Vergesellschaftung in der Flegelphase?

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    • Vergesellschaftung in der Flegelphase?

      Hallo zusammen,

      ich habe vor etwa 2 Monaten zwei Mäuse aus einer Notfallstation adoptiert, von denen leider eine an einem Nierentumor gestorben ist. Übrig geblieben ist ihre 10 Monate alte Partnerin, die ich nun gerne wieder vergesellschaften möchte (sobald ich sicher bin, dass alle Milben dauerhaft weg sind :D ).
      Aus der Notfallstation könnte ich nun eine Partnerin bekommen, aktuell sind aber alle Notfallnasen zwischen 4 und 7 Monaten.
      Je mehr ich hier lese, desto mehr frage ich mich jetzt wie pfiffig es ist zwei Mäuse in der Flegephase zu vergesellschaften? Hilfe wurde mir angeboten, aber ich möchte die Vergesellschaftung gerne selber machen.
      Ein Rückgaberecht besteht natürlich, das ist sogar vertraglich festgelegt.
      Da ich für mein 120×40x50 Becken mit 120×40×40 Aufsatz kein Trenngitter habe und noch Verbesserungen daran vornehmen möchte (eine Ebene ist aktuell noch eins Sackgasse, da muss umgebaut werden), würde ich mein Notfallbecken mit 100x40x40 zum Vergesellschaften nehmen.

      So jetzt sind würde ich mich über Meinungen und Tipps dazu freuen. Es eilr übrigens nicht, die neue Fellnase hole ich frühstens in zwei Wochen.

      Achja, Cola, meine Maus, stammt aus einer 4er Gruppe die in einem winzigen Becken saß und hat sich bis zum Schluss der kranken Maus unterworfen. Also denke ich ist sie zu vernünftigem Sozialverhalten fähig, aber absolut scheu Menschen gegenüber. Daher würde ich die Seiten nicht wechseln wollen, sondern nur Streu, Sandbad etc. tauschen ;)

    • Hallo,

      das ist ja traurig, dass Colas Partnerin schon so schnell gestorben ist.

      Du weißt sicherlich, dass es immer schwierig ist, Tipps aus der Ferne zu geben, wenn man die Tiere nicht kennt. Da Cola anscheinend sehr unterwürfig ist, sehe ich nicht so die großen Probleme sie zu vergesellschaften. Ich denke ihr würde eine dominante , aber eher ruhige, Partnerin gut tun, an der sie sich orientieren kann. Aber wie sich eine Gruppe entwickelt kann keiner voraussagen, je nach Zusammensetzung erlebt man oft Überraschungen. Ob Cola weiterhin so unterwürfig ist, hängt unmittelbar von der Partnerin ab.

      Mäuse in der Flegelphase zu vergesellschaften kann sehr wild werden oder auch der perfekte Zeitpunkt sein, wo beide noch lern- und anpassungsfähig sind. Hier kann dir auch niemand ein eindeutiges Ja oder Nein geben.
      Für die Zeit am Trenngitter und zum vergesellschaften reicht das Notfallbecken. Streu und Sandbad tauschen ist ausreichend und besser als die Tiere für den Seitenwechsel durchs Einfangen zu stressen.

      Bei der Auswahl der Partnerin würde ich an deiner Stelle einfach die Maus nehmen, die ich selbst am sympathischsten finde. Das mache ich oft so, weil ich weiß, das alles überlegen, welche Maus passt zu meiner hinfällig ist. Das sagen mir die Mäuse bei der Vergesellschaftung.

      Es ist gut möglich, dass Cola mit der richtigen Freundin viel zutraulicher und zahmer wird. Ich selbst habe so ein Fall, bei dem eine sehr menschenscheue , zurückhaltende Maus sehr zutraulich bis zuweilen richtig aufdringlich zu mir geworden ist. Das hätte vorher keiner auch nur vermutet.

      Also, nur Mut !!!

    • Ja das stimmt, die beiden waren ein gutes Team. :(
      Aber vielen Dank für deine Antwort, es beruhigt mich schonmal kein klares Nein zu hören und das es funktionieren kann. Dann werde ich es einfach versuchen, über die Feiertage habe ich genug Zeit und Muße lange zu beobachten.
      Wie sieht es mit einem Laufrad oder Laufrädern aus während der Zeit am Trenngitter? 50x40 pro Maus ist ja relativ wenig Platz um überschüssige Energie los zu werden. Kann man die reinstellen, solange das Trenngitter noch drin ist?

    • Ich würde auf jeden Fall das 120er nehmen. Es hat doch die gleiche Tiefe wie das 100er. Einfach das Gitter mit einem Brett höher machen. Ist sowieso besser wenn die Mäuse am Gitter nicht bis nach oben klettern können.

      Wenn Du 2 Laufräder hast, würde ich die auch rein stellen. Die Tiere sind jung und brauchen Bewegung. Je ausgeglichener die Mäuse sind, um so entspannter läuft die ganze VG und Zusammenführung.

      Bei der Zusammenführung einfach das Gitter hochnehmen und das Becken nicht verkleinern. So können sie sich auch mal aus dem Weg gehen und verschnaufen.

      Ich würde es mit den beiden auf jeden Fall mal versuchen und wünsche Dir viel Erfolg :thumbup:

      :heart:Kasi (*10.02.2016) :heart:& :heart: Tutter (3.KW (16.-22.01) 2017) :heart:
    • Meine beiden habe ich vgt als sie 1 Jahr bzw. 7 Monate alt waren und das hat wunderbar funktioniert (FB hat mich die Tage daran erinnert, dass die VG 1 Jahr her war). Ich habe bei den beiden nie wirklich was von Flegelphase bemerkt.

      Meine Fee ist übrigens auch scheu, trotzdem habe ich die Seiten gewechselt. Da sie nicht ins Taxi ist, habe ich erst Funny rausgeholt und dann das Gitter verschoben, damit Fee rüber laufen konnte.

      Laufrad hatte ich bei meiner letzten VG drin, ebenso Sandbad und ein kleines Haus auf jeder Seite.

      Lieben Gruss von Jenny *seit 01.07.2018 Rennerlos*

    • eben----------- nur mit Rückgabeoption..nicht anders. denn dann fällt Dein eigener STress schonmal weg..was gut ist. denn auch dieser Stress kann sich negativ auf Tiere auswirken. So gehst Du locker an die Sache..wenn es klappt, hast Du einem Tier ein neues Zuhause gegeben..und wenn eben nicht..dann geht die Welt auch nicht unter. Und wenn die sowas vertraglich festlegen ist super..dann vergibst Du Dir ja nichts.

    • sitzen die Notfallrenner alle zusammen..? denn dann könnte man Dir die geben, die evtl nicht so in die Gruppe intigriert ist..der hilfst Du am meisten, und die wird sich dann auch am ehesten unterordnen , weil sie im Prinzip ja froh ist da rauszukommen. Eine gute Notfallstion wird das erkennen.
      nicht nehmen die Dominante, die alle im Ring rumscheucht..wenn so eine dabei ist...aber auch dies sollte klar sein für die Dame, die die Notstation hat..ich schreibe es nur nochmal dazu

    • Wie die Mäuse aktuell sitzen weiß ich gar nicht... Vor zwei Monaten hatte sie alles mögliche da. Von der gerade verbissenen Einzelmaus über Pärchen bis hin zur Notallmama mit Jungen. Ich glaube das ist ihr klar. Die letzte Partnerin war ja auch sehr gut ausgesucht, umd das letzte Wort hat ja eh Cola.
      Auf jeden Fall beruhigt ihr mich, ich glaube zu viel hier lesen kann auch verunsichern :whistling:
      Auf die Idee das Trenngitter zu verlängern bin ich gar nicht gekommen. Das werde ich mal testen :thumbsup: Häuschen habe ich allgemein nicht, bisher haben alle meine Mäuse Korkröhren und Tunnel bevorzugt umd auch meistens dort ihre Nester gebaut. Daher habe ich auch aktuell nur meine milbenfesten Häuser mit nur einem Ausgang. Zwei Weidembrücken tun es auch, oder?

    • Colas neue Partnerin Hedwig ist vor einigen Tagen bei uns eingezogen und dank den Tipps von Orio habe ich sie erst heute ans Trenngitter gesetzt in einem 100x40er Aqua.
      Bis jetzt läuft alles sehr ruhig, die Damen ignorieren sich und beobachten nur ab und zu die andere im Laufrad. Beide markieren, aber wenn sie sich am Gitter sehen wird nur kurz geschnuppert und dann geht jeder seiner Wege. Sie haben jetzt 6 bis 7 Tage Zeit sich zu beschnuppern und nach Weihnachten werde ich sie dann zusammen lassen.

      An die erfahrenen Rennmaushalter und -züchter: Ist dieses völlige Ignorieren normal? Aktuell laufen beide synchron in ihren Laufrädern und interessieren sich null füreinander.

    • ignorieren ist ganz natürlich..aber es ist nur scheinbar. sie beobachten sich sehr genau.. und meiden den Frontalkontakt. Genauso geht das in der Natur auch vor sich. Viel schlimmer wäre es wenn sie sich sehr oft gegenüber sässen und sich durchs Gitter anstarren, dann müsste man sich Sorgen machen. Wie alt ist denn jetzt das Jungtier??? das hat natürlich sehr viel jetzt damit zu tun, wie lange Du die VG hinziehst.

    • Heute Nacht habe ich dem beiden die Laufräder weggenommen, da sie über Stunden nicht aufgehört haben zu laufen und ich Angst hatte, dass sie sich überlasten. Danach wae Cola ein wenig irritiert, hat getrommelt, wenn Hedwig ans Gitter kam und einmal konnte ich ein Schwanzwedeln beobachten. Hedwig hat sich davon aber nicht beeinflussen lassen.

      Heute morgen habe ich die Einrichtung und Teile des Einstreus getauscht. Da sie beide ihr Nest in dem gleichen Tonhäuschen gebaut haben, habe ich ihre Nester mit getauscht und an die alte Stelle gestellt. Die Nester wurden ausgiebig beschnuppert und dann einfach weiter benutzt. Aktuell schlafen sie im Nest der jeweils anderen.

      Insgesamt scheint Cola die aufgeregtere zu sein, sie hält ab und zu Wache am Gitter, bevor sie weiter ihre Mäusedinge erledigt, während Hedwig absolut entspannt am Gitter sitzt und frisst. Beide versuchen aber ab und zu am Gitter hoch zu klettern, insbesondere wenn der Deckel kurz auf ist, weil ich Wasser nachfülle oder neues Schreddermaterial dazugebe.

    • Im Laufrad laufen ist unter anderem auch ihre Art, Stress abzubauen.
      Nach dem Tod ihrer Partnerin ist meine Altmaus die ersten beiden Nächte vier Stunden fast ununterbrochen gerannt, und ich habe auch überlegt, ob es gut wäre, das Rad zu entfernen. Ich glaube aber, dass sie wissen, was gut für sie ist - ich habe das Rad drin gelassen.
      Würde mich interessieren, wie andere das sehen.

      Alles Gute für die Vergesellschaftung!

    • Ja, dass sie so Stress abbauen ist mir bewusst, aber ich hatte echt Bammel, dass sie es übertreiben, zumal Cola sonst eher buddelt und nie über Stunden (es waren 3) lief. Danach haben beide auch sofort geschlafen. Über die Feiertage werde ich die Räder auch wieder reinstellen, da ich nicht alle paar Stunden Pappröhren etc. geben kann um sie zu beschäftigen.

      Bis jetzt läuft es gut. Ich habe sogar das Gefühl, dass eine Woche am Trenngitter zu viel ist, da ich aber über die Feiertage nur zum Schlafen zu Hause bin und sie nicht beobachten kann, möchte ich da nix riskieren.

    • um das geht es, für die Zusammenführung braucht man zeit, bzw. muss dann auch den ganzen Tag zuhause bleiben. Sonst reichen auch schon drei Tage..ich mache das ja immer nach zwei Tagen ..muss man aber nicht nachmachen.... :)
      wenn man dann eben erst am fünften Tag zuhause ist. dann bleiben sie eben fünf Tage mit schön Beschäftigung etc. Und nein, es gehört ins Land der Märchen, dass zuviel Laufrad schadet. Das liest man ab und an.. Es schadet nur wenn sie in Panik flüchten, denn sie wissen ja nicht. dass sie auf der sTelle laufen. ABer das würde man erkennen..Normales Laufen dürfen sie auch mal länger. denn das ist jetzt ihre Beschäftigung bzw. ablenkung weil sie unsicher in der Situation sind. Nimmst Du es ihnen,, dann geraten sie erst recht in Stress.