Mäuse haben sich gebissen, was nun?

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    • Mäuse haben sich gebissen, was nun?

      Hallo liebe Community,
      meine Mäuse haben sich (für mich) aus heiterem Himmel gebissen. Ich war zum Glück zuhause, als es passiert ist, und konnnte sie schnell trennen. Sie waren ein Knäuel und haben sich auch gebissen, zum Glück nur leicht und mit wenig Blut. Trotzdem war ich geschockt, weil sie sich nicht voneinander abbringen ließen. Ich musste warten, bis das Knäuel sich löste.

      Habt ihr Tipps zum weiteren Vorgehen? Ich wollte sie erstmal eine Woche komplett trennen, damit die zum Gück nur leichten Wunden heilen können.
      Dann wollte ich sie ins Aqua mit Trenngitter setzen und dort auch mind. 1 Woche lassen, bis ich sie wieder zusammen lasse.

      Kann ich für alle Schritte die alte Streu benutzen?

      Ich hoffe, die beiden finden wieder zueinander, weil sie zuvor einen harmonischen Eindruck machten.

      1. Wie viele Tiere sind es? - 2

      2. Wie alt sind sie? - Mr. Jingles ist fast 2 Jahre alt; Oskar ist 6 Monate alt.

      3. Welches Geschlecht haben sie? - Zwei Männchen

      4. Wer hat sich mit wem gestritten, gab es Unbeteiligte? - Beide haben sich geknäuelt, ich habe nicht gesehen, wer angefangen hat.

      5. Wie sah es aus (Rangeleien, Knäulen, Jagen etc.)? - Massives jagen und knäueln, sie haben sich nicht voneinander abbringen lassen

      6. Gab es Verletzungen? Wenn ja bei wem, wo und wie schwer? - Ja, auch mit Blut.

      Mr. Jingles: blutig überall an folgenden Orten: Am rechten Auge, am Ohr, am Arm, direkt vor dem Hoden, sieht insgesamt schlimmer aus als Oskar
      Oskar: Verletzungen am Arm, am Bauch (bei der Duftdrüse), sonst unversehrt

      7. Wie groß ist das Aqua/Terra/der Käfig? - 100 cm breit, 100 cm hoch, 60 cm tief

      8. Wie lang ist der Streit her? - Jetzt 2 Stunden

      9. Wo sind die Tiere jetzt? Wurden sie getrennt? Wenn ja, wer ist jeweils zusammen? - Sofort getrennt, weil sie sich nicht eingekriegt haben. Oskar befindet sich jetzt im Ersatzaqua mit Ersatzlaufrad etc.

      10. Schlafen/schliefen die Rennmäuse in einem gemeinsamen Nest? - jein. Manchmal ja, manchmal nein. Immer abwechselnd, daher habe ich mir nichts dabei gedacht.

      11. Dürfen alle Tiere an Futter und Wasser, in alle Häuschen, Röhren oder andere Einrichtungsgegenstände? - Ja, das war nie ein Problem!

      12. Gab es Auslauf? - Nein

      13. Wurden neue Einrichtungsgegenstände gegeben? - Nein

      14. Wurde kürzlich saubergemacht und die komplette Einstreu ersetzt? - Im September zuletzt

      Oskar| Agouti| 5 Monate alt :gerbil
      Mr. Jingles | Algierfuchs | 2 Jahre alt :gerbil
      ___________

      Artus, Finn, Franz von Moor, Karl von Moor, Rufus, Merlin und Remus -
      Ruht in Frieden und kommt gut über die Regenbogenbrücke. :rainbow:
    • SweetSakura schrieb:

      Kann ich für alle Schritte die alte Streu benutzen?
      ja würde ich erst mal versuchen.

      Das einzige was mir direkt auffällt ist das Alter des einen - 6 Monate. Das war die Zeit als es damals in meiner Gruppe anfing zu kriseln (Jagen), trotz 2mal kleiner setzen haben sie sich dann massiv blutig zerfetzt. Obwohl vorher auch Friede Freude Eierkuchen war.
    • Einen zweiten Versuch würde ich zumindest wagen. Da sie anscheinend aber recht aggressiv gegenüber einander waren, würde ich es danach auch belassen, falls es nicht klappt. Komplett trennen und Wunden verheilen lassen, klingt auch gut. Die Zeit würde ich auch nicht zu knapp wählen, da sie sich ja nicht nur körperlich, sondern auch psychisch davon erholen müssen.

      Seit wann sind die beiden denn zusammen? Wenn eine sechs Monate ist, ist das in der Tat ein Alter, wo hier häufig geschrieben wird, dass sich Mäuse verstreiten, wie smurf schon schrieb. :/

    • Hallo Sweet sakura
      was für ein Glück ,das du zu Hause warst
      Ich würde sie mindestens 14 Tage getrennt lassen .Dann sind die Wunden gut verheilt und ich denke sie brauchen die Zeit um das Negativ Erlebnis zu vergessen,oder zu verarbeiten.
      Wünsche dir viel Erfolg,ich persönlich starte bei massiven Bissverletzungen keinen 2ten Versuch.
      Aber du schreibst ja sie waren davor ein gutes Team,ist immer schwierig so was zu entscheiden.
      Ich drücke die Daumen und du siehst ba dann auch wie sie sich am TG verhalten.
      Lg Orio :wink:

    • wie kommt denn die Höhe von einem Meter zustande?? hast Du einen Aufbau, wenn ja, wie ist der gestaltet..Foto wäre super, denn in Becken mit Aufbauten, die auch noch z.b nur einen Aufgang haben. also sonst geschlossen sind, ist es fast normal, dass tiere sich verstreiten.
      Vor allem jetzt wird der jünge erwachsen mit sechs monaten, und dann kommt es auch zu Revierbildungen. Daher einfach mal ein Foto vom Rennamusheim schicken, dann kann man besser beurteilen.
      Du hast dann ein zweites Becken, wo der zweite drinsitzt...also kein TrG..wär ja auch schlecht möglich bei der Höhe.
      Also zweites Becken ist gut. und so kann man zehn bis vierzehn tage mal abwarten. und wenn sie sich sonst immer gut vertragen haben, ist die Chance auch sehr gut, dass es wieder klappt..evlt eben mit baulichen Massnahmen, dass muss man anschauen

    • Hallo ihr vier, vielen Dank für eure Antworten. Ich komme erst jetzt dazu, euch zu schreiben, weil die Woche bei mir ganz voll war.

      Die beiden sind seit ca. 3 Monaten zusammen. Ich hoffe, dass sie wieder zueinanderfinden. Die Wunden waren sofort und schnell verheilt.

      Momentan läuft das Trenngitter und ich würde sie gerne morgen oder übermorgen zusammenführen, dann sind sie 8 / 9 Tage per Trenngitter im Aquarium und insgesamt 17 Tage getrennt gewesen.

      Mein Käfig ist ein Eigenbau eines Schreiners und sehr speziell. Ein Foto habe ich, der Käfig ist schon einige Jahre alt. Ich suche es nachher auf dem PC. Es gibt viele Möglichkeiten zum hinaufgehen, zur ersten Etage alleine 3-4 Möglichkeiten (auch, weil ich so hoch einstreue) , in die oberste Etage ebenfalls 2-3 Möglichkeiten. Wenn ich die Mäuse in diesen Eigenbau setze (wenn alles geklappt hat mit dem TG etc.), dann trenne ich die Etagen ab mit Holzbrettern und gebe nach und nach mehr Platz frei.


      Ich schildere die Trenngitter VG momentan so:

      Das Trenngitter wurde anfangs massiv beknabbert, vor allem von Oskar. Ich habe es als aggressiv empfunden. Auch der Seitenwechsel wurde nur sehr nervös akzeptiert und die Nester in Angriff genommen, ebenfalls primär von Oskar. Seit einigen Tagen passiert beim Seitenwechsel nicht mehr viel. Sie sind relativ entspannt und ausgeglichen, treffen sich ständig vor dem Trenngitter. Ich nehme keinerlei aggressiven Zeichen war, habe aber Angst, es mir nur schönzureden. Selten habe ich ein Fiepen wahrgenommen. Ich habe allerdings nach so ca. 5 Tagen der VG ein Laufrad hineingestellt, zum Stressabbau. Da sie sich immernoch viel miteinander beschäftigen (sie fressen auch gemütlich beisammen am Gitter), denke ich, ist das sinnvoll gewesen.

      Doch das Problem ist nun, dass ich nicht weiß, welche Methode die beste ist, um fortzufahren. Immer sehe ich nur die Nachteile.

      1. Trenngitter hochnehmen / umdrehen: Könnte zu sofortiger Revierbildung führen (wer ist der Boss?), und damit wieder zu einer Beißerei.

      2. Zusammenführung in Transportbox: Wenig Platz -> wenn sie sich jagen, dann ist die Beißerei in schwerer Form vorprogrammiert, weil ich sie nicht trennen kann.

      3. Zusammenführung auf neutralem Boden, z.B. Badewanne / Wäschekorb: Habe ich bisher nur 2 x ausprobiert und diese Methode ist mir suspekt, weil die Mäuse aufgrund der fremden Umgebung mehr panisch sind als sich miteinander zu beschäftigen. Aber evtl. habe ich es bisher auch falsch gemacht. Und wohin mit den beiden dann im Anschluss?

      Habt ihr eine Empfehlung? Ich bin kein Neuling, habe schon diverse Vergesellschaftungen durchgeführt. Die meisten waren aber sowieso zwischen Jungtier und Adultmaus. Bisher hatte ich zwei erfolgreiche Anläufe von Adultmäusen (nur Zweiergruppen), diese habe ich über die Transportboxmethode im Anschluss an das Trenngitter erfolgreich zusammengeführt.
      Bei einer Gruppe ist diese Methode jedoch gescheitert, weil sie sich sofort verbissen haben. (Da hatte ich das Trenngitter sogar 14 Tage drin, weil die Beißerei vorab so heftig war)

      Oskar| Agouti| 5 Monate alt :gerbil
      Mr. Jingles | Algierfuchs | 2 Jahre alt :gerbil
      ___________

      Artus, Finn, Franz von Moor, Karl von Moor, Rufus, Merlin und Remus -
      Ruht in Frieden und kommt gut über die Regenbogenbrücke. :rainbow:
    • mache auf jeden Fall erstmal nr. eins. Wenn diese Methode zwei bis dreimal nicht klappt, kann man , bei nicht so scheuen Tieren auch auf neutralen Boden machen..aber nicht Badewanne, sondern man zäunt einen grösseren Platz ., zb in einem Flur ..oder in einem Zimmer ein. auslgegen z.b mit Hanfmatten etc. damit sie nicht rutschen..auch ein paar offene Unterstände rein..also zb grössere Weidenbrücken oder Korktunnel.
      am besten sich dazu reinsetzen. Dazu ,wie gesagt, müssen aber die Tiere einigermassen zutraulich sein, denn sonst sind sie nur in Panik und das Ganze bringt gar nichts.

      leider kann man oft nicht genau drauf schliessen, wie dann die Begegnung ist, also auch wenn sie friedlich sind am Gitter, können sie evtl dann doch streiten, wenn es weg ist. Allerdings ist es gut, dass alles ruhiger geworden ist. denn Tiere, die sich nun gar nicht mögen, die rennen Tagelang agressiv am Gitter , beissen rein , rütteln dran etc. Dann wenn es so ist, kann man es auch gleich lassen.
      Am TG Holz nagen ist nicht unbedingt Agression wenn er es nur ab und an mal macht. Aufgeregt sein ist normal, und das Holz wird da so schön präsentiert, da nagen sie halt gerne dran.