Mit Aquariensilikon überkleben?

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    • Mit Aquariensilikon überkleben?

      Ich möchte meinen Mäusen einen größeren Buddelbereich zur Verfügung stellen.

      Im Moment haben sie 2 bzw. 3 Aquarien á 60x30, die ich wechselnd einstreue. Das eigentliche Buddelbecken wird so gut wie gar nicht genutzt, die Mäuse haben an dem Sand- und Kletterbecken viel mehr Spaß. Da ein so kleiner Buddelbereich aber als nicht artgerecht gilt und einige von euch schon die Erfahrung gemacht haben, dass die Mäuse den Buddelbereich erst ab einer hinreichenden Größe nutzten, möchte ich zumindest probieren, ob ich ihre Begeisterung nicht wecken kann.

      Allerdings brauche ich in meinem Einbauschrank-Selbstbaugehege dafür eine Maßanfertigung. Herkömmliche Becken passen da nicht rein.
      Maßangefertigte Plexiglasbecken (Glas kommt nicht in Frage, wird bei der Größe zu schwer) werden allerdings nicht mit Aquariensilikon verklebt, sondern mit einem nicht rennertauglichen Kleber. Deshalb überlege ich, ob es wohl eine Lösung wäre, die Kanten nachträglich nochmal mit Aquariensilikon zu überkleben, damit die Mäuse an die Verklebung nicht dran können.
      Was meint ihr?

    • Kann mir das gerade nicht vorstellen,hast du ein Bild?
      In dem jetzigen Gehege stehen also 3 kleinere Aquarien mit unterschiedlichem Material gefüllt?
      Wenn du bei denen die Seitenteile rausnimmst und die mit Aquarium Silikon verbinden würdest dann wären das 180 Länge und 30 breite.
      Falls du dann keine buddel begeisterten Tiere hättest,dann machst du die Seiten wieder rein.
      Bevor du ne Menge geld ausgibst für eine Sonderanfertigung
      LG orio

    • Ich bin schon ziemlich entschieden, es mit dieser Maßanfertigung zu machen, weil das ganze Gebilde halt auch Teil meiner Wohnzimmerwand ist und optisch ein bisschen ansprechend aussehen muss. Ich brauche eben nur eine Lösung für die Sache mit der möglicherweise giftigen Verklebung, aber da rede ich auch nochmal mit dem Hersteller (ob er vielleicht auch was verwenden kann was nicht giftig ist).

      Falls das nicht klappt, ist die Idee mit den L-Profilen auf jeden Fall gut, danke Smurf :)

      Ich habe mal versucht, die unterste Ebene aufzuzeichnen. Es ist quasi ein offenes Regal, in das die Aquarien von vorne (im Bild von links) reingeschoben werden:



      Die unterste der drei darüber liegenden Ebenen bildet den Deckel, der direkt drauf sitzt, und ungefähr entlang der roten Linie ausgeschnitten ist, so dass alle drei Becken zugänglich sind. Habe versucht es zu fotografieren, aber die Türen sind im Weg, es ist etwas knifflig:


      Jedenfalls bleiben die drei oberen Ebenen wie sie sind, in die unterste würde statt der drei Aquarien auch ein zusammenhängendes Becken von 90x50 Zentimetern passen, allerdings müsste ich den Mäusen dann ihr Sandbecken nehmen, dass sie eigentlich viel toller finden als das Buddelbecken. Oder ich lasse ihnen das eine Aquarium und das neue wird nur 60x60, das ist auch nicht kleiner als die 70x50, auf die die Standardmaßbecken kommen, wenn sie noch einen Bereich für das Laufrad abteilen. Bin nicht sicher was besser ist.

      (Ja, ich weiß, dass ein Gehege mit diesem Aufbau und den vielen Etagen streitanfällig ist, und ich würde es auch heute nicht mehr so planen. Aber die Mäuse fühlen sich offensichtlich wohl darin, sie nutzen vor allem den vielen Platz auf den oberen Ebenen ausgiebig, und das werde ich ihnen auch nicht weg nehmen. Und mit Streit hatte ich noch nie Probleme, vermutlich, weil alle Mäuse vom Züchter stammen und gut sozialisiert sind, deshalb sehe ich da auch keinen akuten Handlungsbedarf.)

    • 60x60x30 ist immernoch deutlich kleiner als 100x40x40, was ja eigentlich das Minimum für eine Buddelbereich sein sollte (bei einem 100er sollte das Becken ja einen Aufsatz haben, weil das mit abgeteiltem Versorgungsbereich wie du schon sagst, arg klein ist)
      Wie genau nutzen sie denn ihr Sandbecken? Meinst du, das muß ein 60er bleiben, oder würde ihnen vielleicht auch ein 30x20x20-Becken reichen? Dann könntest du nämlich ein 90x60x30er Becken für unten bauen (lassen), in das du mittels Etage ein Sandaqua stellst (das ist auch abzüglich des Sandaquas dann endlich größer als ein 100x40-Aqua und fast so groß wie ein 100x50er)

      Wäre schließlich schade, wenn du so viel Aufwand treibst und Geld ausgibst und sie immernoch nicht buddeln - was bei einem sehr kleinen Buddelbereich (und der ist ja dann unter Mindestmaß) immernoch sein könnte.
      Wichtig zum Animieren ist dann auch, ihnen das Tunnelbauen schon etwas "vorzumachen" wo Etagen, Röhren und Weidenbrücken helfen können (also auch zB eine flache Etage unter einem Sandbadaqua), und die kriegst du auf etwas mehr Platz auch besser unter.

    • Sasy schrieb:

      Wie genau nutzen sie denn ihr Sandbecken? Meinst du, das muß ein 60er bleiben, oder würde ihnen vielleicht auch ein 30x20x20-Becken reichen?

      Das mit dem Sand-Aquarium hat sich mit der Zeit entwickelt.
      Zuerst hatte ich unten nur ein Buddelbecken mit den Maßen 80x40, und Sand nur in dem obligatorischen Sandbad.

      Irgendwann fing dieser Sand an, aus dem Sandbad zu verschwinden - zuerst war es nach drei Tagen komplett leer, dann nach zweien, dann nach einem. Den Sand fand ich zu großen Teilen im Wohnzimmer wieder.
      Irgendwann war es soweit, dass meine leider verstorbene Chawni schon auf mich wartete, wenn ich das neue Sandbad brachte, und sofort begang, nach Herzens Lust in großen Schwüngen den ganzen Sand hinaus zu schaufeln - dauerte keine halbe Minute, bis der ganze Sand weg war, und sie sah dabei so aus, als bereite es ihr größtes Vergnügen.

      Also habe ich Bonbongläser gekauft (Sand im Wohnzimmer ist nämlich blöd).
      Chawni kam angelaufen, sprang hinein, begann zu buddeln - und kriegte den ganzen Sand über, der bei ihrer Vehemenz natürlich von den Wänden abprallte.
      Empörte Flucht, dreißigmal Schütteln, nachhaltiges Putzen, um den doofen Sand wieder aus dem Fell zu kriegen. Körnergeber sind Spielverderber.
      Den Rest des Tages hat sie sich beleidigt verzogen.

      Eine Weile habe ich sie nicht im Sandglas gesehen, dann war eines Tages wieder das ganze Bonbonglas leer - mein kleiner Liebling hatte gelernt, wie man schaufeln muss, damit der Sand im hohen Bogen durch die Öffnung im Dach fliegt (und von da gleich weiter durch das Gitter in der Käfigdecke).

      Ich habe ein kleines Aquarium á 30x20 als Sandbad erwogen, aber es war schnell klar, dass Wände unter 30 Zentimetern kein Hindernis sind. Also kam die Idee mit dem Sand-Aquarium. Ich habe das 80x40er durch zwei 30x60er ersetzt und eines davon mit Sand eingestreut und eine Wurzel reingelegt, damit es schöner aussieht.
      Ab da habe ich beobachtete, dass beide Mäuse ungefähr doppelt so viel Zeit im Sand-Aqua verbringen wie im Buddel-Aqua.
      Sie schaufeln einfach gerne Sand, auch wenn das keinen konkreten Zweck verfolgt und sie "nur" die Sandberge von rechts nach links und wieder zurück befördern. Dafür nutzen sie alledings auch den ganzen Platz, auf 30x20 ginge das so nicht.

      Generell verbringen meine Mäuse sowieso viel Zeit oberirdisch, bauen die Holzhäuser um, kratzen Hanf aus dem Matten und bauen ihr Nest aus, zerkleinern Strohhalme in Massen, etc. Sie laufen auch einfach viel, sie nutzen den ganzen Platz, den sie haben.
      Das kann alles natürlich daran liegen, dass das Buddel-Aqua von Anfang an nicht attraktiv war, weil schon von Anfang an zu klein. Ich bin davon überhaupt nicht überzeugt, weil ich jeden Tag sehe, dass meine Mäuse bestens beschäftigt sind und vom Buddeln in der Streu wenig halten, aber ich möchte auch gerne wissen, wie sich ihr Tagesablauf ändern würde, wenn sie ein "artgerechtes" Buddelbecken hätten. Und das finde ich wohl nur raus, wenn ich es ausprobiere.

      Das Sand-Aquarium nach oben zu stellen ist leider keine Option, weil die oberen Ebenen alle nur 20-25 Zentimeter hoch sind. Und eben, weil der Sand bei einem niedrigeren Becken wieder rausgeschaufelt wird. Ich müsste ihnen das Sand-Aqua tatsächlich wegnehmen, um ihnen ein großes Buddelbecken zu geben, und das fällt mir halt schwer.
      Ich denke, ich werde es dennoch versuchen. Wenn sie es auch weiterhin nicht nutzen, kann ich es ja wieder unterteilen und ihnen ihr Sandbecken zurück geben. Aber anders kann ich ja nicht rausfinden, ob meinen Mäusen was fehlt, wenn sie kein "artgerechtes" Buddelbecken haben.
    • Ich kann mich den anderen nur anschließen: Ich würde auch den kompletten unteren Bereich als zusammenhängenden Buddelbereich planen.
      Meine Renner haben ihr Sandbad in einer Holzkiste mit Beinen, die die Maße 20 x 30 cm hat. Der Platzt unter der Sandkiste wird auch eifrig genutzt.
      Hier mal ein Bild, damit du siehst wie ich es meine:



      rennmaus.de/community/attachme…647346a23c413d6b61246f549

      Bilder
      • IMG_3737.JPG

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    • Das sind 2 verschiedene Gehege :)

      Das obere und das unterste Bild ist ein Gehege von 100 x 60 x 60 und wird von Tunnelbau-Ingenieuren bewohnt. Die Hohlräume unterirdisch sind riesige Katakomben.

      Das mittlere Gehege hat die Maße 120 x 65 x 80. Die Höhe reicht noch nicht um fliegendes Streu im Wohnzimmer zu verhindern. Hier sind die Tunnel nicht so durchgeplant, es wird völlig zweckfrei hin- und hergebuddelt und es kommt öfters mal zu Erdrutschen, aber das liegt an den Verrückten, die es bewohnen. :)

    • Orio und Feli wohnen in den 2meter langen Gehege ,auf dem Boden liegen 3 korkröhren,sie bauen riesen Gänge die durch viel Heu und safebed auch halten.sie huschen so schnell von a nach b das ich echt staune.das Sand-Becken steht auf der oberen Ebene ,ist zur Zeit eine Holzkiste und ja der Sand fliegt ins Wohnzimmer,ich werde es jetzt Mal mit dem buddelturm probieren,der ist ja mehr geschlossen.
      LG orio

    • Wenn sie so gerne Sand werfen, würde ich in ein großes neues Becken auf jeden Fall ein 30er Aqua mit Sand packen.
      Wobei das ja aber auch Buddelbewegungen sind, also vielleicht würden sie das auch in einen Buddelbereich verlegen, wenn der ihnen gefällt. Kann auch sein, daß eine andere Streumischung sie vielleicht mehr animiert, da gibt es ja auch gewaltige Unterschiede, was man ins Buddelbecken tun kann.

      Wenn sie aber tatsächlich auf mehr Platz immer noch nicht viel buddeln und sichtlich das große Sandaqua vermissen, solltest du das 60er auch in dem neuen 90x60-Becken wieder unterbringen können - dann vielleicht längs statt quer, aber der Platz wäre ja. Dann wäre zwar wieder weniger Buddelplatz, aber ja auch ohne die Zwischenwand und dafür der geliebte Sand wieder in größerer Menge da.

      Mit einem 90x60x30-Becken für unten bist du da am flexibelsten - auch für andere Mäuse später, ein Gehege hält ja doch meist länger als die Lebenserwartung einer Maus sein kann.

    • Ja, ihr habt mich überzeugt, es wird ein 90x60 und ich werden wahrscheinlich nach einer Phase des Eingewöhnens entscheiden, ob ich deinen letzten Vorschlag aufgreife und das 60x30 wieder irgendwie integriere, wenn ich den Eindruck habe, dass sie es vermissen.
      Was meinst du mit "ohne die Zwischenwand"?

      Was die zukünftigen Mäuse angeht - anscheinend vererbt sich das weiter. Von meiner Jungmaus weiß ich dass sie aus einer Buddelfamilie kommt, aber sie hat sich dem Vorbild der Altmaus angepasst und verrichtet ihre Arbeiten im Sandbecken, obwohl sie gar nicht viel buddelt, sondern lieber klettert. Bin echt gespannt, wie sich das verändert, wenn sie das neue bekommen...

    • Du hast doch aktuell drei 60er unten drin, und ich hab das so verstanden, daß in zweien davon Streu ist. Ist das richtig? Dann ist ja eine Wand mittendrin, die den Streubereich in zwei kleine teilt. Und wenn du ein großes Sandbad an den Rand eines großen Beckens stellst, hast du keine Wand, die den Streubereich teilt.