Duprasis Blubberthread

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    • Hallo Andreas,
      schön dich hier zu haben - ich finde deinen Beitrag sehr gut, weil realistisch, ehrlich und kompetent !
      Sicher gibt es sehr unterschiedliche Ansichten zur Haltung von "Haustieren" aber ich bin auch der Meinung, dass man nicht alles glauben muss, was mal irgendwann Jemand aufgeschrieben hat und alle Anderen nachplappern.
      Besonders interessant ist für mich deine Haltung im unbeheizten Gebäude. Das ist sicher ein Wagnis und ich könnte mir vorstellen, dass du deshalb noch etwas hier zu lesen bekommen wirst. Aber realistisch gesehen - und vor allem wenn man sich einfach nur mal die Klimatabelle der Herkunftsländer anschaut - ist es nicht normal, Tiere die bei solch extremen Bedingungen in der Natur leben, hier ganzjährig bei Zimmertemperatur zu halten.
      Mich würde interessieren, ob sich die Tiere bei dir auch im Winter vermehren oder ob die Fortpflanzung, wie in der Natur auch, nur in den wärmeren Monaten erfolgt ?
      Über meine Haltung hab ich mich ja hier schon ergiebig ausgelassen - nur eines noch nicht veraten.
      Meine Fettis leben mit einem Teil der Eurasischen Zwergmäusen in unserem Wintergarten.
      Der wird nur beheizt, wenn die Temperaturen unter 10-12 °C fallen und hat im Sommer locker auch mal 35/36 °C, was bisher alle Tiere gut vertragen und problemlos überstanden haben.
      Die Lampen zum Erwärmen spare ich mir, weil die Fettis sowieso tagsüber schlafen und es nachts auch keine Sonne in Marokko... gibt.
      Die Eurasis sind bei mir auch keine Sonnenbader und können sich gegenseitig wärmen, wenn die Sonne den Raum mal nicht erwärmt tagsüber.

    • traute schrieb:

      und vor allem wenn man sich einfach nur mal die Klimatabelle der Herkunftsländer anschaut
      nur ganz kurz: das kann man aber nicht mehr vergleichen, das geht vielleicht noch wenn man wenige Generationen nach dem Wildfang schaut. Allerdings haben sich die ehemaligen "Wildtiere" schon so an die Domestizierung gewöhnt, dass man sie nicht einfach ohne weiteres den vergleichbaren Umständen aussetzen kann - nur bevor einer auf die Idee kommt die Haustiere einfach mal auf den Balkon zu stellen oder so. Wenn die Tiere dran gewöhnt sind (wie auch bei anderen Tieren in Außenhaltung) ist das was Anderes.
    • Nee - ist schon klar, dass man kein Tier von Heute auf Morgen wieder an das Klima ihrer Heimat gewöhnen kann.
      Aber grundsätzlich haben die Tiere die Anlagen, sich diesen Bedingungen anpassen zu können (z.B. durch dichteres Fell) wenn man ihnen die Zeit dazu gibt.
      Äußerlich haben sich ja zum Beispiel die Fettis noch nicht wirklich domestiziren lassen, das braucht wohl noch einige Generationen und Zuchtausschweifungen.
      Außerdem wollen wir ja hier nicht wirklich die Extreme des Wüstenklimas nachempfinden - da wäre nach oben und unten noch viel Spielraum.
      Bemerkenswert finde ich es allerdings, dass meine Fetzis, jetzt abends deutlich ehr aktiv sind als im Spätsommer.

    • Ach schön auch mal einen Züchter zu treffen!

      @traute:
      Also ja ich habe natürlich auch Mongolen, die sind absolut leicht und harmlos gegen die fettis. Ich finde es auch wirklich bemerkenswert wie sehr sich deine Fettis vom aussehen her von meinen unterscheiden! Ich werde gleich mal nach Fotos suchen und sons mal welche machen. Die Mädels sind deutlich "flacher und breiter" und auch viel heller (falls das nicht nur so wirkt). Wie man sieht sind die Bilder etwas älter und auch nur von dem "umgänglicheren Exemplar". Die Bilder auf der Hand da ist die Maus ca. 1 Jahr alt.
      Ich mag die Mongolen aber die sind um einiges "zahmer" und lassen sich einfacher händeln. Meine Fettis sind allerdings auch sehr agressiv wie schon geschrieben. Ich habe bereits überlegt mal für nachts eine Nachtlichtlampe (diese blauen für Reptilien) zu installieren um den Mond nachzuempfinden und trotz Dunkelheit die Tiere noch gut beobachten zu können.

      @Andreas: Finde ich schon recht hart das du nicht eingreifst bei einer 1,2 Gruppe wenn das eine Weibchen das andere so hart attakiert das das andere verstirbt! Oder habe ich da jetzt was falsch verstanden?
      Wie viele Jungtiere gibst du so im Jahr ab?

      Die Wüstenheuschrecken bekommen meine an der Zange (aus Bambus um Verletzungen zu vermeiden), ich denke daher kommt auch die Aggression gegen alles was ins Gehege kommt, es ist also weniger aggressiv sondern mehr "Jagdverhalten". Heuschrecken gibt es 1-2 pro Tier/Tag. Und eben die Sämereien, hauptsächlich Wildsaaten. Da das INsektenfutter 50% ausmachen sollte und ich die Erfahrung gemacht habe das sich Mäusearten in der Regel nicht "überfressen".

      Guten Aaaaaabend :)

    • Hallo,

      @smurf79: Persönlich würde ich bei keiner der "wilden" Rennmausarten von Domestikation sprechen. Bei den "Mutations"Mongolen würde ich da eher zustimmen. Ich habe wilde Mongolische Rennmäuse hier in der Zucht und die sehen völlig anders aus. Nicht nur von der Farbe sondern auch von der Größe und der Kopfform. Ich stimme aber zu, dass jedes Tier individuell behandelt werden sollte. Zum Einen bietet jedes Becken einen eigenen Mikrokosmos, so dass Haltungsparameter nicht einfach kopiert werden können - zum Anderen ist es sträflich warm gehaltene Rennmäuse einfach kalt zu halten. Ich habe gerade Sundevalls Rennmäuse aus Prag bekommen und da ich die Haltungsbedingungen vor Ort nicht kennen, sind die vorerst im Haus untergebracht.
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      Grundsätzlich kann ich auch keine Fettschwanzrennmaus unter der Glühbirne beim Wärmen entdecken. Eigentlich geht es eher darum eine Tag/Nachtgefälle zu simulieren. Aktuell ist der Raum 15°C warm. Durch die Beleuchtung ist die Beckentemperatur bei knapp 18 - 20°C und in den Nestern ja noch wesentlich wärmer. Im "richtigen" Winter, hier oben letztes Jahr 2 Wochen - 10°/-15°C, sinken die Temperaturen da nachts schon auf 5°C im Raum ab.

      @eddie 28: Deine schicken Mädels sind eigentlich zu fett ;) Ist aber kein Problem von Dir, da alle älteren Tiere in der Haltung irgendwann so aussehen. Das Problem ist gar nicht die Fütterung der Tiere mit den Heuschrecken oder die Sämereien sonder die fehlenden Fastenzeiten. Der Fettschwanz ist ja eigentlich dazu da Nahrungsengpässe auszugleichen. Das heißt also, wir sollten eigentlich in den Wintermonaten gar nicht füttern, oder sehr sehr wenig. Die Körpermasse würde abnehmen, die Schwänze einfallen und die "Tierschützer" würden Dich lynchen ;);) ;).
      In einem Buch bei mir steht z.B. Nahrung besteht aus Kräutern und Landschnecken. In Gefangenschaft wird die tierische Nahrung bevorzugt. -- Ergibt sich also die Frage: Wie energiereich sind Schnecken? Weil tierisches bevorzugt wird, hat irgendeiner mal geschrieben viel tierisches und alle anderen haben abgeschrieben? Körneraufnahme wurde gar nicht beobachtet? Ich kenne mich damit aber zu wenig aus und möchte eigentlich auch nur meine Erfahrungen mitteilen und Eure hören (man lernt ja nie aus).

      Zum Kanibalismus. Da ich arbeite und die Tiere nicht im Wohnhaus gehalten werden, beträgt die Verweildauer im Rennmausraum beim normalen Füttern und Tränken ca. 30min. Während dieser Zeit (immer abends zwischen 18:30 und 20 Uhr) kommen die meisten Tiere nach dem Öffnen der Scheiben aus ihren Nestern - wenn sie nicht schon unterwegs sind. Die Fettis sind recht vorsichtig, (bis auf momentan eine aggressive Maus, die ja sofort an der Scheibe steht und in alles reinbeißt was da kommt,) so dass ich oft nur die Nasen schnuppern sehe. Wird die Scheibe geschlossen wagen sich die mutigen aus der Deckung. Hier entscheidet nur der Kontrollblick ins Becken, ist irgendwo Blut zu sehen, ob ich die Tiere weiter belästige oder nicht. An meinen freien Tagen wird das normale Futter durch Knabberäste oder Wildkräuter aufgewertet. Dann beobachte ich länger die Nahrungsaufnahme und fotografiere auch mal. Grundsätzlich wird wöchentlich eine Nistkastenkontrolle durchgeführt. Ausnahme!!! Kurz vor dem Werfen buddeln meine Fettis den kompletten Kasten ein. Wenn also plötzlich eine Ecke mit einer Megamenge Späne "versorgt" ist, större ich dort nicht weiter. Bei mir liegen die Jungtiere auch recht tief im Heunest, heißt ich kann beim Hineinschauen auch keine Jungtiere sehen, so dass ich aufs Hören oder Fühlen angewiesen bin. Bei einem dieser Kontrollen habe ich bemerkt, das Weibchen 1 die Jungtiere von Weibchen 2 geklaut hat. Das Weibchen selber war aber nicht gebissen worden oder wirkte gestresst. Ca. eine Woche später lag es abends total zerbissen tot im Becken. Insgesamt ist es recht schwierig, finde ich, wirkliche Aggression zu erkennen. Meine Tiere fiepen ausnahmslos sofort, wenn man nur in die Nähe der Versteckplätze kommt. Die Jungtiere machen auch weiter wenn ich sie in der Hand halte, was eigentlich nur beim Sexen und dem Umsetzen vorkommt. So ist es also für mich normal, wenn das Männchen sich einige Zeit nach der Geburt wieder dem Weibchen nähert und beide recht laut Fiepen. Während der Paarung gehört das IN DEN SCHWANZ BEISSEN wohl irgendwie dazu, so das kleine blaue Flecken öfter zu beobachten sind. Richtige Wunden habe ich noch nicht gesehen. Deshalb war ich auch etwas erstaunt, als ich einen Mann mit einem halben Schwanz entdeckte. Ich habe es noch nicht fotografiert, aber versuche es demnächst.
      Wenn die Jungen anfangen auch am Tage viel rumzulaufen und dauerhaft zu quiecken, also irgendwie nervöser werden, trenne ich sie von den Eltern, da ich dann das Gefühl habe, dass sie gestresst sind.

      Zur zweiten Frage: Die kompletten Zahlen der Jungtiere müsste ich nachschauen, aber als Beispiel. Ich habe zum Kleinsäugerseminar im September 8 Tiere mitgenommen und jetzt nach Prag 14 Tiere mitgegeben. Grundsätzlich kannst Du aber damit rechnen: 4 bis 5 Jungtiere pro Wurf bei 4 Würfen im Jahr = 16 Jungtiere pro Paar - bei 4 Paaren = 64 Fettschwanzrennmäuse theoretisch. Und da sagen alle immer - es gibt keine zu kaufen ;) Im Frühjahr ist ein Schwung nach Kanada gegangen und wenn ich nach HAMM fahren würde, gingen die auch nach Spanien und England.

      Ich habe mal 2 Bilder der Becken angehangen. In der Voliere sitzen momentan 1,3 Buschschwanzrennmäuse.

      Gruß Andreas

    • @tramp;

      Also erstmal finde ich deinen Terrarienanlage toll. Hätte auch gerne so nen eigenen Raum für die Mäuse wo ich mir Terras bis zu Decke hinstellen kann *schwärm*.

      Von was für einem Buch redest du denn da? Also ich halte es für überholt die Tiere lange Zeit fasten zu lassen. Insekten gibt es bei mir täglich. Saaten einmal die Woche. Wasser jeden Tag natürlich. Eine kleine Schlägerei mit "blauen Schwänzen" hatte ich auch einmal aber das wars zum Glück dann auch. Erfahrungsgemäß werden die Insekten recht gut angenommen (1-2 Pro Maus), die Saaten sind allerdings der Hit bei den Tieren. Also sobald er Trockenfutter gibt sind die Heuschrecken abgeschrieben, ich denke also nicht das die Tiere lediglich Insektenfresser sind. Das tierische Eiweiß würde allerdings besser im Hinblick auf Kannibalismus kommen. DAs sieht man ja bei anderen Arten ganz deutlich (Knirpsmaus, Streifengrasmaus) welche sich bei zu wenig tierischem Eiweiß gegenseitig "anfressen". Ich halte also Eiweiß in Form von Insekten schon für wichtig.

      Wo kommst du denn her? Vielleicht sind wir ja nicht so weit entfernt :D

      Eine Fastenzeit habe ich noch nicht eingeführt, wohl aber beobachten können, dass die Tiere selbst Futterpausen einlegen und dann auch für "schlechte Zeiten" bunkern und dies auch vornehmlich nicht anrühren.
      Auch haben meine Tiere eine Toilette eingerichtet und ebenso einen Vorratsspeicher und eine Schlafkammer. Bevorzugt schlafen sie mithin eingebuddelt unter einem "Reptilienfelsen".


      @traute: Hast du deine kleinen Babys schon vermittelt bekommen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eddi28 ()

    • Hallo Eddie28,
      ich habe nicht gemeint, dass wir in der Haltung lange Fastenzeiten einführen sollten, sondern dass die Fettis von ihrer Anatomie her lange Fastenzeiten in der Wildnis durchleben.
      Ich füttere die ja nun genau anders herum. 6 Tage Sämereien und nur einmal wöchentlich Insekten. Aber sobald irgendwo im Becken Futter rumliegt, füttere ich nicht oder weniger. Denke, wie auch bei anderen Säugetieren, das Übergewicht gesundheitlich nicht so optimal ist.

      Das Buch ist keinHaltungsbuch sondern ein Nachschlagewerk aus dem NTV Verlag "Atlas der Säugetiere Europas, Nordafrikas und Vorderasiens" von Grimmberger, Rudloff und Kern. Dort werden die Säugetiere kurz vorgestellt. Bei den Fettis steht, das Beobachtungen in Lybien als Nahrung Kräuter und Landschnecken ergeben hat. Muß ja nicht heißen, das sie wo anders im Verbreitungsgebiet nichts anderes fressen.

      Komme aus Stralsund - also am A... der Welt o d e r wohne da, wo andere Urlaub machen ;)

      @traute: Habe gestern vergessen Deine Frage nach der Fortpflanzung zu beantworten - Meine Mäuse pflanzen sich auch im Winter fort - jedenfalls hatte ich eine Geburt auch am 27.12.2014.
      Dieses Jahr waren es insgesamt 55 Jungtiere, wovon die letzten 11 am 27.10. (6 Jungtiere) und 10.11. (5 Jungtiere) geboren wurden. Alle 4 Paare hatten Jungtiere, die jüngeren nur 1 bzw. 2 Würfe.

      Gruß Andreas

    • In Mammals of Africa (2013) schreibt David C. D. Happold, dass die Fettschwanz-Rennmaus ein Allesfresser sei und sich hauptsächlich pflanzlich ernähre. Detaillierte Informationen zur Ernährung seien nicht verfügbar. Neben den im Atlas der Säugetiere Europas, Afrikas und Vorderasiens (2009) genannten Gattungen Anabasis und Artemisia gibt es dort auch noch Verweise auf Colocynthis vulgaris und Hyoscyamus niger. Die Vermutung, dass Landschnecken gefressen werden, bedürfe noch einer Bestätigung. In Gefangenschaft solle die Gabe von Fleisch die Fortpflanzung fördern.

      EDIT: Nicht, dass das wirklich eine Rolle spielt, aber die Vermutung, dass Landschnecken gefressen werden, geht auf Beobachtungen in Libyen zurück; das mit den Kräutern basiert auf Untersuchungen in Ägypten (Anabasis und Artemisia) bzw. Algerien (Colocynthis vulgaris und Hyoscyamus niger).

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Torben* ()

    • Wow - hier war ja richtig was los - wenn man mal nicht rein schaut :thumbsup:

      @Eddi28 - Du hast Recht - deine Fetzis sehen irgendwie gelber aus als meine - kann nicht sagen dass sie heller sind aber anders.
      Aggressiv wirkt das Tierchen aber auf dem Foto garnicht, ehr ganz cool. Aber du hast ja geschrieben dass das Foto schon etwas älter ist.
      Tolles Video auch - so kenne ich meine ebenfalls. Schnell zuschnappen und in Sicherheit bringen.
      Bei mir gibt es Heuschrecken (eingefrohrene) auch bis zur Aduldgröße, nur von denen bleiben dann immer die Flügel übrig.
      Lebendfutter gibt es fast täglich - große Favoriten sind zur Zeit Heimchen und Strppengrillen, die mögen sie lieber aus die Heuschrecken.
      Wenn es Bananenschabenlarven gibt, gebe ich diese in einen Napf mit hohem Rand zum selber fangen.
      Heimchen werden einzeln und lebend in kleinen Bechern gereicht, wo die Maus wie ein Stöpsel genau rein passt und das Heimchen nicht mehr raus kommt.
      Was bisher keiner von euch erwähnt hat - gebt ihr kein Gemüse, Salat, Grünzeugs ?
      Meine Mögen Chicoree sehr gerne. Außerdem habe ich mir eine Golliwong-Pflanze (Futterpflanze aus der Terraristik) angeschafft.
      Die wächst wie Unkraut und schmeckt ganz gut.
      Wasser trinken meine Mäuse farst nicht - habe bisher nur die Muttimaus während der Säugezeit trinken sehen.

      @tramp74 - Danke für die Auskunft zur Wintervermehrung.
      Ich staune trotzdem, dass es nur 4 Würfe im Jahr pro Paar gibt, weil ich befürchtet habe, wenn man sie nicht trennt, folgt ein Wurf auf den anderen.
      Die Sache mit den Wurfhäuschen einbuddeln kenne ich. Meine Muttimaus hat fast den ganzen Sand aus 100x50cm (ca. 15 kg) um das Häuschen gehäuft und ihre Kinder wirklich 4 Wochen nicht raus gelassen.

    • @torben: Danke für die ergänzenden Erläuterungen!

      Für mich stellt sich jetzt natürlich die Frage: Wenn im natürlichen Habitat die pflanzliche Nahrung bevorzugt wird, warum glaubt dann die Masse der Halter, dass die Fettis viel tierisches brauchen? Genauso, um noch mal auf Kanibalismus zu kommen, halte ich das fehlende Wasser viel wahrscheinlicher für Kannibalsimus als Eiweißmangel. Meine Knirpsmäuse damals, haben auch nur gelegentlich Insekten bekommen - ohne Kannibalismus.

      @traute: Leider kann ich Dir nicht mit ruhigem Gewissen zustimmen, was die Häufigkeit der Würfe im Jahr angeht. Das mit den 4 Würfen war nur ein Beispiel und bei meiner Haltung darfst Du die Zeit bis zum ersten Wurf nicht vergessen. Beispiel: mit 2 Monaten von der Mutter getrennt und zügig vergesellschaftet um Beißereien/Rangeleien im Alter zu vermeiden. Klappt immer optimal, da sie in diesem Alter noch kuscheln wollen und somit sofort den Kontakt zum anderen Tier suchen. Dann ca. 2 Monate später der erste Wurf. So haben sie jetzt 8 Monate Zeit für die Fortpflanzung bevor ich sie aus der Zucht nehme. Sind also schon 5 Würfe.
      Bei meine 55 Nachzuchten von diesem Jahr sind von einem Paar 6,6,6 Jungtiere (also 3 oder 4 Würfe), zweites Paar (das älteste) 7,9,6 (4 oder 5 Würfe), drittes Paar 1,3 (1 Wurf) und viertes Paar 3,3,5 ( 2 Würfe)

      Da ich natürlich gerne immer wieder fremdes Blut in meine Zucht integrieren möchte, würde ich ein Nachwuchstier von Dir erwerben. Kannst Dir ja mal überlegen, ob Du das willst - nun wo Du meine Haltungsform kennst. Ich fahre im Februar nach Karlsruhe zu einer Jahreshauptverammlung. Von Stralsund über Hamburg Bremen Dortmund usw. Vielleicht liegt ja irgendetwas in Deiner Nähe.

      Gruß Andreas

    • Schöne Reiseroute - aber ich wohne ganz woanders, mitten im schönen Thüringen.
      Nichts gegen deine Haltungsart, du bist Züchter und dort erwarte ich nicht, dass man Tiere bis zu deren Ableben behält.
      Man muss da eben differenzieren, ein Züchter zieht in der Regel nicht nur zum Zweck der Arterhaltung nach, sondern hat eben noch andere Ambitionen, ist o.k.
      Ich wüsste meine Tierchen gern in einer Hand, wo sie alt werden können (was mir natürlich niemand garantieren kann und wird).
      Ich tu mich selbst auch schwer damit Tiere abzugeben, die ich nicht in der Zucht gebrauchen kann.
      Ich habe mal Hunde gezüchtet und unter den 3 Hündinnen die ich bis vor kurzen noch hatte, waren 2 die nie einen Wurf hatten, trotzdem hab ich sie beahlten - sehr uneffektiv aber gut für das Gewissen.

      Was machen wir nun mit dem Thema Lebendfutter ?
      Ich hätte nichts dagegen, wenn ich meine Fetzis guten Gewissens nur 1 mal pro Woche mit Lebendfutter versorgen müsste, würde meine Futtertierzucht enorm verkleinern.
      Außerdem hab ich auch Bedenken, ob diese Körnerfresserei wirklich Artgerecht ist. Wo finden die wohl in der Wüste Hirse und Saaten ?
      Wie handhaben das denn die anderen Halter und Züchter mit denen du in Kontakt bist ?

    • hallo, andere Züchter?????? Ich kenne jetzt Dich - und Du wirst wohl nicht noch einmal züchten. Dann gab es da mal jemanden in Berlin, der hat vor 6 Monaten aufgehört (kein Absatz) Körnerfutter. Dann gab es da mal einen aus dem Raum Hannover. Das letzte Tier wird gerade verschenkt (kein Absatz) Körnerfutter. Dann gibts eine Züchterin, die die Tiere mit Körnerfutter ernährt aber eher in kleinen Becken hält.
      Innerhalb der BAG Kleinsäuger halten die Zoos in Moskau, Pilsen und Prag welche. Auch 2-3 Privathalter haben 2014 gemeldet, aber inzwischen aufgegeben.
      Also ich züchte noch - nur für mich ;)
      Grundsätzlich wird oft gutes Katzentrockenfutter als Ersatz angeboten. Ich selber nutzte bei Stiemengrasmäuse auch Igeltrockenfutter (im Napf zur freien Verfügung). Unsere Europäischen Zwergmäuse im Zoo werden ganzjährig draußen gehalten und mit einer Körnerkatzenfuttermischung ernährt - nur mal so nebenbei.

      Ich gehe davon aus, das Tiere in Wüsten-/Steppengebieten jedes Insekt, welches sie erwischen auch erbeuten. Aber fliegen wirklich täglich Heuschrecken über die Sanddünen und schafft eine eher ungelenkige Fettschwanzrennmaus auch diese zu erbeuten? Wohl eher nicht.

      Ich gebe ja bei mir nicht nur kleinkörnige Sämereien, sondern eher ein Futter für große Rennmäuse ( sind auch große Sämereien und Pellets drin) gemischt mit hochwertigem Hamsterfutter. Dieses hat einen hohen Proteingehalt.

      Zu Deiner Frage nach dem Grünfutter: ich gebe Wildkräuter (Vogelmiere, Löwenzahn, Wegerich) , Weidenäste mit Blätter, Eisbergsalat, Chicorre und natürlich Heu zur freien Verfügung. Das Gemüse bei uns geht hauptsächlich an die Cururos und die wilden Goldhamster. Der Rest wird dann an alle Rennmäuse verteilt (aber eher selten).

      Ich tendiere zur nicht so häufigen Gabe von Insekten (vielleicht 2mal wöchentlich).
      Gruß Andreas

      PS: Ach ja, kann verstehen wenn Du die Jungtiere lieber behälst.

    • Ich kenne da doch noch einen Züchter, von dort habe ich mein Männlein : Nagerwelt Vogtland (hatte ich bereits erwähnt).
      Dort ist es ähnlich wie bei dir - nur etwas weitläufiger.
      Meine Weibchen sind auch von Jemandem der regelmäßig Nachzuchten hatte und letztens hatte ich eine Nachfrage von einer Dame, die auch züchten wollte, der hab ich aber aus diversen Gründen meine Tiere nicht gegeben.
      Also bist du doch nicht ganz der Einzige und wirst sicher woanders "frisches" Blut bekommen - bitte nicht sauer sein.
      Als Züchter würde ich mich nicht bezeichen - zumindest nicht bei den Fettis, ein Wurf macht noch keinen Züchter.

      Eine meiner Linien der Eurasischen Zwergmäuse stammt ebenfalls aus einem Zoo mit Freilandhaltung - ist für die ja auch angemessen, nur die Überlebensrate ist dann schon deutlich niedriger als bei gemäßigten Temperaturen.
      Meine Zwerge bekommen mehrmals pro Woche gesund ernährte Mehlwürmer - die Fettis mögen diese leider garnicht.
      Auch an Soldatenfliegenmaden gehen beide Arten nicht ran wo die doch so gesund sein sollen ...

      Meine Mäuse bekommen auch mal einen Maiskolben an dem sie sich mehrere Tage vergnügen können - ist sicher auch nicht Artgerecht, nur leider bekommt man, die als Nahrung von Fettis in der Natur aufgenommenen Pflanzen hier nicht zu kaufen und Beifuss als Ersatz mögen meine Dicken nicht wirklich.

      Mir scheint, dass wir die anderen Teilnehmer hier langsam an die Wand quatschen - wo seid ihr denn alle ?? ?(

    • Ja, sicher gibt es noch einige Züchter - nur melden die sich nie öffentlich. Wenn ich regelmäßig die diversen Online-Börsen nach exotischen Rennmäusen durchsuche - Fehlanzeige. Vielleicht gehen die Jungtiere über Vorbestellung auch immer sofort weg.
      Dachte bisher auch das die Shawrennmaus komplett aus Deutschland verschwunden ist - bis auf die alten Restbestände. Nun lese ich hier, das einige Tiere erst wenige Monate alt sind. Wo stecken denn da die Züchter?

      Hier noch Bilder von den derzeitigen Jungtieren:



      und der Mama:




      und was ist denn DAS



      genau - Rote Beete Urin

      Gruß Andreas

    • tramp74 schrieb:

      Dachte bisher auch das die Shawrennmaus komplett aus Deutschland verschwunden ist - bis auf die alten Restbestände. Nun lese ich hier, das einige Tiere erst wenige Monate alt sind. Wo stecken denn da die Züchter?
      Auch wenn es etwas OT ist, aber einige, sowie auch meine, der hier vertretenen Shaws kommen von einer Züchterin, die meines Wissens nur einen Wurf hatte. Sie hat aktuelle auch noch Abgaben, auch hier inseriert.
      Ob es noch andere Züchter kann ich dir nicht sagen, aber ich hoffe, dass mir meine Mia lange erhalten bleibt und ich nach ihr noch eine Shaw für mich finden werde.

      Alles rund um Rennmäuse: Die Info-Seiten

    • tramp74 schrieb:



      und was ist denn DAS




      genau - Rote Beete Urin

      Gruß Andreas
      Das sieht verdammt nach Schlachtfest aus - wäre dann aber im getrockneten Zustand nicht mehr so schön rot 8o
      Freut mich, dass die Dicken auch Rote Beete mögen - vielleicht macht sie das für meinen Mann sympathischer (gleiches Interesse).
      Meine Fettis hatten jetzt 2 mal Chinakohl, läuft gut bei denen.

      Ich denke, ich werde das mit der Ernährung ähnlich halten wie eddi28 - schließlich hat sie ja die ältesten, hier vertretenen Duprasis, und das ist doch der beste Beweis für eine gute Ernährung.
      Nur bei mir wird es weiterhin viele Kräuter, Pflanzen und Gemüse geben und nicht ganz jeden Tag Fleisch.
    • So ich beteilige mich auch mal wieder :D
      Schau hier irgendwie nicht so oft rein....

      Frischfutter wird bei mir meistens verschmäht, da sind die Fettis äußerst eigen...es gibt mal Petersilie und Dill ab und zu auch mal nen Stückchen Paprika, der Rest bleibt in der Regel liegen oder wird weggeschleppt und nie wieder angerührt. Dann muss ich immer alles durchschauen das nichts schimmelt und das ist recht schwer, weil die beiden so bissig sind...

    • Hallo eddi28 -schön, dass du wieder da bist 8o

      must du wirklich alles nicht gefressene wieder aus dem Terra entfernen ?
      Ich meine, hast du jemals etwas angeschimmeltes gefunden ?
      Ich lasse die Gemüse - Kräuterrester einfach liegen, weil sie eintrocknen ohne zu schimmeln und die Fettis sie dann, wenn sie wollen als
      Trockengemüse oder Heu fressen können. Bei dem trockenen, luftigen Klima in meinen Terras ist mir noch nie etwas geschimmelt.
      Einziger Nachteil - es sieht immer aus, wie bei Hempels unter dem Sofa, vor allem im Sandteil.