Tipps für die Vergesellschaftung zweier Adoptivfellchen

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    • Tipps für die Vergesellschaftung zweier Adoptivfellchen

      Hallo ihr lieben Rennmausverrückten :)

      Nach einer langen Reise von hier: Beisserei meiner Adoptivfellchen über das hier: Befund Kotprobe und weiteres Vorgehen ist heute nun der grosse Tag. Die Mäuse sind endlich wieder gesund <3

      Die kurze Zusammenfassung (Vorgeschichte):
      Ich habe zwei ca. einjährige Mäuse (inzwischen bald 1,5 Jahre alt) bei mir aufgenommen. Was auch immer sie vorher erlebt haben mögen, jeder, der sie sieht, beschreibt sie als Allererstes mal als "traumatisiert".
      Kaum bei mir angekommen haben sich die beiden zerstritten (obwohl ich alles getan habe, das in meiner Macht stand, um ihnen den Umzug so einfach wie möglich zu machen). Nun ja, Trennung, Tierarztodyssee, ausgiebige Wundheilung und idiotischerweise erst als die Wunden vollständig verheilt waren die Kotprobe. Ergebnis: leichter Oxyurenbefall. Wieder TA, Oxyurenbehandlung (wie sich nachträglich herausgestellt hat mit dem falschen Medikament), Kotprobe, inzwischen mittelschwerer Befall, 2. Behandlung, Kotprobe und heute das Ergebnis: Die Kleinen sind endlich gesund!

      Nun sind wir hier glaube ich alle endlich bereit, die viel zu lange Monate andauernde Einsamkeit der kleinen Fellnäschen endlich anzugehen. Weshalb ich es nochmals mit den beiden versuchen möchte hat folgende Gründe: einerseits ist der Streit ziemlich sicher durch den Umzug der Mäuse zu mir entstanden, in Kombination damit, dass die Kleinen doch auch sehr verängstigt ("traumatisiert") sind und dementsprechend sehr stressanfällig. Mindestens dieser Stressfaktor "Umzug" fällt weg. Zudem hatten die Mäuse Oxyuren, was ja offenbar Streit auch begünstigen kann. Jedoch bin ich mir der eher kleinen Erfolgschance bewusst und werde für jede der beiden Mäuse einen neuen Partner organisieren, sollte das hier nicht klappen.

      Mein Anliegen:
      Ich habe mich zum Thema Vergesellschaftung eingelesen und denke, ich kenne die Basics der Basics. Jedoch lese ich oft, dass vieles auch vom Charakter der Mäuse abhängt und da meine doch auch einen sehr... ehm... speziellen Charakter haben, bin ich dankbar und froh darum, auch die Meinungen von erfahrenen VGlern zu hören :)

      Die Mäuse:
      Wie gesagt sind beide männlich, ca. knapp 1,5 Jahre alt. Beide sind extrem ängstlich und obwohl ich mich viel mit ihnen zu beschäftigen versuche... naja. Sie fressen je nach Laune inzwischen von meiner Hand, aber das war es auch schon ungefähr. Sobald man sich irgendwie auch nur minimal bewegt (das kann ohne Witz das Zucken des kleinen Zeh sein), beim kleinsten Geräusch und manchmal auch ohne einen erkennbaren Grund rasen sie panisch in ihr Versteck und trommeln. Auch wenn man am Käfig vorbei geht, ergreifen sie nach wie vor die Flucht, egal wie "normal" oder vorsichtig dass man das tut, egal, ob man leise ist oder mit ihnen spricht, egal, wie und wo der Käfig steht. Inzwischen trauen sie sich zwar bald mal wieder raus, aber die ersten Monate (!) versteckten sie sich ausschliesslich und machten kaum mausige Dinge (buddeln, knabbern, laufradeln, ...), weil sie effektiv zu grosse Angst hatten, sich aus ihrem Versteck zu wagen. Noch heute trommeln sie x-fach täglich, aber sie haben wenigstens begonnen, sich zu beschäftigen, die eine Maus liebt es zu laufradeln und den Käfig umzustellen, die andere schreddert und baut am liebsten tolle Nestchen. Etwas von der Hand zu nehmen klappt zwar inzwischen (allerdings nur bei mir, bei jedem anderen kommen sie gar nicht erst raus), aber bewegt man auch nur einen Finger ein winziges Bisschen oder seufzt oder bewegt man den Kopf minim in irgendeine Richtung, ist die Maus weg und trommelt, auch nach inzwischen monatelanger Übung noch.
      Davon abgesehen ist der kleine Laufradler (Platinschecke) der Aktive der beiden, war angeblich damals Alphamaus, während der Schredderer (Gold-/ Rotfuchsschecke) eher der gemütliche Typ ist und gerne döst.

      Mein voraussichtlicher Plan:
      Da die beiden so stressanfällig sind, möchte ich die Vergesellschaftung selber durchführen, um ihnen 2x Umzugsstress zu ersparen. Ich habe hier ein ca. 114x55cm-Becken, in dem ich die Vergesellschaftung mit Trenngittermethode durchführen möchte. Auch werden die Mäuse auf ihrer Seite bleiben, ich werde, um die Mäuse nicht zusätzlich zu stressen, nur die Sandbäder und eine handvoll Streu hin und her tauschen. Futter werde ich nahe am Gitter verstreuen, Frischfutter ins Gitter stecken, genügend Beschäftigung auf beiden Seiten anbieten, meine kleine Hibbelmaus darf voraussichtlich ihren grössten Halt, das Laufrad, behalten, wobei der Fuchsschecke keines haben wird, da er seines eigentlich sowieso immer nur ignoriert hat :D
      Im Moment sind die Kleinen noch getrennt untergebracht, ich werde sie vermutlich erst Freitagabend ans Trenngitter setzen, da ich dann das ganze Wochenende und auch anfangs nächste Woche Zeit zum Beobachten habe.

      Meine Fragen:
      Zwei grosse Fragezeichen sind:
      1) Streue ich das VG-Becken mit gebrauchtem Einstreu der Mäuse ein (falls ja, Einstreu mischen, oder jede Maus auf ihrer Seite nur mit ihrem eigenen Einstreu) oder nehme ich komplett frisches Einstreu?
      2) Die Zusammenführung. Eigentlich hätte ich zur Zusammenführung auf neutralem Raum tendiert (im 120x75cm Aqua, in welchem sie auch dauerhaft wohnen dürfen, wenn alles klappt), jedenfalls bei weniger vorbelasteten Mäusen. Irgendwie bin ich mir aber doch nicht so sicher, ob dies bei zwei so verängstigten Mäusen eine gute Idee ist, oder ob sie eher ihr bereits "eingeduftetes" Einstreu in ihrem VG-Becken benötigen würden.


      Ja, das wäre mal so mein Einstiegsroman, in der Hoffnung, dass man sich einigermassen ein Bild von der Situation machen kann. Ich würde mich natürlich sehr über eure Tipps, Meinungen und Anregungen freuen und bedanke mich schon mal ganz herzlich bei jedem, der sich durch den Roman durchgekämpft hat :)

    • Ich möchte nur kurz anmerken, daß auch meine beiden Jungs heute noch, obwohl ich sie schon länger habe und sie auch recht zurtraulich sind, öfter trommeln und abtauchen, sobald ich am Käfig vorbei gehe oder mich teilweise auch mal bewege und sie damit nicht rechnen.(sie nehmen dann nur das Geräusch oder den Schatten wahr, erkennen uns meist aber erst durch die Stimme/Geruch)

      Ganz wird das nie verschwinden, dafür sind sie einfach Fluchttiere aufgrund dessen, daß sie Beutetiere sind.
      Tauchen sie ab und trommeln, spreche ich ruhig mit ihnen, daß alles ok ist...dann wissen sie ich bin es und hören oft nach kurzer Zeit auch auf.(meist gibt es dann auch ein Leckerlie und schon ist die Welt wieder in Ordnung)
      Das braucht einfach sehr lange und viel Geduld, gerade wenn sie vorab keine so guten Erfahrungen gemacht haben und dann eben noch die ganzen Behandlungen dazu kamen...wie soll Maus da auch Vertrauen fassen, die werden perse keine Kuscheltiere werden.

      Ich habe leider keine Ahnungs von VG's und kann da nicht viel zu sagen, ich würde den beiden aber wohl auch die Chance geben, sie nochmal zusammen bringen zu wollen.Aber man muß da auch ein gutes Auge drauf haben und rechtzeitig wieder trennen, wenn die Situation irgendwie wieder kippt...klappt das nicht, gibt es leider nur Plan B.

    • Ich finde du hast einen guten Plan :thumbsup:

      und du siehst es völlig richtig, dass bei den beiden das Wichtigste ist jede Form von Stress zu vermeiden.

      Das heißt für mich zu 1) am Trenngitter gebrauchte Einstreu verwenden, jeder sein eigenes und dann täglich außer dem Sandbad auch ein paar Hände voll Streu tauschen. So können sie sich langsam an den neuen Geruch gewöhnen.
      Die Zusammenführung 2) würde ich in jedem Fall in dem Gehege machen , in dem sie auch bleiben sollen, das spart einen Umzug. Allerdings würde ich das schon eingedünstete Streu benutzen. Wenn alles ganz neu und fremd riecht kann das zu noch mehr Stress führen

    • Würde bei so stressanfälligen Mäusen eigentlich dazu raten,die komplette vg in dem Becken zu machen,wo sie dauerhaft wohnen werden.oder kannst du in dieses Becken kein tg reinmachen?
      Denn dass wäre die beste Sache,wenn dass nicht geht,sollten sie doch längere Zeit in dem vg Becken wohnen bleiben
      Denn sie scheinen eben auch auf Kurswechsel empfindlich zu reagieren
      Und nach so unruhigen Zeiten brauchen sie nur eins,dass ist Beständigkeit,daher sehe ich es etwas kritisch,sie nach hoffentlich erfolgreicher vg wieder in ein anderes Becken zu verfrachten

    • Hi,

      freut mich dass die kleinen wieder gesund sind :). Ich weiß leider nicht wie deine Gehege so aufgebaut sind. Ich habe festgestellt, dass die Mäuse es überhaupt nicht mögen wenn von oben eine Hand kommt, seitlich ist voll in Ordnung. Flip war recht ängstlich im Notfallbecken und im richtigen Gehege bei dem ich Schiebetüren drin habe ist er richtig aufgetaut und sehr viel zutraulicher geworden. So stresst die es auch deutlich weniger wenn man Dinge rausnimmt. Also falls du ein Gehege hast bei dem das geht würde ich versuchen das zu nehmen. Ich habe den unteren Teil einfach durch Bretter versperrt sodass sie ebenerdig aufeinander getroffen sind. Laufrad würde ich auf jedenfall rausnehmen, wenn du sie zusammenlässt. Schau erst mal wie sie am Trenngitter aufeinander reagieren. Hilft vllt für die Entscheidung ob es neutraler Boden wird oder Gitter ziehen.

      Diese Schreckhaftigkeit geht wirklich nie ganz weg, haben meine auch immer mal wieder gemacht.

    • Meiner kleinen Schisserin hat bei der VG selbst, also beim Gitter ziehen, geholfen eine oder zwei flachgedrückte Weidenbrücken im Becken zu haben wo sie alleine drunter passte.
      Und hilfreich finde ich es zu warten bis die Mäuse eine Wachphase haben und sie nicht extra zu wecken. Unfreiwilliges Aufstehen führte bei mir immer zu deutlich nervöseren Mäusen.

    • Vielen lieben Dank für eure Antworten!

      Ich denke auch, dass die beiden vermutlich immer etwas von dieser Ängstlichkeit behalten werden, alleine schon dadurch, dass sie ihr erstes Lebensjahr mit kleinen Kindern verbracht haben und da wohl Einiges nicht so optimal verlaufen ist. Daher auch total verständlich, dass sie vermutlich nie ein solches Vertrauen in ihre Umwelt entwickeln werden, wie meine andere 2er-Gruppe und meine bisherigen Mäuse, auch wenn ich das den Kleinen wünschen würde.

      Den Tipp, dass jede Maus auf ihrer Seite des Trenngitters erstmal ihr eigenes Streu haben soll, klingt gut, danke, das werde ich so machen :) Tendiere auch dazu, die Zusammenführung auf benutztem Streu zu machen, es sei denn, sie zeigen, wie Orio schreibt, dominantes/ territoriales Verhalten.

      Daggi, du hast genau das ausgesprochen, was ich zwar angedacht habe, aber ganz offensichtlich nicht zu Ende gedacht habe mit der Stressreduktion und dem Vermeiden von "unnötigen" Umzügen. Ich glaube, sie im grossen Becken zu vergesellschaften habe ich mir deswegen nicht überlegt, da die Fläche da doch recht "gross" ist. Bei einer VG habe ich gelesen, dass sich ein 100x50-Becken eignet, teils wird auch von 80x50 geschrieben. Daher hatte ich bereits mit meinem 120x50er Bedenken, ob das nicht zu gross ist. Denkst du/ denkt ihr, eine VG wäre sinnvoll in einem Becken, in welchem jede Maus alleine 60x75cm Platz hätte, oder ist das zu gross?
      Zudem müssten wir dann noch ein Trenngitter in dieser Grösse basteln. Da ich nie auf die Idee gekommen bin, es in einem so "grossen" Becken zu versuchen, habe ich aktuell nur Trenngitter für ein 80x50-Becken, ein aktuell besetztes 100x50-Becken und das 120x50-Becken, in welchem ich ursprünglich vergesellschaften wollte.

      daggi47 schrieb:

      wenn dass nicht geht,sollten sie doch längere Zeit in dem vg Becken wohnen bleiben
      Falls oben ausgeführtes nicht klappen sollte und ich die Mäuse doch im 120x50er vergesellschaften müsste, was denkst du, wäre sinnvoll, wie lange sollten sie im 120x50er wohnen bleiben, bevor ein Umzug in ein grösseres Becken Sinn macht?

      Was das Gehege betrifft, zu deinem Beitrag, Catsayne, ich hatte beides. In ihrem normalen Gehege kommt die Hand von der Seite, bei den Krankenaquas war das jeweils von oben. Interessanterweise habe ich dabei kaum Unterschiede festgestellt, wenn die Hand kommt, funktioniert das interessanterweise meist. Vielleicht wissen sie auch, dass die Hand Futter bedeutet. Was jedoch viel schlimmer ist, ist, was ausserhalb des Käfigs geschieht. Da haben sie wegen allem und nichts die helle Panik. Wenn ich die Hände aber im Käfig habe, ist das in Ordnung, da klopfen sie auch so gut wie nie. Wenn wir allerdings unserem normalen Alltagsgeschehen nachgehen, klopfen sie sehr oft, mehrmals pro Stunde, selbst unabhängig davon, ob wir im selben Raum sind oder im Nebenraum, da reicht jedes Geräusch, jede Bewegung, von denen ich mich teils auch frage, ob die echt so gut sehen können, dass sie die Bewegungen auf diese Entfernung erkennen und als gefährlich einstufen.

      Das, was du schreibst, Frede, ist mir auch schon aufgefallen. Panacurbehandlung war die Hölle, da ich nicht so viel Einrichtung bieten konnte, wie sonst jeweils. Umso weniger Möglichkeiten sie hatten, sich zu verstecken, desto unsicherer waren sie. Ein guter Hinweis auch, dass ich dafür sorgen werde, dass nur eine Maus drunter passt, da ja das "bedrohliche Unbekannte" mit im Becken sitzt und einem allenfalls ins sichere Versteck folgen könnte, welches dann vielleicht auch nicht mehr so sicher wäre. Die Weidenbrücken stehen aber auf jeden Fall schon bereit.
      Genau, das wäre auch mein Plan, dass ich warte, bis beide wach sind. Besonders mein Fuchsschecke ist eh ein verschlafenes Morgenmuffelchen :D Zählt mit offenen Äuglein im Nest liegen auch als wach oder gehört das schon zur Kategorie "unfreiwillig aufstehen"? :D
    • das vg gehege ist ja auch sehr schön gross, und ich würde das abhängig von der Beobachtung machen, also wenn sie ganz vertraut miteinander sind, dann orginal das ganze Zeug aus dem kleineren Becken ins grosse verfrachten, genau so Dann merken sie kaum dass sie zwar mehr Platz haben, aber die ganze Einrichtung ist ja gleich. Einstreu , bzw, Heu , Stroh Papierwolle kann man ja dann täglich eine Handvoll dazu geben.

    • Lieben Dank für deine Antwort, Daggi :)

      Das werde ich so machen, mit dem grossen 120x75er-Becken wird, glaube ich, etwas mühsam mangels Trenngitter und/ oder dazu notwendigen Materialien. Daher, und auch weil für die Vergesellschaftung im 120x50er-Becken bereits alles vorhanden und bereit ist, werde ich das wohl damit machen. Also, die Zusammenführung würdest du entsprechend auch im VG-Becken machen, Gitter vorsichtig raus und hoffen, dass alles gut läuft? Und nur bei territorialem/ sehr dominanten Verhalten auf neutralem Boden (in diesem Fall wäre dafür dann das grosse Becken geeignet, oder? Damit sie hinterher nicht mehr umziehen müssen?)

      Das mit dem Umzug werde ich so umsetzen, gesamte Einrichtung und Streu ins neue Becken, Anordnung beibehalten, viel und gut beobachten und wenn sie sich etwas eingelebt haben, langsam etwas mehr Streu hinzugeben. Und ich werde versuchen, sie so lange im VG-Becken wohnen zu lassen, bis ich mir so sicher wie nur irgendwie möglich bin, dass sie sich verstehen.

      Ich bin echt sehr gespannt, wie das wird, und werde auf jeden Fall fleissig berichten :)
      Danke für eure wertvolle Unterstützung! :2love:

    • ja, dass stimmt, ab einer Höhe von über sechzig cm , wird es schwer die TG stabil einzuklemmen. Und bevor dann ein TG kippt, und was passiert, machst die VG in dem anderen 120er, wo die Tiere ja auch ihre sechzig cm haben,
      zuerst würde ich es so versuchen, also nur das TG entfernen..in dem VG becken..weil dass schon am stressfreisten wäre. Da es sich ja eher um unsichere, eher scheuere Tiere handelt, glaube ich nicht dass sie gross ein Revierverhalten zeigen, und wenn es dann nicht klappt, kannst sie ja immer noch ins andere Becken setzen wo alles neu ist von der Einstreu und so. Bei neutralen Raum haben ja die Meisten die Idee, in einem grossen Raum mit Abtrennung, also nur als Beispiel Flur oder Küche..Ausgelegt mit Hanfmatten. und schon an die mind fünf Qm ..also sehr viel Platz zum auseinandergehen. Aber bei Deinen weiss ich nicht, ob das so ideal wäre, weil sie sich dann vor lauter Panik nichts tun, aber es könnte eben beim zurücksetzen wieder was passieren.

    • Neu

      Hallo ihr Lieben :)

      Leider hat sich die VG unerwartet um eine Woche verzögert, daher kommt erst heute mein Update.

      Ich habe die beiden Mäuschen nun vor vermutlich etwa 45 min ans Trenngitter mit gebrauchtem Streu gesetzt. Ich persönlich hatte den Eindruck, dass sie erstaunlich entspannt wirkten. Die ersten 5-10min wurde fleissig die Käfighälfte erkundet, begonnen, sie umzuräumen und das Trenngitter inspiziert. Anschliessend kam eine Verhaltensweise, von der ich nicht genau weiss, wie ich sie deuten muss. Es kam mehrfach vor, dass die Mäuse Nase an Nase am Gitter sassen, die eine Maus hat am Gitter genagt, die andere sass mit halbgeschlossenen Augen ruhig da mit der Nase am Trenngitter. Beim 1. Mal knabberte der Platinschecke am Gitter, so wie er auch an einem Karton knabbern würde. Beim 2. und 3. Mal knabberte auch der Platinschecke am Gitter, allerdings irgendwie "sanft", keine Ahnung, ob man das als sanftes Knabbern oder eher als "Gitter in den Mund und dran rumlutschen" bezeichnen sollte. Beim 4. Mal war es der Fuchsschecke, der "sanft" am Gitter knabberte/ "lutschte", während der Platinschecke mit halbgeschlossenen Augen und Nase am Trenngitter ruhig da sass. Beim 5. Mal war dann wieder der Fuchsschecke in der ruhig verharrenden Position, während der Platinschecke knabberte/ "lutschte". Danach drehten sich beide Mäuse wieder um und widmeten sich ganz normal ihren Tätigkeiten, als sei die ganze Situation gerade das Normalste der Welt. Zwischen all diesen Malen am Gitter haben sich beide Mäuse wieder ihrer Hälfte gewidmet, sie erkundet und einzurichten begonnen, bis sie dann wieder beide am Gitter standen.
      Auch der akutelle Stand ist, dass sie hauptsächlich ihren Bereich einrichten, kurz an der Partnermaus schnuppern und wieder (meiner Meinung nach sehr entspannt) weiter buddeln/ schreddern. Was mich allerdings etwas verwundert: sie wirken gerade viel weniger panisch und schreckhaft in dieser Trenngitter-Situation, als sie es jeweils alleine in ihrem Becken taten 8|

    • Neu

      wieso,ist doch normal,alleine fühlen sich rennmäuse ängstlich,zu 2.ist schon mal angenehmer und wirklich am entspanntesten sind sie zu vielen,also ich meine jetzt familiengruppen,da sind sie fast ohne Angst
      So denke ich,die 2 sind sich auf alle Fälle sympatisch,weil sie sich gegenseitig Ruhe geben.bei Tieren die sich auf Anhieb nicht mögen,kann es durchaus hektisch zugehen
      Sehr gut ist es,wenn beide ihrer Tätigkeiten nachgehen,daher ja auch immer gut beschäftigungsmaterial rein,denn genau dass erkläre ich oft meinen rennmauskäufer,die manchmal Sorge haben,wenn die Tiere jetzt nicht die ganze Zeit am trenngitter bei der anderen Maus sitzen.

      Nein,dass Gegenteil ist der Fall,gerade diese Beschäftigungen bringen Ruhe rein,und ab und an begegnen sie sich am Gitter,wie bei dir
      Da brauchst nicht viel machen,und wenn beide nicht extrem handzahm sind,lasse dass leidige Thema,Seiten tauschen
      Stelle morgen jedem eine Schale Sand rein,und abends kannst die tauschen,mit einer Handvoll Streu von einer zur anderen,so folgend ein paar mal.
      Manche tauschen auch dass Nest,falls vorhanden,kann man machen
      Ansonsten nach ein paar Tagen Gitter hoch,eben an einem Tag,wo du voll Zuhause bist

    • Neu

      Danke liebe Daggi, für deine Sichtweise! Das beruhigt mich grad echt total, habe irgendwie nicht erwartet, dass das so gut läuft und habe der Ruhe noch nicht so ganz vertraut, auch wenn es auf mich effektiv ziemlich entspannt wirkt.
      Beschäftigung hab ich drin, würde ich behaupten, sie haben einigermassen was an Einstreu, dass etwas buddeln möglich ist, zudem haben sie Heu, viiiiiel Karton, Zewa und werde wohl nach einer Weile noch ein bisschen was nachschieben an Beschäftigung, aber der Käfig ist so schon einigermassen gefüllt :D
      Seitentausch ist für mich eh nie wirklich eine Option gewesen, gerade für meine beiden Kleinen schätze ich das mehr als Stress statt als Nutzen ein. Sandbad haben sie ihres bereits drin, aber werde in dem Falle irgendwann im Verlaufe des morgigen Tages die Sandbäder und etwas Streu tauschen.
      Trenngitter raus wird vermutlich erst ab nächstem Wochenende möglich sein, ab da müsste ich aber eigentlich auch einigermassen fleissig zu Hause sein, dass ich es einerseits wenn nötig auch erst später herausnehmen kann und so oder so, egal wann ich es rausnehme, genügend Zeit habe, um sie zu beobachten nach der Zusammenführung.

      Auf jeden Fall ein riesengrosses Dankeschön für die tolle Begleitung und die hilfreichen Tipps, ich bin echt unglaublich dankbar dafür! :2love: