Maus hat während Vergesellschaftung Zahn verloren

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    • Maus hat während Vergesellschaftung Zahn verloren

      Liebe Rennmaus-Gemeinde,

      ich bin gerade dabei, zwei Rennmaus-Herren (beide gut ein halbes Jahr alt) zu vergesellschaften. Die zwei Jungs sitzen seit Samstag in einem 80er Nagarium am doppelten Trenngitter und haben Einstreu, Futter, Wasser, Heu und Klorollen zum Schreddern. Soweit läuft alles ok, anfangs waren leichte Aggression zu sehen, aber inzwischen sieht man keine Aggressionen, wenn sie sich treffen und beide haben ihr Nest am Trenngitter gebaut (jedoch an verschiedenen Enden des Gitters). Seitentausch habe ich keinen gemacht.

      Heute früh ist mir nun aufgefallen, dass einer der Herren (Pelé) seine Klorolle nur im Gehege herumschiebt aber nicht schreddert (er beißt rein, schiebt sie dann aber nur durchs Gehege). Da er auch eher lange gebraucht hat, um seine morgendlichen Sonnenblumenkerne zu verspeisen und auch beim Nagen am Heu eher am Heu gerupft hat, habe ich ihn eben begutachtet (er ist zum Glück zutraulich und lässt sich leicht fangen). Der obere rechte Nagezahn fehlt komplett, die anderen vorderen Nagezähne sind vorhanden.
      Ich habe keine Ahnung, wie er den Zahn verloren hat, vielleicht hat er zu arg versucht, das Trenngitter zu bearbeiten. Da mir bis gestern nichts aufgefallen ist, gehe ich davon aus, dass er den Zahn erst gestern/heute früh verloren hat.
      Was meint Ihr, soll ich die Vergesellschaftung abbrechen? Oder kann ich sie trotz Zahnverlustes am Gitter lassen?
      Pelé wirkt munter und versucht weiter fleißig Heu zu zerkleinern.

      Eigentlich war der Plan, Freitag oder Samstag das Gitter zu lüften, da ich am WE Zeit habe, die Jungs zu beobachten.

      LG,
      MausFM

    • wenn er normal frisst..dann kann die Vg ruhig weiter laufen. Nur musst Du unbedingt den unteren Zahn, also den Gegenzahn in einer woche bzw. einmal die Woche kontrollieren und kürzen, denn Rennmauszähne wachsen ja immer weiter, und da jetzt der Gegenpart fehlt, wird er sonst ins Zahnfleisch wachsen, was bis zum Verhungern eines Tieres kommen kann. Der verlorene Zahn wird schon runterwachsen..er wird ja nicht mit samt der Wurzeln ausgerissen sein..dann hätte es starkt geblutet und Du hättest am TG auch Blut gefunden etc.
      Aber die Wochen, bis eben der Zahn wieder seine Grösse hat, musst Du kontrollieren und geg. zum TA gehen, falls Du nicht selber kürzen magst.

    • Danke für die Antwort!

      Ich hab den beiden Herzchen vorhin zu Testzwecken je einen Kürbiskern gegeben, den konnte Pele ohne Probleme fressen, also lasse ich sie jetzt mal am Gitter.
      Wie kürzt man denn selbst die Zähne?

      Wäre schon doof, wenn ich mit zwei frisch vergesellschafteten Mäuschen zum Tierarzt müsste.

      LG

    • Das Zähnekürzen mit Zangen bei Nagern ist inzwischen sehr umstritten. Durch das Knipsen entsteht eine Hebelwirkung, durch welche im blödesten Fall der Zahn abbricht oder gar die Wurzel beschädigt wird. Ich gehe zum Zähnekürzen bei meinem Zahnpatienten immer zum Tierarzt. Dieser hat eine Art "Trennschleifer" mit welchem die Zähne - auch ohne Narkose bekommt das ein kundiger Tierarzt hin - durchtrennt werden, sodass keine Hebelwirkung auf den Zahn oder die Wurzel entsteht. Das Ganze dauert keine 2 Minuten inkl. Maus fangen, fixieren und schneiden.

      In den meisten Fällen wachsen die Zähne rasch und problemlos nach. Allerdings, ich möchte dir keine Angst machen aber die Möglichkeit ansprechen, kann es auch sein, dass der Zahn nicht mehr nachwächst. Hier im Forum gibt es z.B. einen aktuellen Beitrag zu einem Mäuschen, das alle 2 Wochen zum Zähneschneiden muss. Mein Zahnpatient hat im Vergleich dazu ein extrem langsames Zahnwachstum und ich muss nur alle 7-8 Wochen zum Kürzen mit ihm. Meine Ärztin schneidet die Zähne dabei immer so kurz wie möglich, da bei meinem Näschen oben definitiv nichts mehr nachwachsen wird. Wir betreiben den Spaß nun seit 1 Jahr und 8 Monaten.

      Ich drücke die Daumen, dass die Zähnchen bald wieder nachkommen.

    • wer mehrere Rennmäuse hat, Notfallstationen oder Züchter, der kann das ruhig auch selber machen..nachdem man dies gezeigt bekommt. Würde mir nicht einfallen, mit meinen älteren Tieren, die schon mal etwas schiefe Zähne haben, jedesmal zum TA zu rennen. Aber wenn man nur eine Rennmaus hat, dann ist klar, und dadurch keine Übung, der soll, oder muss sogar zum TA.
      Beim Zähnekürzen, ist es wichtig, ein Vet. med Instrument zu haben, was nicht teuer ist, und dass jeder käuflich erwerben kann,. also nicht nur Personal vom TA.
      Gesplittert oder wie auch immer ist bei mir nie etwas. , diese Zange, siehe Link kann ich weiter empfehlen, wenn jemand es sich eben zutraut bei Dauerpatienten es selber zu machen. Ist klein und handlich und eben gut zu händeln.
      praxisdienst.de/Veterinaer/Ins…gen/Kleine+Zahnzange.html
      ich habe auch noch eine andere, grössere, aber diese hier ist eben für Rennmäuse geeigneter, die anderen mehr für Kanninchen und Meerschweinchen.

    • Myon schrieb:

      Das Zähnekürzen mit Zangen bei Nagern ist inzwischen sehr umstritten. Durch das Knipsen entsteht eine Hebelwirkung, durch welche im blödesten Fall der Zahn abbricht oder gar die Wurzel beschädigt wird
      diese Aussage habe ich inzwischen in mehreren Tiersendungen so auch gehört und es wird dazu geraten, auch bei anderen Nagern den Trennschleifer zu verwenden. Gerade wenn man den Umgang mit Zähnekürzen nicht gewohnt ist würde auch ich dazu raten sich an einen TA zu wenden und um diese Methode bitten, denn es verwenden doch die meisten TÄe noch die Zangen zum kürzen.

      meint schnupperlie
      Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
    • mit entsprechenden Zangen kürzt man seit fünfzig Jahren und mehr..natürlich vermehrt bei Kanninchen. und das soll jetzt seit ca. zwei Jahren..nicht mehr funktionieren. Sorry, aber manchmal frage ich mich schon...und ist klar. mit Abschleifen muss man zum TA . denn wir haben bei uns in der Praxis den Leuten sehr wohl gezeigt und auch gelehrt, wie sie bei ihren Kanninchen..die auch sehr sehr oft eben Zahnfehlstellungen haben, und wo man es arg oft machen muss..wie sie dies selber können. Dass wurde von ein paar TA nicht für gut geheissen..denn so blieb ihr Honorar ja aus. Daher bin ich mit den Aussagen sehr vorsichtig. Bin aber auf alle Fälle der Meinung, wer nur mal zwischendurch Zähne kürzen muss, und auch noch nie sowas gemacht hat., der soll bitte zum TA gehen.
      Leider war es dann früher auch so, dass die Tierbesitzer die obskursten Dinge genommen haben, um den Tieren die Zähne zu kürzen..wie Nagelscheren..Drahtzangen usw. will ich gar nicht wissen. Dann jedoch gab es viele Unfälle, Zahnsplitterungen etc.
      dann war das Malheur da, und sie mussten mit den verstümmelten Zähnen wieder zu den TA..die sich dann natürlich geärgert haben...auch verständlich...

      Wir bei uns haben es nur gemacht, wenn die Leute so eine professionelle Zange auch bei uns mitgenommen haben..und es vor unseren Augen gemacht haben. Viele konnten es dann sehr gut, und warum sollen die es dann nicht zuhause machen.

    • Hallo Ihr,

      Heute morgen habe ich nun das Gitter gelüftet und zunächst lief es ganz gut. Der kleine Emilio war ängstlich und hat getrommelt, Pele ist ihm nachgelaufen und hat ihn heftig von hinten beschnüffelt. Dann haben Sie sich jeder in eine Ecke verzogen und dann wurde wieder geschnüffelt, teilweise Seite an Seite. Nach etwa 5 Minuten haben sie sich geknäuelt und da ich nicht erkennen konnte, ob sie sich beißen, bin ich dazwischen gegangen. Dann haben sie auf jeden Fall gebissen, zum Einen in den Handschuh, zum Anderen sich gegenseitig. Pele hat eine Bisswunde an der Duftdrüse, und ich glaube beide haben einen kleinen Kratzer im Gesicht.
      Sie haben keine ernsten Verletzungen davon getragen, aber ich bin mit den Nerven runter...
      Ich hab dann mit der Züchterin telefoniert, von der die Beiden stammen (sie sind Wurfbrüder, waren aber getrennt). Sie riet mir, die zwei Jungs noch 2,5 Wochen ans Gitter zu setzen und es dann noch mal zu versuchen. Das werde ich jetzt tun, zwischendurch muss ich dann mit Pele eh zum Tierarzt, da der untere rechte Zahn schon länger geworden ist.

      Drückt mir die Daumen, dass es dann klappt.

      LG

    • das sie mal Brüder waren, wissen sie ja nicht mehr.
      Und 2,5 Wochen finde ich persönlich zu lange. Warum denn ?? Es wird nichts an der Situation ändern. Ein paar Tage jeder in getrennte Becken dann aber, nicht an ein TG, und dann kann man nochmal von vorne starten. WEnn Du sie 2,5 Wochen ans Gitter setzt..Puhh was rät da die Züchterin..dann sind sie durch die Enge und eingeschränkter Bewegung so frustiert, dass sie es auf den Anderen , also ihren jetztigen "Feind" projektzieren..dann wirds garantiert nichts.
      Rennmäuse brauchen Beschäftigung und Bewegung, und wenn sie so lange Zeit in einer Enge leben, mit wenig Einrichtung..weil viel geht ja nicht, dann kommt man durch blösses Nachdenken zu dem Schluss..dass ist nicht gut. Grosse Erfahrung scheint diese Züchterin, sorry nicht zu haben...bzw. nicht viel Ahung..von VGs und auch nicht von Rennmäusen so wirklich, sonst würde man so einen Ratschlag niemals geben. Kannst so ruhig ausrichten. denn man lernt ja immer dazu. , bzw. sollte bereit sein, immer dazuzulernen.
      Wenn es auch nach den Tagen der Trennung wieder so abgeht, dass sie sich beissen, dann bringt es einfach auch nichts mehr, sie mögen sich einfach nicht mehr, und dann muss ein zweiter Plan her..bevor es zu ernsthaften Verletzungen kommt.

    • Hi Daggi,

      Danke für die schnelle Antwort!

      Ich könnte sie auch erst mal eine Woche jeder in ein eigenes Becken setzen, dann können Sie sich auspowern und ich kann mit Pele wegen des Zahns zur Tierärztin.
      Dann würde ich sie nächste Woche noch mal ans Gitter setzen und es noch mal versuchen (ich hab so die Befürchtung, dass ich mit meinem Eingreifen die Beisserei vielleicht erst ausgelöst habe, weil der kleine Emilio aus Angst zugebissen hat).
      Reicht eigentlich ein einfaches Trenngitter aus (ich habe Beides da)?

      Ich hab leider mit Altmaus- Altmaus Vergesellschaftungen bislang wenig Erfahrung und die waren negativ :-(. Ich befürchte auch, dass ich meine Nervosität auf die kleinen Rüben übertrage...

      LG

    • ja klar, mach doch so...dann kann es auch zehn Tage sein, wenn Du das mit dem Zahn noch abwarten willst, Das ist in Ordung.
      Da kann man leider nichts dafür..oder auch Gott sei Dank...bei Altmaus vgs. liegt die Chance eben bei fünfzig Prozent..nicht mehr und nicht weniger, wenn man soweit alles recht macht.
      Wenn Du eh ein doppeltes TG hast, würde ich dies nehmen. Der Effekt bleibt derselbe, aber sie können sich nicht beissen durch das Gitter
      In Ruhe eingreifen muss man schon, wenn sie sich heftig knäulen, da würde ich auch dazwischengehen..z.b auch mit fester Pappe, dann aber nicht gleich rausnehmen, sondern nur, wenn dann wieder ein Frontalangriff startet, dann muss man ganz trennen, klar.

    • Danke für die aufmunternden Worte.

      Das Problem liegt wohl am von Dir oben angesprochenen Plan B. Leider habe ich hier quasi den Super-Gau was die Mäuse angeht. Neben den beiden Brüdern habe ich zwei weiter Mäuse, die ebenfalls aktuell Single sind.
      Ursprünglich hatte ich zwei alte Herren, die zusammen waren und ein zweites Pärchen (Zizou und Jay-Jay). Das Pärchen hat sich dann zerstritten und der Versuch, sie erneut zu vergesellschaften ist gescheitert. Daher habe ich beide mit je einem Jungtier vergesellschaftet (das sind die beiden Brüder, um die es gerade geht), was zunächst gut funktioniert hat.
      Bei einem der beiden neu vergesellschafteten Paare (Zizou und Emilio) kam es dann zu Spannungen, als die Jungmaus (Emilio) geschlechtsreif wurde und schließlich haben sie sich zerstritten. Auch hier habe ich noch einmal versucht, sie zusammen zu bringen - ohne Erfolg.
      Beim zweiten Paar ist Jay-Jay die Altmaus leider verstorben, so dass Emilios Bruder Pelé verwitwet ist.
      Parallel dazu war einer der alten Herren verstorben und weil der verbliebene alte Herr noch fit war, habe ich ihn ebenfalls mit einer Jungmaus vergesellschaftet (der kleine Alex Meier). Das hat zwar geklappt, aber der alte Herr hat ziemlich schnell abgebaut und ist dann auch verstorben.
      Ich habe also jetzt zwei Tiere, die sich zerstritten haben und zwei Witwer.

      Das Blöde ist, dass ich nach einer privaten Trennung spontan und ungeplant mit den Mäusen umziehen musste. Dadurch waren die Herren jetzt länger alleine als geplant (alle etwa 2 - 2,5 Monate), aber das ging durch den Umzug und den damit verbundenen Stress leider nicht anders :-(. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der ganze Stress der letzten Monate die Spannungen bei den Mäusen begünstigt hat.

      Ich werde es noch mal versuchen, die beiden Brüder zu vergesellschaften und möchte parallel auch die anderen beiden Jungs (Zizou und Alex) ans Trenngitter setzen. Meine liebe neue Nachbarin wird mir helfen und ich hoffe, dass sie ein bisschen Ruhe in die Sache bringt (ich werde bei den Vergesellschaftungen leider total nervös).
      Was bleibt ist aber die Frage, was ich machen soll, wenn keine der Vergesellschaftungen klappt. Die Mäuschen alleine lassen ist keine Option, aber ich weiß auch nicht, wie es dann weitergeht, seufz ...

      Vielleicht hat jemand einen Rat oder Ideen?

      LG

    • :2love: Fühl dich getröstet, das ist ja echt total doof :( Vor allem, weil privat auch noch so viele Sachen waren/sind. :(

      Kannst du denn die Tiere vom Charakter her etwas einschätzen? Vielleicht wäre es sonst eine Option, die Kombinationen nochmal komplett anders zu machen?

      Kannst du vielleicht nochmal genau sagen, wie alt jetzt jeweils Emilio, Zizou, Pelè und Alex Meier (cooler Name :D ) sind?

      Vielleicht wäre eine andere Konstellation dann eine Idee.

      Hat sich die Züchterin, wo du die Jungtiere her hast, nochmal dazu geäußert, was vielleicht ihre Idee wäre, wie du es nochmal probieren könntest?

      seit 11/2016 ohne Mausis
      Knicki, Fetti und Normi für immer in meinem :heart::gerbil:gerbil:gerbil

    • das ist natürlich blöd..aber meist so..ein Unglück kommt selten alleine, da ist was dran.
      Wie alt sind denn Deine ältesten einzelnen Männchen. Evlt könntest Du einen ..wenn er z.b bald drei Wird..mit einem genauso alten Weibchen vg und einen könntst halt dann abgeben wenn es vom Platz dann gar nicht geht.. Evtl auch zu einem älteren alleine Mädel.
      da ist eben die Option , dass sie sich vertragen um ein vielfaches höher, besonders wenn sie sich vertragen kommt es zu keinen verstreitungen von heute auf morgen, wie bei Gleichgeschl. passieren kann. Aber das geht halt nur , wenn sie ein höheres Alter haben.
      Und sicher, auch untereinander...Versuch ist immer wert. vielleicht vertragen sich ja zwei gut.
      Das erwachsene Männchen auch mal etwas länger, also mehrere Wochen alleine sitzen , ist nicht so ein Drama..aber klar, auf Dauer muss eine Lösung her.

    • Lieben Dank für Eure netten Rückmeldungen!

      Hier mal die Infos zu den vier Nasen:

      Pelé:
      6,5 Monate alt. War am Anfang ganz schüchtern, ist inzwischen aber ein sehr zutrauliches und neugieriges Mäuschen (das hat er sich von seinem leider verstorbenen Kumpel Jay-Jay abgeguckt). Bei der gerade nicht so glücklich abgelaufenen Vergesellschaftung war er sehr neugierig und war derjenige, der anfangs am Trenngitter leichtes aggressives Verhalten an den Tag gelegt hat - ich habe es so gedeutet, dass er gegenüber seinem Vergesellschaftungspartner die dominante Rolle eingenommen hat (als sie zusammen waren, ist er immer hinter Emilio hergelaufen und hat ihn von hinten beschnüffelt).
      Pelé hat wohl eine Veranlagung zur Epilepsie, aber ich habe bislang nur zwei mal leichtes Zucken beobachtet, wenn er gestresst war (jetzt bei der Vergesellschaftung war nix davon zu sehen)

      Emilio (Pelés Wurfbruder):
      Ebenfalls 6,5 Monate alt. Sehr agiles aber auch sehr schüchternes Mäuschen. Wenn er sich ein Leckerchen holt, macht er immer die Augen zu, wenn er sich der Hand nähert und er ist ziemlich schreckhaft. Bei der gerade abgelaufenen Vergesellschaftung wirkte er zurückhaltend und auch bei seinem Ex-Partner Zizou war er eher zurückhaltend.

      Zizou:
      16 Monate alt. Er ist der gemütliche Typ. Bloss nicht zu viel bewegen, das sieht man auch an seinem eher moppeligen Po ;-). Er ist weder besonders schüchtern noch besonders zutraulich. Er wurde im Alter von 14 Wochen mit seinem ersten Partner (Jay-Jay) vergesellschaftet, die beiden wirkten aber nie so richtig harmonisch. Nach etwa 6 Monaten hat es dann zwischen den Jungs gekracht. Mit seinem zweiten Partner Emilio gab es dann auch Streit als Emilio "erwachsen" wurde (vorher waren die beiden aber harmonisch und haben viel gekuschelt). Ich hoffe mal, dass es zweimal einfach der falsche Partner war und dass es nicht daran liegt, dass Zizou ein Problem mit anderen Kerlen generell hat.

      Alex Meier:
      Knapp 6 Monate alt. Auch ein neugieriges Mäuschen, aber eher zurückhaltend. Er hat letzte Woche mir gegenüber mal Aggressionen gezeigt und mich gebissen (nicht richtig fest, aber er wollte mir wohl sagen, dass meine Finger in seiner Einstreu (seinem Revier) nix zu suchen haben). Seitdem ist das aber nicht noch mal vorgekommen. Vielleicht stört ihn die Einsamkeit und er ist unsicher, ohne Partner an der Seite.

      Die Jungs sind also alle eher junge Hüpfer ... von daher kommt wohl eine alte Dame eher nicht in Frage, oder?

      Emilio und Zizou haben sich ja schon als unsympathisch befunden. Bliebe also als weitere Alternative nur die Variante Zizou/Pelé und Emilio/Alex.
      Die Züchterin hat mir keine Tipps zu alternativen Paarungen gegeben.
      Was meint Ihr?

      LG

    • Hallo mal wieder,

      ich hatte ja berichtet, dass ich aktuell leider 4 einsame Herzen habe und dass die Vergesellschaftung von zwei der Herren erst mal nicht geklappt hat. Ich habe nun versucht, die anderen zwei Jungs (Zizou und Alex Meier) zusammenzubringen.

      Alex und Zizou saßen eine Woche am Trenngitter (100 Nagarium mit Trenngitter in der Mitte). Es waren von Anfang an kaum Aggressionen zu sehen und beide Herren war recht interessiert am Gitter. In den ersten Tagen hatte jeder zusätzlich zu Streu, Futter, Wasser, Sandbad und Nagematerial noch ein kleines Holzhäuschen, das ich dann am Freitag herausgenommen habe. Das Sandbad habe ich einmal am Tag gewechselt. Alex hat dann meist gleich in "Zizou's" Sand gebadet, Zizou hat aufgeregt geschnüffelt und das Sandbad markiert.
      Gestern Nachmittag wurde dann das Trenngitter entfernt. Die Jungs haben sich dann insgesamt etwa 45 Minuten lang immer wieder beschnüffelt, meist Seite an Seite. Zizou war eher ruhig und abwartend, Alex wirkte sehr aufgeregt und ängstlich. Es wurde 1-2 mal mit den Hinterpfoten geklopft und ich meine auch ein paar mal leichtes Zähneknirschen gehört zu haben. Es sah aber auch 2-3 so aus, als wollte Zizou Alex zu putzen, Alex hat dabei den Kopf leicht gesenkt und die Augen geschlossen.
      Dann haben sie aber leider doch geknäuelt (hatten sie anfangs auch mehrmals aber da wurde nicht gebissen) und Zizou hat sich in Alex Po "reingebissen". Außerdem haben beide eine Bisswunde an der jeweils linken Schulter davon getragen. Ist aber alles nicht gravierend.

      Ich hab jetzt erst mal das Trenngitter wieder ins Gehege getan und Beiden ihr Häuschen gegeben. Am Gitter waren beide schon wieder neugierig am Schnüffeln.

      Ich würde sie ein paar Tage am Gitter lassen und es dann noch mal versuchen. Oder macht das keinen Sinn?

      LG

    • Ach schade, dass das nicht geklappt hat. :(

      Also ich hätte sie wohl bevor sie sich geknäult haben, schon gestrennt und es dann am nächsten Tag nochmal versucht. Wenn man die Begegnung nämlich mit einem positiven Erlebnis abschließt, gerade bei ängstlichen Mäusen, dann merken sie auch: okay, der Gegenüber tut mir nichts.

      Vielleicht kannst du es nochmal so versuchen? Dass sie wirklich nur kurz zusammenkommen und sobald du merkst, Alex hat Angst, schließt du die Begegnung nach einer Postiven Situation wieder ab, indem du das Gitter dazwischen schiebst.

      Wir hatten bei unserer VG ein Jungtier, das sehr ängstlich war und das hat sehr gut geholfen. Am nächsten Tag konnte man sie dann zusammen lassen, da die Kleine keine Angst mehr hatte.

      EDIT: Wenn sie wirklich richtig verletzt sind, würde ich sie nochmal trennen, damit jeder isch nochmal in einem richtigen Gehege auspowern kann, denn das Heilen dauert ja dann auch eine Weile. Zusammenführung würde ich auch erst wieder machen, wenn beide Tiere völlig gesund sind.

      seit 11/2016 ohne Mausis
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