Unser Problemmäuschen (?!?) Nevil

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    • Unser Problemmäuschen (?!?) Nevil

      Hallo liebe Foren-Gemeinde,

      ich möchte heute gerne euren Rat in Anspruch nehmen.

      Wir haben momentan einen fast 9 Monate alten Mäuserich namens Nevil bei uns alleine sitzen. Er hatte sich Ende Oktober mit seinem damaligen Partner verkracht. Eine Wiedervergesellschaftung schlug leider fehl.

      Wir haben uns darauf hin nach einem neuen Partner umgeschaut und sind auch relativ schnell fündig geworden. Leider stellte sich das angebliche Männchen als Weibchen heraus und wir mussten uns erneut auf die Suche begeben. (Mit dem Weibchen am Gitter verstand er sich sehr gut. Er war ruhig und es sah am Anfang wie eine Bilderbuchvergesellschaftung aus. Im Nachhinein wussten wir warum ;) )

      Mitte November zog dann ein ca. 2jähriges Männchen (eher passiv) bei uns ein, mit dem die Vergesellschaftung nicht gut aus ging. Es gab sofort Beißereien, wobei wir nicht einschätzen konnten, von wem es aus ging. Einen zweiten Versuch ließen wir darauf hin bleiben.

      Kurz darauf zog ein weiteres ca. 2jähriges Männchen (eher dominant) bei uns ein. Hier haben wir die Vergesellschaftung nach ca. 1 1/2 Wochen abgebrochen, da beide nach jedem Tausch aufgeregt waren, das Nest des jeweils anderen zerwühlten und unser Nevil zeigte zudem auch noch aggressives Verhalten (Schwanzschlagen, Patrouille am Gitter, Nagen am Gitter) gegenüber dem anderen Mäuschen, wenn es sich in der Nähe des Gitters aufhielt.

      Wir sind nun etwas ratlos, was wir mit Nevil anstellen sollen. Drei Vergesellschaftungen schlugen fehl und ich möchte ihm momentan nicht noch weiter wahllos Mäuschen vor die Nase setzen. Die Option des Alleinbleibens möchte ich ihm aber auch nicht antun - schon gar nicht in dem Alter.

      Wie würdet ihr weiter vorgehen?
      Macht es Sinn die Vergesellschaftung mit einem Jungtier zu probieren? Ich hätte momentan Angst, dass er dieses sofort angreift und eventuell totbeißt. So ein kleines Würmchen kann sich ja noch nicht wehren. Ich denke mal, so eine Art Welpenschutz gibt es unter Mäusen nicht oder?!?

      An eine Abgabe habe ich auch schon gedacht, nur hier ergibt sich für mich die Frage, wer holt sich eine Maus mit dieser Vorgeschichte ins Haus? Derjenige müsste schon sehr erfahren sein und wahrscheinlich viel Geduld mitbringen.

      Fragen über Fragen...
      Ich hoffe, ihr könnt uns weiterhelfen. Vielen Dank schon mal Vorab!

      Liebe Grüße
      pjay80

    • warum habt ihr denn, als ihr gesehen habt, mit Adult geht es nicht, ein Jungtier von einer seriösen Zucht genommen...siehe hier Clanliste. Denn eine andere chance gebe ich eurem Tier nicht. Je öfters er mit erwachsenen Tieren vg wird, und je öfters das misslinkt, umso mehr bekommt er einen Knacks. der schnellstens unterbrochen werden muss. Darauf, sorry hättet ihr aber schon selber drauf kommen können. nach der zweiten erwachsenen VG..die dritte war sehr falsch..aber gut, was passiert ist ist passiert.... ..dass muss ich mal ganz ernsthaft hier schreiben, Denn neun Monate ist so sehr jung, und er verdient doch eine Chance. Bei Züchtern gibt es lange Wartezeiten, also..jetzt die Leute anschreiben..lieber dazu auch etwas weiter weg fahren, und dann ein gut sozialisiertes Jungtier nehmen.

      Diese VGs sind denkbar einfach, und ein guter Züchter nimmt das Jungtier zurück, sollte die VG nicht klappen, was aber so gut wie nie passiert. Ob die sich auf immer verstehen, dafür gibts keine Garantie, dass ist klar. aber hier wurde schon zu viel rumgemacht..drei mal verkaracht sind echt zuviel. und es kann daher auch sein, dass es irgendwann dann mit dem Jungtier, wenn dies erwachsen wird. nicht mehr klappt.....muss aber gar nicht sein, denn hier wird er wahrscheinlich ja der Chef bleiben und zufrieden sein.
      Wichtig ist, dass ihr an einen guten Züchter geratet..der euch jeden Schritt in der VG begleichtet und euch alles erklärt , dann ist es kein Thema. Dazu sich eben etwas Mühe machen..verschiedene Züchter anschreiben, anrufen,euren Fall erklären, auch dass ihr etwas Angst habt...dann werdet ihr merken, wo ihr Ernst genommen werdet. und euch gut betraten fühlt.

      So, wenn dann es je passieren sollte, dass er dass Jungtier auch nicht mehr aktzeptiert..dass wird dann wenn, überhaupt dann sein, wenn der Junge vier , fünf , sechs monate wird..dann ist das ein Kandidat ,d en man kastiert..und zu einem Weibchen vg. dass wird sehr gut klappen..habt ihr ja schon gesehen..wenn auch unfreiwillig. Aber soweit ist es noch lange nicht, es ist ganz üblich, dass erwachsenen VGs sehr schwer sein können..also das mal ganz abhaken

      ehrlich gesagt wäre es für das Tier fatal..wenn er jetzt abgegeben wird, wieder zu einem erwachsenen Tier, auch für den neuen Besitzer, dass ist zum Scheitern verurteilt. Wenn, dann vg ihm ein Jungtier und gebt dann beide ab, wenn ihr ihn warum auch immer, nicht mehr halten könnt. Aber es war halt auch nicht seine Schuld..er ist vielleicht nicht so sehr sozial aufgwachsen?? denn wenn er von einem guten Züchter käme, hättet ihr ja damals gleich ein Jungtier dazu genommen.
      Er ist keine Problemmaus, sondern das ist bei ihm menschengemacht. Er hat euch gezeigt , er verträgt sich nicht mit erwachsenen Tieren..und trotzdem wurden ihn zweimal erw. vorgesetzt.. Villeicht ist er in Massenvermehrungen aufgewachsen,..hat nie richtig Sozialverhalten gelernt. und nie vererbt bekommen.....dass ist ,w enn sie z.b aus dem Zooladen kommen, oder von sonstigen Ebay vermehrungen, ..kann das Tier dafür was..nein, kann es nicht, und ich hoffe, ihr findet einen Weg. denn den gibt es.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von daggi47 ()

    • noch kurz zu der Frage ..nein, Welpenschutz gibt es nicht..im übrigen auch nicht bei Hunden..aber totbeissen, gibt es deshalb nicht...weil das Jungtier noch keinen geschlechtsspezifischen Geruch hat, und wenn es eben gut sozialisiert ist, weiss, dass es sich sofort unterordnen muss.
      Ich will nicht sagen, dass es zu hundert prozent niemals geschieht..sowas gibts in der Natur nicht, aber davor darf man nun wirklich keine Sorge haben. und ausserdem ist ja der Mensch dabei, wenn man dass TG hochzieht. und der greift dann doch bitte ein, sollte es zu heftig werden. Aber auch dies geschieht in den allermeisten Fällen niemals. und in über dreissig Jahren meiner Zucht und sicher über neunhundert Tieren, die ich zu VGs auch an sog. Problemmäuse abgegeben habe..ist es nur einmal bei einem Weibchen gewesen..dass sie das JUngtier ruppig behandelt hat..und diese ganz leichte Schwanzverletzungen gehabt hat. . ABer nachdem sie dann nochmal drei Tage am TG sassen klappte es beim zweiten Mal sehr gut. . und auch hier war das Weibchen keine Problemmaus..ich mag das Wort nicht gerne...sondern die war einfach zuerst überfordert

    • Auch wenn du @pjay80 offenbar schon länger hier angemeldet bist gehe ich davon aus, dass du wohl schon mehrmals vergesellschaftest hast bzw. musstest oder? und deshalb kann ich die Nachfrage von @daggi47 verstehen, wenn sie erfragt, warum nach misslungener VG mit Adultnasen nicht ein Jungtier in Erwägung gezogen wird.

      Wie ich persönlich weiter vorgehen würde?: Der kleinen pupertierenden Nase eine Auszeit gönnen und sie mit allem Comfort- und zurück in der Behausung sausen und brausen lassen wie sie will, zwischenzeitlich Kontakt zu einem seriösen Züchter/in aufnehmen, wie @daggi47 schon angemerkt hat um hier einerseits ein wirklich soziales Jungtier zu vergesellschaften und, was mir persönlich wichtig ist, den Kontakt zur Züchterin zu halten damit man um Rat fragen kann wenn es um das Vorgehen der beiden Fellnasen geht, warum, wieso, weshalb, denn ein seriöser Züchter/in steht dir jederzeit mit Rat zur Verfügung. Nutze diese Möglichkeit zum Wohle deiner kleinen Fellnase, denn sie sollte und kann keineswegs alleine bleiben

      meint schnupperlie

      Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
    • da man ja im Durchschnitt eh sechs bis acht wochen auf ein Jungtier bei vielen Züchtern warten muss..wär es wichtig, dass möchte ich aber noch erwähnen, jetzt dann zu agieren. Bei Dir ganz in der Nähe ist ja eine Zucht..die hat z.b Jungtiere die ein paar Tage alt sind..nur als Tip... .. da würde ich halt mal fragen..und oft ist es so, dass eben Wartelisten da sind, und man rechtzeitig reserviert..dass man dann in zwei Monaten sein Jungtier hat. Das schreibe ich nur nochmal, weil das viele Käufer nicht so wissen, und denken..ich melde mich beim Züchter und in spätestens zwei Wochen habe ich ein Jungtier. So ist es leider meistens nicht. klar man kann mal Glück haben, weil jemand abgesprungen ist etc. Aber in der REgel wartet man schon ein paar Wochen..was auch nicht schlimm ist.

    • Vielen Dank für eure Antworten.
      Da ich schon jahrelanger stiller Mitleser bin, bin ich an die oftmals recht kritischen Worte (zumindest dem Halter gegenüber) von daggi47 gewöhnt. ;)

      daggi47 schrieb:

      warum habt ihr denn, als ihr gesehen habt, mit Adult geht es nicht, ein Jungtier von einer seriösen Zucht genommen
      Darum geht es mir ja... meine Frage hieß schließlich: Macht es mit einem Jungtier Sinn? Meine Frage rührte daher, weil Nevil selbst gerade in seiner zweiten Flegelphase ist und laut einem hier sehr angepriesenem Buch am besten mit einem adulten Tier vergesellschaftet werden sollte.

      daggi47 schrieb:

      ehrlich gesagt wäre es für das Tier fatal..wenn er jetzt abgegeben wird, wieder zu einem erwachsenen Tier, auch für den neuen Besitzer, dass ist zum Scheitern verurteilt.
      Genau das war mein Gedankengang, daher habe ich bisher auch nur darüber nachgedacht...

      daggi47 schrieb:

      Aber es war halt auch nicht seine Schuld..er ist vielleicht nicht so sehr sozial aufgwachsen?? denn wenn er von einem guten Züchter käme, hättet ihr ja damals gleich ein Jungtier dazu genommen.
      Die Frage kann ich mit ja beantworten. Nevil kommt aus einer meiner Meinung nach Problemhaltung. Aber deine zweite Anmerkung verstehe ich nicht. Nevil wurde als Jungtier zu uns geholt und mit einer vorhandenen Maus vergesellschaftet, deren Partner verstorben war. Warum also hätten wir damals ein weiteres Jungtier dazu holen sollen?

      daggi47 schrieb:

      Er ist keine Problemmaus, sondern das ist bei ihm menschengemacht.
      Das Wort Problemmaus habe ich nur in der Überschrift genutzt mit dem Zusatz "(?!?)", was soviel heißt wie, dass ich diese Bezeichnung selber in Frage stelle.

      schnupperlie schrieb:

      Auch wenn du @pjay80 offenbar schon länger hier angemeldet bist gehe ich davon aus, dass du wohl schon mehrmals vergesellschaftest hast bzw. musstest oder?
      Ja ich habe schon mehrere Vergesellschaftungen hinter mir - mit Jungtieren, sowie mit adulten Tieren. Nevil ist allerdings unsere erste Maus, die uns solche Sorgen bereitet. Daher habe ich mich nun an dieses Forum gewandt, um bei erfahrenen Haltern um Rat zu fragen, die eventuell schon mal vor einer ähnlichen Situationen standen.

      schnupperlie schrieb:

      und deshalb kann ich die Nachfrage von @daggi47 verstehen, wenn sie erfragt, warum nach misslungener VG mit Adultnasen nicht ein Jungtier in Erwägung gezogen wird.
      Ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass ich das nicht in Erwägung ziehen will.

      daggi47 schrieb:

      da man ja im Durchschnitt eh sechs bis acht wochen auf ein Jungtier bei vielen Züchtern warten muss..wär es wichtig, dass möchte ich aber noch erwähnen, jetzt dann zu agieren. Bei Dir ganz in der Nähe ist ja eine Zucht..die hat z.b Jungtiere die ein paar Tage alt sind..nur als Tip... .. da würde ich halt mal fragen..und oft ist es so, dass eben Wartelisten da sind, und man rechtzeitig reserviert..dass man dann in zwei Monaten sein Jungtier hat. Das schreibe ich nur nochmal, weil das viele Käufer nicht so wissen, und denken..ich melde mich beim Züchter und in spätestens zwei Wochen habe ich ein Jungtier. So ist es leider meistens nicht. klar man kann mal Glück haben, weil jemand abgesprungen ist etc. Aber in der REgel wartet man schon ein paar Wochen..was auch nicht schlimm ist.
      Dieser Umstand ist mir bewusst. Es wäre nicht das erste Jungtier von einem Züchter. Du sprichst bestimmt auf die Odenwald-Renner an... sie wird wohl auch meine erste Ansprechpartnerin sein.

      Liebe Grüße
      pjay80
    • nein, ich habe das nicht gemeint..gleich mit einem Jungtier vg. Man kann es beim ersten Versuch nach einer Verstreitung ja ruhig mit Adult versuchen, dagegen ist nichts einzuwenden, denn es klappt ja auch öfters mal.. Nur wenn das scheitert, dann zeigt die Erfahrung , dass man eben dann besser ein Jungtier nimmt, um keine Unruhe reinzubekommen. bzw. das Tier nicht frustiert wird.

      Woher das Tier stammt hast ja nun nicht geschrieben..aber wenn Du schon bei Züchtern ??? gekauft hast..wo kommt er dann her..oder war das ein Notfall etc.
      und nein, ich finde nur klare Worte was man eben manchmal machen muss..weil ich eben weiss wovon ich schreibe. Und wenn ihr jetzt euch beim Züchter meldet, ist ja gut. und dass wird dann auch klappen. Wie gesagt, wie es mal in ein paar Monaten sein wird, dass kann leider niemand vorher sagen. aber in dem Fall wäre dann auch meiner Ansicht Ende Gelände mit Gleichgeschlechtlichen.
      Warum ist er in der Flegelphase... mit neun Monaten. ?...nein, ist keine andere Phase als mit einem Jahr oder mit zwei. . Geistig und körperlich erwachsen werden Rennmäuse mit sechs, sieben Monaten. und bis er dann einen neuen Partner , sprich Jungtier bekommt, ist er elf Monate.

    • daggi47 schrieb:

      Warum ist er in der Flegelphase... mit neun Monaten. ?...nein, ist keine andere Phase als mit einem Jahr oder mit zwei.
      Hallo daggi47,
      auf diesen Aspekt würde ich gerne noch einmal eingehen, da ich mich gerade etwas wundere, wie unterschiedlich die Informationen doch sind.

      Ich weiß nicht, ob du das Buch "Streit und Vergesellschaftung" von Karina Brunner kennst. Ich habe mir diese Informationsbroschüre vor nicht allzu langer Zeit besorgt, um mich über dieses Thema mal kompakt und vor allem mit aktualisierten Sachstand zu informieren.

      In diesem Buch wird bei einer Maus zwischen 3-6 Monaten von der 1. Flegelphase und bei einer Maus zwischen 6-18 Monaten von einer 2. Flegelphase gesprochen. Diese zweite Flegelphase hatte ich bis vor dem Studium dieses Buches gar nicht auf dem Schirm. Das war für mich eine neue Information und ich dachte mir dabei: "Siehe da, man lernt doch noch Neues hinzu."
      Laut diesem Buch passt zu einer Maus in der zweiten Flegelphase am besten eine erwachsene Maus (18-30 Monate). Irgendwo wird, glaube ich, auch von einem "idealen" Altersunterschied von 1,5 Jahren gesprochen.

      Was ich mich jetzt frage, ist diese Information über die zweite Flegelphase eine Fehlinformation oder gibt es hier mehrere Meinungen, die gleichwohl berechtigt nebeneinander stehen dürfen?

      Liebe Grüße
      pjay80
    • pjay80 schrieb:

      , ist diese Information über die zweite Flegelphase eine Fehlinformation oder gibt es hier mehrere Meinungen
      Zu Rennmausthemen gibt es zahlreiche Meinungen. In den Büchern habe ich deshalb die (zum Schreibzeitpunkt) gängigsten Meinungen zusammengefasst, mit meinen eigenen Erfahrungen abgeglichen und ergänzt. Es wird nie eine einheitliche Linie bei Haltung, Vergesellschaftung und Fütterung geben. Jeder macht seine Erfahrungen und gibt seine Ansichten weiter. Vor allem im Bereich Vergesellschaftung ändert sich die Meinung in den letzten Monaten sehr. Beispiel Größe VG Gehege, das Platzangebot und die Zusammenführung.

      Zu der These mit den zwei Flegelphasen komme ich aufgrund folgender Fakten:
      Die 1. Flegelphase sehe ich mit der Geschlechtsreife. Die Mäuschen testen den Partner/ die Partner, die Streitereien sind aber meistens harmlos.

      Die 2. Flegelphase sehe ich in der Zeit, in der nach meiner eigenen Beobachtung und dem jahrelangen Lesen hier im Forum die meisten Gruppen streitbedingt zerbrechen, sprich: In welchem Alter sind die Mäuse oft, wenn ich zerstrittene Gruppen hatte und wie ist die Altersangabe hier auf Nachfrage? Ich hatte 10 Jahre lang insgesamt im Laufe der Zeit etwa 20 Rennmäuse und davon einige zerbissene Gruppen. Bis auf eine Gruppe waren bei allen zerstrittenen Partnern ein Partner oder auch beide im Alter von 6-18 Monate. Bei sehr vielen der hier als zerbissen "gemeldeten" Gruppen trifft diese Altersspanne ebenfalls zu. Eher seltener liest man von jüngeren oder älteren Tieren, die sich zerstritten haben.
      Meinen Beobachtungen nach sind Mongolische Rennmäuse in einem Alter von 6-18 Monaten im Vergleich zu jüngeren und älteren Tieren überwiegend territorialer, sprich schwerer zu vergesellschaften und Gruppen anfälliger für Streit. Ich gehe davon aus, das ist aber reine Theorie und ohne Belege (!), dass in diesem Alter die Hormone/ Vermehrungslust am stärksten zum Tragen kommt und deshalb das Verhalten gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen ablehnender ist. Zur Vermehrung nützt der Natur im fruchtbarsten Alter nur das andere Geschlecht. Ich sehe diese Zeit vergleichbar zum menschlichen Teenager-/ junges Erwachsenenalter. Rüpelhaft, flegelhaft, wie auch immer man es nennen mag.

      DIE universelle Empfehlung für Alterskombinationen bei Vergesellschaftungen gibt es nicht. Es hängt auch sehr vom Charakter des Tieres ab. Alle gemachten Angaben im Buch sind als grundsätzlich möglicher Weg zu betrachten, wie im Einzelfall am besten vorgegangen werden kann, hängt dann aber wieder vom Einzelfall ab.
    • ja, sowas kann ich gar nicht bestätigen..so eine lange Flegelphase..was ein Jahr???..dass sehe ich in dem Sinne anders, .als dass Rennmäuse sich zu jeder Zeit und zu jeden Alter verstreiten können. Gerade vor ein paar Wochen hat eine Freundin von mir zwei Weibchen..beide zwölf Monate , vg wo bei ihr die Partnerin gestorben war, und bei mir das Zuchtmännchen altershalber gestorben war von dem Weibchen. . Die Tiere waren nach zwei Tagen vg. weil sie so dermassen friedlich waren und ihr Weibchen, was auch aus meiner Zucht kam, war anscheinend bei der verstorbenen Partnerin etwas eine Zicke.. und jetzt gar nicht mehr..weil beide sich auf Anhieb mochten.....und sowas habe ich zum Glück öfters, aber das Alter spielt da absolut keine Rolle.

      Das mit sechs Monaten kann ich noch nachvollziehen, weil sie dann eben körperlich und geistig ausgewachsen sind, aber es wäre ja schlimmer als schlimm, wenn das über Monate schwierige Charaktere wären.
      Natürlich ein Jungtier ist aussen vor, dass klappt so gut wie immer. Aber gerade bei Erwachsen, kommt es rein auf Sympathie an,, und wenn die sich nicht mögen, und sind zwei Jahre alt..dann werden sie sich nicht aktzeptieren..und Rennmäuse verstreiten sich mit zwei Jahren..also gleichalt, z.bBRüder genauso wie mit einem Jahr. oder später.


      Tiere, die nicht gleichgeschlechtlich leben können, aufgrund falscher Prägung oder wie auch immer, fangen in der Regel an, das Jungtier zu jagen..und auch mal zu verbeissen, sobald es erwachsen wird, dass heisst zw. vier und sechs Monaten. Aber das hat nichts mit Flegelphasen zu tun...auch dieses Wort mag ich nicht, weil es einfach manchmal falsche Folgerungen zulässt. bzw. die Leute zu falschen Ergebnissen kommen.
      Aber natürlich kann jeder es ausdrücken wie er denkt.

      Am schwierigsten..und das kann ich auch nur aus Berichten und Fallbeispielen auch hier.. in über dreissig Jahren so weitergeben..sind zwei Adulte , gleich kräftige Männchen zu vg. dass ist aber wirklich eigentlich logisch..denn in der Natur, würden sich zwei Männchen , im besten Alter niemals zusammenschliessen, da gibts Mord und Totschlag. Da Rennmäuse aber domestiziert sind, und eben nicht mehr so ganz naturnah..klappt es aber hier doch auch ab und an..bzw. vielleicht sogar öfters..aber trotzdem sind das die Kombis..wo man eben immer wieder hört..klappt nicht. was ich ganz normal finde. Ich selber würde niemals zwei erwachsene, gleichalte Männchen vg... weil ich das einfach unnatürlich finde. Jünger oder älter ist o.k. aber nicht zwei gleichstarke im besten Alter

      und bei mehr als zwei Tieren..keine Frage..lesen wir hier auch von schwersten Verbeissungen, wenn die Tiere erst zwölf Wochen sind, was ein absolut abnormes Verhalten ist, aber auch kommt, wenn sie wie hier in dem Fall aus den Vermehrungen kommen. ..und dann noch zu dritt oder viert gehalten werden. Auch hier handelt es sich nicht um Flegelphasen, sondern um schwer gestörte arme Tiere. Leider, wenn man hier ein paar Jahre Mitglied ist liest man Berichte, die es so nicht geben dürfte.