Zähne ziehen lassen- Maus endgültig ohne Schneidezähne?

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    • Zähne ziehen lassen- Maus endgültig ohne Schneidezähne?

      Hallo,
      wie manche bereits wissen, hab ich vor ca. 2 Wochen ein Rennerbock auf katastrophaler Haltung befreit. ER hat allerdings keine oberen Schneidezähne mehr. Erst dachten wir, die seien bloß rausgefallen und würden wieder nachwachsen. Da nach 14 Tagen aber immer noch nichts gewachsen ist und wir gerade heute nochmal kürzen lassen mussten, hat der Tierarzt gesagt, dass man die besser ziehen sollte. Sonst müsste er eben alle 2 Wochen zum kürzen kommen und fressen kann er so nur schlechter. habt ihr Erfahrungen mit Mäusen ohne Schneidezähne? Wie füttere ich denn dann die Maus. Im Moment bekommt er halt als Päppelmischung gemahlene Haselnüsse,Haferflocken und Pinienkerne. Babybrei findet er nicht mehr so lecker. Allerdings ist das ja alles nur zum kurzfristigen Päppeln gedacht und deckt nicht alle Bedürfnisse. Das Futter klein zu mörsern ist total fehlgeschlagen... Gibt es irgendeine fertig Pulvermischung die man Mäusen auf Dauer verfüttern kann ?
      Liebe GRüße

      Vegetarier sind grausam! Ich meine, ein Schwein kann ja wegrennen, aber so ein Salat?

    • Hallo Tusnelda,

      seit Anfang des Jahres hat eines meiner Mäuschen das selbe Problem. Die oberen Schneidezähne sind ausgefallen und nicht mehr nachgewachsen.


      Tusnelda schrieb:

      Sonst müsste er eben alle 2 Wochen zum kürzen kommen

      Alle zwei Wochen die Zähne zu kürzen kommt mir sehr Spanisch vor! Ich gehe mit meiner Nase alle 8-9 Wochen zum Kürzen und das ist ausreichend. Die Ärztin schneidet die vorderen Zähne immer so kurz wie möglich ab (ohne natürlich Schaden anzurichten), damit die Kürzungsintervalle so lang wie möglich sind. Idealerweise benutzt der Arzt dazu eine art Seitenschleifer, mit dem die Zähne ohne Druck auf die Wurzeln einfach durchgeschnitten werden. Leider ist das ohne Narkose nicht bei jeder Maus möglich. Bei meinem musste bisher ab und an auch schon mit der Zange abgeknipst werden, da der Gute absolut nicht stillhalten wollte. Bisher hat er mit dem regelmäßigen Kürzen keine Probleme.


      Tusnelda schrieb:

      Wie füttere ich denn dann die Maus.
      Meine Nase bekommt zusätzlich zum normalen Futter noch geschälte SBK, geschälte Kürbiskerne, Haferflocken sowie Gemüsebrei und gemalene/ gehackte Nüsse. Wenn man frisches Gemüse recht klein schneidet, nimmt er es auch gerne. Getrocknete Mehlwürmer sind auch sehr begehrt. Viele Nüsse kann man auch einfach plattquetschen, dann werden sie gerne genommen.

      Tendenziell kann er in der Mitte des Kürzungsintervalls am besten fressen. Direkt nach dem Kürzen und wieder kurz vorher hat er am meisten Probleme mit dem Fressen. Ausschließlich Brei und Gemalenes zu füttern, finde ich nicht der richtige Weg. Die Nasen können durchaus das ein und andere noch normal kauen und Kerne knacken. Manche sind zu faul dazu oder stellen sich zu doof an, aber es geht durchaus wenn sie den Bogen raus haben. Selbstverständlich muss man schauen, dass die Maus immer leicht zu fressendes hat, doch deshalb würde ich das normale Körnerfutter nicht vollständig weglassen.

      Wie es mit dem Zähne ziehen aussieht, kann ich nicht sagen. Das hat meine Ärztin nicht vorgeschlagen.

      Grüße

      Kata
    • auch bei Kanninchen kommt es öfters mal vor, dass Zähne sehr sehr schnell nachwachsen..und da geht man eben bei uns dazu über, die gegen Zähne auch zu ziehen., einfach weil es sehr stressig ist, besonders bei scheuen Tieren. Jede Klinik und jeder TA macht das anders, aber bei uns hatte und hat man gute Erfolge damit.

      Bei Rennmäusen ist dies ja eher seltener..aber wenn er aus so schlechter Haltung kam..wer weiss was er da zu fressen bekommen hat, und die Zähne sind so am Ende.
      Aber sei gewiss, auch ohne Schneidezähne wird er nicht verhungern. Natürlich nicht die härtesten Dinge anbieten, wie oben ja schon geschrieben steht. Du kannst mal schaun, bei rodipet.de da gibts fertige Pulverbreimischungen, die nicht für die Ausschliessliche Fütterung gedacht sind, aber eben dazu. Dinge wie zarte Haferflocken kann er locker fressen und mit der Zeit immer mehr, denn es bildet sich auch dort, wo die Zähne fehlen, wie eine Art Hornhaut.
      Also ich erinnere mich da nur gut an meine Oma..die nie ihr Gebiss reingegeben hat, weil es gedrückt hat..aber sie hat alles gegessen... :D

      ich würde das Ganze nochmal für einen Monat beobachten, also genau aufschreiben..Zähne gekürzt.. und dann nach zwei Wochen mal nachschaun..sind sie schon oben..oder ist noch Zeit. Wenn sich das Ganze auf alle sechs bis Acht Wochen einpendeln würde...gut, damit könnte man leben. Aber ist es wirklich nach zwei bis drei Wochen wieder soweit, dann würde ich den Rat des TA folgen, denn das ist ja schon arger STress. Und leider es gibt Tiere, je öfter man da die Zähne schneidet, umso mehr oder schneller wachsen sie...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von daggi47 ()

    • wenn die Rennmaus sehr ruhig ist, und Du einen guten TA hast, der es Dir zeigt, dann kannst das mit den Zähnen auch selber machen. ..soooo schwer ist es nicht, aber hier kommt es wirklich auf das Tier an. ..Bei Rennmäusen schon oft schwerer als bei Kanninchen.
      mit so einem Teil. oder den TA fragen, manchmal haben die ältere Teile liegen..die aber noch gut erhalten sind, die verschenken sie dann oder geben günstig ab..

      amazon.de/Zahnschneidezange-Za…2&keywords=zahnzange+hase

      aber jetzt würde ich erstmal genau beobachten, wie lange die Zeiten wirklich sind.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von daggi47 ()

    • Ich habe aktuell das gleiche Problem. Mir wurden spezielle Pellets empfohlen, die sich sehr gut aufweichen und zum Brei machen lassen. Wird das gefressen, besteht wohl die geringste Gefahr auf Mangelernährung.
      Bei Interesse kann ich mal den Link raussuchen.

      Ansonsten gibt es verschiedenen Flockenbrei, Gemüsebrei und auch CriticalCare-Brei. Beim Futterparadies gibt es auch eine spezielle Brei-Mischung. Die füttere ich seit letzter Woche auch noch an.

      Mit nur den unteren Zähnen kann meine Maus übrigens keine Haferflocken essen. Hirse oder zerkrümelte SBK oder KBK gehen aber bedingt.

    • Hallo,
      danke für die lieben Antworten :)Irgendwie wachsen die Zähne bei ihm super schnell. Vor zwei Wochen hat sie die Zähne wirklich sehr stark gekürzt, sodass sie eigentlich zu kurz waren. Gestern waren sie dann wieder so lang, dass sie fast in die Lippe gepiekst haben... Leider hat der Kleine auch ein Herzproblem, weshalb die häufige Narkose nartürlich ein Risiko darstellen würde. Leider hielt er schon beim Abknipsen nicht still. Beim ersten Mal hat sie die Zähne ein kleines Stück abgeknipst und den Rest abgeschliffen, weil man sonst nicht rankam. Mit dem Feilen hat es gestern garnicht geklappt. Er hat so rumgezappelt und trotz Nackenfellgriff mit Handtuch hat er den Mund und alles zu stark bewegt, dass sie geknipst werden mussten.
      Leider ist der Bock absolut Mäcklig( schreibt man das so?!). Ich hab JR Farm so einen Granivorenbrei : jr-farm.de/de/JR-FARM-Breifutter-fuer-Granivoren . den findet er auch scheußlich, mit Frühkarottenbrei nimmt er wenigstens etwas. Das Problem ist , dass er mit Haferflocken, die er selbst fressen muss nicht zunimmt, sondern weniger frisst. Er ist aktuell auf einem Gewicht von 78g (Anfangsgewicht war62 g), dennoch spürt man deutlich Knochen.
      Ich hab selbst den Eindruck, dass die unteren Zähne ihn stören. Gestern waren bei der Kontrolle klaffende Löcher oben, wo die Zähne seien sollten. Ich denke, dass das auch mit den ,noch vorhandenen, unteren Zähnen zu tun hat. Durch diese wird die Wunde gereizt. Und diese Löcher im Zahnfleisch sind wahrscheinlich das reinste Keimparadies...
      Die Ärztin meinte auch selbst, dass wir noch ein bis zwei Monate warten sollten. Wie ärgerlich wäre es denn, wenn wir die Unteren ziehen würden und dann nach ein paar Monaten die oberen doch kämen. Dann haben wir das gleiche Problem wie jetzt im Moment.
      ich bin total ratlos... Ich versteh auch nicht wie das passieren konnte. Ich mein wenn die abbrechen, dass wachsen die doch nach. Und bei manchen habe ich gelesen, dass selbt beim Ausfall die sogar nachwachsen....
      Liebe GRüße
      Rebeca

      Vegetarier sind grausam! Ich meine, ein Schwein kann ja wegrennen, aber so ein Salat?

    • beides ist Stress für ihn, wobei eine einmalige kurze Inhaltationsnarkose weniger , als so oft rausfangen und Zähne kürzen.
      Normalerweise haben Rennmäuse nachwachsende Zähne, wie viele Nager, dass ist richtig. Aber wenn z.B durch falsche Ernährung die Zähne regelrecht abgefault sind, und das Gewebe vernarbt ist, dann kommt nichts mehr nach. Klar, etwas warten könnte man noch, manchmal stossen die Zähne durch..da hat der TA Recht.

      Auf alle Fälle etwas für das Imunsystem geben, dass ist dringend nötig. Denn je stärker er insgesamt wird, desto besser für alles. Was ich immer empfehle kOrvimin, wird über das futter gestreut, oder auf Gurke, oder was er immer gerne frisst.....dann ist er mit allen Nährstoffen und Vitaminen versorgt. Der TA hat auch noch andere Imunsverstärker, und ist immer so schade..auch das schreibe ich hier oft..dass die TA dass nicht von selber empfehlen. Immer nur die Symthome behandeln, bringt auf die Dauer nichts, Gerade bei Tieren, wo man nicht so ganz genau weiss, wie sie gehalten worden sind. was sie zu fressen bekamen etc. Vielleicht nur Brotreste..gibts alles.

    • Heute war wieder meine dran zwecks Zähnekürzen. Letztes mal war vor 3 Wochen und das war dieses Mal eindeutig zu lang.

      Ich finde aber, man kann ganz gut erkennen, wann es Zeit ist zu kürzen, wenn man auf bestimmte Anzeichen achtet.

      Ich habe auch gefragt, wie sie dazu steht, die Zähne ziehen zu lassen und sie hat davon abgeraten.
      Nächsten Monat bzw Ende des Monats (je nachdem) muss ich wieder zu meiner anderen TÄin. Die werde ich dann auch nochmal drauf ansprechen, was sie dazu meint.

    • so Aufbautropfen habt mir meine TÄ so mitgegeben, hab das bloß nicht hierhin geschrieben. Das Problem ist auch, dass er irgendwie nicht weiß, wie man ein Sandbad benutzt. Er hat schon richtig fettige Strähnen im Fell... ich bin echt ratlos. Dabei lieben alle meine Renner diesen Sand!
      Liebe Grüße
      Rebeca

      Vegetarier sind grausam! Ich meine, ein Schwein kann ja wegrennen, aber so ein Salat?

    • Ein Tipp zum Selbstkürzen der Zähne: damit die Zähne nicht splittern und/oder die abgeknipsten Stücke der Rennmaus in den Mund/Rachen fallen und damit man selbst seine Finger behält: auf die Nagezähne ein Stück Kunststoffröhre (Kabelummantelung zum Beispiel) stecken. Und zwar so weit, dass genau die Schnitt-/Knipskante freiliegt. Dort kann man dann sauber kürzen ohne Splittern, denn der abgeknipste Teil hängt im Kabelmantel. So kann die Rennmaus übrigens auch nicht die Zunge plötzlich vorschieben, wenn man knipsen will. Hat bei mir bisher immer reibungslos geklappt, aber natürlich sollte das nur gemacht werden, wenn eine Selbstbehandlung sowieso möglich ist. Also, nicht bei porösen Zähnen oder anderen Problemen, die eine Tierarztbehandlung unbedingt erfordern. Das also besser immer mit dem Tierarzt des Vertrauens abstimmen.

      (Ich muss auch dazu sagen, dass ich jahrelange Erfahrung beim Kürzen von Vogelschnäbeln habe, daher habe ich es bei den Rennmaus-Notfällen, die ich bisher bekam, auch selbst übernommen. Es ist einfach stressärmer für das Tier, wenn denn nichts dagegen spricht.)

      WAS IST SCHON NORMAL HIER UND WER IST HIER KRANK?
      Eisbrecher - Verrückt
      :love:
      Informationen über andere Rennmausarten
    • Huhu,
      erstmal wird das weiterhin die Tierärztin machen, da sein Allgemeinzustand noch engmaschig überwacht wird. Leider hat er auch voll die komische Zahnform, die wie ein V auseinander geht. Er ist bei mir auch nicht ruhiger als bei der Tierärztin. Und der Weg dorthin dauert 10 Minuten :D
      Liebe Grüße
      Rebeca

      Vegetarier sind grausam! Ich meine, ein Schwein kann ja wegrennen, aber so ein Salat?

    • wenn er aber bei Dir genauso ruhig oder unruhig ist, kannst Du Dir ja im neuen Jahr nochmals Gedanken machen..ob selberschneiden in frage kommt.
      Es geht ja auch etwas ins Geld, wobei das ja immer für jeden Einzelnen relativ ist. und auch unterschiedlich von TA zu TA. Was kostet denn bei euch einmal kürzen, wenn man fragen darf....Bei uns kostet es zehn Euro..und wenn dies alle zwei Wochen wäre, immerhin zwanzig Euro...

      Klar, wenn man etwas Vorübung hat, entweder beim Krallenschneiden, oder Schnabelstutzen bei Vögeln, Hunden oder Kanninchen, tut man sich leichter...aber auf der anderen Seite, jeder hat es das erstemal gemacht. bwz. angefangen

    • Die V-Form hat meine auch :(

      Bzgl des Geldes: manche rauchen täglich ne Schachtel Zigaretten am Tag für 5 bis 7 Euro. Das ist auch (rausgeschmissenes) Geld. Da lege ich gern 20 oder 30 Euro monatlich dafür an, dass es dann richtig gemacht wird ;)
      Weiß aber, dass das viele (Familie inklusive) nicht verstehen können. Solange sie aber noch Spaß am Leben hat, werde ich das weiter machen. Der Stress zum TA ist auch wieder schnell vergessen..

    • Hallo,
      leider bemerke ich in letzter Zeit, das er gerade beim Schlafen wieder vermehrt pumpt. Ich bin unsicher, ob ich ihn so vergesellschaften kann, alleine lassen will ich ihn allerdings auch nicht. Zudem wird die Fütterung doch erschwert. Wenn der Gesunde dann alles auffrisst, hat doch der "Zahnbehinderte" viel weniger zu fressen und der fitte kugelt dann bald rum :D
      Liebe Grüße
      Rebeca

      Vegetarier sind grausam! Ich meine, ein Schwein kann ja wegrennen, aber so ein Salat?