Fütterung mit Obst

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    • Fütterung mit Obst

      Hallo, ich habe von einer Bekannten gehört, dass die Mäuse von ihr auch mit Bananen und vor allem Äpfeln gefüttert wird :D Meine Frage: Bis zu welchem Anteil an Obst ist es für die Maus nicht schädlich, sprich wieviel Obst kann eine Maus vertragen?? Ich weiß die Frage ist ein wenig kommisch, aber ich würde mich über Antworten sehr freuen :)

    • Vertragen ist relativ, sicher fällt keine Maus tot um wenn sie regelmäßig Obst bekommt, gesund ist es aber eher nicht.

      Meist sagt man das ab und an ein Stückchen so gross wie ein Daumennagel nicht schadet.
      Auch im Krankheitsfall kann man Medikamente mit Obstbrei oder Honig mischen damit Maus sie besser nimmt.

    • Meine Tiere bekommen überhaupt kein Obst. Es gibt soviele andere gesunde Sachen (Blätter, Blüten, Kräuter, Saaten, Eiweiß) die man füttern kann - da muß ich die Gesundheit meiner Tiere nicht mit zuckerhaltigem Obst aufs Spiel setzen.

      Absolut einzige Ausnahme für mich ist ein schwerstkrankes Tier, das nicht fressen mag - da ist meiner Meinung nach alles erlaubt, was Energie ins Tier bringt. In dem Fall würde ich auch Obst versuchen, wenn alles andere nicht geht. Aber wie gesagt, nur im absoluten Notfall, wenn es darum geht, dem Tier das Leben zu retten. Also auch, wenn es um Verabreichung von Medis geht und jeder andere Weg zuviel Streß bedeutet.

      Für mich also der absolut letzte Weg, wenn nichts anderes mehr geht.

      Hier nagen die Renner Bruno und Krümel.
      Tschüß Sternchen, grüß Deinen Bruder Graustreif - ihr fehlt uns so sehr! Kleiner Dancer, auch Dich werden wir nie vergessen!
      Seit 01.11.2016 ganz ohne Degus - Jungs Ihr ward großartig, Danke, dass Ihr fast 7 Jahre bei uns gewohnt habt! Und nun ist auch Hektor gegangen - auch Du fehlst!
    • Meine bekommen nur hin und wieder mal ein kleines Stück Banane...eins der Obstsorten, die eben kaum Säure enthält.

      (Apfel wäre mir zuviel Säure drin...aber sicherlich als seltende Ausnahme auch ok und eben im Notfall, wenn ansonsten nichts anderes gefressen wird und/oder um einen Päppelbrei mit anzurühren)

      Meine Tiere sind mein natürliches Antidepressivum und Lebensversicherung! :)

    • Iyvon schrieb:

      Ich war mir jetzt selber nicht sicher ob reines Obst gesund oder ungesund ist ...
      Grundsätzlich kann man sagen, dass ein wenig Obst den Tieren nicht gleich schadet, wenn die Menge und Häufigkeit nicht übertrieben wird. Ich persönlich gehöre jedoch auch zu der Fraktion, die ihren Rennmäusen kein Obst füttert bis auf zwei Ausnahmen: Gojibeeren und Berberitzen in kleinen Mengen.

      Weshalb? Ich habe mir viele Gedanken über das Obstthema gemacht. Immer wieder liest man, dass Rennmäuse Fruchtzucker nicht gut vertragen. Ich persönlich kam für mich zu dem Schluss, dass diese Vermutung plausibel ist. Weshalb? In der mongolischen Steppe gibt es kein Obst von Natur aus. Bis auf die zwei oben genannten Beerensorten wächst dort nichts, an was die Rennmäuse drankommen können (außer ein Bauer pflanzt Obstbäume/ Beerensträucher). Deshalb finde ich es plausibel, dass sich die Rennmäuse im Rahmen der Evolution nicht an Fruchtzucker gewöhnen konnten, da ihnen dieser nie zur Verfügung stand.

      Weshalb also ein unnötiges (Gesundheits)Risiko eingehen. Natürlich gibt es sicherlich Rennmäuse, die einen ganzen Apfelschnitz "vertragen", doch ebenso könnte es Exemplare geben, die bei übermäßigem oder regelmäßigem Verzehr ernste Verdauungsbeschwerden und gesundheitliche Probleme bekommen. Zudem neigen Rennmäuse leider nunmal dazu schnell zu dick zu werden. Viel Zucker liefert dafür eine Steilvorlage und kann ebenso die Zähne schädigen. Deshalb lasse ich Obst lieber weg.

      Andererseits - und da stimme ich meinen Vorrednern völlig zu - habe ich auch schon bei sehr kranken Rennmäusen Medikamente mit einem winzigen Klecks Apfel- oder Birnenbrei vermischt, um diese irgendwie und möglichst stressfrei in die Maus zu bekommen. Hier ist dann immer abzuwägen, was mehr schadet bzw. nutzt. Bevor ich die Medis gar nicht in die Maus bekomme oder die Maus aufgrund der Stressbelastung des Fangens stirbt (z.B. bei Herzproblemen) oder die kranke Maus außer diesem blöden Brei einfach gar nichts fressen will (und verhungern würde), bekommt sie eben den Brei.

      Kurz gesagt: Gesunden Rennmäusen füttere ich kein Obst, außer 2-3 Gojibeeren oder Berberitzen die Woche; kranke Tiere bekommen sehr wenig Brei, wenn sie nichts anderes mehr fressen wollen oder ich die Medis sonst nicht ohne sehr viel Stress in das Tier reinkriege.
    • Rennmäuse habe ich seit ungefähr 10 Jahren. Die Herren (immer nur Männchen) haben so ziemlich alles an Streit und Krankheiten "ausprobiert", was es gibt. Da häuft sich das Wissen notgedrungen irgendwann an ;) . Bei der Ernährung hat mich zu Beginn der Haltung eine befreundete Rennmaushalterin an die Hand genommen. Sie ist in Ernährungsdingen sehr interessiert und studierte Biologie. Das hat mich motiviert, mich mehr damit zu beschäftigen. Dazu lese ich seit sehr vielen Jahren (aktiv) hier im Forum mit. So trage ich alles Wissen zusammen, was ich rund um's Thema Rennmäuse finden kann, prüfe es auf logische Plausibilität, kombiniere es mit meiner Praxiserfahrung mit den Tieren (und natürlich auch mit denen der Rennmaushalter hier) und so ergibt sich eine sich ständig leicht verändernde Wissenssammelung rund um Rennmäuse, wo auch die Ernährung mit dazu gehört. Das ganze packe ich dann sowohl in meine Rennmausbücher als auch in mein Rennmausfutter (beides siehe meine Signatur).

      Natürlich ist nur wenig davon "wissenschaftlich belegt", was hin und wieder von manchen Personen moniert wird. Es gibt einfach kaum echte Forschungen zu Rennmäusen und die, die es gibt, sind meistens schon einige Jahrzehnte alt. Mir persönlich ist die Praxistauglichkeit viel wichtiger und so werde ich weiterhin Wissen sammeln, sortieren, für mich auf Plausibilität prüfen und aktualisieren :whistling: ...

    • Ich habe ja nun schon seit ein paar Jahren Rennmäuse und eigentlich bekommen sie kein Obst, jedenfalls nicht regelmäßig. Wenn ich zufällig mal Obstsalat mache, könnte ich mal ein winziges Stückchen für jeden Abzweigen, ja. Regelmäßig gibts nur Gojis und Berberitzen. Und regelmäßig heißt hier: wenn ich daran denke, dann zwei Beeren pro Woche. Die meisten esse ich allerdings selbst :rot:

      Beobachtet habe ich dabei: meine Tierchen wollen gar nicht unbedingt Obst. Wenn ich auf den täglichen Frischfutterteller also Gurke, Möhre, Zucchini und ein Stückchen Apfel/Erdbeere... lege, dann bleibt das Obst am längsten, während die Gurke sofort weg ist.
      Somit funktioniert Apfelbrei bei meinen auch nicht zur Medigabe, dem Löffel mit Kürbisbrei rennen sie allerdings direkt hinterher :D

    • Smutje schrieb:

      meine Tierchen wollen gar nicht unbedingt Obst.
      Ja, das konnte ich auch beobachten: frische Banane zum Medis unterjubeln? Kannste selber essen. Erdbeere zum Medis unterjubeln? Bääh, ist ja eklig. Apfel? Hrm, ja, wenn's denn sein muss. Das einzige was zum Unterjubeln - neben Gojibeeren - bei meinen obsttechnisch immer gut ging war süße Birne und Weintraube. Wie gesagt, habe ich nur für die Medigabe benutzt, wenn es gar nicht anders ging.
    • Unglaublich, was ich hier lese...ich habe dann einen erwischt, der wirklich alles ißt und möchte!(dem kannste alles hinhalten, neuerdings wird für Käse fast gemordet...keine Sorge gebe nur ganz selten kleinste Stücke Hartkäse, weil der laktosefrei sein soll)

      Die andere Maus ist durchaus wählerisch...wobei die nur süßes Gemüse ist, aber Banane mögen beide total gerne.(andere Obstsorten reiche ich eh so gut wie nie...werde aber mal nach Gojibeeren und Berberitzen Ausschau halten)

      Meine Tiere sind mein natürliches Antidepressivum und Lebensversicherung! :)

    • Myon schrieb:

      Gojibeeren und Berberitzen in kleinen Mengen.
      Ach, die Gojibeeren hatte ich glatt unterschlagen. :rolleyes: Die fressen meine jetzigen ganz gerne, Sunny konnte ihnen lange nichts abgewinnen, bis sie auf dem Geschmack gekommen ist (Jungtier macht's vor, Alttier nach. :D )
      Berberitzen habe ich jetzt auch mal bestellt und werde testen, ob die Damen damit was anfangen können.

      Hier ist es auch so, dass schon die Jungtiere, die von der Züchterin her kein Frischfutter kennen, sich direkt auf Gurke und Zucchini stürzen. Das ist immer sehr schnell weg und begeistert. Warum dann Obst füttern? :D

      @univers
      Gojibeeren gib's beim Obst und Gemüse bzw. bei den Nüssen beim Rewe, als Eigenmarke. Beim Real hab ich sie noch nicht gesehen.

      Alles rund um Rennmäuse: Die Info-Seiten

    • Ich bestell die Berberitzen und Gojibeeren immer bei Myon bei der Futterbestellung mit. Bzw. habe ich gerade zum ersten Mal Berberitzen gekauft. Die Herren sind noch etwas skeptisch, aber sie werden schonmal angenommen und nicht mehr weggeworfen. Ich möchte ihnen aber gerne etwas Abwechslung bieten. Steter Tropfen höhlt bei meinen den Stein. Ich muss wie man es bei Kleinkindern empfohlen bekommt alles öfter anbieten bis sie auch wirklich mal probieren und dann wirklich zu sehen ist ob sie etwas eigentlich mögen oder nicht.
      Küchenkräuter mögen sie frisch z.B. alle, aber es hat echt gedauert bis sie wirklich alle probiert hatten.
      Knollensellerie und Fenchel sind aber bisher unbeliebt geblieben. Ich gebe immer mal etwas rein - wer weiß ob sich ihr Geschmack nicht doch mal ändert... -, wenn ich es für mich da habe, aber für die Mäuse öfter kaufen brauche ich diese beiden Sachen definitiv derzeit nicht.
      Gurke und Zucchini sind hier nicht so beliebt. Sie werden zwar etwas gegessen, aber sobald Möhre, Brokkoli, Blumenkohl oder Tomate verfügbar sind, wird alles andere stehen und liegen gelassen bis das vernichtet ist.

    • Ach, das ist interessant. Habe ganz neugierig sofort gegoogelt, was denn Alfalfasprossen genau sind und stoße promt auf interessante Fakten über die kleinen Stremmel. Quasi eine "Gesundheitsbombe".

      Wenn ich das richtig verstanden habe, braucht man Luzernesaat und kann das dann wie Kresse ganz fix ziehen. Woher bekommt man denn Luzernesaat? Baumarkt oder eher Bioladen?
      Und wieviel gibt man dann davon? Wie Löwenzahn?

    • Smutje schrieb:

      Wenn ich das richtig verstanden habe, braucht man Luzernesaat
      ich nehme Keimsprossen (heißen auch Alfalfa) die es z.b. beim DM von Alnatura gibt oder beim Dehner. Ich züchte die ja für mich selber und habe dann immer ein kleines Schälchen mit bei den Rennern gegeben. Ungefähr so viel wie man halt mit 1x Fingern fasst
    • KaffeeJunkie schrieb:

      Die Herren sind noch etwas skeptisch, aber sie werden schonmal angenommen und nicht mehr weggeworfen.
      Der einfache Grund (merkt man schnell, wenn man sie selbst probiert): Gojis schmecken leicht süßlich. Berberitzen leicht bis manchmal auch deutlich säuerlich. Deshalb sind Gojis meist beliebter. Wobei es natürlich auch wieder Mäuse gibt, die eher auf sauer stehen.


      smurf79 schrieb:

      z.b. beim DM von Alnatura
      bei unserem Stamm-dm gibt's Altanura Sachen kaum noch, die werden durch Eigenmarken immer mehr ersetzt. Dafür gibt's in letzter Zeit immer mehr Alnatura im Edeka und sogar seit kurzem einen Alnatura-Shop in der nächsten größeren Stadt. Für den menschlichen Verzehr gibt's diverse fertige Päckchen mit keimfähigen Mischungen. Im Internet gibt's natürlich auch so einiges zum Bestellen. Ich finde das Keimen sehr interessant. Bei manchen geht's total fix in 1-2 Tagen.
    • Myon schrieb:

      Der einfache Grund (merkt man schnell, wenn man sie selbst probiert): Gojis schmecken leicht süßlich. Berberitzen leicht bis manchmal auch deutlich säuerlich. Deshalb sind Gojis meist beliebter. Wobei es natürlich auch wieder Mäuse gibt, die eher auf sauer stehen.
      Ich glaube nicht, dass es das ist. Die 2 sind nicht so die "Süßen" beim Essen. Außer es handelt sich um Möhren, die werden lieber genommen wenn sie kleiner und süßer sind.
      Aber ansonsten kann ich sie nur mit Gojibeeren als süße Variante locken. Apfel, Birne, gekochter Kürbis, Banane und Co. sind hier nicht besonders beliebt. Habe es ja versucht als Sir Tuxford das Futter verweigert hatte als er so krank war. Sowas ist kaum weggegangen. Wurde mal angebissen und lag dann 24 Stunden unberührt rum. Das so über 14 Tage hinweg. In der Zeit zeigen sie schon ob sie etwas eigentlich mögen oder wirklich nicht erfahrungsgemäß.

      Ich denke es liegt zumindest bei uns daran, dass sie Neuem gegenüber nicht so aufgeschlossen sind. Die Redensart mit dem Bauern trifft hier sehr schön zu ;)
      Ich muss alles mehrmals anbieten bis es auch wirklich probiert ist und erst dann sehe ich ob es auch wirklich nicht schmeckt oder es nur Vorbehalte waren.
      Die Berberitzen werden jetzt schon besser angenommen. Also zumindest sind sie nicht so eklig wie es die erste Begegnung suggeriert hat. Da wurde sie wirklich in hohem Bogen weggeschmissen und Cubbi hat seine sogar noch mit den Hinterpfoten verscharrt...
      Wird wahrsscheinlich nicht ihr liebstes Leckerchen, aber es ist auch nicht unessbar.