Einschläfern- Wie habt ihr es erlebt?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Einschläfern- Wie habt ihr es erlebt?

      Hallo miteinander,

      heute mussten wir unsere kleine Maus Mishka einschläfern lassen. ;( Sie hatte jetzt sehr lange gesundheitliche Probleme und hat offensichtlich gelitten. Sie hat gegessen und wurde von mir mit Päppelbrei und Wasser versorgt, und ist trotzdem abgemagert. (Ihr Darm konnte wohl die Nährstoffe nicht mehr richtig verarbeiten.) Der TA meinte sie würde sich nicht mehr erholen, also haben wir die Entscheidung getroffen. Besser als sie langsam aber sicher verhungern zu lassen.

      Trotzdem mache ich mir schreckliche Vorwürfe... Ich frage mich einfach ständig, was gewesen wäre wenn wir es einfach noch länger versucht hätten. Dass das nur ihr Leid verlängert hätte sage ich mir ständig und trotzdem ist es sehr schwer für mich los zu lassen. Ich bin einfach todtraurig. ;(

      Wie habt ihr das Einschläfern eures Renners verkraftet? Wie seid ihr mit dieser schweren Entscheidung umgegangen? :(:brokenheart:

      <3
    • Hallo Lizbeth,

      das tut mir so leid für dich! <3

      Ich kann das sehr gut nachfühlen wie es dir jetzt geht. Ich habe schon viele Rennmäuse und andere Kleintiere auf diese Weise gehen lassen und die Entscheidung wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, fällt mir immer noch sehr schwer.
      Die Möglichkeit bei einem Lebewesen über Leben und Tod zu entscheiden empfinde ich als eine riesige Verantwortung. Andererseits finde ich es auch gut die Möglichkeit zu haben einem Tier Leiden zu ersparen wenn es keine Hoffnung auf Besserung gibt.
      Du solltest dir keine Vorwürfe machen, du hast so entschieden nachdem dir der TA bestätigt hat, dass es keine Hoffnung auf Heilung gibt. Ich meine damit, dass du verantwortungsvoll für das Wohl deiner Maus entschieden hast.
      Du hast nicht über Leben und Tod entschieden, sondern nur über die Art wie deine Maus stirbt.

      Jedes Leben hat ein Ende und wenn ich die Möglichkeit habe dieses Ende so angenehm wie möglich zu gestalten, dann nutze ich diese Chance auch. Gerade um dem Tier leiden zu ersparen.

      Versuche es mal so zu sehen : als Chance deinem Tier zu helfen. Manchmal ist das Einschläfern lassen, das Einzigste was du für dein Tier noch tun kannst.

      ... ;( und die Verantwortung für ein Tier tut manchmal verdammt weh

    • Hallo Lizbeth,

      Zuerst mein Beileid. :(

      Ein Tier gehen zu lassen ist sehr schwer. Das kann ich gut nachvollziehen. Ich musste diese Entscheidung zweimal treffen und beide Male sind mit schwer gefallen. ;(

      Bei solch einer Entscheidung steht aber immer das Wohl des Tieres im Vordergrund und nicht das eigene. Man darf dabei niemals egoistisch sein, nur weil man das Tier gerne noch behalten möchte. Ein Tier hat es einfach nicht verdient am Ende qualvoll zu sterben, vor allem wenn man es so sehr ins Herz geschlossen hat.
      Lieber gehe ich den schweren Weg und setzte der Qual des Tieres ein Ende. Letztendlich leidet man ja sowieso mit, wenn das Tierchen sich unnötig quälen muss.

      Deine Entscheidung war definitiv richtig, da eure Mischka sehr wahrscheinlich nicht mehr gesund geworden wäre. Ihr habt Mischka geholfen und ermöglicht friedlich einzuschlafen. Keiner weiß, wie es gewesen wäre, wenn ihr den Schritt nicht gegangen wärt.

      Die Fragen "Was wäre, wenn wir es mit der Behandlung, etc. weiter versucht hätten? Wäre mein Mäuschen vielleicht doch wieder gesund geworden? Hätte es vielleicht noch ein paar Wochen oder vielleicht ein paar Monate haben können?" habe ich mir auch andauernd gestellt und hatte mit meinem Gewissen ziemlich zu kämpfen. Einmal dachte ich, ich hätte mein Tier umbringen lassen, obwohl es vielleicht hätte wieder gesund werden können. Nach ein paar Tagen hätte ich mich für diesen Gedanken ohrfeigen können.
      Wenn man wieder einen einigermaßen klaren Kopf hat und noch einmal auf die Zeit vor der Einschläferung zurückblickt, weiß man, dass dies die richtige Entscheidung war, weil es dem Tier wirklich nicht mehr gut ging. Mit dieser Einsicht geht es mir dann meist besser und ich weiß, dass es meinem Tierchen hinter der :rainbow: -Brücke wieder gut geht.

      Ich wünsche euch, trotz des Verlustes, frohe Ostertage. <3

      • Vielen Dank für eure lieben Antworten. Das hat tatsächlich geholfen. Vor allem die Aussage, dass man nicht über Leben und Tod entscheidet, sondern darüber, wie das Tier geht hat mir sehr geholfen. Trauig wird es immer bleiben, aber es schmerzt schon ein kleines bisschen weniger.
      Hoffen wir einfach, dass es ihr jetzt hinter dem wirklich besser geht. Außerdem wünsche ich uns allen, dass wir so etwas nie wieder entscheiden müssen... alle Mäuschen sollen einfach gesund steinalt werden und dann schmerzlos bei ihrer Familie einschlafen. (Wenn ich es mir ganz doll wünsche klappt das ja vielleicht sogar...)

      Ich bin jedenfalls froh hier auf offene Ohren zu stoßen, mit jeder Sorge und jedem Problem. Danke ❤️ Und euch auch frohe Ostern!
      <3
    • Hallo,

      bei mir musste auch vor gut einer Woche mein einer Renner eingeschläfert werden. Er hatte einen Tumor und war für eine Operation einfach zu alt. Ich habe ihn dann noch so lange Leben gelassen und verwöht, bis es nicht mehr ging. Der Tumor hat sich geöffnet. Er hat aber noch weiterhin gefressen aber man hat ihm angemerkt, das er nicht mehr mag. Die Tierärztin hat dann letzte Woche gesagt das es genau der richtige Zeitpunkt ist ihn zu erlösen. Es ist mir sehr schwer gefallen, aber für das Tier war es so bestimmt besser. Als er tot war hat sie sich den Bach nochmal angeschaut. Der Tumor war riesig und auch am eitern. Ich glaube es war die richtige Entscheidung für mein Mäuslein und ich bin eigentlich froh das man Tiere erlösen lassen kann und sie sich nicht so quälen müssen.

      Liebe Grüße Nelly

    • Lizbeth, ich hoffe es geht dir jetzt besser mit deiner Entscheidung. Die war sicherlich gut und für für's Mäusle das Beste.

      Ich habe ein mal viel zu lange gewartet, weil Herr Maus noch steinte und gefressen hat, was ich als Lebenslust interpretierte. Tatsächlich litt er (3,5 J.) unter einen riesigen, mittlerweilen offenen DD Tumor an dem er immer rumnagte und kratzte. Oft hilft es wenn eine unparteiische Person die Situation objektiv einschätzt, in diesem Fall mein netter Ex Micha, der einen Blick darauf warf und gesagt hat "der muss sofort eingeschläfert werden"... Selbst der TA meinte, es wäre mehr als Zeit dafür gewesen ;(

      Auch mit meinem geliebten Shaw Pong, half mir letzte Woche die Gemeinde bei der Entscheidung - besonders im Video kam es rüber wie ausgemergelt und wackelig er geworden ist.

      Ich habe ihn dann für eine letze Untersuchung beim TA gebracht (nichts mehr zu machen), und am nächsten Tag wurde er "eingeschläfert".

      Jedoch, ich hatte mir es ganz anders vorgestellt. Es war kein Augen zumachen und wegdämmern. Pong, der sowieso ziemliche Glubschaugen hat, kriegte eine Spritze im Bauch (da konnte ich nicht zusehen), dann lag er in meiner Hand. Es dauerte ca. 5-6 Minuten, in dem ich ihn immer seine Backe gestreichelt habe, Tränen liefen mir runter, und ich immer "Las los, Pong, las los" sagte...Es war so schrecklich...Er hatte zwar keine Krämpfe oder so, ABER - seine Augen quollen mehr und mehr vor, bis sie ihm schier aus dem Kopf geplatzt sind. Und so hauchte er seinen Leben aus - mit weit aufgerissenen Augen, die ich nach dem Tod nicht zumachen konnte.

      Jetzt mache ich mir totale Gedanken über diesen unschönen Anblick, und frage mich ob der Tod qualvoll war. Hier habe ich viel gelesen, dass es 2 Methoden gibt - zuerst Narkosespritze, dann Todesspritze, oder wohl, wie der Pong, gleich die Todesspritze.

      Wart ihr dabei, als es geschah, und wie hat sich das abgespielt bei Euch?

      Es lässt mich nicht los, und ich rufe morgen auf alle Fälle an bei der Praxis, ob es vielleicht T61 war und warum es keine 2 Spritzen gab.

      Leider hatte ich keine Ahnung wie das abgeht, und wurde auch nicht vor einer Wahl gestellt, welche Methode am schmerzlosesten ist für die Maus. Sollte es sich rausstellen, das die Praxis schlecht gehandelt hat, werde ich ihnen meine Meinung sagen und auch nie wieder hingehen.

      Aber es würde mir immens helfen, wenn ihr Eure Erfahrungen schildern könntet mit dem Einschläfern, und wie das ablief und vielleicht welche Methode angebracht wurde.

      Und warum, um Himmels Willen, würde ein TA die ein-Spritzen Methode benützen wenn es mit der 2-Spritzen Methode sanfter ist? Die Praxis ist sonst sehr nett, ob sie in Punkto Mäuse toll ist kann ich nicht wirklich beurteilen. Nicht etwas deswg. weil 2 Spritzen teurer wäre? Oh man, das wäre mir im dem Moment sowas von egal gewesen ;(

      Rest in peace, lieber Pong, hier letzte Bildchen am Abend davor - da sieht man das seine Augen schon so, von Natur aus, recht glubschig waren...

      "It's a strange and beautiful world" :rolleyes:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von snapcracklepop ()

    • Das erste Mal als ich eine Maus einschläfern lassen musste, war ich schon geschockt. Die TÄ hat eine große Menge mit dem Medikament gespritzt - das Tier war fast sofort tot - das war echt brutal, damit hatte ich nicht gerechnet. Die Augen sind auch hervor gequollen - bis wir sie beerdigt haben waren aber wieder normal.
      In der nächsten TA-Praxis war es leider nochmal so. Ich glaub die meisen TA-Praxen machen sich keine Gedanken, das der Besitzer da mitleidet -zumindest was so kleine Tiere angeht :/

      Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.
      Christian Morgenstern


      Mausige Grüße: Lucy,Dexter, Gizmo, Dia & Fe
    • Hallo Ihr!

      Meine Mäuse gingen bisher still und leise an Altersschwäche mit 4 und 4 1/2 Jahren. Aber meine Erfahrungen mit dem Einschläfern habe ich trotzdem - mit meiner knapp 20 jährigen Katze Jule und mit meinen 4 Degus.

      Für uns war es jedes Mal schrecklich, ganz klar, auch weil zu allen Tieren ein ganz besonderes Verhältnis bestand und sie ihr Leben lang bei uns waren. Die Entscheidung zu treffen ist unglaublich schwer, den richtigen Zeitpunkt zu treffen auch - zumal das menschliche Herz egoistisch ist und schwer begreift, dass man den letzten Moment manchmal bewusst herbeiführen muß.

      Alle meine Tiere waren zu dem Zeitpunkt sehr alt und alle unheilbar krank, wir hatten vorher Zeit zum Abschied nehmen - und um jeden tag wieder zu gucken, ob sie noch wollen oder eben nicht.

      Außerdem haben wir das Glück, dass bei allen 5en der Tierarzt ins Haus kam, wir kein totkrankes Tier durch die Gegend fahren mussten und wir einfach trauern durften - ohne quasi Publikum. Insbesondere auch für meinen Sohn war das sehr wichtig.

      Bei meiner Katze war mein Sohn noch zu klein. Der Tierarzt kam abends, als Zwerg längst im Bett lag. Der TA bestätigte, dass es an der zeit wäre, bei der Narkosespritze hatte ich Jule im Arm. Ihr Herz war stark, sie brauchte sehr lange zum Einschlafen - in der zeit ließ uns der TA allein und drehte eine Runde mit seinem Hund. Das empfand ich als unglaublich rücksichtsvoll. Als sie dann tief schlief, gab es die finale Spritze ins Herz. Es zerriß mir das Herz, aber es war richtig. Und auch wenn ich sonst nicht an Seelenwanderung und sowas glaube, so habe ich doch in der Folgenacht von Jule geträumt, sie kam zu mir und hat sich bedankt. Ob das nur mein Unterbewusstsein war, das mich entlasten wollte, keine Ahnung. Aber ich weiß, es war richtig - das war unendlich tröstlich. Sie blieb bei uns, mein Sohn durfte sich am nächsten Tag noch verabschieden (er hat eine Viertelstunde mit ihr gesprochen, saß neben ihr - das hat ihm geholfen zu verstehen. Allerdings hätte meine Mutter mich dafür am liebsten erschlagen, denn DAS konnte sie nicht verstehen.) und dann bekam sie einen schönen Platz im Garten.

      Bei den Degus war mein Sohn dabei - er hatte schon vorher, als seine erste Maus ein DD-Problem hatte, ganz klar gesagt, dass er die Verantwortung hat und sollte es nicht operable sein, würde er die Entscheidung treffen und dabei sein. Glücklicherweise wurde die Maus die DD los und lebte danach noch über 1 Jahr glücklich und zufrieden. Was ich damit sagen will ist, dass ihm sehr wohl klar war, was passiert, ich hatte vorher viel erklärt - wäre er in dieser Hinsicht nicht schon so groß, hätte ich ihm das niemals erlaubt.

      Die Degus, einer ging im Januar 16, die anderen drei folgten am 1.11.16, waren alt, alle unheilbar krank, alles was man tun kann, war getan, unsere TÄ hatte bestätigt, dass man nichts mehr machen kann, nicht mal mehr Linderung gab es. Beide Mal kam die TÄ ins Haus, wieder kein Streß für irgendwen. Immer gab es erst eine Narkose, und erst als die Tiere tief schliefen (keine Reflexe und gar nichts mehr), gab es die Spritze ins Herz.

      Es war bei allen sehr traurig, bei keinem haben wir uns die Entscheidung leicht gemacht, bei allen war es an der Zeit - unendlich schwer, aber richtig und notwendig. Somit bin ich bei aller Trauer mit jeder dieser Entscheidungen absolut mit mir im Reinen, meine Familie ebenso.

      Ich würde meine Tiere NUR auf diese Art gehen lassen. Ich weiß, es gibt verschiedenste Mittel, ich weiß auch, dass eines dieser Mittel starke Schmerzen und ein furchtbares brennen verursacht - und soweit ich weiß, DARF ein Tierarzt nicht ohne vorherige Narkose einschläfern - so sagte meine TÄ auf Nachfrage. Ob das tatsächlich so stimmt, weiß ich nicht, ich habe nicht gegoogelt. Ich weiß aber definitiv für mich, dass mir kein TA ins Haus käme, der das anders machen will. Ich durfte jetzt 5 mal erleben, dass der Weg sanft und weitgehend schmerzfrei sein kann - mit diesem Wissen könnte ich nichts anderes akzeptieren oder ertragen.

      Es tut mir sehr leid für alle, die einen TA erwischt haben, dem das bei einem Kleintier scheinbar nicht wichtig ist. Macht Euch keine Vorwürfe, man ist in einer Ausnahmesituation. Du, Snap wolltest und musstest Pong helfen - Du wolltest das beste für ihn, und das weiß er.

      LG
      ViererWG

      Hier nagen die Renner Bruno und Krümel.
      Tschüß Sternchen, grüß Deinen Bruder Graustreif - ihr fehlt uns so sehr! Kleiner Dancer, auch Dich werden wir nie vergessen!
      Seit 01.11.2016 ganz ohne Degus - Jungs Ihr ward großartig, Danke, dass Ihr fast 7 Jahre bei uns gewohnt habt! Und nun ist auch Hektor gegangen - auch Du fehlst!
    • Meine zwei Tierchen haben immer erst eine Narkosespritze bekommen und danach die Überdosis. Bei beiden malen war es so, als würde das Tier friedlich schlafen. Kein hervorquellen der Augen oder sonstiges. Ich kenne das persönlich auch nur mit zwei Spritzen. Mein TA würde das niemals mit nur einer machen.
      Das käme mir mit einer Spritze wirklich wie eine Qual vor, wenn ich ehrlich bin. :/

    • Ratten sind leider sehr krankheits- und tumoranfällig. Daurch dass ich nur Notfelle hatte und diese dazu noch denkbar schauerliche Vorgeschichten hatten, konnte ich leider keine einzige Nase daheim in Ruhe entschlafen lassen.
      Ich gehe jedes Mal durch meine persönliche Hölle. Ich mache mir immer Vorwürfe und zerdenke ob es wirklich der richtige Zeitpunkt war. Noch heute triggert mich der Faden hier massiv und ich habe mehrmals geweint wegen der Bilder, die sich in mein Bewusstsein zurück schleichen.
      Es ist jedes Mal furchtbar für mich, aber es ist eine Notwendigkeit sich um die Tiere zu kümmern bis zum letzten Atemzug wenn man einmal die Verantwortung für sie übernommen hat. Das bedeutet auch, dass man sie nicht unnötig leiden lässt.
      Ganz offen: Ich war bei meinen Großeltern sehr eingebunden als sie abgebaut haben. Es ist eine Schande wie man sie damals trotz Patientenverfügung gegen ihren Willen zurückgeholt und am Leben erhalten hat in einem Zustand, den diesen wirklich sehr stolzen und reservierten Menschen als absolute Demütigung empfunden haben als sie noch bei klarem Verstand waren und deshalb ihre Patientenverfügungen geschrieben haben. Dieses Weiterführen des Leids nur um sie mit so vielen Mitteln wie es gerade noch legal war dank der Verfügungen am Leben zu erhalten habe ich als schrecklich empfunden. (Und bevor wir uns warum auch immer falsch verstehen: Ich wollte sicherlich nicht, dass meine Großeltern ableben. Aber ich wusste dass der Zustand, in dem sie künstlich erhalten wurden, für sie das war, was sie unbedingt verhindern wollten. Diese Ohnmacht und die arrogante Selbstherrlichkeit des medizinischen Personals die Wünsche und die Würde meiner Familienangehörigen mit Füßen zu treten werde ich wohl nie komplett überwinden.)

      Deshalb nehme ich die Verantwortung gegenüber meinen pelzigen Mitbewohnern sehr ernst. Auch wenn es mich zerreißt und ich jedes Mal das Gefühl habe sie zu ermorden, so geht es bei der Sache nicht um mich, sondern darum den Tieren keine unnötigen langen und qualvollen Tage und Stunden zuzumuten nur damit ich mich vor der Entscheidung das zu beenden drücken kann.


      Meine TA-Praxis gibt einem dann immer einen Termin ganz am Ende des Tages damit man nicht zur Stoßzeit noch mit dem Tier warten muss und die TÄ mehr Zeit hat das Tier nochmal zu untersuchen und der Entscheidung dann zuzustimmen.
      Sie ist sehr einfühlsam und gibt auch immer zuerst eine sehr großzügige Narkose. Die meisten meiner Tiere sind schon immer daran verstorben weil sie eben so geschwächt waren. Ich meine 2 oder 3 Mal war die 2. Spritze nötig.

      Ich wünsche allen, die diesen Weg vor sich haben, viel Kraft.

    • Hallo Snap,
      das blöde ist halt die Tierklinik, wo ich meistens bin ist eine dreiviertel Stunde weg und mit totkranken, sterbenden Tieren so lange noch zu fahren, möchte ich nicht.
      Ich werde das nächste mal zu einer TÄ im Nachbarort gehen - hier war ich grad als es um die Bisswunden bei Rocky ging. Die hatte ich von der Züchterin Rennmausliebe.de empfohlen bekommen.
      Ist schon blöd, die hier im Ort ist 3 Straßen weiter, kennt sich aber nicht so gut mit den Rennern aus und das Einschläfern war schlimm.

      Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.
      Christian Morgenstern


      Mausige Grüße: Lucy,Dexter, Gizmo, Dia & Fe
    • Danke für eure einfühlsame Berichte, es ist ein wichtiges Thema.

      Ach herrje, dass heisst es wäre auch anders gegangen...mit einer vorherigen Narkose. Wie schrecklich für Pong.

      Habe gerade hier im Rennmaus > Gesundheit > Tod der Rennmaus > Tod durch einschläfern nachgelesen:

      "Bei einer Einschläferung wird das Tier zunächst durch eine mit einem
      Schmerzmittel gefüllte Spritze betäubt. Oft werden auch sanftere
      Methoden, beispielsweise eine Narkose durch Gase, angewendet. Dadurch
      spürt es kurze Zeit später nichts mehr. Dieses ist notwendig, da in
      Deutschland nur betäubte Tiere eingeschläfert werden dürfen.
      Anschließend wird dann die Spritze mit dem tödlichen Serum gegeben.
      Diesen Einstich spürt die Rennmaus nicht mehr und bald darauf stellt
      sich der Herztod bei ihr ein."

      Vielleicht kann man dies ergänzen mit etwas wie - "bitte auf vorherige Narkose insistieren, nicht alle TA machen dies automatisch".

      Ich bin total schockiert und rufe morgen in der Praxis an, oder gehe da vorbei und frage den Dr. Lenhardt persönlich. Es sein denn, er kann mir klar machen dass es eine leidensfreie 1-Spritzen-Methode gibt, hat er mich als Kundin verloren.

      "It's a strange and beautiful world" :rolleyes:
    • Warum muss ich da immer selber zuerst durch (meisstens mit negativ-Erfahrungen) bevor ich was lerne ?( ?

      Haare rauf X(

      Es gibt ja hier im Forum eine umfassende, downloadbare "gute TA Praxis" Liste, und die nächste Praxis in Korb ist auch nur 15-20 Minuten entfernt.

      Irgendwie glaube ich das ich dooferweise an das Beste im TA/Tier/Mensch glaube, und mir gar nicht vorstellen kann, in ein so reglementieres Land wie Deutschland, dass es unter den TA Praxen solch schwarze Schafe gibt.

      X(

      "It's a strange and beautiful world" :rolleyes:
    • Leider gibt es immer schwarze Schafe und wir als Tierhalter müssen mitunter schmerzlich diese Erfahrung machen...tut mir echt leid Snap was da passiert ist.Ich kenne das auch nur, daß die Tiere eine Narkose bekommen und dann erst das tödliche Mittel, wobei einige auch schon an der Narkose versterben und das aber innerhalb weniger Sekunden!

      Und ich finde auch, daß es ne schwere Entscheidung ist wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist...aber anderseits das auch ne wikliche Erlösung von Leid sein kann!(bevor mir ein Tier quallvoll unter den Händen wegstirbt, nutze ich lieber eine humane Art der Einschläferung)
      Leicht ist das dennoch nicht und ich glaube man wird sich auch nie wirklich dran gewöhnen können...das erste Mal ist dennoch das Schlimmste.(ging mir damals zumindest so)

      Aber es stimmt, das Tier würde auch so sterben und das sicherlich um einiges qualvoller...wir nehmen ihm damit einiges an Leid und mir hilft dieser Gedanke.

    • Meine Tierärztin benutzt das Mittel "Narkodorm" mit vorheriger Narkose. In der Packungsbeilage dazu steht

      https://imedikament.de/narkodorm schrieb:

      Euthanasie

      Narkodorm®wird vorzugsweise rasch intravenös verabreicht. Eine schnelle, schmerzlose und sichere Wirkung ist aber auch bei einmaliger intraperitonealer, intrababdominaler oder intrakardialer Injektion gewährleistet, sofern die intravenöse Anwendung nicht möglich ist. In diesen Fällen sind Hunde und Katzen vor der Euthanasie unbedingt zu sedieren oder zu anästhesieren.
      Wenn ich das richtig verstehe, ist es also theoretisch möglich nur mit einer Spritze einzuschläfern, WENN das Mittel intravenös gegeben werden kann. Vermutlich macht es aber bei Nagern Sinn, sie trotzdem vorher zu betäuben. Meine Tierärztin macht das trotz Narkodorm vorher immer.

      Vielleicht ist hier ja jemand unterwegs, der mit dem Einschläfern praktisch und öfters zu tun hat und genaue Auskunft geben kann, wie das abläuft und was Vorschrift ist.
    • Myon schrieb:

      Wenn ich das richtig verstehe, ist es also theoretisch möglich nur mit einer Spritze einzuschläfern, WENN das Mittel intravenös gegeben werden kann
      Und gerade da liegt anscheins der Haken - es ist wohl schwierig bei Kleinnagern die "Venen" zu finden. Also, Spritze in den Bauch aber wie die Anleitung sagt "Nur mit vorherige Sedierung".

      Somit ist es eigentlich klar, das der Dr. Lenhardt falsch gehandelt hat.

      Ich habe in der Praxis angerufen und erwarte heute Nachmittag noch seinen Rückruf.

      @univers,
      danke für den Link - ist gut beschrieben. Also ist es normal dass die Augen auf sind in Narkose. Gruseligerweise bei den Menschen wohl auch, und die Augen müssen stets befeuchtet werden oder zugeklebt werden O_o .

      Ach mensch, doof. Armer Pong. Das hat er echt nicht verdient :_(
      "It's a strange and beautiful world" :rolleyes: