Rennmaus kneift das Auge seit Wochen zu!

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Rennmaus kneift das Auge seit Wochen zu!

      Hallo,

      meine Rennmaus Mowgli kneift seit mehreren Wochen das Auge zu. Am Anfang dachte ich, er hätte vielleicht beim Buddeln etwas Einstreu rein bekommen.
      Aber als es sich nach fast 2 Wochen nicht besserte, bin ich mit ihm zum Tierarzt. Dort bekam ich eine Augensalbe für ihn mit.
      Diese musste ich eine Woche lang mehrmals täglich auftragen.

      Doch es half nicht. Nach einer Woche war ich wieder beim Tierarzt und bekam ein Medikament, dass ich ihn verabreichen musste...nachdem auch das nichts gebracht hatte, hat die Tierärztin ihn nochmals gründlich untersucht und mir eine andere Augensalbe mitgegeben.
      Sie meinte, dass wir nur hoffen könnten, dass sie hilft und sie ansonsten bei Hunden und Katzen eine Breitbandanalyse machen würde, sie sich aber nicht sicher sei, ob das bei Mäusen möglich ist. Ungewöhnlich fand sie, dass meine Maus keine Erkältungssymptome wie niesen oder rasselnden Atem zeigt und nur das eine Auge betroffen ist.
      Sie meinte auch, dass Augenentzüngungen bei Mäusen im Normalfall bakteriell verursacht werden und man bei Viren leider nicht viel tun könne.
      Mowgli hat zudem eine Trübung in dem Auge, die sich lt. der Ärztin nicht mehr aufhalten lässt und zur Blindheit führt.
      Dass er das Auge zukneift, weist nach der Ärztin darauf hin, dass ihm etwas stört oder er Schmerzen hat.

      Jetzt eine weitere Woche weiter mit der neuen Augensalbe ist es immer noch nicht besser. Die Ärztin meinte, sie könne mir nur noch anbieten, das Auge nochmal richtig gründlich zu untersuchen, dafür müsse sie bei Mowgli aber eine Sedierung (leichte Narkose) durchführen. Mowgli ist von der ganzen Behandlung natürlich jetzt schon ziemlich gestresst. Vorher ist er immer sofort auf meine Hand gesprungen, wenn er mich gesehen hat. Jetzt versteckt er sich fast nur noch. Sobald ich ihn für die Augensalbe rausheben musste, verkrampfte er sich total und versuchte weg zu kommen. Der tapfere Kerl hat mich jedoch nie versucht zu beißen.

      Jetzt bin ich natürlich unsicher, ob ich ihn die Sedierung auch noch antun soll. Er hasst es in der Transportbox zu müssen, eine Sedierung ist natürlich immer ein Risiko fürs Tier und daneben käme noch der Stress hinzu, dass er erst wieder zu seinem Freund kann, wenn er wieder frisst - man sie also aufgrund der längeren Trennung neu vergesellschaften müsste. Damit wäre er ja zudem noch nicht geheilt - wenn dann überhaupt was Genaueres bei der Untersuchung heraus kommt. Er ist jetzt fast 2 Jahre alt und damit auch nicht mehr der Jüngste.

      Hat jemand von euch schon mal ähnliche Symptome bei einer Rennmaus gehabt? Oder weiß, wie man ihn noch helfen könnte?

      Viele Grüße

      Janie

    • Janie schrieb:

      das Auge nochmal richtig gründlich zu untersuchen
      was genau wurde den bisher am Auge untersucht? Eine Einfärbung um z.b. nach Kratzern zu suchen geht auch ohne Sedierung. Wurden auch mal die Zähne und der Kopf sowie die Ohren kontrolliert? Tumore, Abszesse oder Entzündungen z.b. in den Backenzähnen können sich auch aufs Auge hochziehen.

      Janie schrieb:

      daneben käme noch der Stress hinzu, dass er erst wieder zu seinem Freund kann, wenn er wieder frisst
      Das stimmt so nicht - man kann und sollte den Partner direkt wieder dazu setzen wenn das Tier wach ist, manche Tierärzte machen das auch direkt wenn einer noch schläft je nachdem wie rabiat der andere ist.
    • leider muss man sagen, dass diese TA wohl nicht viele Kleinnager in der Praxis hat. denn einen Abstrich, z.b schauen was für Bakterien es sind..kann man immer machen auch ohne Narkose. Wobei eine leichte Narkose zur näheren Untersuchung immer angebracht ist, weil viel stressfreier, als wenn die Maus gehalten und fixiert sind. Die Inahaltationsnarkosen kann man in jedem alter geben. Die Maus ist sofort wieder fit. Deine Maus ist mit zwei noch überhaupt nicht zu alt dafür. Mir scheint , wenn das Auge trüb ist, dass er evtl doch einen Fremdkörper hatte. aber ob und wie weit das Innere im Auge verletzt ist. kann man schon untersuchen.. Besser Du weisst bescheid, als eine Salbe nach der anderen zu testen, die letztendlich nichts bringt. Ist das Innere des Auges so zerstört, dass er ständig Schmerzen hat, muss es raus denn Augenschmerzen sind sehr schlimm. und er wird mit nur einem Auge prima zurechtkommen.
      Aber ob ich dies bei dieser TA machen liesse, evtl gibts in der Umgebung noch eine Klinik??
      Es gibt ganz viele Rennmäuse mit Augenentzündungen..ohne jegliche Erkältungen..das ist fast das Häufigste der Rennmauserkrankungen mit Duftdrüsentumoren. Aber wenn das Auge schon trüb ist, muss man schon handeln. denn wenn er darauf eh nichts mehr sieht, kann es raus. und er ist schmerzfrei. Aber dazu nochmal untersuchen lassen, vielleicht steckt irgendwo ein Fremdkörper aber das geht wirklich dann nur unter Kurznarkose , den könnte man dann gleich mitenfernen und auch wenn dann das Auge schon geschädigt ist, die Schmerzen würde er nicht mehr haben. Also lasse es machen..wo, das musst Du mal rausfinden

    • Danke für die Antworten. Eine Einfärbung des Auges zur genaueren Untersuchung wurde schon gemacht. Zähne, Kopf und Ohren wurden mit untersucht, da ist alles unauffällig. Ein Fremdkörper befand sich nicht im Auge, da hat die Ärztin sehr gründlich nachgesehen (soweit es ohne Narkose ging). Geschwollen ist auch nichts. Die Ärztin meinte, dass sie einen Tumor deshalb ausschließen könne. Das Auge selbst sieht neben der Trübung auch unauffällig aus - keine Schwellung und auch kein Sekret, dass das Auge verklebt - nur die Trübung und das Zukneifen. Unter dem Licht sah es leicht gerötet aus. Vom Verhalten her ist er wieder völlig normal...seine Scheu hatte sich schnell wieder gelegt, als er merkte, dass es keine Augensalbe mehr gibt. Eine Klinik habe ich nicht in der Umgebung. Die Tierärztin schien mir auch sehr kompetent. Die einzige andere Alternative wäre eine andere Tierärztin - die jedoch sehr viele schlechte Bewertungen hat (von Abzocke bis zur Tierquälerei). Da wollte ich Mowgli nicht hinbringen! Und ein Tierarzt, der zwar auch Kleintiere behandelt, aber hauptsächlich Großtiere unter seinen Patienten hat.