Feedback zu Nagarium Eigenbau

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    • Feedback zu Nagarium Eigenbau

      Hallo zusammen,

      ich bastle momentan an einem Nagarium für 2 Rennmäuse und mich würde euer Feedback interessieren, ob Ihr noch Verbesserungsbedarf seht.

      - Maße: 120x60x60. Material Buchenholz
      - Vorne kommen zwei Acrylglas Schiebetüren dran. Die Schienen sind oben und unten ja schon zu sehen.
      - Deckel ist oben mit 0,8 Volierendraht gesichert. Softclose Scharniere, damit der Deckel nicht mal versehentlich zuknallt und die Mäuschen erschreckt. :)
      - Rechts und links am Korpus kommen auf Höhe der unteren Etage noch 50x30 Sichtfenster rein (Öffnungen sind hier im Bild noch nicht gesägt) , die auch mit Acrylglas abgedeckt werden.
      - Die horizontalen Schienen die schon z.T. zu sehen sind, sind ein System, mit dem man den Käfig flexibel unterteilen kann, indem man 1-9 je ca. 20 cm hohe Acrylglas-Segmente einschiebt. z.B. damit kein Einstreu rausfällt. Damit läßt sich das Nagarium auch temporär mittig in zwei getrennte Bereiche unterteilen. z.B. wenn man die eine Seite säubert und sich die Mäuse auf der anderen Seite aufhalten. Oder wenn mal ein Tier krank ist, es Streit gibt, zur Vergesellschaftung...
      - Alle Ecken und Kanten die Ansatz zum Nagen bieten habe ich bzw. werde ich noch mit Aluprofilen abdecken.
      - Moment ist geplant auf der linken Seite des Nagariums 30-35 cm. hoch einzustreuen, und in der Mitte zu 2/3 abzutrennen. Auf die rechte Seite unten kommen 30cm Laufrad, Sandbad, Klettermöglichkeiten. Und auf der oberen, durchgehenden Etage auch verschiedene Versteck und Spielmöglichkeiten, Trinkflasche, Futternapf...

      Bezüglich der Form der oberen Etage bin ich mir noch nicht 100% sicher. Wie Ihr auf den Bildern seht, habe ich einen relativ großen Bogen ausgesägt. Die Idee dabei war - im vergleich zu einer fast durchgehenden Etage mit nur einem kleinen Schlupfloch nach unten, dass das ganze optisch mehr wie ein Raum wirkt und auch mehr Licht nach unten fällt. Auch der Revierbildung möchte ich so entgegenwirken.
      Bin aber etwas unschlüssig, ob so eine große Öffnung nach unten nicht eine gewisse Sturzgefahr für die Mäuse birgt. Es sind ca. 35cm von der ersten zur zweiten Ebene. Aber ok, in der Natur gibt es auch keine Geländer, da schaffen es die Mäuse vermutlich auch an einer Kante zu laufen ohne runterzufallen.
      Was meint Ihr zu der Form der Etage / Größe der Öffnung?

      Schonmal danke für alle Rückmeldungen.




    • Nachtrag: die zweite Ebene muss natürlich nicht zwangsläufig links und rechts auf der gleichen Höhe liegen. z.B. könnte ich die linke Platte 40 cm über dem Boden befestigen und darunter 30-35cm einstreuen. Und die rechte Platte nur 20 cm über dem Boden, mit Sandbad darunter, dafür aber das Laufrad oben. Und die beiden Seiten sowie jeweils erste und zweite Etage mit Weidenbrücken o.ä. verbinden.

    • Hi, schön das du dich informierst.

      Die Grösse ist eine gute Basis und du machst dir echt viel Mühe. Allerdings würde ich einiges anders einrichten. Die Ebene so wie auf dem Bild würde ich nicht machen, auch keine 2/3 Abteilung. Wenn du 60cm Höhe hast ist das super unten komplett durchgehend einzustreuen. Das Laufrad auf einer Seite kopfüber an die Wand montieren so verlierst du drunter keinen Platz. Auch ein Sandbad (z.b. ein kleines 30x20 Becken) auf 4 Beine stellen, nicht auf den Boden unten.

      Wenn du doch bei den Ebenen bleiben möchtest dann versetzt einbauen und so das entweder drunter noch Lüftung ist oder nicht mehr als 2/3 der Fläche verdeckt.

      Was die Einrichtung eingeht kann man sich in viel verrennen, Mäuse brauchen keine Spielplätze oder grosse Klettersachen, die freuen sich mehr über grosse Buddelbereiche, ein paar schöne Korkröhren oder Weidenbrücken auch unterm Streu und flauschige Nestmaterialien wie Küchenpapier. Trockenfutter wird eh verstreut, Wasser muss man schauen ob man Napf oder Flasche nimmt.

    • Der Eigenbau sieht sehr hübsch aus, allerdings teile ich smurfs Meinung: Rennmäusen nutzt eine durchgehende Buddelfläche viel mehr. Gut wäre es, wenn du die komplette Grundfläche von 120x60cm mit 30cm Höhe einstreuen würdest. In dieser Fläche können dann nach Belieben Korkröhren, Weidenbrücken, Tunnel, Weinrebe usw. (alles auf dem Gehegeboden) platziert und mit Streu verschüttet werden. Das ist dann auch gleich eine Buddelstarthilfe für die Nasen.

      Wenn es noch möglich ist, würde ich den Rand des Geheges sogar noch um 10cm erhöhen, dann kannst du das Laufrad bei der Einstreuhöhe auch viel bequemer an der Wand montieren oder auf einer Etage unterbringen. Für ein Sandband (es gibt 30x20cm "Miniaquarien" inzwischen auch mit abgerundeter Einstiegsöffnung als Sandbad) könntest du die eine Etage etwas kürzen und das da draufstellen. Für den Wassernapf würde ich dann die zweite Ebene ebenfalls verkleinern und diesen dort platzieren.

      Grundsätzlich sollte die oberste Etage etwa 20-25cm vom Gitterdeckel weg sein, damit die Maus nicht nach oben hüpft und am Gitter nagt. Auch bei der geringen (eigentlich bei jeder) Maschenweite nervt das Nagen am Gitter zum einen total und zum anderen könnte die Maus mit den Zähnen hängen bleiben.

      Tanoto schrieb:

      Acrylglas Schiebetüren
      Ich bin inzwischen kein Fan mehr von Plexiglas (das ist doch Acrylglas, oder?). Zum einen zieht es Staub magisch an, zum anderen Zerkratzt es recht einfach und vor allem bei viel Streu musst du bedenken, dass das Glas ziemlich dick sein muss, um den Druck zu halten und sich nicht zu verbiegen. Eventuell wären an den Schienen vorne noch senkrechte Streben notwendig, damit sich das Glas nicht biegt oder aus den Schienen gedrückt wird.
      Ich habe bei meinem Gehege damals deshalb Echtglas (Sicherheitsglas) verbauen lassen.

      Wie möchtest du das Holz schützen? Rennmausurin ist sehr aggressiv wegen der starken Konzentration. Er zieht in Holz ein und das stinkt nach kurzer Zeit übel. Deshalb lackieren die meisten Halter entweder alles (Gehege von innen und die Etagen, manchmal sogar das Laufrad) mit Spielzeuglack. Diesen gibt's ja in zig verschiedenen Farben oder in Durchsichtig. Mindestens 3 Schichten sollten es sein, sonst geht's dennoch durch. Alternativ dazu kann man das Gehegeinnere auch mit Epoxidharz (Terraristikhandel ) ausgießen. Für austauschbare Sachen ist auch die Verwendung von normalem Speiseöl möglich (Laufrad, Etagen). Diese können dann "notfalls" noch getauscht werden. Wenn eine Gehegeecke aber das Pipi aufgesaugt hat und stinkt wird's schwierig.
    • Hallo,

      danke für Eure hilfreichen Tipps.

      Ich werde wie vorgeschlagen unten durchgängig auf ganzer Breite 30cm hoch einstreuen, die Etagen kürzen , so dass nur in den Ecken ein wenig Platz für Sandbad u.ä. auf der zweiten Etage über dem Einstreu bleibt. Damit wären nur ca. 25% des eingestreuten Bereiches durch die zweite Etage abgedeckt. Mal schauen wie ich es mit dem Laufrad machen. Befestigen am Deckel oder der Wand sollte beides gehen (das Nagarium ist ein wenig höher als 60 cm).


      Myon schrieb:

      Grundsätzlich sollte die oberste Etage etwa 20-25cm vom Gitterdeckel weg sein
      Da das Volierengitter oben auf dem Decke angebracht ist, sind es ca. 22cm zur zweiten Etage. Das sollte reichen.


      Myon schrieb:

      Ich bin inzwischen kein Fan mehr von Plexiglas (das ist doch Acrylglas, oder?).
      Ja, das ist im Prinzip Plexiglas. Ich habe von einem vorherigen Bastelprojekt noch ziemlich viel Acrylglas übrig, daher Acrylglas. Es macht auch einen großen Unterschied, ob es gegossenes oder extrudiertes Acrylglas ist. Ersteres ist wesentlich kratzfester. Bei Bedarf kann ich das ja später immer noch gegen Glas austauschen.

      Wegen der Stabilität mache ich mir keine Sorgen. Die Schiebetüren sind 4mm dick. Die Einschübe dahinter die dafür sorgen, dass das Einstreu drinbleibt 6mm. Das sollte reichen das Einstreu zu halten ohne sich zu biegen.

      Myon schrieb:

      Wie möchtest du das Holz schützen?
      Ja, Anstrich mit Spielzeuglack ist in den Bereichen geplant, die die Mäuse erreichen können.