Einschläfern- Wie habt ihr es erlebt?

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    • Wir mussten letztes Jahr 2 unserer Mäuse einschläfern lassen. Auch wenn es für mich sehr schwierig war, so war mir doch wichtig, dass ich sie auf ihrem letzten Weg begleite. Immerhin habe ich sie aus ihrer vertrauten Umgebung heraus geholt und zum TA gebracht, da sollten sie zumindest bis zum Schluss einen vertrauten Menschen um sich haben.

      Frieda hat zunächst eine Narkosespritze unter die Haut bekommen. Die TÄ warnte uns vor, dass das Medikament ziemlich "brennen" würde. Frieda hat mich deshalb zunächst leicht gezwickt (ich habe sie in meinen Händen gehalten) und dann auch gebissen als sie merkte, die TÄ hört mit der Spritze nicht auf. Erst als sie fest eingeschlafen war, hat sie eine 2. Spritze in den Brustkorb erhalten und war innerhalb von ganz kurzer Zeit tot.

      Amy hat nur eine Spritze, ein überdosiertes Narkosemittel, unter die Haut bekommen. Sie war aber schon sehr schwach als wir beim TA waren. Amy ist dann innerhalb von ein paar Minuten friedlich eingeschlafen und gestorben.

      Insgesamt empfand ich die 2. Spritze, die Frieda in den Brustkorb erhalten hat, für mich sehr belastend, auch wenn Frieda sicher nichts mehr davon gemerkt hat. Ich erinnere mich noch, dass ich der TÄ in diesem Moment laut "Stop! Sie verletzen Frieda doch!" zurufen wollte. Total absurd, wenn man sich den Grund unseres TA-Besuchs vor Augen hält...

      Warum Friedas Narkosemittel so sehr gebrannt hat und Amys nicht (oder war Amy schon so geschwächt, dass sie nicht mehr entsprechend reagiert hat?), ist mir ein Rätsel. Aber ich hatte auch keine Muße nach der Einschläferung mit den TÄ darüber zu reden. Man sollte sich wirklich im Vorfeld darüber erkundigen, denn wenn es wirklich soweit ist, ist es zumindest für mich ein seelischer Ausnahmezustand, in dem ich mich mit solchen Fragen nur schwer beschäftigen kann bzw. möchte.

    • Little Cleo schrieb:

      Man sollte sich wirklich im Vorfeld darüber erkundigen, denn wenn es wirklich soweit ist, ist es zumindest für mich ein seelischer Ausnahmezustand, in dem ich mich mit solchen Fragen nur schwer beschäftigen kann bzw. möchte.
      Little Cleo, da kann ich nur zustimmen.

      In der Euthenasie Phase ist es schwer logisch zu denken und die richtige Fragen zu stellen.

      Ich habe erst am Tag danach angefangen, mir Gedanken über Pong's Todesart zu machen. Und ich bin sehr froh, dass ich beim TA noch mal angerufen habe, um mir das alles erklären zu lassen - was für ein Medikament, warum nur 1 Spritze etz. Es ist nie zu spät nachzuhaken.
      "It's a strange and beautiful world" :rolleyes:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von snapcracklepop ()

    • snapcracklepop schrieb:

      @univers
      Du Arme, hoffentlich keine Narkose-OPs in der Zukunft X/
      Ich bin ein er und weitere Operationen sind mir glücklicherweise erspart geblieben....wobei ich den Zustand der Narkose wirklich toll fand, wann hat das Gehirn mal sonst nichts zu tun.(blöd ist nur wenn die vergessen einem was gegen Übelkeit zu geben obwohl bekannt ist, daß man die Narkose nicht verträgt)

      Mein Opa väterlicherseits ist während einer Herz Op verstorben...er war auch schon über 70 und ich denke, daß war einerseits echt doof gelaufen, anderseits hat er einen sehr angenehmen Tod gehabt und nichts mitbekommen.(immerhin wünschen wir uns ja alle einfach ins Bett zu gehen und friedlich einzuschlafen)

      Und es gibt genug Menschen, die auch gerne die Option Euthanesie hätten, wenn sie nur noch dahin siechen aufgrund von Erkrankungen...
    • @univers
      Ein Mann! Ein Mann! :D

      Wo ist dein Avatar?

      Apropos Menschen-Euthenasie: mein bester Kumpel Peter sein Papa (jetzt 93 J. alt) ist seit 30 Jahren ein aktives Mitglied in der "Hemlock Society" - eben so ein selbstbestimmender Tod Verein. Jetzt ist seine Frau an Alzheimer erkrankt, und er ist zu alt um die Reise in die Schweiz anzutreten - so kann es auch gehen...

      Zum Glück ist Micha's Ömiken Prinzessin heute morgen zwischen 3 und 6h morgens gestorben, also mussten wir sie nicht wie geplant Samstag beim TA einschläfern lassen. Sie sah sehr friedlich aus, ausser einen nassen Popo - aber dass ist glaube ich normal.
      Wir haben sie in meinen Gartengrundstück begraben, wo ich endlich einen geeignetes Plätzchen designiert habe - wo ich garantiert nicht irgendwann ein Baum oder Strauch pflanzen will und wieder anfange zu graben...Jede Maus hat dann einen kleinen Gedenkstein mit seiner Farbe (psst, klaue ich vom Rewe Parkplatz).

      So gesehen, war es ein natürlicher Alterstod mit 4,5 Jahren. Bis zuletzt war sie noch topfitt. Der Kamp zog sich über ca. 1,5 Tage hin - Augen zu, ziellos und rastlos rumirren. Aber noch bis zuletzt mit Gusto Spaghetti Nudeln gefressen :love: . Pinienkerne waren schon zu schwierig.
      "It's a strange and beautiful world" :rolleyes:
    • Hm, ich weiß ja nicht was für ein AvaterBild Du nun erwartest... ;)

      Tut mir leid, daß die Maus nun verstorben ist, aber sie ist ja mega alt geworden und konnte zu Hause friedlich einschlafen....ich denke sowas tröstet doch ganz schön.(man/frau weiß ja nie, wie lange sie nicht doch schon schwächelte, die Kleinen verstecken das ja leider zu gerne bis gar nichts mehr geht)

    • Hallo!

      Nach über 20 Jahren Renner-Haltung habe ich schon eine ganze Reihe Fellnasen einschläfern lassen. Ich hab's jetzt nicht durchgezählt, aber es könnte sogar sein, dass die Mehrzahl meiner Tiere eingeschläfert wurde und nicht daheim starb. Eines Tages im Alter tot im Gehege, da fallen mir spontan nur 3 ein. Dass ich meistens mit Todeskandidaten zum TA gehe (entweder zum Einschläfern oder die Maus stirbt kurze Zeit später, weil nicht behandelbar, TA findet nix etc.) hat auch dazu geführt, dass ich wirklich immer mit einem Gefühl im TA-Wartezimmer sitze wie andere beim Zahnarzt vor einer Mega-OP, auch wenn ich doch mal wegen was eher harmlosen da bin.
      Von früher hätte ich auch noch ein paar weniger schöne Geschichten Lager. Eines meiner schlimmsten Erlebnisse war, als sich nach ewiger Wartezeit im überfüllten Wartezimmer herausgestellt hat, dass nur die TA-Helferin und nicht der TA da war. Die hat dann im Nebenzimmer mit dem TA telefoniert und 1 Spritze gesetzt. Es war ihr anzumerken, dass sie das noch nie gemacht hatte.... Schnappatmungen, rausquellende Augen etc. kenn ich auch. Zu diesem TA gehe allerdings schon länger nicht mehr.

      Mein jetziger TA betäubt die Renner mit Inhalationsnarkose und setzt dann die tödliche Spritze. Welches Mittel verwendet wird, weiß ich nicht, habe bislang nie danach gefragt. So wie in der Praxis mit Patient und Maus umgegangen wird, gehe ich allerdings davon aus, dass hier wirklich "ordentlich" gearbeitet wird. Zwar sind die Tierärzte dort keine ausgewiesenen Renner-Experten (diesbezüglich bin ich in meiner Ecke auch nach 20 Jahren noch nicht fündig geworden, Empfehlungen nehme ich gerne entgegen), aber es werden selbstverständlich auch Kleinnager und deren Besitzer ernst genommen. Die Leute setzen sich wirklich ein, nehmen sich Zeit und sind auch bereit, dazuzulernen. Beim letzten Mal ging die TA für die Inhalation mit meiner Maus in ein anderes Zimmer (weil sich dort das Gerät befand), ansonsten war ich bislang bei allen Schritten mit dabei.

      An das Einschläfern an sich habe ich mich - so brutal es klingt - fast schon gewöhnt, auch wenn es nie schön ist. Was mich mittlerweile mehr belastet als der Vorgang an sich ist die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt, die Frage nach dem "was will die Maus" und das Zusehen und nicht helfen können, wenn die Maus vorher krank ist (was ja regelmäßig der Fall ist). Ich selbst neige ja eigentlich eher zu "lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende", also Euthanasie wenn klar ist, dass nix mehr zu machen ist. So würde ich das auch für mich wünschen, wobei ich nicht ausschließe, dass sich das noch ändert, wenn ich nicht mehr 36 Jahre und gesund, sondern alt und gebrechlich(er) bin. Aber was will die Maus? Und würde jede Maus das gleiche wollen, wenn man sie fragen könnte? Dass die Kleinen als Beutetiere Schmerzen und Leid kaum anzeigen, macht das ganze nicht leichter. Auch möchte ich keinem meiner Tiere die doch immer stressige Fahrt zum TA zumuten, wenn es in den nächsten Stunden sowieso friedlich daheim im gewohnten Umfeld einschlafen würde. Sowas hatte ich auch schon. Andererseits gab's da halt auch noch meinen PuschkinBlack: der stellte, fast 4 Jahre alt, einfach fressen und trinken ein und legte sich in seine Schaukelnuss. Der TA konnte außer Alter nix finden und meinte, Puschkin werde sich wohl in den nächsten Tagen verabschieden. Am Anfang sah es auch noch sehr friedlich aus, wie er so in seiner Nuss dahinträumte. Das ganze endete dann damit, dass ich 5 Tage später doch zum TA fuhr, da Puschkin völlig ausgetrocknet, aber am Leben in einem Gang im Gehege lag. Wenn man an der Haut zog, ging die Falte schon gar nicht mehr richtig wieder zurück. Ich konnte es einfach nicht mehr mit ansehen. So ein Siechtum möchte ich meinen Tieren (und das Zuschauen dabei mir selbst, das gebe ich ganz egoistisch zu) ebenfalls ersparen. Aber auch hier weiß ich natürlich nicht, was die Maus will. Leidet sie? Hat sie Schmerzen? Nimmt sie das einfach als gegeben hin? Oder ist sie geistig schon soweit weg, dass sie ihren körperlichen Zustand und das Drumherum gar nicht mehr mitkriegt? Auf der einen Seite kann man sagen, das Sterben gehört zum Leben dazu, das ist alles ein natürlicher Prozess. Auf der anderen Seite, liegt in der Natur aber wohl kaum eine Maus mehrere Tage im Sterben, sondern landet schon vorher im Magen irgendeines Fressfeindes.

      Diese Ungewissheit in allem, das Entscheidenmüssen für ein anderes Lebewesen, finde ich am Schlimmsten an der ganzen Sache. Deshalb hoffe ich auch bei jeder neuen Maus, dass sie im Alter einfach friedlich zu Hause einschlafen kann.

      Gruß

      Grauwölfin

      Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgehen wird, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht (V. Havel)
    • Ich denke, die Maus nimmt alles, was passiert, als gegeben hin - denn in ihrer Welt und in ihrer Wahrnehmung gibt es nichts außer mit geht's gut, mir geht's schlecht, aber ich kann meinen Platz behaupten, ich verkrieche mich, denn es geht mit so schlecht, dass das Ende naht.

      Ich glaube nicht, dass eine totkranke Maus in der Natur sich dem nächsten Freßfeind vor die Nase schleppt in der Hoffnung auf ein schnelles Ende - höchstens instinktiv, um den feind vom Nest und der Sippe wegzuhalten.

      Sicher will sie aber entweder ihr normales Leben leben ohne aus der Gruppe geschmissen zu werden - und wenn schon sterben, dann bitte zügig und qualfrei - Qualen würde sicher kein Lebewesen freiwillig ertragen.

      Und das macht es schwierig mit dem Zeitpunkt. Unsere zwei ersten Mäuse gingen hier zuhause von allein. Sie waren 4 und 4 1/2 Jahre alt, bis auf die letzten 2-3 Tage ihrem Alter entsprechend munter, Gewicht und Fell waren gut - alt, aber fit. Dann wollten beide (im Abstand von einem halben Jahr) nur noch wenig Kontakt zur Partnermaus, zogen sich in eine ruhige Ecke zurück, nahmen noch einen Tag Wasser aus der Pipette und ein Kernchen aus der Hand - danach wollten sie auch das nicht mehr. Sie wirkten abwesend, als wäre ihr "ich" schon so gut wie weg, nur der Körper hatte das noch nicht gemerkt. Hätte sich das Sterben länger hingezogen, wären sie ausgetrocknet oder 3/4 verhungert, hätte ich eingegriffen, natürlich. Aber so war es sehr friedlich, der Kumpel guckte immer nochmal vorbei, ging dann aber auch wieder. Es fühlte sich gut an und schien, als wäre es für beide Tiere und ihre Partner so in Ordnung. Beide Tiere saßen beim Warten auf das Ende offen auf der Streu in einer Mulde - gestorben sind sie beide unterirdisch. Als wir morgens aufstanden und die entsprechende Maus nicht mehr auf ihrem Platz saß, haben wir sofort gesucht. Eine der Mäuse ist in einer Klorolle gestorben und sein Kumpel hat versucht ihn zu beseitigen - das ist der unschöne, wenn auch der Natur entsprechende, Aspekt an dem "in Ruhe gehen lassen".

      Ich wünsche allen, die vor dieser unglaublich schweren Entscheidung stehen, ein gutes Händchen für den richtigen Moment - und macht Euch hinterher keine Vorwürfe. Denn wenn man das beste für das Tier will, den eigenen Egoismus im Griff hat, wird man das richtige tun. Ob das Tier, könnte es uns dieses mitteilen, das auch in dem Moment so sieht, werden wir nie erfahren. Aber ein Tier lebt eben auch im jetzt, kann nicht erfassen, ob ein Leiden in 2 Wochen durch Heilung besser wird oder eben keine Hoffnung besteht. Unsere Verantwortung, schwer, aber ganz allein unsere.

      LG
      ViererWG

      Hier nagen die Renner Hektor und Krümel
      Tschüß Sternchen, grüß Deinen Bruder Graustreif - ihr fehlt uns so sehr! Kleiner Dancer, auch Dich werden wir nie vergessen!
      Seit 01.11.2016 ganz ohne Degus - Jungs Ihr ward großartig, Danke, dass Ihr fast 7 Jahre bei uns gewohnt habt!
    • Es ist spannend, dass die Partner das irgendwie auch merken und irgendwann akzeptieren.

      ViererWG schrieb:

      Aber ein Tier lebt eben auch im jetzt, kann nicht erfassen, ob ein Leiden in 2 Wochen durch Heilung besser wird oder eben keine Hoffnung besteht.
      DAS ist wohl das größte Problem, dass wir Menschen haben. Hoffnung. Wobei ich natürlich nicht sagen will, dass Hoffnung ansich ein Problem ist. Aber derzeit stehe ich auch vor dieser Frage. Wird sich Maus wie die letzten Male wieder berappeln oder wird sie nicht? Geht es ihr wirklich schlecht oder nicht? Wirklich Heilung gibt es nicht, aber gute und schlechte Phasen, wie bei diversen "Menschenkrankheiten" eben auch. Wie schlimm sind die schlechten Phasen und sind die guten Phasen so gut, dass sie die schlechten rechtfertigen? Das sind gerade so meine Überlegungen und eine Entscheidung werde ich sicher nicht leichtfertig treffen, denn in den guten Phasen habe ich eine "gesunde" Maus, die sich durch nichts von den tatsächlich gesunden unterscheidet. Das ist wirklich schwer und ich hoffe,... ich muss darüber nachdenken.

      Aber mit der Aufnahme des Tieres übernehmen wir in jeder Hinsicht die Verantwortung. Wir bekommen die niedlichen, putzigen Momente und wir bekommen "die Scheiße" in jeder Hinsicht und damit müssen wir leben, bzw. dafür sollte sich jeder auch ganz bewusst entscheiden.
    • Ich drück die Daumen, daß die Maus sich doch nochmal berappelt!

      (Du hast recht, wir hoffen bis zum Schluß...aber ich habe auch schon Menschen erlebt, die hatten trotz guter und heftiger Schmerzmittel nach einer großen Op dennoch so schlimme Schmerzen, daß sie indem Moment sofort ner Erlösung zu gestimmt hätten, obwohl sie wußten, daß die Schmerzen wieder vergehen...meist sogar schon nach 1-2 Tagen erträglich/er waren)

    • Ich wollte mal berichten, wie die Euthanasie von Perser Snap war. Ich war ja ziemlich traumatisiert von Pong's einschläfern letztes Jahr, mit Nackengriff, Spritze in Bauch und rausquellenden Augen. Schrecklich war es.

      Im Gegensatz zu gestern - Perser Kastrat Snap (4,5 J. alt) ging es schon 2 Wochen nicht so gut, TA hatte keine Gründe gefunden. Er frass und trank nicht mehr, sass nur noch auf dem Heizstein und wirkte matt.

      Ich habe ein Termin mit der TA Praxis Schwarz-Kugele in Korb gemacht, da hatte ich mit Cleo schon gute Erfahrungen mir der netten jungen Frau Dr. Ziegler.

      Dieses mal war alles ganz anders, ich fühlte mich und Snap gut aufgehoben. Die TÄ wickelte ihn sanft in ein Handtuch, hat ihn gründlich untersucht, und staunte wie gut er noch aussah für 2 Wochen ohne fressen, er hat wohl von seine Fettreserven gelebt. Unter dem dicken Fell war er schon total abgemagert, und er als Oberkämpfer hat sich kaum gewehrt. Da er keine Chance mehr hatte, fiel die gemeinsame Entscheidung ihn einschläfern zu lassen.
      Sie hat mir aber auch die Wahl gegeben, eine Intensivbehandlung zu machen, jedoch mit kaum eine Chance für Erfolg. Immerhin, sie hat es angeboten.

      Die TÄ hat ihn sanft in das Handtuch gewickelt, ganz vorsichtig und gezielt in dem oberen Bauchraum gespritzt, und ihn zart auf dem Handtuch auf den OP Tisch gelegt. Eine Ecke des Handtuchs hat sie über seinen Kopf gelegt, damit es dunkel und ruhiger ist. Leider wehrte sich Snap wohl gegen die Narkose, nach 8 Minuten atmete er immer noch und wackelte sogar 2 mal davon. Die TÄ staunte, er würde doch schon gar nichts mitbekommen. Snap hat nicht gejapst, hat sich ins Handtuch festgebissen und wurde stiller.
      Da sie ihn kein zweites Mal pieksen wollte mit einer Spritze, hat sie ihn samt Handtuch in die kleine Inhaltationsnarkosenbox getan, wo er friedlich einschlief.

      Die Augen waren auf, er sah sehr ruhig aus.

      Die TÄ hat alle meine Fragen beantwortet (auch über Sachen wie Zähne schneiden und DD OPs), war warmherzig, geduldig, interessiert und ruhig. Sie hat mich nicht bedrängt, und fand das Snap ein tolles Tier war. Alles in allem (mit Untersuchung, Narkosespritze, Wartezeit und Inhalationsnarkose) hat es gut 40 Minuten gedauert. Sie war die ganze Zeit dabei.

      Zu meinem grossen Erstaunen war die Rechnung gerade mal €8,50 für 1x Euthanasie.

      Als ich der TÄ nachmittags noch eine email schickte, hat sie Abends gleich geantwortet.

      Ich bin Dr. Ziegler sehr dankbar, dass sie Snap so sanft in den Tod begleitet hat.

      Hier ist der Link zu ihrer Praxis, kann ich nur empfehlen:

      tierarztpraxis-korb.de/

      Zuhause habe ich den Körper von Snap genau untersucht und fand den Grund seines abbauens - er hätte keine Chance gehabt, so war es die richtige Entscheidung ihn gehen zu lassen.

      "It's a strange and beautiful world" :rolleyes:
    • Das ein Ta sich da 40 Minuten Zeit lässt ist wirklich außergewöhnlich.
      Habe ich noch nicht erlebt das es so lange dauert.
      Was für ein besonders starkes Tier der snap war,wie gut, das du sofort nach deiner Ankunft zum TA bist,das hätte sich sonst noch länger hin gezogen.
      Ich hoffe du kommst bald zur Ruhe und behälst die schönen Momente in Erinnerung.

      Ich bin immer völlig erschöpft wenn ich ein Tier einschläfern lassen muß,Das ist immer eine schreckliche Endscheidung ,aber auch das gehört zur Tierhaltung dazu.
      Lg Orio :(

    • Hallo, da kann ich aus gegebenem Anlass auch etwas zu sagen...
      Gestern musste ich ja leider Runa einschläfern lassen. Trotz dass ich schon mein Leben lang Tiere halte musste ich bisher noch nie ein Tier einschläfern lassen. Ich fand es sehr schwierig die Entscheidung zu treffen, aber Runa hat so offensichtlich gelitten, das konnte ich einfach nicht mit ansehen.
      Da unsere gewohnte Tierarztpraxis geschlossen war bin ich dann zu einer anderen gegangen. Die Ärztin dort war großartig. Sie hat sich Runas Geschichte genau angehört, sie sehr sanft untersucht und gesagt, dass man diverse Behandlungen versuchen könnte, dies aber lediglich ein herumprobieren sei und mit geringer Erfolgsaussicht, aber viel Stress für das Tier verbunden sei. Vor dem einschläfern hat sie mir alles genau erklärt und mich gefragt ob ich dabei bleiben möchte. Dann konnte ich selbst Runa in eine Box setzen, in welcher ein Tupfer mit Betäubungsmittel lag. Runa ist darin fast sofort eingeschlafen. Dann erst hat die Ärztin ihr die Spritze gegeben. Trotz dass sie schlief hat Runas Körper noch etwas gezuckt, das war nicht schön, aber die Ärztin ist ganz lieb damit umgegangen, hat leise gemurmelt und gestreichelt. Dann abgehört ob das Herz auch sicher nicht mehr schlägt. Danach konnte Runa wieder zu Flip in die Box, damit er Abschied nehmen konnte. Auch mit ihm war die Tierärztin sehr lieb und hat noch eine Kotprobe vor der neu-vg angeraten.
      Das ganze war vergleichsweise teuer (33euro), aber wenn ich lese, wie es auch ablaufen kann, jeden Cent wert.
      Ich fand das sehr respektvoll und gar nicht nach dem Motto "nur eine Maus".
      Liebe grüße, Nora

    • Nora, die Tupfermethode hört sich toll an - war das chloroform? Kannst du nachfragen? Noch nie davon gehört.

      Dass es so viele Methoden gibt... ?(

      Orio, ich fand es auch schön das die TÄ so viel Zeit genommen hat für Snap. Ich hätte es nicht erwartet, aber bin sehr froh dass sie da war.

      "It's a strange and beautiful world" :rolleyes:
    • Leider haben wir schon einige Rennmäuse einschläfern lassen müssen. Das letzte Mal war nicht so gut, auch wenn ich weiß, dass Lili davon wohl nichts gespürt hat. Sie hat zunächst eine Narkose unter die Haut bekommen und durfte in der Transportbox bei ihrer Freundin einschlafen. Die endgültige Spritze hat sie dann in den Brustraum bekommen. Ihr sind dabei die Augen aus dem Kopf gequollen. Es war furchbar anzusehen; ich habe immer noch das Bild vor Augen. Die Ärztin meinte zwar, es sei normal, aber irgendwie war das nicht bei allen unseren Mäusen so.

      Wisst ihr vielleicht, ob das vom Medikament abhängt?

    • Little Cleo, auch beim Pong sind die Augen schier aus dem Kopf geplatzt - vielleicht baut sich ein innerer Druck auf, dass ist sicherlich nicht schön für die Maus.

      Vielleicht könnte jemand die in einer TA Praxis arbeitet oder sich auskennt sagen, warum das manchmal passiert, und ob es weh tut?

      "It's a strange and beautiful world" :rolleyes: