Tipps für die Vergesellschaftung zweier Adoptivfellchen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • nataschal1975 schrieb:

      die history hier geht nicht so weit zurück.
      Doch, Beiträge aus dem letzten Jahr sollte man eigentlich finden können - die Suchfunktion kann ja auch 10 Jahre alte Kommentare finden.
      In diesem Suchfenster kannst du auch den Zeitraum eingrenzen, in dem gesucht werden soll, das hilft auch beim Finden: rennmaus.de/community/suche/
    • Die kleinen Chaoten ist die Zucht in Gießen.

      Du läufst halt in beiden Fällen ein Risiko - versuchst du es unkastriert mit einem Jungtier vom Züchter (die risikoärmste Variante), kann es trotzdem sein, dass sich herausstellt, dass Platinchen wieder anfängt zu beißen, wenn der Kleine geschlechtsreif wird. Ich finde zwar nicht, dass die Vorgeschichte dafür ausreichend Hinweise liefert, aber man kann es ja auch nicht ausschließen.

      Auf der anderen Seite, wenn du ihn jetzt kastrierst, gibt es ein Eingriffs- und Narkoserisiko. Überleg dir, wie es dir geht, wenn er das nicht überlebt, nachdem du ihn gerade gerettet hast.

      Ein altes Weibchen wäre natürlich auch eine tolle Wahl, aber dann stehst du in einem Jahr oder so vor dem gleichen Problem wieder.

      Am Ende musst du mit einem Risiko leben, egal wie du entscheidest :/
      Ich wünsche euch eine gute Lösung.

    • dass narkoserisiko ist zwar etwas da,aber bei einem erfahrenen ta,und inhalationsnarkose minimal,da er auch mit 1 5 in einem sehr kräftigen alter ist.
      Allerdings bin ich anderer meinung als der ta,ich glaube nicht,er mag keine gleichgeschlechtlichen,weil er in den hoden gebissen hat,nee
      Rennmäuse beissen da wahrlos in dass wad sie erwischen,kann auch mal der finger des besitzers sein,und hier hat et sich eben im hoden verbissen,er hätte ihm genauso dass hintetbein oder den schwanz wegbeissen können

    • Hallo ihr Lieben

      Danke euch allen für eure tollen Antworten, das hilft mir echt riesig weiter :) Meine anfängliche Skepsis bezüglich Kastration war also doch nicht ganz unbegründet und mindestens diesbezüglich steht mein Entschluss: Kastration ist noch nicht ganz aus der Welt geschafft, aber ich schöpfe zuerst alle Möglichkeiten aus, die mir ohne Kastration zur Verfügung stehen. Somit ist diese Thematik für mich für mindestens die nächsten Monate bis Jahre schon mal vom Tisch.

      Danke dir, liebe @nataschal1975 fürs Heraussuchen des Links, das werd ich mir durchlesen *freu*

      schnupperlie schrieb:

      Bei deiner Fellnase würde ich zu einer Vergesellschaftung mit einer mindest 16wöchigen Fellnase raten. In dem Alter sind sie mMn bereits in sich stabil und wissen meist was sie wollen oder nicht.
      Das werde ich auf jeden Fall im Hinterkopf behalten und bei einem allfälligen Jungtier vom Züchter mit der Züchterin anschauen, danke für den Hinweis! (Kleine Zwischenfrage, ist das mit 16 Wochen dann noch eine Jungtier-mit-Adult-VG oder bereits eine Adult-mit-Adult-VG?)


      Ich glaube, bevor ich die Entscheidung, wie es weitergeht, endgültig treffen kann, habe ich noch eine letzte Frage:
      Wie ist das mit den Adult-VGs? (Ich gebe zu, die Flegelphase bei jung-alt-VG macht mir noch etwas Bauchgrummeln). Bei Adult-VGs sind die Chancen ja ca. 50-50. Was heisst das konkret? Ist "einfach" die VG schwieriger, also quasi Trenngitter und Zusammenführung? Also wenn die VG geklappt hat, ist dann zu erwarten, dass das "einigermassen" wahrscheinlich hält? Oder ist auch nach erfolgreicher VG die Chance "nur" 50-50, dass sich die beiden adulten Rennmäuse im Verlaufe der Monate/ Jahre doch noch zerstreiten?

      Ich danke euch wirklich von ganzem Herzen für eure wundervolle Unterstützung :2love:
    • Shayla schrieb:

      Kleine Zwischenfrage, ist das mit 16 Wochen dann noch eine Jungtier-mit-Adult-VG oder bereits eine Adult-mit-Adult-VG?)
      es ist, wie du bereits vermutest, eine AdultVG, wobei mir diese VG's eher liegen, denn meist wird anfänglich schon gezeigt was Sache ist. Cyborg war z.b. ein viermonatiger VGKandidat von einer Züchterin. Vermutlich sollte er in die Zucht übergehen, war aber, aus welch Gründen auch immer, wohl nicht geeignet, deshalb kam er zu mir. Da verantwortungsvolle Züchter/innen großen Wert auf Sozialisierung legen, sollte es mMn mit deinem kleinen Zwackel eigentlich klappen. AdultVG's sind manchmal mehr als haarig und bedürfen starker Nerven, aber wenn sie sich gefunden haben (und damit meine ich, dass sie von Anfang an zusammen agieren) dann haben zumindest bei mir die AdultVG's bis zum Ableben gehalten. Sie waren zwar nicht immer sooooo harmonisch wie ich es mir gewünscht hätte, aber sie waren eine liebevolle Zweckgemeinschaft.

      Wichtig, und dass ist der eigentliche Kernpunkt bei jeder Zusammenführung, ist, dass man für sich selber verinnerlicht, hier wird was zusammengeführt, was nicht natürlich ist, auch die Behausungsgröße, egal wie groß, entspricht nicht dem natürlichen Lebensraum und deshalb sind geglückte Zusammenführungen für mich ein Geschenk.

      50:50 bedeutet meist, entweder sie akzeptieren die Zusammenführung - und bleiben meist stabil - oder sie zeigen relativ schnell, nein danke, nicht mit dem oder der und das gilt es dann zu akzeptieren, deshalb die Option der Rückgabe, falls eine Zusammenführung nicht klappen sollte, denn sonst wächst der Fellnasenbestand ins unendliche.

      Meine AdultVG's gehe ich so an: "Heimnäschen" kenne ich ja hoffentlich bereits vom Verhalten etc. den Neuzugang beobachte ich, mindestens eine Woche (wenn adult) und versuche mir ein "menschliches" Bild vom angedachten Partner zu machen. Beim Einzug darf der Neuzugang erst einmal zwei Tage ausruhen, dann geht es ans Trenngitter und dann wird beobachtet um dann bei mir "Kopfkino" laufen zu lassen und auf mein Bauchgefühl zu hören. Beim "Kopfkino" spielen sich für mich sämtliche, denkbare Situationen ab, die bei einer Zusammenführung passieren könnten und wenn ich dann irgendwie ein Bauchgrummeln habe kann es sein, dass ich die VG abreche, da mir zu riskant.

      Hoffe es sind ein paar Gedankenanstöße für dich dabei - lg schnupperlie
      Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
    • So, nun komme ich auch endlich dazu, dir zu antworten, herzlichen Dank für deine Zeilen, liebe Schnupperlie! Die helfen mir grad ziemlich weiter :)

      Ehrlich gesagt wäre Adult-VG auch so mein Mittel der Wahl, allerdings auch wegen der Flegelphase. Ich weiss nicht, woran ich das festmache, vielleicht liegt es auch nur an den Erfahrungen, die ich gemacht habe mit dieser VG und den Erfahrungen meines anderen Mauseduos (schreibe dazu aber noch mehr in meinem Thread über die beiden). Aber irgendwie habe ich den Eindruck, die Flegelphase könnte zusammen mit meiner Adoptivmaus und ihrem Charakter eine ziemliche Herausforderung werden. Wie gesagt, richtig festmachen kann ich es nicht, vielleicht ist es auch einfach meine Angst.

      So oder so freue ich mich darüber, was du über Adult-VGs schreibst, das nimmt mir etwas meine Zweifel. Es sind tatsächlich viele hilfreiche Gedankenanstösse dabei und an deine Tipps für die VG selbst werde ich umzusetzen versuchen, danke :)

      Beim Lesen hab ich mich aber gefragt, du sprichst von einer Maus, die mindestens 16 Wochen alt ist. Mal so naiv unwissend gefragt, wenn schon Adult-VG, würde es nicht u.U. Sinn machen, gleich mit einer Maus zu vergesellschaften, die die Flegelphase schon hinter sich hat?

      Gerade wegen dem Alter, der vermutlich einfacheren Rückgabeoption auch nach etwas längerer Zeit und aus Unwissen würde ich momentan eher in Richtung Notstationsmaus tendieren.
      Mit etwas Pech habe ich aber vielleicht sowieso nächstens 3 adulte Einzeltierchen, dann kann ich erst mal da die unterschiedlichen Kombinationen durchprobieren, bevor ich ein viertes aufnehme. Zu dieser Baustelle frage ich aber in meinem anderen Thread noch genauer nach.