Mama Maus jagt und beißt Jungtiere

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    • Meine Erwartungshaltung an eine/n Züchter/in ist, dass ich von ihr soziale Fellnasen bekomme, dass sie mir, wenn es mal klemmt, hilfreich zur Seite steht, mir Auskünfte gibt über die Eltern des von mir gewünschten Nachwuchses, weil meine Erwartungshaltung voraussetzt, sie hat durch Rückverpaarungen feststellen können, mit dieser oder jener Linie kann weiter gezüchtet werden.

      Gerade weil es Lebewesen sind, für die wir durch Übernahme, der Züchter durch den Verkauf, Verantwortung übernehmen, solltest du darüber nachdenken was daggi dir mehr als nachdrucksvoll rät. Auch ich bin zuweilen von der geschriebenen Wortwahl von daggi nicht begeistert und wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt, merke ich es in dem Thread auch an, aber auf stur stellen und gut gemeinte Hinweise und Ratschläge, die mehr als nützlich sind, vehement abzublocken geht gar nicht, zumal ich hier die Ausdrucksweise von daggi in diesem von dir erstellten Thread nicht kritisieren kann, da sie wie die anderen Züchterinnen u.a. Bergmaus mehr als hinweisen, wie und was Zucht eigentlich bedeutet, nämlich sakrisch viel Zeit, Arbeit und Geld bis eine soziale, gesunde Linie steht.

      Denke daran, die kleinen Fellnäschen sollen den Haltern Freude bereiten und nicht Kummer durch Beissereien mit evtl. Todesfällen.

      meint schnupperlie

      Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
    • leider wissen wir Züchter oft eben auch die Hintergründe so mancher Geschichten, die man hier nicht so ausbreiten kann.. weil man ja immer nur auf den Beitrag selber antworten kann. ABer wenn man dann halt merkt, es fruchtet so gar nicht, ist man schon sehr enttäuscht, denn ich bin die Letzte, die Anfängerzüchtern, die sich alle Mühe geben wollen , nicht weiterhilft.

      Leider denken viele Vermehrer aber, ..und das schreibe ich ganz allgemein, sie machen das doch schon ein paar Jahre, sie machen doch alles richtig, und die Käufer , bzw. die Leute , die dann Tiere von dort haben, landen dann bei den seriösen Zuchten, werden dort bombadiert mit Fragen..kommen nicht klar..und wir machen dann die ARbeit von denen, bzw. sind dann auch mit dem Latein am Ende, wenn es eben Krankheiten gib t, wenn sich Tiere permanent nicht vg lassen...und dann kommt aber vom Käufer..wir haben damals "extra" beim Züchter gekauft und nicht im Zooladen. Züchter ist kein geschützter Begriff, es gibt ja leider nichts "anerkanntes" wie Prüfungen etc.

      So ist es auch echt schwer für die Käufer, zu unterscheiden , dass ist ja das Drama. Und dass dann auch Käufer wieder in den Zooladen zurückkehren, also ich wundere mich da manchmal nicht..und das ist die eigentlich Tragik bei der Sache.

      Weiterhin, und dass schreibe ich jetzt auch mal allgemein, werden Tiere als Liebhabertiere angefragt, die dann aber für die Vermehrung herhalten. Wenn man dann nicht detektivische ARbeit leistet, und dies rausbekommt, dann kommen gute Tiere in eine solche Vermehrung werden gekreuzt mit kaputten Linien. und das ist dann ein echter Aufreger , weil ja ansich Betrug. Rein Rechtlich aber kaum zu fassen.

      Das führe ich mal so aus, um auch zu erklären, dass man manchmal da keine netten und ruhigen Worte mehr finden kann. Denn wie immer, die Tiere sind die leidtragenden am Ende.

    • Besonders schade finde ich, dass du, Tina, auf ganz normale Fragen, die ich gestellt habe, zum Beispiel, wo dein Gehege im Raum steht, bzw. wie alt genau die Maus ist, die nun so aggressiv gegen die Jungtiere ist, keine Antwort gegeben hast.

      Um richtig helfen zu könenn, bzw. Hypothesen aufzustellen, was jetzt der Grund sein könnte (danach hast du ja gefragt), sind eben manchmal auch mehr Details von Nöten.

      So zum Beispiel, wie die Wohnsituation der Tiere ist, leben sie in einem ruhigen Raum, oder Durchgangszimmer? Wie alt sind Vater und Mutter? etc.

      Zu den Dingen, die man als Züchter richtig machen sollte, wurde ja hier nun schon genug geschrieben, aber in erster Linie geht es ja nun auch hier darum, bei den vorhandenen Tieren die Situation besser zu machen, bzw. das Problem für die Jungtiere und die Mutter gut zu lösen.

      Wenn vielleicht wieder ein Wurf unterwegs ist, könnte zum Beispiel eine Umstrukturierung des Geheges (bzw. des Stellplatzes) helfen, damit die Mami-Maus nicht auch noch den nächsten Wurf verjagt, bzw. für sie die Situation besser zu machen, falls etwas nicht gut wäre.

      Klar, es kann auch sein, dass es nur am Verhalten des Tieres liegt, aber sicher spielen auch andere Faktoren wie Stress und Alter des Tieres eine Rolle.

      Du willst hier Hilfe, was ich auch vollkommen okay finde, aber um helfen zu können würde ich mich als Leser freuen, wenn ich auch Antworten auf meine Fragen bekomme.

      Ich hoffe, du fühlst dich nicht persönlich angegriffen, denn es wollen hier ALLE immer nur das Beste für die Tiere. Manchmal hilft es auch, wenn einfach mal von außen etwas Input kommt, um die eigene Ansicht zu überdenken.

      Ich denke, da dir das mit der Aggressivität ja nun schon zum zweiten Mal passiert ist, willst du da nicht was ändern? Etwas verbessern? Dass du dir Gedanken machst, sieht man ja, da du dich ans Forum gewandt hast. :)

      Ich wünsche mir, dass du dir einige Sachen hier zu Herzen nimmst und zukünftig im Sinne der Tiere handelst. Glaub mir, gerade von den langjährigen Züchtern, kann man sicherlich sehr viel lernen. :)

      Für mich habe ich aber das Gefühl, dass ich hier keine Disskussion, bzw. Hilfestellung leisten kann, darum werde ich nun nichts mehr dazu schreiben, wünsche aber für die Tiere nur das Beste!

      seit 11/2016 ohne Mausis
      Knicki, Fetti und Normi für immer in meinem :heart::gerbil:gerbil:gerbil

    • Hallo,
      für mich hört sich das ganz nach "abnabeln" an. Die Mutter entwöhnt ihre Jungen, sie dürfen nicht mehr bei ihr Milch trinken, denn sie braucht die Milch oder überhaupt ihre Kraft für den Folgewurf. Dieser kann übrigens bereits 4 Wochen nach dem anderen Wurf kommen. Ein ganz normales Verhalten in der Tierwelt.
      Ich finde dein Vermehren auch nicht gut, außerdem ist dein Käfig viel zu klein, vielleicht kannst du daran später (nachdem die Jungtiere ausgezogen sind) noch etwas verändern.
      Für die Tiere viel Glück.

    • Renni08 schrieb:

      für mich hört sich das ganz nach "abnabeln" an. Die Mutter entwöhnt ihre Jungen, sie dürfen nicht mehr bei ihr Milch trinken, denn sie braucht die Milch oder überhaupt ihre Kraft für den Folgewurf.

      für mich als Nichtzüchterin liest sich das sehr banal an und Fellnasenmütter die gut sozialisiert sind finden eine andere Methode ihren bisherigen Nachwuchs in die Schranken zu weisen, ganz gewiss nicht durch beissen. Was ich bisher im Jungtierunterforum gelesen habe, wenn eine Fellnasenmutter ihren zweiten Wurf erwartete, war eher Hektik und Umtriebigkeit aber nicht Beisserei.

      Eine seriöse Züchterin würde hier eingreifen und entsprechend vorgehen, indem sie u.a. in dieser Linie keine weiteren Würfe mehr tätigt. Soviel weiß auch ich inzwischen.
      Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
    • Und gerade weil du keinen eigenen Nachwuchs hattest, kannst du dir kein Urteil erlauben. Besser ist es dann auch einfach mal, nichts zu schreiben. Es kommt leider immer wieder zu Fehleinschätzungen, weil einfach alles nur weitergegeben wird, ohne dass tatsächliche Erfahrungen dahinter stehen. Dieses "wegbeißen" und verjagen sieht manchmal schlimmer aus, als es tatsächlich ist. Es kommt auch auf die Jungtiere an, der eine versteht schnell, der andere ist unersättlich und will nicht hören, dann muss die Mutter härter durchgreifen, dabei verletzt sie das Jungtier jedoch nicht.

    • @Renni08: ich finde es gerade echt schade, dass es hier keinen "dislike"-button gibt :thumbdown: dann findest du die Art und Weise, wie Tina93 ihre Renner vermehrt und betreut sowie ihren Wissensstand also völlig tadellos? :wacko: So, wie sie das beschrieben hat, scheint mir das Problem doch seeeeeeeehr viel tiefer zu gehen. ;(
      "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt."
      Mahatma Gandhi

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    • Ist es eigentlich komplett abwegig, dass die Mutti irgendwas ganz anderes hat? Also vllt hat sie... was weiß ich. Ohrenweh oder es ist vllt das Gesäuge (nennt man das bei Rennis so :whistling: ) entzündet. Also dass sie gar nicht wirklich doof sein will zu den Jungen, sondern sich so verhält, weil es ihr nicht gut geht. Das netteste Lebenwesen kann grantig werden, wenns wo zwickt. Denn wenn das Verhalten auch durch sowas ausgelöst werden könnte, wäre es ja dringend angezeigt, die Mutti mal grundlich zu untersuchen. Vllt den Bauch abtasten und die Milchleiste anschauen...

    • da wiedersrpeche ich auf das Schärfste. Nein, eine "gute" Rennmausmutter kümmert sich weiterhin auch um den vorigen Wurf. Da wird nichts weggebissen, auch wenn sie die Kleinen nicht mehr säugt, wenn der zweite Wurf da ist. So ein Unsinn, bei mir liegen alle, also erster Wurf und Folgewurf zusammen im Nest, die grösseren Geschwister kümmern sich super um die ganz kleinen, sie bleiben im Nest, wenn die Mutter mal fressen geht , oder auch ihre Ruhe möchte und kurz draussen ausruht. So muss es sein und nicht anders, und bitte mit allen anderen Tieren, die sich abnorm verhalten nicht mehr VERMEHREN....
      die Mutter hat auch nichts anderes, so verhalten sich Rennmäuse, wenn sie selber nicht solzialisiert aufgewachsen sind, und selber nicht die Fürsorge erlebt haben. Man züchtet nur mit Tieren, die im Verhalten eben fürsorglich sind. Halb ist erlernt und halb ererbt. das weiss man ja heutzutage. Kommen diese Tiere vom Zooladen oder von anderen Vermehrern. ..ja wie sollen sie das je erlernt haben..es gibt schon Ausnahmen, da ziehen sie ihre Jungen trotzdem super auf, da setzt sich dann die Natur noch durch..denn das normale ist es, daher heisst es bei Rennmäusen auch Familienverband...die ganze Familie kümmert sich um den Nachwuchs weiterhin..da werden nicht die älteren kleinen Tiere weggebissen...also soviel Unwissenheit ärgert mich schon.

      Beitrag von daggi47 ()

      Dieser Beitrag wurde von Sasy aus folgendem Grund gelöscht: Verstoß gegen die Netiquette ().
    • Renni08 schrieb:

      für mich hört sich das ganz nach "abnabeln" an. Die Mutter entwöhnt ihre Jungen, sie dürfen nicht mehr bei ihr Milch trinken, denn sie braucht die Milch oder überhaupt ihre Kraft für den Folgewurf. Dieser kann übrigens bereits 4 Wochen nach dem anderen Wurf kommen. Ein ganz normales Verhalten in der Tierwelt.
      nein, so ist es nicht. Das "Abnabeln" geschieht bei nicht überforderten Mäusemamas still und leise. Kein Jagen, Beißen oder sonstwas. Wenn die kleinen trinken wollen und abgestillt werden. steht Mama auf und geht. Nicht mehr und nicht weniger. Und auch sonst ist mir solche ein Verhalten nicht von Tieren bekannt. Welcher Tierart beißt denn weg? Wegstupsen, weg drücken, mit der Pfote runter drücken, ja manchmal, aber kein Tier jagt hinter dem eigenen Nachwuchs her und beißt. Also mir ist da keine Tierart bekannt.

      Smutje schrieb:

      Ist es eigentlich komplett abwegig, dass die Mutti irgendwas ganz anderes hat? Also vllt hat sie... was weiß ich. Ohrenweh oder es ist vllt das Gesäuge (nennt man das bei Rennis so ) entzündet.
      nein., so was könnte auch ein Grund sein. Aber auch das wäre für mich ein Grund, dass Tier aus der Zucht zu nehmen, also wenn eine Gesäugeentzündung vorliegen würde. Denn anders als bei anderen Tierarten, neigen Renner dazu nicht. Und sollte es auftreten....nicht zuchtgeeignet.
    • ja aber Gesäugeentzündung würde man sehen, sollte man zumindest....ich glaube ...nein, hier wurden einfach unsozialisierte Tiere eingekauft, wir lassen dahingestellt wo sie herkamen,und das Muttertier ist überfordert in jeglicher Hinsicht. Der Instinkt würde sagen..super..meine älteren "Kinder" passen auf die jüngeren Auf, wenn ich Futter besorge und selber mal etwas Ruhe haben möchte. So ist es in der Natur. und eben bei instinktsicheren Tieren in der Heimtierhaltung. .

      Hier , bei den zum Teil völlig verzüchteten Linien, fehlt dieser Instinkt, denn nochmal es ist abnormal, dass eine Rennmausmutter ein Jungtier beisst oder angeht. Sowas gibts nicht bei normalen Gruppen. Da braucht man auch gar keine Diskussion, es ist so. Manchmal einfach was glauben. Denn nicht umsonst heisst ja die ARt des Verbandes bei Rennmäusen Familiengruppen. , d.h. alle Familienmitglieder kümmern sich umeinander, arbeiten Hand in Hand sozusagen.


      Bei einem meiner Paare sind jetzt Tiere aus vier Würfen mit bei, da ich von drei Würfen was selber behalte. Die ältesten sind sechs Monate, die jüngsten eine Woche alt. Seiner Lebtag(.sorry schwäbisch.)...würde hier kein Elternteil , kein grösserer Geschwister oder irgendwer Agression zeigen.
      nie..im Gegenteil , alle profitieren. von einander.
      Und natürlich bekommt nur die Mama Babies...die älteste Tochter wird bei der Mutter bleiben, wenn die nach dem nächsten Wurf in "REnte" geht. Zudem noch eine Tochter des dritten Wurfes. Dass diese Tiere auch in Zukunft harmonisch zusammenleben werden sehe ich als gesichtert an, denn ich kenne es nicht anders bei meinen Gruppen nach der Zucht. Oder wie man so schön sagt, zu 99,9 Prozent

      Natürlich sollte man hinsichtlich nochmal der Einrichtung, kein Häuschen für die Tiere hinstellen das gerade mal die Grösse hat, wo zwei Rennmäuse reinpassen...leider werden die immer noch gerne genommen. Nein. hier einfach Holzaufsteller nehmen, oder selbergebaute sehr grosse Häuser ..oder auch gekaufte, wo man mehrere Ein und ausgänge reinmachen kann, denn es sollte auch die ganze Familie reinpassen, logisch, aber auch da ist ja der Züchter verantwortlich, wenn er sein Zuchtbecken einrichtet. Dann liegen auch alle gerne beisammen, wobei es gar nicht schlimm ist, wenn der Papa, oder auch mal die Kinder bei Papa schlafen, oder woanders. Deshalb haben sie ja lange keinen Stress. Aber daher ist es wichtig grosse Becken..besser mehr lang als breit..anzubieten, mit sinnvolller Einrichtung, viel Abwechslung und dann noch eben Tiere bewusst einkaufen und dann klappt es auch.

    • Ich gehe davon aus, dass das Beißen ein Wegzwacken ist. Dafür, dass es sich um den Abstillprozeß handelt, spricht, dass die Mutter die Jungmäuse nach kurzer Zeit nicht mehr attackiert (hat die Threaderstellerung auch so berichtet).
      Für alle unsicheren die hier mitlesen. Daggi hat Supermäuse, die wahrscheinlich ihr natürliches Verhalten verloren haben. Lasst euch nicht irre machen.
      Kurz vor der Geburt des Folgewurfs, richtet die Mutter ein neues Nest her, aus denen sie die älteren Mäuse vorerst vertreibt. Das hat den natürlichen Grund, weil die Mutter nur den neuen Wurf säugen will, damit sie eine Überlebenschance haben, die älteren Tiere würden sonst die Kleinen wegdrängen und diese könnten nicht überleben. Später wuselt dann alles wieder durcheinander, aber erst, wenn die älteren nicht mehr säugen wollen.

    • Wir möchten darum bitten das sich alle (!!!) Parteien an einen angemessenen Tonfall halten. Sarkasmus oder persönliche Seitenhiebe helfen weder dem Threadersteller noch allen Anderen, daher ist das auch zu unterlassen. Jeder darf gerne seine persönlichen Erfahrungen sachlich kommunizieren - alles darüber hinaus wird unabhängig vom zusätzlichen sachlichen Inhalt komplett gelöscht.


      Danke
      euer rennmaus.de Moderatorenteam
    • Renni08 schrieb:

      Ich gehe davon aus, dass das Beißen ein Wegzwacken ist. Dafür, dass es sich um den Abstillprozeß handelt, spricht, dass die Mutter die Jungmäuse nach kurzer Zeit nicht mehr attackiert (hat die Threaderstellerung auch so berichtet).
      Für alle unsicheren die hier mitlesen. Daggi hat Supermäuse, die wahrscheinlich ihr natürliches Verhalten verloren haben. Lasst euch nicht irre machen.
      Kurz vor der Geburt des Folgewurfs, richtet die Mutter ein neues Nest her, aus denen sie die älteren Mäuse vorerst vertreibt.
      Nein, nein und nochmal nein. Ich habe dieses Verhalten bei fast keinen meiner Paare beobachten können (nur einmal vor ein paar Jahren und die Mutter ging sofort aus der Zucht). Auch vor 40 Jahren und der darauf folgenden Zeit nicht, als ich mit sogenannten Wildfangnachzuchten (bis 2007) gezüchtet habe. Nie wurden Jungtiere weggebissen, weggezwackt oder wie auch immer man es nennen möchte. Die Jungen des ersten Wurfes sind im Nest geblieben und durften/dürfen dort auch sein. Nur zum Zeitpunkt der Geburt sind sie draußen (was ja meist in den frühen Morgenstunden passiert). Selbst danach durften und dürfen die Jungen sofort wieder in das Nest. Bei manchen Weibchen (so erlebe ich es immer wieder mal) wird höchstens der Vater aus dem Nest verbannt und zwar bis zu drei Tagen. Das kommt bei meinen Weibchen manchmal vor und zwar dann, wenn Papa sofort nachdecken will, Mama das aber nicht will und Papa das nein nicht akzeptiert. Nie aber sind Jungtiere attackiert worden.
      Das ganze hat nichts mit Mäusen zu tun, die ihr natürliches Verhalten verlernt haben, so wie du es oben über Daggis Mäuse schreibst. Denn die Jungen des ersten Wurfes helfen von Anfang an bei der Aufzucht mit, indem sie die Lütten wärmen, während Mama ihre Runden im Terra dreht.
    • Also, das sehen vielleicht viele anders, aber geht es bei der Rennmauszucht nicht auch ein wenig darum diese Tiere zu domestizieren? Ich meine, natürliches Verhalten gut und schön, aber wir halten Renner alles andere als "natürlich".
      Es will ja auch keiner mehr einen Wolf als Haustier, sondern einen treuen Gefährten. Und ist es dann nicht auch irgendwie erstrebenswert in der Zucht darauf zu achten dass Renner gewisse natürliche Eigenschaften ablegen (unabhängig ob wegbeißen dazugehört oder nicht...) und dadurch zu Haustieren werden die man einfach und gut halten kann? Ich denke das ist besonders für kommende Rennmausgenerationen von Vorteil, denn jetzt sind sie irgendwie zwischen "abgefahrenen Farben" und "Wildtieren" gefangen.
      Bestimmte Farben züchten ist völlig ok, aber Linien züchten die vorrangig nicht beißen und sozialer zu Partnern sind ist "unnatürlich"? Das erspart Haltern und besonders den Rennern viel Stress wenn sie durch Domestikation glücklicher mit Artgenossen zusammenleben.

      Ich hoffe dass war jetzt nicht zu sehr off-topic...

    • Lyramaus, das stimmt wohl. :) Zucht hat ja in allen Variationen was damit zu tun, die Tiere (oder auch Pflanzen) zu seinen Gunsten "umzuändern". Es gibt ja mittlerweile auch Getreide mit mehr Körnern als normal, genauso ist es ja auch schon eine "Erleichterung" für unsere Haltung, dass die Renner in gleichgeschlechtlichen Paaren gut miteinander auskommen. In der Natur würde ja auch nie ein Männchen ein anderes, fremdes Männchen auf seinem Territorium dulden. Dahingehend wurde unsere Rennmaus schon domestiziert. :)

      seit 11/2016 ohne Mausis
      Knicki, Fetti und Normi für immer in meinem :heart::gerbil:gerbil:gerbil

    • natürlich ist es unnatürlich....das Verhalten dieser Tiere hat auch nichts mit domestizieren zu tun, sondern wenn man dies fördert, sprich , mit solchen Linien weiterzüchtet, trägt man dazu bei, weiter verkorkste Tiere zu produzieren, genauso wie die in den Massenvermehrungen, wo eben die meisten Zooladentiere herkommen. dann ist man nicht viel besser. Und nochmal nein, wie Bergmaus schreibt, ein Wegsbeissen wie immer dass auch gestaltet ist, ist nicht zu aktezptieren, nie.
      Hier vergleichbar..was ist schlagen...ein kleiner Klaps auf den Po...von manchen noch als total in Ordnung in der Kindererziehung..aber..wo fängt schlagen an...daher ganz lassen, fertig.

      Witzig, dass hier so beharrt wird drauf, dass es anscheinend "normal" ist, nein es ist abnormal. ganz einfach.

      Und eine "gute" Linie von Rennmäusen zeigt sich eben dadurch, dass sie noch instinktsicher ist. und das natürliche verhalten nicht ganz verloren hat. ...vergleichbar hier durch aus mit einem Hund...der auch keinen Welpen ernsthaft beisst..und leider gibts auch hier Linien, die diese >Hemmung verloren haben.. durch die Verzüchtung des Menschen...ist so und muss man nicht schönreden.

      Die Kunst eben Tiere zu züchten, die sich den Bedingungen der Heimtierhaltung anpassen, aber gleichzeitig ihre natürlichen Verhaltensweisen weiter zu fördern wenn sie das verlieren, indem sie völlig andere Verhaltensweisen zeigen , dann hat man was falsch gemacht. Und soweit sollte man es nicht kommen lassen...daher bei der Auswahl der Zuchtttiere..immer Charakter und Wesen an die erste STelle stellen, dann natürlich Körperbau und Standard..und dann mal ganz zum Schluss kommt dann die Farbe des Tieres. WEnn dann alles drei zusammenpasst, super, dann alles richtig gemacht

    • @Kasima und Lyramaus
      sicher werden Haustiere domestiziert, aber ich wage mal zu behaupten, dass das bei der Rennmaus noch nicht allzu weit geschehen ist. Denn dann müsste das Augenmerk von Züchtern auf ganz anderen Eigenschaften liegen, als es der Fall ist. z.B. weniger Buddeldrang zu fördern, zahm gegenüber Menschen zu sein usw. Also alles was die Haltung einfacher machen würde. Mir ist aber kein Züchter bekannt, der darauf hin selektiert.
      Und auch sogenannte WNZ lassen sich gleichgeschlechtlich halten, mal mehr mal weniger gut, genau wie bei den Farbmongolen. Gerade in der Forschung, wo die Renner Renner ja rein gehalten werden, was die Gene angeht und aus den ursprünglichen Importen stammen, wurden und werden Rennmäuse gleichgeschlechtlich gehalten. Dort gibt es gezielte Paare, die für die Stammerhaltung gehalten werden, aber geforscht wird viel mit Rennern, die gleichgeschlechtlich gehalten werden.
      Das alles ist m.M. nach ein Zeichen, dass bei unseren Rennern noch sehr viel Urprüngliches drinn ist. Und wie gesagt, gerade in der Natur helfen die Jungen bei der Aufzucht mit. Meist bleiben die Gruppen bis zum nächsten Frühjahr zusammen, dann erst ziehen die meisten Jungtiere aus. Einige werden auch schon früher vertrieben, nämlich dann wenn sie geschlechtsreif werden und die Alphastellung der Eltern nicht akzeptieren. Aber soweit mir bekannt ist, werden keine Tiere mit vier-fünf Wochen verbissen. Weder in der Natur, noch in der Haltung, ob nun Forschung oder Liebhaberzucht.