Kaninchendame frisst sich selbst blutig. Was tun?

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    • Kaninchendame frisst sich selbst blutig. Was tun?

      Einen schönen guten Tag ☺

      Ich habe folgendes Problem mit meinen Kaninchendame Aya (sie ist ein Castor Rex).
      Etwa mitte Februar hatte ich büschelweise Fell vor dem Käfig meiner Kaninchen gefunden. Sie und ihr Rammler, Bonnie, leben zusammen in einem doppelstöckigen Käfig den sie jederzeit verlassen durften. [Sie waren also nie im geschlossenen Käfig eingesperrt, sondern hatten immer sehr viel Auslauf.] Gedacht hatte ich mir dabei nicht viel, da Bonnie (Rammler) zu der Zeit seinen Fellwechsel hatte. Ca. Eine Woche später habe ich das Grauen bei Aya entdeckt. Sie hatte eine Wunde an der Innenseite ihres Beines. Der TA sagte, es sei wieder am zuheilen und dass ich sie weiter beobachten sollte. Aber es kam schlimmer. Sie hat weiter und weiter genagt bis ihr Bein fast komplett offen war. Seitdem trägt sie einen Trichter, damit sie nicht weiter daran nagt. Heute ist die Verletzung zwar zugewachsen aber hier kommt das Problem:
      Genau vor einer Woche habe ich ihr den Trichter abgenommen (auf Anweisung des TA) und es ging 4 Tage gut. Sie knabberte nicht mehr an ihrer Wunde und das Fell wächst ganz langsam nach ABER jetzt hat sie angefangen an ihrem Bein zu nagen bis es leicht blutete und sie humpelt etwas aber die Verletzung ist nicht offen. Kann mir vielleicht jemand helfen? Woran es vielleicht liegen könnte? Der TA weiß auch nicht was bei ihr falsch läuft. Sowas hatte selbst er noch nie gesehen... ;(

    • Hallo,

      hat dein Tierarzt mal eine Hautprobe genommen?

      Mir fällt bei sowas Milben oder Pilz ein. Hatte ich bei meinen Kaninchen noch nicht, aber bei den Meerschweinen. Aktuell ein Pflegemeerschwein (bin Pflegestelle in einem Verein) mit Grabmilben.

      Wenn dein Tierarzt das nicht macht (oder sich gar weigert), dann wechseln. Auf solche Ideen sollte ein Tierarzt eigentlich von selbst kommen...

      Lieben Gruss von Jenny *seit 01.07.2018 Rennerlos*

    • Änns ich vermute bald, dass es so etwas ist. Aya an sich ist körperlich kerngesund außer dass ihre Hinterpfote etwas hinkt. Habt ihr Tipps, wie ich sie richtig beschäftigen kann? Weil sie ja zurzeit kaum den Käfig verlassen darf wegen ihrer Verletzung

    • also der ta hat den Test mit ihr gemacht und es sind 100% keine Pilze oder Milben. Auch eingequetschter Nerv ist es nicht, weil sie ja herumspringt wie ein junges Kaninchen. Er sagt, sie ist möglicherweise noch traumatisiert von ihrem Kampf, den sie sich mit dem Rammler geleistet hat. Anders kann er sich nicht erkläreb, warum sie jedes Mal ihre Verletzung anknabbert.

    • Ein Pilz muss mindestens 1 Woche in eine Kultur angelegt werden, bevor man das sicher sagen kann... Das kann dein Tierarzt unmöglich direkt sagen...
      Hat er nur einen Tesa-Abklatsch gemacht oder auch Haut abgeschabt?

      Mein Pflegeschwein mit den Grabmilben kratzt und beißt sich auch so extrem, dass sie sogar in einen Krampf fällt (sieht furchtbar aus, aber meine TÄ sagte, dass das bei Meerschweinen grade bei Grabmilben durchaus vorkommen kann).

      Sorry, aber irgendwie ist mir dein Tierarzt suspekt und ich würde zu einem anderen gehen.
      Wenn sie traumatisiert wäre durch den Kampf mit dem Rammler, dann würde sie diesem eher aus dem Weg gehen und Angst vor ihm haben.

      Lieben Gruss von Jenny *seit 01.07.2018 Rennerlos*

    • Ich glaube auch nicht, dass es sich hier um ein Trauma wegen dem Rammler handelt.
      Meine Freundin hatte eine Kaninchendame, die im Alter schwache, später gelähmte Hinterbeine bekommen hat. Sie hat sich zuerst die Krallen abgeknabbert, dann kam der ganze Fuß dran. Es lag laut Tierarzt ebenfalls am Taubheitsgefühl.
      Ich würde eine Zweitmeinung von einem anderen Tierarzt einholen.

      Wie alt ist denn das Kaninchen?

    • Aya ist jetzt 4 und Bonnie gegenüber ist sie völlig normal. Sie lässt ihn sie sauber machen und sie kuscheln viel. Und sonst ist sie auch ganz lebendig. Sie hüpft durch die Wohnung, macht viel männchen und ist sehr neugierig geworden. Der Trichter soll jetzt noch 6 Wochen dran bleiben, weil ihre neue Verletzung danm auch abgeheilt sein müssten. Dann sollen wir noch einen Versuch wagen, sie ohne herum laufen zu lassen. Wenn sie aber wieder an ihrem Bein knabbert, muss sie dann mit Trichter leben. Was traurig wäre

    • Ich würde hier ganz dringend eine zweite Meinung einholen!

      Ein Leben mit Trichter ist ganz klar schlimmer als ein Leben mit drei Beinen und eine massive Einschränkung der Lebensqualität und der natürlichen Verhaltensweisen (Putzen, Aufnahme des Blinddarmkots...). Das kann niemals eine dauerhafte Lösung sein, ich bin gerade wirklich etwas entsetzt, wie man das ernsthaft vorschlagen kann.