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kimici ()

    • Juhu und schon kann ich Fortschritte berichten! Seit heute nachmittag geht es deutlich besser mit dem Hasenmädel. Sie hüpft zwar noch kurz in ihr Versteck, wenn ich den Käfig aufmache, aber viel langsamer und dort "friert" sie nicht ein sondern schaut hin und her, scnnuppert, mümmelt heu, kratzt sich, etc. Jetzt am Abend ist sie sogar im Käfig herumgehüpft obwohl ich im Raum und die Käfigtür offen war und hat gefressen.
      Der Bursche ist schon total cool, wirft sich halb auf den Rücken seitlich an die Käfigwand, ganz entspannt mit weggestreckten Hinterläufen und relaxt, ihm ist komplett egal ob ich da bin oder nicht.
      Heute nachmittag hab ich ihnen das erste Mal die Käfigtür offen gelassen damit sie Raum herumlaufen können- Willi war seeeeehr interessiert und hat mit sich gekämpft, aber dann doch nur die Vorderpfoten rausgestellt- dass das Mädel sich noch nicht raustraut, war mir irgendwie klar. Aber das wird sicher in auch bald.

      Noch eine Frage zum Fressen: Sie fressen eigentlich IMMER und von Karotten, Löwenzahn usw. ist noch nie was übrig geblieben. Heu haben sie immer zur Verfügung, wie sieht es mit den Mengen an Löwenzahn und Co von der Wiese und Karotten, Gurke etc. aus? Bekommen sie das auch zur freien Verfügung oder welche Mengen gibt man da?

      Liebe Grüße, Kimici mit Flipsi :gerbil, Flupsi :gerbil und der tierischen Chaotenbande
    • Also ich möchte kurz berichten:
      Das mit dem Fressen hat sich mittlerweile eingependelt, sie fressen nun weit nicht mehr so viel und so schnell und es bleibt auch mal ein Stück Karotte ein paar Stunden liegen.
      Gestern haben mein Mann und ich den ganzen Tag wie wild geschuftet und um 8 Uhr abends durften die Mümmels dann in Hasenhausen in unserem Garten einziehen. Letzte Woche hab ich gebraucht günstig zwei kleine Holzställe erstanden, an die wir ein großes Freigehege angebaut haben. (Die Holzställe dienen also als Schlafhaus/trockene Futterstelle- sie bilden nebeneinanderstehend eine Seite des Geheges, sind immer offen Richtung Freigehege). Nun fehlen noch ein paar Einrichtungsgegenstände im Freigehegeteil und einen permanenten Sonnenschutz möchten wir noch machen. Aber so weit sind wir gestern aber nicht mehr gekommen.
      Über Nacht hat sich das Verhalten der Hasenfrau nun komplett verändert- ich dachte ja, im großen Gehege bekomm ich sie dann überhaupt nicht mehr zu Gesicht. Das Gegenteil ist der Fall. Hab mich heute ins Gehege gesetzt und gewartet- mit Löwenzahn und Karotten neben mir liegend ;) - sie kam ganz von selbst ganz nah zu mir her und hat an mir geschnuppert. Insgesamt sind beide nun völlig anders- neugieriger und viel entspannter. Es ist super anzuschauen, wie sie jetzt aufblühen.

      Nun hab ich noch folgende Frage: Kann ich davon ausgehen, dass die sich entsprechend zum Wetter verhalten, also das sie sich in die Holzställe legen wenns nass ist oder regnet oder muss ich mir Sorgen machen das sie sich erkälten?

      Liebe Grüße, Kimici mit Flipsi :gerbil, Flupsi :gerbil und der tierischen Chaotenbande

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kimici ()

    • Also generell empfehle ich zur dauerhaften Außenhaltung, die Tiere erst dann rauszusetzen, wenn es wirklich schon Frühsommer und damit durchgehend warm ist. Momentan sollten sie m. E. noch nicht tags und nachts draußen sein, weil es in manchen Regionen schon noch empfindlich kalt wird. Zumindest die Eisheiligen (11.–15.05.2014) solltest du noch abwarten. Was aber nicht heißt, dass sie nicht jetzt schon im Gehege tagsüber laufen können. Aber nachts sollten sie dann schon im Warmen sein, finde ich.

      Die Kaninchen werden sich nach Bedarf zurückziehen, wenn es nass wird.

    • Ich kann sie natürlich abends reinholen- kanns ja je nach Temperatur machen- was würdest du sagen wäre so die Grenze?
      Eigentlich sind sie kalte Temperaturen gewöhnt- sie haben bis sie zu mir kamen in einem 60x60cm Holzstall gewohnt (auch über den Winter)- der Holzstall stand zwar in einem ehemaligen Kuhstall, darin war es aber doch so kalt, dass z.b. die Trinkflasche eingefroren ist.

      Liebe Grüße, Kimici mit Flipsi :gerbil, Flupsi :gerbil und der tierischen Chaotenbande