Hilfe - blutige Auseinadersetzung in einer Vierergruppe - nur Weibchen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • 2:2 scheint mir in deinem Fall die beste Lösung. Da deine Tiere ja vermutlich nah verwandt sind sollte eine Rückvergesselschaftung der Mobbenden Maus zu einer der anderen neutralen Mäuse gut klappen. Die Mobbende und eine der neutralen haben, außerdem auch noch keine schlechte Erfahrungen miteinander gemacht. Also versuch 2:2.

      Das Risiko dass die 3 sich zerstreiten ist einfach da und mit zwei Mäusen hast du es deutlich ruhiger und du musst nicht noch eine 5 Maus zur Vergesselschaftung ins Haus holen. Wobei es wirklich verlockend scheint Mella zur Vg abzugeben, besonders wenn schon ein Interessent da ist. Allerdings wird der neue potentielle Besitzer ein Rückgaberecht wollen, wenn die Vg scheitert. Und leider klappt Adult/Adult nicht immer.

      Also wie gesagt versuch es 2/2.

      @daggi47 bitte versuch doch erstmal die Beiträge der Leute richtig durchzulesen und nicht nur auf Thementitel zu reagieren. Es wurde geschrieben wie alt die Tiere sind und woher sie kommen. Daraus ergeben sich schon viele deiner Fragen.


      Liebe Grüße Pusteblume.


    • Wie verhalten sich die Mäuse denn aktuell?
      Ist bei der Dreiergruppe eine klar als Chef erkennbar - die sollte dann auf keinen Fall raus.
      Wenn du das Verhalten näher beschreibst, dann lassen sich auch besser konkrete Ratschläge geben.

      Eine jetzt stabil wirkende Dreiergruppe muß man nicht zwingend trennen, wenn man für die einzelne Maus eine andere gute Lösung hat. Wichtig ist dann aber, daß man erkennt, wenn es bei den dreien kriselt und dann auch Möglichkeiten hat, eine zu trennen (und für sie eine neue Partnerin zu finden)
      Wenn du das Streitrisiko senken willst (gleichaltrige Mäuse sind auch nicht die ideale Voraussetzung für eine Dreiergruppe), sind zwei Zweiergruppen meist besser. Nur da ist eben wichtig, daß du nicht die falsche Maus aus der Gruppe entfernst - deswegen die Frage nach dem Verhalten der drei Mäuse untereinander.

    • Ich bin wirklich überwältigt, wie viel Zeit ihr euch für mein Mäuseproblem nehmt. Tausend Dank!
      Die Dreiergruppe ist harmonisch, kein Besteigen, kein Jagen. Sie schlafen in einem Nest, wirklich keinerlei Anzeichen für Streit oder Rangordnungskämpfe. Mini ist ja immer schon eher schüchtern, Mausi stark, aber nicht dominant (versuchte ja auch wirklich so süß zw den Streitenden zu vermittlen) und Morle hat seine Stellung, aer hält sich eher raus. Ob nun Mausi o Morle Chef sind, können wir so gar nicht sagen...
      Wir werden jetzt erstmal nichts überstürzen, zumal wir ja sowieso noch kein TG haben.
      Mein Bauchgefühl sagt mir, die Dreiergruppe zu lassen....
      Liebe GRüße

    • aoechenvera schrieb:

      Mein Bauchgefühl sagt mir, die Dreiergruppe zu lassen....

      Hör auf dein Bauchgefühl, denn du hast die Gruppe vor dir. Was du allerdings beachten musst und solltest: Beobachten wie sich die Dreiergruppe verhält, denn diese Gruppe "sucht" sich und wie sie sich "findet" kannst du nur durch mehr als aufmerksame Beobachtung herausfinden und wenn du merkst, und sei es nur "zögernd" reagiere und beobachte, mehr als aufmerksam, wie sich die Gruppe verhält, um notfalls reagieren zu können und müssen.

      Zu Deiner Argumentation, hier wird unterschiedlich geraten, trennen in zwei zu zwei oder belassen: Wir haben die Fellnasen nicht direkt vor dir und können nur raten, entscheiden musst und kannst nur du wie du weiter vor gehen solltest und wir hier als erfahrene Körnergeber/innen posten zumeist aus Erfahrung, Zweiergruppen sind etwas stabiler als eine Großgruppe (hier im Forum posten wir aber drei Zwackels aufwärts von einer Großgruppe).

      Entscheide zum Wohle der kleine Fellnasen, das wünschen sich die antwortenden Userinnern und auch schnupperlie
      Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
    • wenn man hier aber die vielen Jahren der Erfahrung hat..dann ist einem klar, auch dreier Gruppen halten nicht, und Anfänger erkennen die ersten Anzeichen definitiv nicht, und es wird in einem Streit enden. Das es auch von 100 dreier gruppen mal zwei schaffen, für immer zusammen zu bleiben, ist eben die Ausnahme. Jetzt lässt man sich noch blenden, die kuscheln ja so niedlich..das kann sich von einer Stunde auf die andere ändern, wenn sie hitzig werden, wenn sie ein paar Tage nur versorgt werden..z.b Urlaub..und vieles mehr.
      Von Bauchgefühl kann man, sorry, dass meine ich nicht böse. bei jemanden sprechen, der zwanzig Jahre mehrere Rennergruppen gehalten hat. und Erfahrungen gesammelt hat. Aber der würde ja trennen keine frage.
      Finde eben, wenn man jetzt die drei lässt, ist es ein absolut hohes Risiko, was man zum Wohle der Tiere eingeht. aber klar jeder muss es selber entscheiden. und man kann nur hoffen, die einzelne findet dann ein schönes neues Zuhause. und wenn es bei den anderen drei zu verbeissungen eines Tages kommt, erkennt man es rechtzeitig. und handelt dann dementsprechend.

    • Wenn du davon ausgehst, daß ein Renneranfänger eh die Tiere nicht gut genug deuten kann, um Streit zu erkennen und damit eine Dreiergruppe rechtzeitig zu trennen, wieso gehst du dann gleichzeitig davon aus, daß er ein passendes Tier entfernen kann, so daß es in der verbleibeneden Zweiergruppe nicht kracht? Denn das kann man doch schließlich auch falsch machen, wenn man die Tiere falsch deutet.

      (Was die gefühlte Statistik von dir angeht mit "vielleicht halten zwei von 100" - vergiss nicht, daß sich normalerweise nur diejenigen melden, wo was schiefgeht, wo alles klappt, die kommen selten ins Forum oder fragen bei Züchtern um Rat, das verzerrt die Rückmeldungen zum Erfolg oder Misserfolg von Dreiergruppen)

    • weil es einfach hier die Fakten zeigen., erstens sitzt man nicht 24 Stunden vor dem Becken..und zweites ist es an nur ganz ganz geringen Dingen oft sichtbar, dass sich Streit anbahnt, und da braucht es nunmal eine Erfahrung. Und das Problem, wenn sich drei streiten kann das viel übler enden als nur bei zwei Tiere..was auch übel ist, klar und man auch nicht vermeiden kann. Aber das Risiko bei drei ist eben dreimal so hoch.
      Und wenn man was im Vorfeld schon evtl mindern kann..da würde ich die sicherere Seite wählen. auch wenn sich Rennmaushalter das so gar nicht vorstellen können, dass drei kuschelnde Tiere sich verstreiten können. Na, die vier haben ja auch zusammen gekuschelt und in einem Nest geschlafen, solange bis es kracht.

    • aoechenvera schrieb:

      könnt ihr mal kurz die wichtigsten Feinheiten/Verhaltesnweisen beschreiben, woran man sieht, dass es irgendwann krachen wird?
      lies dich am besten mal in den Infoseiten ein - Verhalten, Gruppengrößen etc.

      rennmaus.de/rennmaus/basiswissen/verhalten/
    • 120er klingt klasse. Beim Einrichten aber bitte darauf schauen dass es keine Engstellen gibt.

      Und nochmal kurz auf den Punkt von Smurf zurück zu kommen.

      smurf79 schrieb:

      Pusteblume1993 schrieb:

      Da deine Tiere ja vermutlich nah verwandt sind sollte eine Rückvergesselschaftung der Mobbenden Maus zu einer der anderen neutralen Mäuse gut klappen
      Verwandtschaft ist aber bei Rennern egal ...

      Jein. Klar verstreiten sich Rennergeschwistern doch recht häufig. Allerdings hatte ich schon mehrmals die Möglichkeit nah verwandte Tiere wieder zu Vergesselschaften und habe mich auch mit meiner Züchterin intensiv darüber unterhalten. Beispiel: Bei meiner ehemaligen Viererdamengruppe die ich getrennt habe (Tante/Mama/zwei Töchter), starb in den einzelnen Gruppen, in einem Zeitraum von drei Wochen je ein Weibchen. Die Damen waren 1 1/2 Jahre getrennt und haben davor etwas über ein Jahr zusammen gelebt. Ich trennte prophylaktisch, sie hatten keine schlechten Erfahrungen miteinander. Vergesselschaftung lief über Kleinraumethode nach einem Tag Trenngitter. Es gab keine Anzeichen von Aggression oder ähnlichem während der ganzen VG. Es war die entspannteste VG in meinem ganzen Leben.

      Die darauffolgenden Mäuse von der Züchterin waren ebenfalls aus der selben Linie und meine Züchterin meinte dass gerade Tiere von der gleichen Linie besser miteinander zu vergesschalften sind. Und wenn man sich die Adult/Adult Vergesschalftungen und deren Erfolg von Züchterin anschaut merkt man, die Klappen fast immer. Und oft sind diese Tiere irgendwie miteinander verwandt. Worauf schieben wir den Erfolg? Nur auf die sozialem Tiere? Auf die VG Erfahrung der Züchter? Lassen wir die Verwandtschaft unter den Tisch schmeißen? Ob nun Vater mit ausgewachsem Sohn, Tiere für Rückverpaarungen oder neu zusammengestellt Zuchtpaare. Oft gibt es Zuchtkooperationen zwischen Züchter, und die Tiere sind irgendwie miteinander verwandt. Ob es jetzt an den besonders sozialem Charakter liegt, oder ob der Geruch doch eine Rolle spielt. Wer weiß?!? Also solange man es nicht ausschließen kann finde ich es erwähnenswert. Immerhin regeln Rennmäuse viel über die Nase, ich kann mir nicht vorstellen dass sie nicht merken 'Der riecht ähnlich wie ich". Wie die Rennmaus darauf reagiert bleibt ihre Sache, und ist sicher stark abhängig von ihren gemachten Erfahrungen. Aber ich denke dass es dem Erfolg nicht abträglich ist, wenn ein Maus auf die ein oder andere Art vertraut riecht.

      Dazu habe ich noch den Punkt mit den schlechten Erfahrungen gleich darauf genannt, der sicher auch nicht unerheblich sein sollte.

      Pusteblume1993 schrieb:

      Da deine Tiere ja vermutlich nah verwandt sind sollte eine Rückvergesselschaftung der Mobbenden Maus zu einer der anderen neutralen Mäuse gut klappen. Die Mobbende und eine der neutralen haben, außerdem auch noch keine schlechte Erfahrungen miteinander gemacht.

      So schon wieder einen halben Roman geschrieben. Und nun noch die Frage an dich Smurf, denkst du die Vergesschalften 1/1 einer der beiden neutralen mit einer der vom Streit betroffen Mäuse hätte nicht geklappt?


      Ich wünsche der Threadstellerin und ihren Mäusen auf jeden Fall weiterhin alles Gute. Liebe Grüße Pusteblume.

    • Eine Mäusegruppe braucht mindestens 3 Wochen um sich zu stabilisieren, deshalb überstürze jetzt nichts und lass die 3 noch solange in dem Gehege.

      Da du leider die Chefmaus, die gejagt hat, herausgenommen hast, müssen sie jetzt eine neue Rangfolge ausmachen und dafür brauchen sie keine weitere Aufregung.

      Wenn es die gejagte Maus gewesen wäre, die du rausnimmst, wäre es für die drei einfacher gewesen, da die Chefin geblieben und "nur" die unterste in der Rangfolge weg wäre. So hätte keine neue Rangfolge ausgemacht werden müssen
      (Das darfst du nicht als Vorwurf verstehen, sondern nur als Erklärung.)

      Beobachte die drei jetzt gut und achte darauf ob du eine Maus öfter alleine und abseits sitzen siehst und die anderen beiden als Team ihr Ding machen.

      Wie gehen die anderen beiden mit ihr um?
      Darf sie gleichzeitig mit den anderen Fressen?
      Auch bei Leckerlies? Oder wird sie weggeschubst?

      Das wären so die ersten Anzeichen für Mobbing ...

    • @ Pusteblume:
      Bei den verwandten Mäuschen, die du dort beschreibst, kamen aber neben der Verwandschaft auch noch einige für VGs sehr günstige Umstände hinzu, die du bei Mäusen von Vermehrern, schlechten Züchtern oder Zooläden nicht unbedingt hast. Da jetzt definitiv zu sagen, die enge Verwandschaft wäre der Hauptgrund, halte ich daher für gewagt, solange keiner ähnliche Erfahrungen mit Mäusen, deren sonstige Umstände weniger günstig sind, hat.

    • Meine Viergruppe waren Zooladentiere Sasy. Dazu kommen noch Tiere von einer Bekannten in Kenzingen bei der zufällig wieder zwei Brüder von privat Adult/Adult vergesesselschaftet wurden die davor in unterschiedlichen Haushalten waren. Und eben noch die Tiere die wir von unserer Züchterin haben.

      Desweitern schreibe ich nie es sei ein Hauptgrund sondern nur ein Faktor. Erfahrung ist viel wichtiger und der Charakter der Maus.

      Liebe Grüße Pusteblume.


    • Ok, für mich klang es nach einem sehr wichtigen bis Hauptgrund, und daß deine Mäuse aus dem Zooladen waren, steht da auch nicht (und ich weiß nicht von jedem User die Geschichte seiner Mäuse)
      Fakt ist aber halt auch, daß die Aussage "ist ja dieselbe Familie" gern in Zooläden genannt wird dafür, daß die Mäuse sich verstehen müßten. Und daß Zooladengruppen nicht immer halten und VGs damit nicht immer einfach sind, sieht man ja leider sehr deutlich in unseren Foren ...
      Deswegen sind Smurf und ich bei dem Argument "sind ja verwandt, sollte also gut gehen" erstmal skeptisch.