Angepinnt Anleitung: Einsendung von Kotproben zur Untersuchung auf Darmparasiten (Endoparasiten)

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    • Anleitung: Einsendung von Kotproben zur Untersuchung auf Darmparasiten (Endoparasiten)

      Da das Thema immer häufiger aufkommt, haben wir hier die Vorgehensweise für das Sammeln und Einsenden einer Kotprobe zusammengestellt. In der angehängten PDF-Datei findest du alle Infos dazu:

      • Wann sollte eine Probe eingeschickt werden.
      • Wieso eine Behandlung auch bei geringem Befall ratsam ist.
      • Wie der Kot gesammelt, aufbewahrt und eingeschickt werden sollte.
      • Die Versandadressen der Labore, die Links zu den Einsendeformularen sowie eine Empfehlung, wie diese ausgefüllt werden.
      • Was zu tun ist, wenn das Testergebnis "positiv" ist.



      Anleitung zur Einsendung von Kotproben zur Untersuchung auf Darmparasiten.pdf
    • Oh Kekse, gerne :D .


      diluar schrieb:

      und wird uns allen die finger schonen, wenn die nächsten fragen kommen.
      Eben aus diesem Grund habe ich das Team gefragt, ob es möglich ist solch einen Beitrag anzupinnen. Die Themen mit Darmparasiten haben sich in den letzten Monaten so gehäuft, dass - davon gehe ich jetzt ganz frech einfach mal aus - die "üblichen Verdächtigen", die auf diese Themen antworten, keine Lust mehr haben immer und immer wieder das selbe zu tippen. Ab jetzt können wir das ganz unkompliziert verlinken :thumbup: .
    • LinisRennerle schrieb:

      Echt toll!
      Wie wäre es mit sowas ähnlichem wie man denn bei verschiedenen Parasiten behandelt? :)
      Den Gedanken hatte ich zwar, allerdings ist hier die Frage, in wie weit man die Tierärzte bevormundet (wir sind halt doch Laien und können nur sagen "so und so wurde es bei meiner Maus gemacht und hat geklappt"). Andererseits wird bei der Behandlung auch ab und zu völliger Blödsinn empfohlen und - auch erst wieder erlebt - überhaupt nicht erwähnt, dass das Gehege trotz Medis geputzt werden sollte.

      Möchte sich hier das rennmaus.de Team äußern, ob ein - von Laien erstellter - Leitfaden zur Behandlung bei Endoparasiten gewünscht ist oder nicht?
    • Guten Morgen :)
      Das trifft sich sehr gut, ich habe zum Einsenden nämlich schon länger eine Frage... Wieso Einsenden statt Abgabe beim Tierarzt? Ich lese das hier immer wieder, meist mit der Begründung, dass es schneller und günstiger wäre, den Kot selbst einzusenden, als den Tierarzt das machen zu lassen. Aber bei einer einfachen Kotprobe auf Würmer / Kokzidien sendet doch kein Tierarzt den Kot ins Labor, sondern schaut das mal eben selbst nach. Gerade vor zwei Wochen habe ich noch Kot zum Tierarzt gebracht, Kostenpunkt (je nach Tierarzt) zwischen 10 und 15€, das Ergebnis gibt es spätestens am Folgetag, oft auch noch am selben. Da erschließen sich mir die Vorteile des Einschickens einfach nicht... oder übersehe ich was?

    • Ich fände es schön wenn es so einen Leitfaden gäbe.
      Man kann ja einen Disclaimer dransetzen, dass man das Ding ausdrucken und mit seinem TA durchgehen soll.
      Das wären 2 Fliegen mit einer Klappe: Der TA kann etwas lernen, falls nötig und wird aber nicht vom Klienten bevormundet, der mit Wissen aus dem Internet ankommt, sondern eben konsultiert und nach seiner Meinung zu dem Ablauf gefragt.

      Ich hab ja, auch menschlich, echt Glück mit meiner TÄ. Die hört mir immer zu wenn ich von Alternativen, die ich gelesen habe, berichte und macht sich dann sogar noch die MÜhe mir das mit ihrem Fachwissen zu erklären warum das gut oder schlecht ist.
      Andere Menschen könnten da auch anders reagieren oder werten sowas angelesenes aus dem Netz vielleicht auch als meistens unqualifiziert ab, so dass so ein fruchtbarer Diskurs wie ich ihn z.B. haben darf, gar nicht erst stattfinden kann.

      Vielen Dank aber so oder so für die Zeit und die Mühe, die da reinfließt :rainbow:

    • Änns schrieb:

      Wieso Einsenden statt Abgabe beim Tierarzt?
      Ich persönlich sehe folgende Vorteile bei der Einsendung durch den Halter selbst
      • Distanz Ich wohne sehr ländlich und sicherlich auch andere Rennmaushalter. Meine Stamm-TÄ, die für Rennmäuse taugt, ist 30km weg. Benzin und Zeit für insgesamt 60km Fahrt in Abwägung gegen 1,45EUR Porto... hrm, ich entscheide mich fürs Porto :whistling: .
      • Ingnoranz Ich sage ausdrücklich nicht alle, aber leider dennoch viele, Tierärzte sehen es nicht ein, weshalb eine Kotprobe bei augenscheinlich gesunden Tieren gemacht werden sollte. Der Halter wird manchmal dann so lange bequatscht, bis er unsicher wird und nicht auf die Durchführung der Probe besteht. Weshalb soll ich mich also mit einem Tierarzt streiten über Sinn und Unsinn, wenn ich die Probe gerne machen möchte und Gewissheit haben will, ob da was ist oder nicht. Der Briefkasten versucht nicht mich vom Gegenteil zu überzeugen ;D .
      • Kompetenz Die Bedeutung des Begriffs einer Kotuntersuchung kann sehr unterschiedlich sein. Manche (wieder eindeutig manche und nicht alle) Tierärzte denken, dass es ausreicht die Köttel kurz unters Mikroskop zu halten und gut ist es. Tja, leider ist das nicht so. Zum Nachweis der Darmparasiten werden bestimmte Testverfahren benötigt. Was im einzelnen da genau gemacht wird, darüber habe ich mich bisher nicht informiert, jedoch wird das professionelle Labor wohl kaum die Probe nur kurz unterm Mikroskop ansehen. Nur wenn ein Tierarzt mein vollstes Vertrauen genießt, würde ich mich drauf verlassen, dass die Untersuchung gewissenhaft und ordentlich gemacht wurde, wenn er oder sie dies sagt. Erzählen was im Hinterzimmer gemacht wurde, kann man dem Halter eben viel. Ja, ich bin ein misstrauischer Mensch :oops: .
      • Ausstattung Um die benötigten Tests ordentlich durchführen zu können, ist Ausrüstung notwendig. Die Praxis muss Geräte und geschultes Personal haben, das kostet Geld und wird je nach Gegend und Kundschaft eher selten benötigt. Ich vermute, dass eher die Minderheit der Tierarztpraxen über solch gut ausgestattete Labor verfügt, dass die notwendigen Tests alle direkt vor Ort ausgeführt werden können. Die Mehrzahl der Praxen wird deshalb die Proben auch an ein Labor einsenden. Wieso sollte ich das dann nicht einfach direkt selbst machen?
      • Preis Natürlich berechnen die Tierärzte die Kosten, die beim Testen entstehen. Kann der Arzt die Tests nicht selbst vornehmen und sendet die Probe ein, verlangt er mindestens die Gebühren zurück. Je nach Praxis kommt dann noch ein Zuschlag für Schreibkosten und sonstige Leistungen hinzu. Dies kann - muss natürlich je nach Praxis aber nicht - dazu führen, dass der Test beim Tierarzt teurer ist als die Selbsteinsendung.
      Wenn sich jemand an mich wendet und der Verdacht auf Darmparasiten besteht, empfehle ich vor allem aus den Gründen "Ignoranz" und "Kompetenz" die Direkteinsendung. Der sowieso schon verunsicherte Halter muss sich nicht noch mit der Kritik des Tierarztes auseinandersetzen und weiß nach dem Gespräch gar nicht mehr, was jetzt gut/ schlecht/ richtig/ falsch ist :insane: . Ebenfalls bekommt er vom Labor auf jedenfall einen Befund, wo schwarz auf weiß draufsteht, um was es sich genau handelt und wie stark das Tier betroffen ist. Das lästige Nachhaken beim Arzt und der Frust nachher die Auskunft "Würmer" (ja welche denn?!) zu bekommen, entfällt.

      Versteht mich nicht falsch, ich rate keineswegs vom Tierarzt ab. Es geht mir um den Punkt, dass man erstmal einen Tierarzt finden muss, dem man vertraut, der bei Rennmäusen kompetent ist und den Halter ernst nimmt. Solch einen an der Hand zu haben ist vor allem als Anfänger oder gerade erst Umgezogener sehr schwer.

      Wenn das Ergebnis positiv ist, muss ich mir sowieso die Mühe machen und einen kompetenten Tierarzt suchen. Dann kann ich diesem aber das Testergebnis unter die Nase halten und ja, ich als misstrauischer Mensch werde auch genau nachfragen, weshalb und wieso dies und das gegeben und gemacht wird und wieso das von dem abweicht, was ich in meinem tierärztlichen Handbuch für Kleinnager gelesen habe oder im Forum mehrfach so beschrieben wurde.

      An dieser Stelle bin ich sehr froh, dass es mir wie @KaffeeJunkie geht: meine Stammtierärztin verträgt es gut (und ich glaube, es amüsiert sie in gewisser Weise auch), wenn ich ihr - mal wieder - Löcher in den Bauch frage. In den letzten 10 Jahren hat sie anhand meiner Rennmäuse auch sicherlich sehr viel dazu gelernt und DD-OPs flutschen ihr inzwischen wahrscheinlich im Schlaf von der Hand. Ich finde den Austausch zwischen Arzt und Patientenhalter einfach sehr wichtig. Ich will wissen, was mit meinem Tier passiert und wenn ich kritik daran habe, erwarte ich, dass der Arzt entweder a) mit guten Argumenten/ Fachwissen mich überzeugt oder b) sich Gedanken macht und meine Vorbehalte berücksichtigt, wenn er/sie zu dem Schluss kommt, dass diese berechtigt sind. Das sehe ich auch nicht als eingebildet/ vorlaut an oder ähnliches.

      Soweit zu meinem Standpunkt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Myon ()

    • Wenn jemand eine Anleitung schreiben möchte, kann er das natürlich gerne tun.
      Ob das angepinnt wird oder nicht, ist dann eine andere Frage, aber die muß ja noch nicht geklärt sein, während ihr anfangt, Informationen und Anleitungen zu sammeln.

      Aber auf jeden Fall solltet ihr das in einem anderen Thread tun, damit Fragen zu der Kotprobenanleitung und welche zur Behandlung von Parasiten nicht durcheinander geraten.

    • Danke Myon, das leuchtet mir auf jeden Fall ein :)

      Mein Stamm-TA ist zum Glück nur sieben Minuten entfernt, Spezialist für die kleinen Heimtiere und hat sich u.a. die Untersuchung von Kotproben als Steckenpferd auf die Fahnen geschrieben - da würde ich mal behaupten, dass ich auf der sicheren Seite bin. Bisher hat auch noch nie jemand versucht, mir auszureden, eine Kotprobe abzugeben... auch nicht, wenn ich als Grund dafür angegeben habe, "nur mal so zur Sicherheit". Wenn man da anderes erlebt, hätte ich da wohl auch so meine Bedenken und würde das Einschicken vorziehen 8|