Angepinnt Frage an die Experten: Deine Methode der Vergesellschaftung? Überblick

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    • Frage an die Experten: Deine Methode der Vergesellschaftung? Überblick

      Angeregt durch ein Telefonat heute möchte ich gerne mal ein Thema starten, welches eventuell auch vielen Rennmaushalter-Neulingen behilflich sein könnte. Ich hoffe, das gibt es in der Art noch nicht.
      Im Internet und auch in vielen Anfragen hier werden einige teils auch unterschiedliche Methoden aufgezeigt, wie man eine Vergesellschaftung zweier (oder mehrerer) Rennmäuse vornimmt. Da es für Neulinge und sicherlich auch für schon etwas Erfahrene nicht immer leicht ist, nun die eine "richtige" Methode aus den vielen Informationen herauszufiltern, geht meine Bitte an die Experten hier, mal ihre Methode der VG vorzustellen, eventuelle Vor- und Nachteile aufzuzeigen und vielleicht auch Erklärungen dazu zu geben, warum sie so handeln.
      Sicherlich wird es viele unterschiedliche Meinungen geben (oder vielleicht auch nicht :) ) und es wird wahrscheinlich auch nicht die EINE "richtige" Methode geben, aber es wäre mal interessant, von Rennmaus-Experten zu erfahren, wie sie vorgehen.
      Was ich nicht möchte, ist, dass auf der Methode des anderen rumgehackt wird oder dergleichen. Kritik darf natürlich ausgeübt werden, aber dann bitte sachlich und begründet.
      Ich wünsche mir hiervon, mal eine Übersicht in kompakter Form über die (unterschiedlichen) Methoden mit ihren Vor- und Nachteilen zu erhalten ohne Stunden im Internet zu verbringen und hinterher noch verwirrter zu sein als vorher.
      Ich danke allen, die sich an dieser Diskussion beteiligen. :thumbup:

    • Finde ich eine sehr gute Idee! Ich war anfangs auch überfordert mit den vielen verschiedenen Angaben, und wenn man neu ist weiß man auch oft nicht wer hier erfahren ist oder einfach nur mal seinen Senf dazugibt.
      Gerade persönliche und evtl. auch subjektive Begründungen für/gegen Seitentausch, Gehegegröße und Unterschiede von Adult und Jungtier Vg wären gut, da gibt es zwar viele Beiträge dazu, man kann aber schlecht herausfiltern für welche Fälle das jetzt gilt, und für sich selbst ohne Erfahrung nicht entscheiden ob das sinnvoll ist oder nicht solange es keine Begründung gibt.

    • Lyramaus schrieb:

      man kann aber schlecht herausfiltern für welche Fälle das jetzt gilt
      Trotzdem sollte man aber daran denken das eine Variante bei Fall A nicht auch automatisch bei Fall B klappen muss - auch wenn die Tiere vielleicht genau so alt/jung sind, genau so groß sitzen und Vorgeschichte haben.
    • smurf79 schrieb:

      Trotzdem sollte man aber daran denken das eine Variante bei Fall A nicht auch automatisch bei Fall B klappen muss - auch wenn die Tiere vielleicht genau so alt/jung sind, genau so groß sitzen und Vorgeschichte haben.
      Sicherlich ist nicht jede Maus wie die andere, aber ich denke mal, jeder hat erst mal eine grundsätzliche Methode, wie er an eine Vergesellschaftung heran geht, oder? Oder werden tatsächlich erst einmal die Charaktere der Mäuse analysiert und dann die entsprechende Methode ausgewählt? Dann wäre ja mal interessant, wie diese aussehen.

      Ich fände es gut, eine Sammlung von Vergesellschaftungsmethoden zu haben, um sich darüber kompakt informieren zu können und für sich selber dann abzuwägen, welche die richtige für seine Mäuse ist. Man liest hier so viel in den einzelnen Themen, aber immer nur bezogen auf den entsprechenden Fall, dass man dann gar nicht weiß, wie man eigentlich grundsätzlich herangehen soll.

      Man könnte jetzt sagen, informier dich doch einfach auf der hier angebotenen Infoseite zur VG. Aber wenn ich das mit dem vergleiche, was in vielen Themen hier schon geschrieben wurde, scheint das längstens überholt zu sein.
    • Ja genau, mir ginge es hauptsächlich ums "Grundgerüst" und Anmerkungen und Begründungen. Z.B. ist die Maus nicht ausgelastet kann man auch gerne ein Laufrad hineinstellen. Wenn man als Neuling sich hier durchliest darf mal eins drin sein, mal nicht. Ebenso wie eine generelle Adult-Jungtier oder Adult-Adult VG, dass es da Unterschiede gibt muss man auch mal erst blicken bei der Menge an Beiträgen und Infos.

      Ich denke viele die hier schon lange mitlesen und auch die erste oder zweite Vg hinter sich haben, denken sich "ach so schwer ist das nicht". Aber wenn man vllt. vorher nichtmal weiß dass Renner ein Problem abgeben mit der Vergesellschaftung (schon oft genug hier gelesen), dann wäre es sinnvoll sich nicht durch 1000 Beiträge mit gestückelten Infos zu lesen.

      Ich hätte es toll gefunden eine Auswahl an Methoden die sich zwar sehr ähnlich sind zu haben, aber auch ein paar ANmerkungen und Insidertipps. Man fühlt sich anfangs wirklich verloren.

    • @Lyramaus
      Vielen Dank für deine Unterstützung. Schade nur, dass sich bisher keiner angesprochen fühlt.

      Ich habe bisher vier Vergesellschaftungen hinter mir und habe diese immer nach dem gleichen Schema durchgeführt, im übrigen erfolgreich. Meine Infos dazu habe ich von diversen Internetseiten. Aber letzte und diese Woche habe ich von einer Züchterin erfahren, wie sie vorgeht und war doch sehr erstaunt, dass sie so ganz anders vorgeht. Sie hat mir auch alles erklärt und es war in sich schlüssig. Darauf hin kam mir dann auch die Idee zu diesem Thema.

      Na vielleicht schreibt ja jemand noch was. Die Hoffnung stirbt zuletzt. :D
    • Aber das ist doch wie bei allen Sachen: ich glaube hier gibt es nicht wirklich ein "richtig" oder "falsch", wenn man ein bisschen die Verhaltensweisen der Tiere berücksichtigt: Dazu muss man sich natürlich ein bisschen in die Verhaltens- und Lebensweise der Mäuse einlesen, aber sonst würde ich, wie meine Vorposter schon schrieben, sagen, dass es einfach nicht DIE Methode gibt....

      Wenn du mit irgendeiner Methode gute Erfahrungen gemacht hast, wirst du sie so lange fortführen, bis du eben mal schlechte Erfahrungen machst, dann wirst du vielleicht was verändern oder eben nicht...

      Man muss sich dabei ja auch immer vor Augen halten, dass wir es hier mit Lebewesen zu tun haben und die funktionieren eben nicht nach einer Uhr. ;)

      Ich denke, so lange man wirklich auch die natürlichen Verhaltens- und Lebensweisen der Mäuse berücksichtigt, kann da nichts falsch sein!
      Dazu zählt für mich zum Beispiel, dass Panikbox (sprich klein setzten in einer Transportbox) keine gute VG Methode ist... :S In der Natur würden sich die Tiere auch langsam annähren und dann passt es eben oder nicht. Wenn man da ein bisschen mit "Menschenverstand" ran geht, wird einem sehr schnell klar, welche Methode eben geht und welche nicht... ;)

      Wenn du eine gute Erfahrung mit einer Methode gemacht hast, dann schreibe sie doch hier rein, vielleicht schreiben dann noch andere ihre Erfahrungen :)

      seit 11/2016 ohne Mausis
      Knicki, Fetti und Normi für immer in meinem :heart::gerbil:gerbil:gerbil

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kasima ()

    • Ok vielleicht sollte ich anders an das Thema herangehen und eher einen Fragenkatalog aufstellen:

      Was mich z.B. mal interessieren würde:
      1. Wie sinnvoll ist das Hin- und Hertauschen der Renner bei der Trenngittermethode? Muss das überhaupt sein? (Begründung warum)
      2. Wenn nicht getauscht wird, sollten andere Sachen hin- und her getauscht werden (z.B. Sandbad, Streu)?
      3. Sind Einrichtungsgegenstände sinnvoll? Wenn ja wie viele und was?
      4. Sollte die Zusammenführung auf neutralem Boden geschehen oder im VG-Aqua in dem man das Gitter ganz rausnimmt oder anhebt und eine Maus auf die Hälfte der anderen lässt?
      5. Bei Zusammenführung auf neutralem Boden, muss das Streu/Heu komplett ausgetauscht werden bevor man die Renner dann wieder ins Aqua lässt?
      6. Wieviel Platz sollten die Mäuse nach der Zusammenführung bekommen?

      Ich denke, das sind erst mal grundsätzliche Fragen, die sicherlich auch andere interessieren.

      Kasima schrieb:

      Dazu zählt für mich zum Beispiel, dass Panikbox (sprich klein setzten in einer Transportbox) keine gute VG Methode ist...
      Das war mir persönlich noch nie geheuer. Konnte mir noch nie vorstellen, dass das gut sein soll.
    • zu 3. Da ist das doch auch recht logisch: man muss da je nach Maus entscheiden: einige Mäuse sind eben schreckhafter, denen tut ein Haus gut, andere Mäuse rasten wiederum aus, wenn sie keine Beschäftigung haben, also muss was rein...wieder was, was man einfach nicht pauschalisieren kann!

      Genauso stehe ich zum Seitentausch: einigen Mäusen macht zum Beispiel das Tauschen Stress, weil sie sich z.B. nicht so gut rausfangen lassen. Bei anderen Mäusen bringt das vielleicht Abwechslung rein....

      Auch das mit dem "Wie viel Platz nach der VG" ist wieder so eine Individualfrage: Man kann nicht pauschal sagen 80cm oder sonst wie, man muss dabei immer schauen: wie verhalten sich die Mäuse? haben sie Stress auf kleinem Raum?

      Und wieder komme ich dahin: das Wichtigste bei VG oder Auslauf oder sonstigen Aktionen mit den Mäusen ist einfach der Charakter und die Individualität der Maus....

      Klar, jeder kann jetzt hier seine Meinung hinschreiben, aber genauso gut kann man sich einige VG Threads hier durchlesen, wenn man das in der Suche eingibt...

      seit 11/2016 ohne Mausis
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    • Nachdem mein erster VG-Versuch kläglich gescheitert ist (meine Schuld...), bin ich schwer daran interessiert, es erstens nächstes Mal besser zu machen und zweitens anderen den gleichen Fehler zu ersparen. Den Thread hier finde ich sinnvoll. Mir als Neuling hilft "hängt von der Maus ab" nämlich überhaupt nicht weiter... klar sind die Erfahrungsberichte in den anderen Threads sinnvolle Lektüre, aber es ist auch gut, wichtige Dinge komprimiert an einem Ort zu finden, auch wenn natürlich jedem klar ist, dass man nie pauschal nach Schema F vorgehen kann.

      Ich hatte die Mäuse auf jeweils 40cm mit TG sitzen, ohne Einrichtungsgegenstände, nur mit dem Allernötigsten. Weil ich dachte, das muss so, und weil es auf rennmaus.de so steht. Ja, mit mehr Erfahrung hätte ich das sicher anders gemacht und zum Beispiel ein Laufrad reingestellt, als der erste Frust bei den beiden aufkam. Aber das sage ich jetzt, wo es schon schiefgegangen ist. Erst mal dachte ich, wenn ich das, was da steht, möglichst genau befolge, müsste es doch funktionieren.

      JA, ich habe ein Hirn und hätte es besser nutzen sollen. Im Nachhinein erscheinen mir viele Dinge logisch. Aber jetzt ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und ich finde es wichtig, dass andere genau wie ich selbst jetzt daraus lernen. Beim ersten Mal hat man tausend Fragen, ist doch klar. Es ist nützlich, wenn man dann kompakt ein paar Infos parat hat, an denen man sich entlanghangeln kann.

      Regel Nummer eins, die ich gerade aus eigener Blödheit bitter lernen musste: Mäuse im Flegelalter miteinander VG'en wollen ist eine ganz ganz blöde Idee. :(

      Ich habe mittlerweile mit einer weiteren Züchterin telefoniert und bin dabei auf Wichtiges hingewiesen worden. Da ich - wie gesagt - keine große Erfahrung habe, gebe ich das jetzt einfach wieder. Ich fände es klasse, wenn dazu von den Erfahrenen unter euch Feedback käme, weil einige wichtige Sachen sich nicht auf rennmaus.de in der VG-Sektion wiederfinden bzw. anders sind!!!! Ich fände es sehr wichtig, die Infos dort ggf. zu aktualisieren, denn garantiert guckt jeder Neuling erst dort und erst danach im Forum.

      Also, bezogen auf die Trenngitter-Methode sagte sie:

      1. Wenn man eine Maus neu dazuholt, um sie zu vergesellschaften, muss man sie erstmal drei Tage alleine halten, weil sie erst dann wirklich ihren eigenen Geruch hat. Vorher haftet ihr noch der Geruch ihrer vorherigen Gruppe/Umgebung an. Es ist also sinnlos, vorher mit dem VG-Versuch zu starten.
      2. Ein Terrarium mit 60cm, das laut rennmaus.de ideal sein soll, ist für die TG-Methode viel zu klein. 80cm ist das Minimum.
      3. Das Hin-und-Her-Tauschen der Mäuse ist für die Tierchen nur Stress und eigentlich unnötig: Jede Maus hat eine Duftdrüse. Es ist also nicht so, als könnte eine Maus den Geruch der anderen annehmen. Es geht nur darum, dass beide Mäuse den Geruch der jeweils anderen akzeptieren. Das erreicht man stressfreier, indem man immer mal wieder ein bißchen benutzte, eingeduftete Einstreu oder ein bißchen Nistmaterial auf die andere Seite gibt. Und da dann gut beobachten, wie die Maus reagiert: Wenn sie neugierig dran schnüffelt, ist das ein gutes Zeichen. Abgesehen davon wittern sich die Mäuse sowieso, wenn sie im TG nebeneinander leben.
      4. Einrichtungsgegenstände dürfen durchaus schon vorher gegeben werden, wenn die Mäuse sowieso auf ihrer Seite bleiben. Dass die Mäuse dadurch voneinander abgelenkt werden und die VG dadurch behindert wird, ist inzwischen veraltet.
      5. Wenn es dann soweit ist, ist es gut, das Gitter im Käfig so zu drehen, dass die Mäuse selbst entscheiden können, ob sie rüberwollen oder in ihrer Hälfte bleiben. Dabei sollte generell nicht zu wenig Raum zur Verfügung stehen, damit keine Panik entsteht. 80cm dürfen es sein.
      6. Es ist auch okay, erst mal "anzutesten" und die Mäuse nicht sofort für lange Zeit zusammenzulassen. Sondern erst mal für ein paar Minuten und unbedingt, falls es kriselt, das Gitter wieder drin haben, BEVOR die Mäuse schlechte Erfahrungen miteinander machen können.
      7. Generelle Sache zur Partnersuche:
        1. Auch wenn es stimmt, dass Jungtiere erst einmal gut zu so ziemlich jeder einsamen Maus passen, kann sich das ändern, sobald sie mit 11 (?) Wochen ihre Duftdrüse und damit eigenen Geruch entwickelt haben. Erst, wenn es auch dann noch gut funktioniert, kann man wirklich sagen, dass die VG geklappt hat. Außerdem ist zu beachten, dass die Kleinen ins Flegelalter kommen (14-18 Wochen, richtig?) und dann kann es durchaus wieder zu Keilereien kommen, wenn die Rangordnung in Frage gestellt wird.
        2. Die Möglichkeit, eine ältere Maus zu nehmen, sollte man also nicht von vornherein ausklammern, weil auch mit einem Jungtier nicht automatisch gesagt ist, dass die VG besser funktioniert.



      Experten, schaut doch mal drüber, wie ihr das so seht. Sollten diese Punkte Hand und Fuß haben, fände ich es wie gesagt wichtig, die entsprechende Sektion auf rennmaus.de zu ändern (weiß ja nicht, wer dafür verantwortlich ist und ob man die Person heranziehen kann?). Da sind einige Sachen signifikant anders und es kann doch nicht wahr sein, dass auf der größten Rennmaus-Seite Deutschlands veraltete Informationen stehen???????????

      Demnach als Antwort auf pjays Fragen, Synthese aus dem, was die Züchterin sagte und was ich aufgrund meines fehlgeschlagenen Versuchs im Forum und anderweitig gehört habe:

      pjay80 schrieb:

      Was mich z.B. mal interessieren würde:
      1. Wie sinnvoll ist das Hin- und Hertauschen der Renner bei der Trenngittermethode? Muss das überhaupt sein? (Begründung warum) Ist oben geklärt worden, muss wohl nicht sein und lässt sich anders stressfreier gestalten
      2. Wenn nicht getauscht wird, sollten andere Sachen hin- und her getauscht werden (z.B. Sandbad, Streu)? Anscheinend, ein bißchen Streu, Nistmaterial. Das mit dem Sandbad hat die Züchterin nicht erwähnt, aber es erscheint mir trotzdem sinnvoll.
      3. Sind Einrichtungsgegenstände sinnvoll? Wenn ja wie viele und was? Sie hat konkret Häuschen und Laufrad erwähnt.
      4. Sollte die Zusammenführung auf neutralem Boden geschehen oder im VG-Aqua in dem man das Gitter ganz rausnimmt oder anhebt und eine Maus auf die Hälfte der anderen lässt? Was die Züchterin gesagt hat, s.o., ansonsten habe ich gehört, dass der neutrale Boden nicht soooo... sinnvoll ist, sondern "mausabhängig" (womit ich selbst gar nichts anfangen kann, ehrlich gesagt!!).
      5. Bei Zusammenführung auf neutralem Boden, muss das Streu/Heu komplett ausgetauscht werden bevor man die Renner dann wieder ins Aqua lässt? Prima Frage, keine Ahnung...
      6. Wieviel Platz sollten die Mäuse nach der Zusammenführung bekommen? Die Züchterin meinte wie gesagt 80cm. Das ist ein krasser Gegensatz zu den Infos auf rennmaus.de.
      Für mich gibt sich nachfolgend noch die Frage: Wenn die Mäuse zusammengeführt wurden und gemeinsam im Terrarium sitzen - Einrichtungsgegenstände sofort rein oder lieber erst später? Häuschen sind wahrscheinlich problematischer als Spielzeug wie Laufräder, oder?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Soso ()

    • Ich muss ehrlich sagen das ich die Aussagen der Züchterin teilweise genauso engstirnig sehe wie manch andere, die hier immer wieder verteufelt werden. Viele der Punkte die du oder sie auch als so neu und auf RM.de fehlend aufführst finden sich in vielen der Beiträge im passenden Forenbereich auch schon, z.b. das Thema mit dem 80er Becken oder das Gitter drehen.

      soso schrieb:

      Sollten diese Punkte Hand und Fuß haben, fände ich es wie gesagt wichtig, die entsprechende Sektion auf rennmaus.de zu ändern (weiß ja nicht, wer dafür verantwortlich ist und ob man die Person heranziehen kann?).
      Die Infoseiten haben weder ein Recht auf Vollständigkeit noch absolute Aktualität. Alle die hier mitarbeiten machen das in ihrer Freizeit und jeder der meint das Sachen dringend überarbeitet gehören darf sich für die Redaktion melden und mithelfen. Gerade deswegen gibt es den Forenbereich - und so blöd es ist, ja jede VG ist individuell. Ich habe hier schon tausende von Beiträgen mitgelesen - trotzdem habe ich bei meiner VG auch direkt einen Thread erstellt was ich plane, wie ich vorgehe, ob einem was auffällt. Weil man eben immer auch auf das Verhalten reagieren muss.

      soso schrieb:

      Wenn man eine Maus neu dazuholt, um sie zu vergesellschaften, muss man sie erstmal drei Tage alleine halten, weil sie erst dann wirklich ihren eigenen Geruch hat. Vorher haftet ihr noch der Geruch ihrer vorherigen Gruppe/Umgebung an. Es ist also sinnlos, vorher mit dem VG-Versuch zu starten.
      Widerspricht sich für mich mit Punkt 2 das sich die Mäuse ja eh an den Geruch der anderen gewöhnen müssen - dann muss ich sie auch nicht alleine lassen. Gerade bei noch nicht oder knapp geschlechtsreifen Jungtieren eher unsinnig.

      soso schrieb:

      Es ist auch okay, erst mal "anzutesten" und die Mäuse nicht sofort für lange Zeit zusammenzulassen.
      Finde ich nicht sinnvoll - entweder es klappt oder nicht. Klar wenn man merkt das die Tiere extrem aggressiv sind dann kann man gleich wieder trennen. Aber so eine Aussage verleitet auch viele Unwissende zu einem schönen hin und her was die Tiere dann erst recht wuschig macht. Man muss ihnen ja auch überhaupt eine Chance geben eine Rangordnung auszumachen, das geht nicht wenn immer gleich wieder unterbrochen wird.

      soso schrieb:

      sobald sie mit 11 (?) Wochen ihre Duftdrüse und damit eigenen Geruch entwickelt haben. Erst, wenn es auch dann noch gut funktioniert, kann man wirklich sagen, dass die VG geklappt hat. Außerdem ist zu beachten, dass die Kleinen ins Flegelalter kommen (14-18 Wochen, richtig?) und dann kann es durchaus wieder zu Keilereien kommen, wenn die Rangordnung in Frage gestellt wird.
      Die Duftdrüse ist auch schon vorher entwickelt, es kommt auf die Geschlechtsreife an. Die beginnt in der Regel bei Weibchen mit 8-10 Wochen, bei Männchen 10-12 Wochen. Wenn kein älteres Männchen mehr mit drin ist manchmal auch früher. Die Flegelphasen ansich gehen grob bis 1,5 Jahre, meist ist es auch so das es noch nicht gleich bei der Geschlechtsreife kracht sondern eher so Richtung 6/9/12 Monate.

      soso schrieb:

      Wenn eine Maus gestorben ist, wartet man mit der VG der anderen erst einmal 3-4 Wochen ab, weil auch Mäuse trauern.
      Auch das ist relativ - Manchen Tieren merkt man massiv an das der Parter fehlt, dann macht es auch keinen Sinn krampfhaft 4 Wochen abzuwarten. Eine gewisse Wartezeit ergibt sich meist automatisch wenn man nach einem neuen Partner sucht und nicht direkt in den nächsten Zooladen geht.

      Vielleicht stellen ja wirklich noch ein paar User oder Züchter ihre Methoden vor - ich finde darüber hinaus wenn man sich einfach mal die ersten paar VG-Seiten (Forenbereich) durchliest bekommt man aber auch so einen guten Überblick.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von smurf79 ()

    • ja das Thema VG ein grosses Thema, viel diskutiert und leider oftmals völlig falsch gemacht, leider durch keine Beratung oder falsche Beratung, oder weil man die Tiere nicht richtig beobachtet. .

      Was ich bestätige, jede VG läuft anders ab, ein Shema F gibts nicht. Aber man kann durchaus sagen, manche Dinge sind einfach veraltet und nicht mehr tiergerecht, und wenn man mal drüber nachdenkt kommt man auch selber drauf.
      Man ist wirklich dazu übergegangen auf grossen Raum die VG zu machen, denn was soll diese Enge , womöglich in einer TB bringen...nichts... ausser grossen Stress.
      Weiterhin Gott sei Dank , wird es so gemacht, dass eben ein Trenngitter , auch bei Jungtieren benutzt wird.
      Das ist immer meine erste Frage , wenn sich Rennmauskäufer an mich wenden, dass sie ein Tier zur VG brauche...hast Du ein TG?? wenn nicht ....kein Problem, baust Dir eins, denn ohne gebe ich meine Jungtiere nicht ab. Hat bisher jeder verstanden, wenn man dies erklärt, keiner hat je rumgemeckert oder irgendwas negatives gesagt.

      Das mit dem Seitentausch ist für mich persönlich nichts,Habe ich im Leben noch nie gemacht..und ich habe ja doch einige VGs gemacht...weil sich einfach der Sinn für mich nicht erschliesst.

      Aber ich sage mal, wenn man zwei zutrauliche Tiere, erwachsen, auf jeder Seite hat die freiwillig in eine Röhre steigen, oder sogar auf die Hand...dann tauscht die Seiten..es schadet den Tieren nicht und es beruhigt sonderbarerweise oft die Besitzer. Also sollen sie dies tun. Denn dass ist eine ganz erhebliche Voraussetzung für eine VG. Dass der Rennmaushalter ruhig und gelassen bleibt. und sich selber keinen Stress macht, denn das überträgt sich immer auf die Tiere.
      Daher immer auch mein Rat...immer wirklich immer einen Plan B haben, dh. sich vorher überlegen, wenn es nicht klappt, darf ich das Tier zurückbringen..ist das vorher besprochen ...oder habe ich gar die Möglichkeit ein zweites Becken aufzustellen. Wenn dieser Druck des es muss klappen , wegfällt ist viel gewonnen.

      Auch die Zeit, wielange am TG wird oft diskutiert..hier gibts zwar ein Zeitfenster würde ich sagen...bei einem noch nicht geschlechtsreifen Jungtier zw. 1 und 4 Tagen..ganz grob..bei Erwachsenen Tieren zw. drei Tagen und zwei Wochen....(so lange wirklich nur, wenn viel Platz für jeden und viel Abwechslung vorhanden ist. ) Scheue Tiere brauchen manchmal etwas länger. oder verunsicherte Tiere, die oft als agressiv abgestempelt werden, was sie nicht sind.

      Dann zu den Punkten nochmal von oben...
      also 3 bis 4 Wochen ist sehr wage. Klar manchmal müssen meine Rennmauskäufer auch sogar sechs bis sieben Wochen warten , wie jetzt gerade, weil ich eben erst einen sehr jungen Wurf habe..da gehts nicht anders. Und keine Rennmaus wird versterben weil sie mal ein paar Wochen alleine ist.
      Aber ich habe selbstverständlich auch schon Tiere abgegeben..da war die Rennmaus erst vor ein paar Tagen verstorben, ich hatte zufällig, ein geeignetes Jungtier..und dass hat genauso gut geklappt.

      Wo ich zustimmen würde, wenn jemand bei seinen Tieren eine sehr starke Beisserei hatte..mit Verletzungen und muss die Tiere trennen und neu vg. Da sollten wirklich besser ein paar Wochen ins Land gehen. Denn die Tiere müssen den Schock erstmal verdauen und zur Ruhe kommen.

      Bei einem Jungtier wo das Alttier verstirbt, würde ich mal ehrlich keine 3 bis 4 Wochen warten wenn es irgendwie anders geht. Finde ich zu lange.

      Dann noch zum Punkt der Geschlechtsreife. ..kann man zwar so ungefähr sagen wann dass ist, ..aber und da grosses aber...in dem Moment , wo der Renner noch in einem Familienverband lebt mit Eltern und Geschwistern, zieht sich dass nach hinten raus. Man kann dass z.B bei den jungen Männchen sehr gut beobachten. Sind es mehrere in einem Wurf, sind die Hoden vielleicht bei einem..dem dominantesten in der Gruppe schon recht gut ausgebildet, bei anderen sieht man fast nicht dass es Männle sind so unterdrücken die ihre Geschlechtsreife, weil der Papa eben dominant über die Söhne herrscht, und dann kommt noch das stärkste der Geschwister.
      Wenn also jemand kommt , der ein Tier zur vg möchte, dann gebe ich z.b.- dieses dominante Jungtier mit einem Geschwisterchen am liebsten ab...und die anderen, die sich noch zurückgezogen haben können ruhig auch mit 11 oder 12 Wochen ausziehen und zu einem Alttier vg werden. Das hat niemals Probleme gemacht.

      Bei Weibchen ist das nicht so einfach zu erkennen, wenn, dann am Verhalten. Aber da gebe ich eben gerne dann zw. 8 und 11 Wochen ab.

      Selber habe ich am Wochenende ein Männchen zur Zucht geholt, sieben Monate, also eigentlich körperlich und geistig ausgewachsen.
      Als ich ihn das erstemal sah, habe ich ihn auf höchstens 12 Wochen geschätzt..so klein war er, halb so gross wie meine ganzen Männchen.
      Das kam dadurch..er sass mit Papa und Brüdern immer noch zusammen im Familienverband..war einer der devoten Tiere und hat das "Erwachsenwerden " unterdrückt. man kann es nur so ausdrücken.

      Hier bei mir mit dem Mädel zusammen, die VG hat nur ein paar Stunden gedauert weil er sich eben sofort angepasst hat den so hat er es gelernt.
      Er auch hier sein Verhalten schon in den paar Tagen geändert vom aktiv sein her und vom Sebstbewussstsein. Mir kommt es auch so vor, er ist schon gewachsen...und ich gehe auch jede Wette ein, in vier Wochen hat er die Grösse von meinen Zuchtmännchen erreicht, denn sein Papa ist auch ein Brummer. Also man kann sagen, er wurde von Papa und anderen Geschwistern "kurz" gehalten..und jetzt hat er heute das WEibchen gedeckt..was normal nie so schnell geht....

      Dass soll nur zeigen, die Entwicklung der Renner hängt von vielen Faktoren ab. Zooladentiere, die meist mit fünf Wochen weg von den Eltern kommen und mit anderen Jungtiern zusammensitzen entwickeln sich viel schneller. Nicht umsonst bekommt man wenn man Pech hat schwangere Weibchen verkauft, die gerade mal 12 Wochen sind.
      Dann noch zu dem Punkt..wenn man sich eine neue Maus holt, erstmal alleine sitzen lassen. ..Da bin ich dafür, wenn man auf Nummer Sicher gehen möchte, und eine kotprobe vorher machen möchte...dann wäre es besser erstmal getrennt zu lassen, dass sich die Tiere nicht gegenseitig anstecken.

      Da muss ich aber von mir selber zugeben, wenn ich jetzt mit meinen Tiere vergesellschafte, dann hole ich sie aus dem Familienverband raus, und setze sie mit dem Partner direkt ans Gitter. Ich halte sie nicht noch extra in einem Becken.

      Bei meinen Rennmauskäufern mache ich da auch keine Vorschriften, auch wenn ich sonst sehr ausführlich berate. Aber ich sage nicht, ihr müsst jetzt das Jungtier, dass es sich etabliert drei Tage extra setzen. hat auch glaube ich in dreissig Jahren nie jemand gemacht. Geklappt hats trotzdem immer.
      Im Gegenteil, wenn ich mal ein junges Männchen zur VG abgebe, dass wie neulich noch mit mama und Geschwistern hier sass...(Papa war schon draussen)..da roch der Kleine eben nach geschlechtsreifen Weibchen. Was für eine Freude für den Altbock, der hat sich gar nicht mehr einbekommen..denn er dachte ja ..leider ja falsch gedacht.... ..auf der anderen Seite sitzt jetzt ein Mädel... Hat er jetzt dann schon geblickt, dass es keins war, aber er hat den Kleinen doch gleich toll adoptiert. So kann man dies mit dem fremden Geruch auch nicht pauschalisieren.
      Und wenn es jemand so handhabt, erstmal drei Tage extra setzen, gut, soll er es so machen...wie gesagt, wenn es den Rennmaushalter so beruhigt, alles gut.
      So könnte man zu dem Thema VG so vieles schreiben, und mein Wunsch, wie ich oft schon geschrieben habe, dass die Züchter besonders, den Käufern im Vorfeld mal alles Wichtige dazu erklären, nicht erst hinterher, wenn etwas schief gegangen ist. und wenn was nicht klappt, dass sie dann eben auch gleich angeschrieben werden zur Beratung, denn sie kennen ihre Tiere ja schliesslich am Besten .
      Und wenn es dann eben mal nicht klappt mit der Vg, weil beide Tiere im schwierigen Alter und nicht zusammenfinden, dann ist dies auch kein Weltuntergang und beim nächstenmal klappt es dann.

    • edit smurf79: Allgemeine Diskussion zum Thema Kleinraum oder nicht aus diesem Thread hierher verschoben.

      Ich nehme das anders wahr - früher waren die Empfehlungen in meinen Augen vielfältiger und differenzierter, da mehr User ihre selbstgemachten Erfahrungen geteilt haben, wodurch einzelne Meinungen und Erfahrungen eben auch relativiert wurden.
      Außerdem herrschte ein entspannter Umgang mit VGs bzw. wurden VGs weniger "dramatisch" dargestellt, was meiner Meinung Kreativität bei problematischen VGs eher gefördert hat als es heute der Fall ist.

      Darin, erprobte und gut funktionierende Methoden aufzugeben, nicht mehr darüber zu informieren und jedem, der sie von irgendwoher empfohlen bekommen hat, sofort davon abzuraten, sehe ich keinen Fortschritt, sondern einen Verlust.

      Ich denke, die Unsicherheit, die Angst und der Frust, die heute weitaus mehr Rennerhalter als früher kommunizieren, sind zu einem nicht geringen Teil die Folge davon, wie hier im Forum mit diesem Thema umgegangen wird, welche Erwartungen, wie eine VG laufen sollte, bei Ratsuchenden und sonstigen Lesern geweckt werden und was alles als gravierender Fehler dargestellt wird.

      Was für die Renner weniger Stress bedeutet, kürzere VG-Zeiten mit weniger Platz und ohne Ausstattung oder längere Zeiten auf ebenfalls begrenztem Platz mit begrenzter Ausstattung mit ggf. mehreren Versuchen und langsamem Größersetzen kann niemand von uns hier beweisen.

      Für mich erscheint es logisch, wenn das Problem bei einer VG ist, Renner springt weg oder Renner geht dem neuen Partner stundenlang aus dem Weg, den Platz soweit zu verkleinern, dass der Renner dieses Verhalten unterläßt, denn erst dann können die Renner sich als Gruppe zusammenfinden.
      In der Praxis hat sich das bei mir bisher bewährt, während mehr Platz zu geben, bevor die Renner sich mehr oder wenig einig waren, sich bisher jedesmal, wenn ich es versucht habe, als kontraproduktiv erwiesen hat.

      Andere sehen das anders.

      Du hast den Eindruck, man läßt sich mehr auf die Tiere ein, mir erscheint es eher so, dass in vielen Beiträgen menschliches Denken und Empfinden auf Renner projiziert wird und die emotionalen Bedürfnisse der Halter im Mittelpunkt stehen.

      Mir liegt daran, dass jemand, der fragt, beide Seiten zu hören bekommt - am besten ohne Totschlagargumente wie "gesunder Menschenverstand" und Betroffenheitssmileys - und sich dann entscheiden kann, was er versuchen möchte und ob er z.B. nicht mal beides, wenn etwas nicht rund läuft, während eines Zusammensetzversuchs/zeitnah (nicht erst am nächsten Tag) versuchen möchte.
      So, wie es jetzt ist, erscheint es mir unfair.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von smurf79 ()

    • susu schrieb:

      Außerdem herrschte ein entspannter Umgang mit VGs bzw. wurden VGs weniger "dramatisch" dargestellt, was meiner Meinung Kreativität bei problematischen VGs eher gefördert hat als es heute der Fall ist.

      susu schrieb:

      Ich denke, die Unsicherheit, die Angst und der Frust, die heute weitaus mehr Rennerhalter als früher kommunizieren, sind zu einem nicht geringen Teil die Folge davon, wie hier im Forum mit diesem Thema umgegangen wird, welche Erwartungen, wie eine VG laufen sollte, bei Ratsuchenden und sonstigen Lesern geweckt werden und was alles als gravierender Fehler dargestellt wird.
      Das sehe ich genauso! Viele machen sich selber ganz verrückt und sind viel zu unsicher - da trägt man dann leider auch irgendwie selber zum Missgelingen bei.

      susu schrieb:

      Darin, erprobte und gut funktionierende Methoden aufzugeben, nicht mehr darüber zu informieren und jedem, der sie von irgendwoher empfohlen bekommen hat, sofort davon abzuraten, sehe ich keinen Fortschritt, sondern einen Verlust.
      Das ist/war auch nicht mein Ziel. Ich finde nur, dass man eben auch der (neuen) Großraummethode eine Chance geben sollte. Und gerade weil man diese früher überhaupt nicht gemacht hat, sondern fast nur mit möglichst kleinem Raum vg hat.


      Schön, dass die VG jedenfalls hier geklappt hat! Auf eine lange Gemeinschaft :thumbup: