Zuchttiere vs. nicht-Zucht: Anfälligkeit, Streit etc.

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    • Zuchttiere vs. nicht-Zucht: Anfälligkeit, Streit etc.

      edit smurf79: da wir das Thema sehr interessant finden, es aber in dem "will mal Nachwuchs" Thread untergeht haben wir die passenden Beiträge hier getrennt und ein neues Thema erstellt.

      Ohne grundlegendes Wissen und Tiere die zur Zucht geeignet sind rate ich dir wie jeder andere hier auch ab.

      Ich habe unfreiwillig selbst folgende Erfahrung gemacht:
      Auf Grund der Unkenntnis der örtlichen Tierärztin, sie konnte bei Jungtieren das Geschlecht nicht zuordnen, hatten meine Mäuse vor ein paar Jahren auch Junge bekommen. Die Elterntiere stammten damals auch aus der Zoohandlung und ich habe alle Mäuse behalten.
      Eines der Jungtiere ist mit einem Jahr von quasi von heute auf morgen schon gestorben - der TA konnte nicht helfen.
      Die Mutter ist auch grad mal 1,5 Jahre alt geworden, 2 von den Töchtern haben Tumore bekommen und sind mit 2 und 2,5 gestorben, eine ist mit 2 dreiviertel auch an ungeklärter Ursache gestorben, sie hatte zum Schluss zeitweise Krämpfe. Der Vater hatte ein vergrößertes Herz und ist mit 3,5 Jahren daran gestorben, einer seiner Söhne ein paar Monate nach ihm auch mit vergrößerten Herz und beide hatten eine DuftdrüsenOP - also bestimmt kein Zufall und aktuell hab ich Nr.3 hier mit vergrößertem Herz.

      Das würde ich bewusst keinem Tier antun wollen, diese Anfälligkeiten weiter zu geben und die dadurch anfallenden TA-Kosten für OP´s und Behandlungen sollte man auch bedenken.
      Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.
      Christian Morgenstern


      Mausige Grüße: Lucy & Lexa, Dexter & Jacky, Dia & Fe, Spidermaus Polly & Mini-Maus, Gizmo, Lenny

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von smurf79 ()

    • Hallo,

      ja, sowas kann natürlich bei Tieren unbekannter Herkunft auftreten, aber auch bei Zuchtieren.
      Meine ersten Rennmäuse waren aus der Zoohandlung und sind fast fünf Jahre alt geworden.
      Meine ersten bezogenen Zuchtiere waren zum Teil sehr tumorlastig. Es ist einfach nicht richtig
      zu behaupten Rennmäue aus Zoohandlungen wären , ich packe es mal in Anführungszeichen,
      "qualitativ minderwertig". Nein, sie können genauso vital oder krankheitsanfällig sein , wie Tiere
      aus anderer Quelle.

      lennylengo

    • Hallo!

      Ich denke, ob Tiere aus dem Zoohandel alt werden oder nicht, lässt sich genauso wenig voraussagen, wie ob ein Mensch bei gesündester Lebensweise 100 wird - kann klappen, muß nicht, vielleicht wird er auch vom Kettenraucher überlebt. Gegen den Zoohandel sprechen einfach die entsetzlichen Herkunftsbedingungen sowie die mangelnde Sozialisation, weil zu früh von Mama weg, weil sie ja im Verkauf noch dem Kindchenschema entsprechen sollen - also reine Profitgier ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn man aber eine Maus vom Züchter holt, dann sind da Rückverpaarungen etc. gelaufen, um genetische Ursachen für diverse Krankheiten weitgehend einzudämmen. Zu 100% kann das nicht funktionieren, dazu spielen Umwelteinflüsse eine zu große Rolle.

      Da Stepanka das alles gar nicht interessiert, der Tonfall mehr als seltsam ist, die Ahnungslosigkeit immens, aber leider belehrungsresistent, hat das ganze Geschreibsel hier null Sinn. Für alle anderen, die hier mal reinlesen, ist mehr als deutlich, warum man Stepankas Pläne nicht umsetzten sollte bzw. gar nicht kann - und wers trotzdem versucht, dem können wir hier nicht helfen - so leid einem auch die Mäuschen tun.

      Ich will Stepanka nichts unterstellen, aber dieser Fall erinnert mich an eine ähnlich Geschichte, anderes Forum, andere Tierart, wo jemand mit haarsträubenden Ideen, null Ahnung und aufmüpfigen Tonfall das Forum gründlich aufgemischt hat - und hinterher zugegeben hat, es war eine erfundene Geschichte und dieser jemand hatte Spaß daran, sich anzugucken, wie sich alle aufregen und sich die Finger blutig tippen...

      Ich hoffe sehr, dass das hier nicht der Fall ist - denn die Hilfsbereitschaft leidet immens, wenn man sich verschaukelt fühlt.

      LG ViererWG (die seit Threadstart auf ihren Fingern sitzt und nun leider nicht mehr die Klappe halten konnte...)

      Hier nagen die Renner Bruno und Krümel.
      Tschüß Sternchen, grüß Deinen Bruder Graustreif - ihr fehlt uns so sehr! Kleiner Dancer, auch Dich werden wir nie vergessen!
      Seit 01.11.2016 ganz ohne Degus - Jungs Ihr ward großartig, Danke, dass Ihr fast 7 Jahre bei uns gewohnt habt! Und nun ist auch Hektor gegangen - auch Du fehlst!
    • Hallo,

      was ist denn dann die Regel? Jetzt bin ich doch neugierig geworden ;)
      Dem Zoohandel zu unterstellen all seine Tiere aus "entsetzlicher" Herkunft zu beziehen finde ich schon dreist und eine Verallgemeinerung.
      Der Züchter macht eine Rückverpaarung? Interessant - über welche "Erbkrankheiten" muss ich mir denn da genau Sorgen machen?

      lennylengo

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ClanOfLennyLengo ()

    • @ClanOfLennyLengo finde ich deinen letzten post krass und sehr verletzend, zumindest mir gegenüber.

      Persönlich war und bin ich der Meinung, dass gerade Züchter bzw. Züchterinnen daran interessiert sind oder sein sollten, soziale und einigermaßen gesunde Näschen zu züchten.

      Dein letzter post stellt zumindest für mich alles in Frage, aber nur was dann offenbar dich als Züchter betrifft und nein ich kenne mich mit Zucht nicht aus, denn genau das überlasse und vertraue ich den Personen die sich Züchter respektive Züchterinnen nennen, weil mein Vertrauen darin besteht, dass gerade diese Züchter/innen sich auskennen und entsprechend vorgehen, durch Rückverpaarungen etc. um genetisch bedingte Konstellationen/Krankheiten etc. auszuschließen oder es zumindest versuchen. Eine Gewähr dafür gibt es nirgendwo, auch nicht bei anderen Tierarten und wenn du, wovon ich jetzt mal ausgehe, TVSendungen verfolgst, wo u.a. "gefragte Rassen" z.b. bei Hunden, das Auto mitsamt Hund gestohlen wird, nicht wegen dem Auto, sondern um den darin befindlichen Hund zur Vermehrung einzusetzen, dann bin ich mehr als entsetzt über deinen letzten post und stelle mir persönlich die Frage, worauf hinaus willst du wirklich?

      Ja vor zehn oder mehr Jahren konnte man eigentlich fast unbedarft Fellnasen in Zoohandlungen kaufen. Sie lebten lang und waren auch sozial, weil die Zoohandlungen private "Vermehrer" hatten, was mittlerweile nicht mehr so der Fall ist, da es mittlerweile nur noch um Profit geht durch Massenvermehrung - dazu hat der Threadersteller selber ein Video eingestellt.

      Mein letzter Besuch im neu eröffneten Dehner-Center hat mich umgehauen, Fellnäschen, mini aber sowas von mini und dann auch noch gemischt gehalten, also nicht gleichgeschlechtlich - nicht gewusste Schwangerschaften also vorausprogrammiert - das kann und darf nicht sein und wenn sich dann der Threadersteller - auf dessen Seite du dich für mein Empfinden irgendwie schlägst - diese Vorgehensweise, ohne genaues Wissen unterschwellig unterstützt, da hört es bei mir auf.
      Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
    • Hallo,

      krass? Du kannst auch in einer Zoohandlung vitale und gesunde Rennmäuse kaufen, bei einem Züchter auch. Jede Erwerbsform hat Vor- und Nachteile, die jeder vor dem Kauf selbst abwägen kann und sollte. Du kannst aber auch kränkelnde Rennmäuse erwerben, auch bei einem Züchter.

      Wenn du durch Unkenntniss mich und meine Zucht in Frage stellst ist das in meinen Augen ein Vorurteil!

      Ja, die letzte Frage war jetzt wirklich ernst gemeint. Du kannst mir darauf keine Antwort geben? Dann werde ich dir jetzt darauf antworten:

      Das Hauptproblem bei Mongolischen Rennmäusen ist die teilweise relativ hohe Krampfanfälligkeit. Langfristige Reduzierung durch gezieltes Testen und Aussortieren bzw. Zuchtausschluß der auffälligen Tiere. Rückverpaarung? Wers gerne macht - bitteschön, plausible Erklärung nich nötig , da kein Erbgang nachweisbar ;)

      Kopfschiefhaltung, Taubheit usw. - alles Probleme, die der "Züchter" durch gezielte Verpaarungen selbst herbeiführt ;) Rückverpaarung - warum?

      Nur Defizite, die durch Rückverpaarung direkt zum Vorschein kommen, sind eventuell interessant, welche sind das jetzt? Das war meine Frage! Vielleicht
      etwas provokativ, ich kenne sie. ;)

      Ich mache selbst in regelmässigen Abständen Rückverpaarungen, einmal gezielt um Merkmale zu festigen, zum anderen auch als Kontrollfunktion,
      da ich mir bewusst bin, dass gerade in Züchterkreisen Tiere im Umlauf sind, die gerade durch gezielte Fehlverpaarungen mit Vorsicht zu betrachten sind.
      Dein Vermehrer für die Zoohandlung macht im Allgemeinen nicht solche Experimente, weil er so nicht selektiert ;)

      lennylengo

    • @ClanOfLennyLengo: Mich würde interessieren ob Du gerade den Advocatus Diaboli gibst oder tatsächlich andere Erfahrungen mit Zooläden, Baumärkten usw. hast.
      Zumindest die in meinem Umfeld (auch wenn sie auf Nachfrage behaupten sie bekäme ihre Tiere vom "Züchter", den sie aber nicht näher nennen dürften) sind schon sehr diskussionswürdig in Haltung, Fütterung, Abgabebedingungen usw. der Tiere. Kranke Tiere sehe ich leider im Baumarkt und Gartencenter öfter zum Verkauf.

      Auch möchte ich jetzt weder treudoof Medien als Wahrheitsbringern nachlaufen, aber auch nicht den goildenen Aluhut aufsetzen und sagen, dass dort ja eh nur gelogen würde. Deshalb weiß ich nicht wie viele Tiere im Zooladen tatsächlich aus den gerne gezeigten brutalen Bedingungen kommen.
      Ich möchte allerdings zu bedenken geben, dass es mMn kein "zum Wohl der Tiere" bei einer Zucht geben kann in meinen Augen, die so junge Tiere wie ich sie in den Auslagen sehe, abgibt und dann den nicht fachkundigen Händen von Verkäufern und Käufern als Lottospielchen in welche Bedingungen welches Tier so kommt, überlässt.
      Das lässt mich schließen, dass die Quellen für die Tiere in den Auslagen dort für mich nicht zu den seriösen und tierwohlorientierten zählen können, auch wenn es sich nicht um so grausame Bedingungen handeln sollte, wie die in den Medien gezeigten.



      Edit: Wir haben uns überschnitten mit dem Antworten. Da ist ja jetzt schon so viel erklärt.
    • Hallo,

      du solltest nochmal genau meine Aussagen nachlesen, worauf ich mich da genau beziehe ;)

      Deine Beleidigung kannst du dir sparen, da du dich nicht mit dem Inhalt meiner Aussagen auseinandergesetzt hast,
      sondern nur versuchst deinen Standpunkt hinsichtlich Zoohandlungkäufen darzulegen.

      lennylengo

    • ClanOfLennyLengo schrieb:

      Deine Beleidigung kannst du dir sparen, da du dich nicht mit dem Inhalt meiner Aussagen auseinandergesetzt hast,
      sondern nur versuchst deinen Standpunkt hinsichtlich Zoohandlungkäufen darzulegen.
      Entschuldige bitte falls da etwas falsch angekommen ist. Meine Intention war es nicht Dich zu beleidigen oder Dich anzugehen.
      Ich wollte nachfragen um Deinen Standpunk besser nachvollziehen zu können und erklären wo ich stehe.
      Die Nachfrage war im Endeffekt nicht notwendig, da Du während ich meinen Post verfasste schon mehr dazu geschrieben hattest.
      Da ich aber schon abgesendet hatte, habe ich das nur in einem Edit vermerkt und nicht den Text gelöscht. was mMn irgendwie seltsam ausgesehen hätte.
    • Werden Zooladenmäuse oft älter als Mäuse vom Züchter? Wie sind eure Erfahrungen? Falls es noch jemanden bezüglich der Altersentwicklung interessiert, ich hatte mich das in dem verlinkten Thread auch mal gefragt, ob scheinbar Zooladen/Notfalltiere älter werden als Züchtertiere. (Nur als Ergänzung oder so :) )

      seit 11/2016 ohne Mausis
      Knicki, Fetti und Normi für immer in meinem :heart::gerbil:gerbil:gerbil

    • Ich glaube, daß man zu dem Thema gar nicht diskutieren braucht, vor allem wenn es eh wieder nur unter die Gürtellinie geht.

      Fakt ist, daß das Risiko ein krankes Tier im Zoohandel zu erwerben bei mind. 50 % liegt und bei einem seriösen Züchter, der wirklich weiß was er tut sicher weit unter 50 % ist.(und das sind jetzt eher noch zurückhaltende Prozente von mir)

      Wenn ich das vergleiche, dann sagt das doch alles!
      (ich habe im Zoohandel gekauft, aber auch nur weil der Zooladenbesitzer meinte, er züchtet die Renner selber...somit kamen sie zumindest nicht aus einen der schlimmen Massenzuchten, dennoch waren sie total verwurmt und heute denke ich da auch anders drüber)

      Wenn ich mal groß bin, will ich eine Maus werden! :P

    • Noch als kleine Anmerkung, viele Zooläden die nicht zu großen Ketten gehören, haben ihre Tiere oft von Privatenzüchtern. Leider schließen genau diese Läden immer mehr, weil es schwerer wird zu konkurrieren gegen die Großen. Genau bei diesen Läden macht es also kaum einen Unterschied was die Tiere angeht. Die Beratung ist eine andere Sache, dort ist man beim Züchter sicher besser aufgehoben.

      Meine Wellensittiche kamen fast alle aus einer Zoohandlung drei Orte weiter. Meine Tante hatte vor 30 Jahren zwei Nymphensittiche von dort die 24 und 26 Jahre alt wurden. Meine Wellensittiche waren auch durchweg gesund. Leider musste diese Zoohandlung schließen. Bei nachfolgenden Wellensittichen ging ich zu dem Züchter, direkt wo die Zoohandlung ihre Tiere herbezog. Dort traf ich auf wirklich gute Haltung, drei große Volieren neben dem Haus, und ausgebauter Keller.

      Letztlich können wir in die Tiere nicht hineinschauen, und ähnlich wie Lenny finde ich es falsch zu generalisieren und zu sagen Zooladen= minderwertige Qualität. Was allerdings mich immer zum Züchter führen wird ist die Beratung über längere Zeiträume.

      Liebe Grüße Pusteblume.


    • Ob man Tiere aus Zoohandlungen oder von einem Züchter erwerben möchte, muss letztendlich jeder für sich entscheiden. Ob Tiere von Züchtern gesünder sind? Ich kann nur für mich sprechen, dass es zumindest ein Anliegen von mir ist, Tiere zu züchten, die gesund sind z.B nicht tumorlastig, epifrei. Ob mir das immer gelingt, nein. Letztendlich bin ich da auch auf meine Abnehmer angewiesen, die mir nach dem Ableben berichten, woran die Mäusels verrstorben sind. Das tun so ca 20 vielleicht 25% . Dann kann ich gucken, wer ist noch hier aus der, Linie in der Zucht, häuft sich eine Krankheit bei bestimmten Abstammungen und dann daraus meine weitere Verpaarungen oder nicht Verpaarungen ableiten. Bei Epi ist das natürlich ein wenig anders, wenn hier Epi gefallen ist, gingen beide Eltern und deren Nachkommen direkt aus der Zucht. Da es sich um einen polygenen Erbgang bei einigen Epiarten handelt, kann man aber nicht zu 100% sagen, meine Tiere sing nicht Träger des Gens.
      Was aber meiner Meinung nach für Tiere vom Züchter spricht, ist, dass die meisten Züchter um das Wohl ihrer Tiere bemüht sind und ihnen ein artgerechtes Leben ( soweit es in der Heimtierhaltung möglich ist) geben. Das heißt, die Mausis haben ein großes Becken, mit artgerechter Einrichtung, genügend Streu zum Buddeln und gutes, ausgewogenes Futter und die Jungtiere bleiben lange genug bei den Eltern. Dazu bekommen die Weibchen nicht am laufendem Band Junge, sondern bekommen ihr wohlverdienten Zuchtpausen und gehen nach einer gewissen Zeit in ihre wohlverdiente Ruhe. wie einige wissen, bleiben die meisten meiner Zuchtmäuse bis zu ihrem Ende hier, da ich persönlich finde, dass sie es verdient haben, ich an ihnen hänge und meine Tiere keine Wanderpokale sind. Aber ich weiß auch, dass andere Züchter das anders handhaben, da geht jeder seinen eigenen Weg.
      Wie sieht es denn nun mit Zuchten in Zooläden aus? Wenn kleine Zooläden so züchten, wie die meisten Züchter, also große Becken mit entsprechender Einrichtung, die Jungtiere nicht zu früh vrkaufen und die Mütter nicht als Gebärmaschinen nutzen, spricht nichts dagegen. Aber ist das so? Genau das kann man nicht überprüfen. Denn sie lassen einen die Unterkünfte nicht angucken. ( Einmal vor ein paar Jahren hatten Brigitte und ich allerdings das Vergnügen in einer Zoohandlung und haben danach direkt die Zoohandlung beim Vetamt gemeldet; ca 15 Mäuse in einem Hamsterknast. Die Staffelung des Alters war von 3-4 Tagen alten Jungen über ca4,7,12 Wochen bis zu ausgewachsen)Und die Aussage, vom kleinen Züchter um die Ecke die Jungen zu erhalten... auch ds kann man nicht überprüfen, wie denn die Tiere dort gehalten werden. Und von Dehner weiß ich persönlich, dass sie Vrtragszüchter haben und nur dort bestellen dürfen, was das heißt wissen wir wohl alle. Also wenn man als Tierliebhaber sicher sein möchte, dass man artgerecht gehaltene undgut sozialisierte Tiere bekommt und im besten Fall aus gesunden Linien, dann denke ich, ist der Weg zum Züchter dem Weg zum Zooladen eindeutig vorzuziehen.
      Mäusen aus Notfallstationen und Tierheimen sind natürlich außer Konkurrenz, denn sie haben immer ein Leben bei lieben Körnergebern verdient und bedürfen deshalb auch keiner weiteren Begründung.

    • Hallo,

      da jetzt dieser Themenbereich doch nochmal abgetrennt wurde, möchte ich mich nochmal letztmalig dazu melden und meine Ansichten darlegen.
      Ürsprünglich ging es mir darum klarzulegen, dass auch Rennmäuse aus der Zoohandlung gesund und vital sein können.

      Aber anfangen möchte ich zuerst, losgelöst von Vorstellungen über die eigene Zucht und auch die damit verbundenen Wertevorstellungen.

      Wie sieht es eigentlich in der freien Natur aus? Schlechte Lebensbedingungen führen dazu, dass nur die gesündesten und vitalsten Tiere überleben. Sei es Hunger , Fressfeinde oder Krankheiten. Bei auftretenden Epidemien, Seuchen kann die genetische Vielfalt eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Art einnehmen. Wenn der Mensch nicht aktiv stört selektiert die Natur selbst. Für den Betrachter scheint es zum Teil grausam, für die Erhaltung der Art ist es aber sehr wichtig, dass sich die wiederstandsfähigsten Tiere durchsetzen und fortpflanzen.

      Bei den aus der Natur entnommenen Mäusen F0 hat man so gut wie keine Krampfanfälligkeit festgestellt, schon in der F2/F3 wurde eine erhöhte Neigung dazu festgestellt.

      Mongolische Rennmäuse aus Züchterhand:

      Anfangen möchte ich hier mit der durrchschnittlichen Zuchtdauer. Wer die letzten 10-15 Jahre zurückverfolgt hat schon einige Züchter kennengelernt und auch wieder vergessen. Die durchschnittliche Zuchtdauer liegt wohl ca. bei 5 Jahren, Der Züchter ist meist weiblich.
      Was passiert denn jetzt so in dem Zuchtzeitraum: In den Anfängen kämpf der Züchter um Anerkennung, er ist neu, und möchte auch Rennmäuse aus Züchterkreisen ergattern, um seinen "Rang" zu verbessen. Danach wird er/sie wahrscheinlich versuchen sich auf bestimmte Farben o.ä. zu spezialisieren, vielleich auch direkt DP,EW,WP. Und irgendwann ist dann wieder Ende und die verbliebenen Mäuse werden, wenn sie begehrt sind wieder dem "Pool" zugeführt.

      Wenn der Züchter seine Mäuse von anderen Züchtern bezieht, bedient er sich aus einem selbst vorgegebenen Genepool. Da fliessen auch wieder Tiere ein, die aufgrund verschiedener Zuchtstrategien doch nicht ganz so gesund sind. Heutzutage ist Europa ein globales Dorf. Ich kann z.b. eine Maus nach Finnland exportieren, drei Jahre später eine Maus aus Frankreich einkaufen und muss dann zu meinem Erstaunen feststellen, dass die Vorfahren aus meiner Zucht stammen. International ist es kaum möglich eine Maus zu erwerben, in deren Stammbaum keine REx/wave Vorfahren vorhanden sind. Der Züchter selektiert im Normalfall aus einem überschaubaren Genepool nach seinen eigenen Ansichten, wie z.B. nach Farbe oder Körperbau.

      Jetzt beklagen sich einige Züchter, sie würden überhaupt keine zuchtgeeigneten Tiere finden oder nur ganz schwer finden. Da empfehle ich immer einen Blick über den Tellerrand und zum Beispiel vitale Rennmäuse aus anderer Quelle .z.B. aus der Zoohandlung, vom Vermehrer oder WFNZ mit in den Züchterpool einzuziehen.


      Mongolische Rennmäuse aus Grosszuchten, Vermehrerhand aus der Zoohandlung:

      Die Bezugsquellen der Zoohändler sind vielfältig. Sie züchten eventuell selbst, kaufen von verschiedenen Händlern ein, vom örtlichen Züchter oder Vermehrer ein oder nehmen Unfallwürfe auf. Der Genepool dieser Mäuse ist meist unbekannt. Der Vermehrer, Füttertierzüchter oder Grosszüchter selektiert nicht grossartig. Durch dieses meist selektionsarme Vermehren werden keine Eigenschaften grossartig verstärkt oder abgeschwächt. Die Maus ist eine Wundertüte, sie kann aber genetisch sehr von den Züchtermäusen abweichen und aber auch trotzdem gesund und vital sein.

      Schlußbetrachtung:

      Letzendlich steht immer noch meine erste Aussage. Auch aus einer Zoohandlung kann ich gesunde und vitale Mäuse erhalten.
      Ein Züchter sollte tunlichst darauf achten seinen Zuchtstamm zu stärken, eventuell auch mit robusten Tieren aus unbekannter Herkunft.

      lennylengo

    • Ich glaube, es kommt auch drauf an welche Zoohandlung.

      Meine Erfahrung:
      Meine ersten Rennmäuse hatte ich (wie viele andere auch) aus einer Zoohandlung (Fressnapf) ich weiss noch, wir haben nach 2 weiblichen Mausis gefragt und wir gingen zu einem Käfig/Terra dort waren 6 Rennmäuse drinnen. Alle ohne mutter ca 5 Wochen alt. Ich hatte damals 0 Ahnung von Rennern ( dachte dieses aber :thumbdown: ) und konnte dementsprechend auch das Alter nicht abschätzen. Der Typ wollte mir 5 Mäuse andrehen. Die 6 Maus lag einfach nur da, er meinte, sie schläft...Aber heute weiss ich das sie einfach tot war. :confused: Ja meine Mutter hat mich dann gerettet und meinte, wir wollen 2.

      Es waren Sökchen(weiblich algierfuchs) und Tessi (weiblich hermelin).
      Sökchen starb nach ein paar Monaten da sie sich unter ein schweres Holzbrett gebuddelt hatte. Fand sie dann nach 2 Tagen ;( (Seitdem darf nichts anderes außer Papprollen im Streu liegen.)
      Nach ein paar Tagen holte ich mir Bienchen (weiblich schecke) und vg sie mit Tessi, dann fing es an. Tessi magerte ruckartig ab und lag am Ende leblos im Käfig worauf ich ohne zu zögern sie einschläfern ließ. Dann holte ich mir Chuby (ebenfalls aus fressnapf, weiblich schwarz) wieder vg mit Bienchen. Dann wieder von vorne. Bienchen magert ab...einschläfern...Dann hatte ich genug davon und holte Smartie von einer Züchterin. Bis vor 3 Monaten war noch alles gut doch plötzlich hatte sie sich an der Hauptschlagader (kann auch ein schlaganfall gewesen sein, ursache unklar) verletz ;( der TA meinte sie schafft es, denn ich war gerade los um sie zu erlösen...nächsten Tag war sie dann eingeschlafen ;(:_(:_( . Jetzt habe ich nur noch Renner vom Züchter und werde mir auch nie wieder Tiere insgesamt aus dem Zoohandel kaufen!

      So, natürlich gibt es auch gute Zoohandlungen, aber viele auch nicht. In allen wo ich bisher war, lebten die Nager unter Katastrophalen Umständen und es war schwierig nicht alle Tiere einzustecken :rot: .
      Ich glaube eher, durch den Kauf unterstützt man auch einfach diese Massenproduktion und wenn man sich mal Videos darüber anschaut fehlen einem echt die Worte. Ich würde meine Renner einfach immer wieder von einem seriösen Züchter holen. Der sich auskennt und gesunde Renner züchtet. :rolleyes:

    • Jolle_ schrieb:

      Ich glaube, es kommt auch drauf an welche Zoohandlung.

      Meine Erfahrung:
      Meine ersten Rennmäuse hatte ich (wie viele andere auch) aus einer Zoohandlung (Fressnapf) ich weiss noch, wir haben nach 2 weiblichen Mausis gefragt und wir gingen zu einem Käfig/Terra dort waren 6 Rennmäuse drinnen. Alle ohne mutter ca 5 Wochen alt. Ich hatte damals 0 Ahnung von Rennern ( dachte dieses aber :thumbdown: ) und konnte dementsprechend auch das Alter nicht abschätzen. Der Typ wollte mir 5 Mäuse andrehen. Die 6 Maus lag einfach nur da, er meinte, sie schläft...Aber heute weiss ich das sie einfach tot war. :confused: Ja meine Mutter hat mich dann gerettet und meinte, wir wollen 2.

      Es waren Sökchen(weiblich algierfuchs) und Tessi (weiblich hermelin).
      Sökchen starb nach ein paar Monaten da sie sich unter ein schweres Holzbrett gebuddelt hatte. Fand sie dann nach 2 Tagen ;( (Seitdem darf nichts anderes außer Papprollen im Streu liegen.)
      Nach ein paar Tagen holte ich mir Bienchen (weiblich schecke) und vg sie mit Tessi, dann fing es an. Tessi magerte ruckartig ab und lag am Ende leblos im Käfig worauf ich ohne zu zögern sie einschläfern ließ. Dann holte ich mir Chuby (ebenfalls aus fressnapf, weiblich schwarz) wieder vg mit Bienchen. Dann wieder von vorne. Bienchen magert ab...einschläfern...Dann hatte ich genug davon und holte Smartie von einer Züchterin. Bis vor 3 Monaten war noch alles gut doch plötzlich hatte sie sich an der Hauptschlagader (kann auch ein schlaganfall gewesen sein, ursache unklar) verletz ;( der TA meinte sie schafft es, denn ich war gerade los um sie zu erlösen...nächsten Tag war sie dann eingeschlafen ;(:_(:_( . Jetzt habe ich nur noch Renner vom Züchter und werde mir auch nie wieder Tiere insgesamt aus dem Zoohandel kaufen!

      So, natürlich gibt es auch gute Zoohandlungen, aber viele auch nicht. In allen wo ich bisher war, lebten die Nager unter Katastrophalen Umständen und es war schwierig nicht alle Tiere einzustecken :rot: .
      Ich glaube eher, durch den Kauf unterstützt man auch einfach diese Massenproduktion und wenn man sich mal Videos darüber anschaut fehlen einem echt die Worte. Ich würde meine Renner einfach immer wieder von einem seriösen Züchter holen. Der sich auskennt und gesunde Renner züchtet. :rolleyes:
      Das ist ja grauenhaft. Bei dir sind ja voll viele Mäuse verstorben. Vor allem seltsam, dass 2 Mäuse ruckartig abgemagert sind. Was hat denn Fressnapf dazu gesagt? Man bekommt ja normalerweise eine Notfallnummer der Tierhandlung. Ausserdem kriegt man ja eine "Geburtsurkunde" da steht drauf wie alt die Mäuse ungefähr sind. Möglicherweise ist das an unterschidlichen Orten anders. +Es ist sonderbar, dass dort eine tote Maus drinlag. Ja das tönt alles nicht so gut.

      Kann sein, dass ein guter Züchter nicht alle Mäuse behalten will und auch keine Abnehmer findet. Dann kann man sie der Zoohandlung geben, ist also nicht ausgeschlossen, dass dort gute Mäuse landen. Oder ein guter Züchter will wie ich etwas verändern zum besseren. Du bist jetzt schon eine gute Züchterin. Wieso gehst du nicht bei Fressnapf vorbei und redest mit dem Manager deiner Filiale über die Umstände. Dann kannst du ihnen anbieten, dass exklusiv deine Mäuse verkauft werden. Vielleicht kannst du bei den Mitarbeitern eine gratis Schulung machen, damit sie den Käufern besser erklären, was man mit Mäusen macht.
    • Was für mich ganz klar für verantwortungsbewusste Züchter spricht, ist die Beratung. Und dass man sich ein bisschen bemühen muß, sie zu finden. Da hole ich keine Mäuse, weil ich gerade sowieso Hundefutter oder Blumenzwiebeln kaufen wollte, sondern mache das bewusst. Vielleicht bin ich an dem Punkt noch nicht umfassend informiert, aber ich habe über die Anschaffung schon mal nachgedacht - nix unüberlegter Spontankauf. Und jeder gute Züchter wird wissen wollen, wo und wie die Mäuse leben werden, beraten über Futter, VG, wenn mal eine ansteht und - meine ganz persönliche Erfahrung - helfen auch bei der Vermittlung einer Maus aus dieser in ein tolles neues Zuhause.

      DAS ist für mich das Hauptargument, warum ich mir eine Züchtermaus holen würde und nicht eine von einem eBay-Vermehrer, der selber weniger Ahnung hat als ich.

      Notfalltiere haben für mich allerdings absoluten Vorrang - meine zwei Jungs derzeit sind solche - Hektor aus dem Tierheim und Krümel stammt hier aus dem Forum von Anna, die eine schwangere Maus in einem Park eingefangen hat.

      Auf der Suche nach einer Babymaus (nachdem die VG zwischen o.g. Züchtermaus und dem Tierheim-Hektor heftig schief gegangen ist und die Züchtermaus mit Züchterhilfe ein tolles neues Zuhause fand) bin ich letzten Sommer über eine eklatante Fehlberatung eines Zooladen gestolpert. Eine Familie hatte dort zwei Mäuse gekauft, hatten sich ein Paar aufquatschen lassen, weil der "kompetente" Mitarbeiter der Tochter den Floh ins Ohr gesetzt hatte, dass so eine "Privatzucht" doch eine super Idee ist - und Mäusebabies sooooo süß. Glückwunsch! Als ich in diesen Fall reinschlitterte, lebten in dem Käfig (nur 1 vorhanden) Mama, Papa, Wurf 1, Wurf 2 und der wenige Tage alte Wurf 3. Da Papa immer noch drin saß, gabs bestimmt auch noch Wurf 4. Die Mäuse sahen nur mäßig fit aus, also war uns klar, dass das keine Maus für uns wird - und die Besitzer waren nicht sehr reaktionsschnell, wollten keine Ratschläge und auch keine praktische Hilfe - letztendlich hat das TH eingegriffen, denn das Drama wurde ja sehr schnell größer - und wenn nichts mehr geht, landen die Kleinen eh im TH - oder in der Schlange... Zu dem Zeitpunkt waren hier diverse "Unfallwurf und nicht reagiert"-Leute auf eBay unterwegs - der Markt in meiner Gegend war ziemlich gesättigt.

      Wenn Zooladen = NoGo für mich nicht vorher schon klar gewesen wäre, danach auf jeden Fall. MA schulen sehen die MA übrigens gar nicht gern, denn sie sind ja die Fachleute.

      Letztes Erlebnis zum Thema Zooladen; in einem Laden steht mitten im Verkaufsraum ein Käfig. Rundum Glas, Gitterdeckel, auf allen 4 Käfigseiten der normale Verkaufstrubel inklusive patschender Kinderhände etc., über der Hälfte des Käfigs ein Handtuch zum "abdunkeln", Käfig ca. 20 cm hoch, höchsten 5 cm Streu. Dort werden Zwerghamster "gezüchtet". 3 erwachsene Tiere, Mama so ausgeleiert, ich möchte gar nicht wissen, wieviele Würfe die schon hatte. Und wir erinnern uns: Hamster. Meist Einzelgänger. Nachtaktiv. Und lustiges buntes Futter. Sprach die Verkäuferin: mit 2 m² haben die doch ein tolles Gehege (autsch, der Käfig hat 1 x 1 m). Und sie züchtet die selbst, dann ist der Nachschub gesichert, der Lieferant sei nicht so zuverlässig.

      Bestimmt gibt es auch gesunde Zooladentiere oder welche, die in einem guten Zuhause ein langes Leben haben können. Aber wenn ich mir die selbst erlebten Geschichten angucke und nur mal ein paar tage die Falschberatungs-Zooladen-Dramen hier im Forum - was ja nur die Spitze des Eisbergs ist - lese - dann will ich das auf keinen Fall unterstützen.

      LG ViererWG

      Hier nagen die Renner Bruno und Krümel.
      Tschüß Sternchen, grüß Deinen Bruder Graustreif - ihr fehlt uns so sehr! Kleiner Dancer, auch Dich werden wir nie vergessen!
      Seit 01.11.2016 ganz ohne Degus - Jungs Ihr ward großartig, Danke, dass Ihr fast 7 Jahre bei uns gewohnt habt! Und nun ist auch Hektor gegangen - auch Du fehlst!