Tierheimmaus - ist sie blind?

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    • Tierheimmaus - ist sie blind?

      Hallo ihr Lieben :)

      Ehrlich gesagt fühle ich mich etwas bescheuert, schon wieder Fragen zu stellen. Entweder bin ich etwas sehr unbeholfen, oder ich hole mir gerade wirklich immer die Mäuse mit... nennen wir es mal besonderen Bedürfnissen ins Haus 8|

      Seit Kurzem lebt die 3-jährige Tierheimmaus Luna bei mir, die mit Babymausi, oder wenn das nicht klappt, mit Pippa vergesellschaftet werden soll. Nun sind erst mal Oxyuren dazwischen gekommen, altbekannte Story.

      Mir ist schon relativ früh aufgefallen, dass Luna sich verglichen mit ihren Artgenossen sehr ungeschickt anstellt. Nur schon, als ich sie bei mir zu Hause ins Gehege gesetzt habe, ist sie zuerst sehr fleissig durchs Gehege gewuselt. In einem extremen Tempo, aber es schien, als würde sie immer dieselben paar Wege gehen und sich diese einprägen und üben. Dabei ist sie aber schon 3x (!) in den Wassernapf gefallen, den ich vielleicht 1min nachdem ich Luna ins Gehege gesetzt habe, dazustellte.
      Ich stellte schnell immer weitere Schwierigkeiten fest. Sie scheint eine ruhige, gechillte und gleichzeitig irrsinnig schreckhafte Maus zu sein. Man kann sich neben ihr bewegen, Lärm machen (also im normalen Rahmen!), sie bleibt sitzen, als wäre nichts. Manchmal erschreckt sie sich aber aus einem Grund, den ich in dieser Situation noch nicht ganz ausmachen konnte. Vielleicht die Vibrationen des Bodens, wenn man etwas eilig/ energisch am Gehege vorbeigeht ?(

      Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass ich ihr ein Leckerli hingehalten habe, sie ist in einem einigermassen schneller Tempo auf die Hand zugelaufen, ist ins Leckerli reingelaufen und hat sich so erschreckt, dass sie quasi aus dem Stand 50cm durchs Gehege gehüpft ist.

      Ebenfalls ist sie nicht zu wecken. Nicht, dass ich das einfach so aus Spass machen würde. Aber ich verstreue Futter, reinige das Sandbad, hantiere im Gehege herum, die Kleine schläft und wacht nicht auf. Dazu ist zu sagen, dass sie gerade im Quarantäneaqua sitzt mit wenig Einstreu, wenig Einrichtung, die hauptsächlich aus Karton besteht aufgrund der lieben Wurmbehandlung. Heisst: Sie liegt in einer Ecke auf der Streu, also total ungeschützt, ich kann selbst an ihrem Nest rumzupfen, Futterkernchen wenige cm vor ihr im Streu verteilen, sie wacht nicht auf, egal wie sehr ich mit ihr rede, mit Tüten raschle, die ganzen Kniffs eben. Die einzige Möglichkeit, wie sie wachzukriegen ist (Stichwort Medigabe, Reinigung Parasiten...), ist, wenn man sie antippt. Alles andere klappt nicht. Und das Antippen erschreckt sie natürlich auch wieder.

      Auch im Wachzustand, wenn man sie ganz vorsichtig berührt, streicheln oder was auch immer... andere Mäuse drehen sich einfach weg im Sinne von "Mag nicht, lass mich in Ruhe". Und sie macht aus dem Stand wieder 50cm Sprünge und scheint sich zu erschrecken, obwohl ich mit ihr rede und im Gehege rumwurschtle, sie meine Anwesenheit sehen, hören und spüren müsste ?(

      Ich weiss auch nicht. Blind würde einiges erklären. Aber andererseits nicht, weshalb sie kaum oder nicht (?) auf Geräusche reagiert. Taub würde das zwar erklären, jedoch nicht, weshalb sie direkt in Leckerli reinrennt und sich dann erschreckt, weshalb sie in Wassernäpfe fällt und in Näpfe mit Brei/ Mandelmus (Stichwort Medi). Blind und taub wäre echt übel 8| Dafür wäre sie dann aber teils wieder echt selbstsicher unterwegs (gut, sie kannte da aber auch das Gehege schon ein bisschen).

      Da stellt sich mir langsam schon ein bisschen die Frage: Was ist los mit dem Mäuschen?

      Dazu kommt jetzt die Panacur-Behandlung. Mit der jetzt 19. Panacurrunde bei der... sechsten Maus habe ich langsam doch etwas Übung. Ich hatte da auch mehr ängstliche bis traumatisierte Mäuse dabei, bin mir also auch da schon das eine oder andere gewohnt, aber die arme kleine Luna ist da eine Herausforderung auf ganz anderem Niveau 8| Keine Maus findet die Behandlung lustig, aber Luna ist richtig panisch, wenn man sie in die TB und dann ins neue Gehege setzt. Sie kann sich auch gar nicht mehr beruhigen. Medigabe geht fast gar nicht, weil sie, wenn man sie festhalten will, wirklich um ihr Leben kämpft. In Leckerli oder sonstigem klappt das auch nicht, weil sie in der neuen Umgebung so panisch ist, dass sie auch nichts frisst. Lustig ist es für keine Maus, aber Luna scheint zu Tode verängstigt, wenn sie in eine andere Umgebung gesetzt wird (und sie sich vielleicht nicht mehr zurechtfindet?)

      Deswegen schreibe ich hier. Ich bin gerade echt etwas ratlos und wenn ich eine Idee habe, was sie haben könnte, kann ich es ihr vielleicht irgendwie einfacher machen. Denn so wie es jetzt grad ist, packen wohl weder Mensch noch Maus die Parasitenbehandlung :pinch:

      Für jede Idee und jeden Gedanken dankbar sind
      Shayla und Luna

    • oh je, die arme. Deine Beschreibung erinnert mich sehr an Krümel nach ihrem Schlaganfall. Ich habe auch den Verdacht, dass sie blind und taub ist, ihr Geruchssinn ist allerdings hervorragend. Zu Beginn war Krümel auch immer total panisch bei Veränderungen, das hat sich aber gelegt. Sie hat natürlich auch ihre Partnerin an der sie sich orientiert.
      Ich stelle mir eine vg mit einem solchen Tier nicht leicht vor, drücke euch fest die Daumen!!!

    • Oh je, die arme Maus scheint wirklich beeinträchtigt zu sein.
      Ich denke dass Mäuse sich wesentlich mehr mit dem Gehör und dem Geruch orientieren, als mit den Augen, zumindest bei allen Dingen in ihrer Nähe. Deshalb ist Taubheit für sie eine größere Behinderung.
      Warst du schon mal beim Tierarzt deswegen? Die Vermutung eines Schlaganfalls liegt nahe.

      Die arme Maus, was sie jetzt bräuchte wären feste Routinen und vertraute Orte, was bei der Wurmbehandlung ja nicht der Fall ist.
      Wie lange musst du noch behandeln? War der Wurmbefall stark?
      Ich frage das, weil oft eine Runde Panacur bei leichten Befall ausreicht ...

      Ich weiß nicht, ob es überhaupt möglich ist , sie zu vergesellschaften, das kannst du besser entscheiden, da du sie ja kennst. Aber so wie du Babymausi beschrieben hast, braucht er eher eine Partnerin, die in sich ruht, an der er sich orientieren kann.
      Wenn wäre eher Pippa eine Option für sie

      Ich drücke dir jedenfalls ganz fest die Daumen, dass du rausfindest, was ihr fehlt und du ihr dann ein ruhiges Leben bieten kannst, damit sie sich erholt.
      :2love:

    • Ich danke euch allen für eure tollen Anregungen!

      Ich gehe mal chronologisch vor: Konnte den TA fragen jedoch nicht die Maus zeigen, sondern hab eher mal beschrieben. Ich wurde gefragt, ob die Augen getrübt seien. Sind sie nach meinen Beobachtungen nicht. TA hat dann einfach nur aufgrund von Beschreibungen was Neurologisches vermutet und Epilepsie in den Raum geworfen.
      Zu Hause habe ich mich dann nochmals ne ganze Weile vor den Käfig gesetzt und beobachtet. Irgendwie werde ich aber nicht schlau daraus. Ich sehe in allen Vorschlägen ihre Berechtigung und schwanke gerade immer spontan von einem zum nächsten. Luna scheint mich, manchmal jedenfalls, irgendwie wahrzunehmen. Ich kann aber absolut nicht festmachen, was genau sie wahrnimmt. Manchmal habe ich das Gefühl, sie sieht vielleicht möglicherweise doch ein bisschen was. Im Wachzustand mit meiner Hand im Abstand von 10cm vor ihrem Gesicht rumgewedelt, konnte sie der Hand folgen. Ob das aber Geruch war, oder effektiv Sehvermögen.
      Oder aber ich hatte die Hand vielleicht 50cm über dem Käfigboden und habe die Finger gegeneinander gerieben, was ein leises Geräusch zur Folge hatte (jedoch auch eine Bewegung und möglicherweise auch etwas Geruch). Auffällig war, dass sie irgendetwas davon wahrnahm. Sie hat sich gestreckt, wusste also, irgendwo oben ist irgendwas. Sie konnte es aber nicht orten. Sie ist immer ein Schrittchen gehopst, hat sich aufgerichtet und gestreckt, ein Schrittchen gehopst, wieder aufgerichtet und sich so überall durchs Gehege bewegt und konnte nicht herausfinden, wo sich das befand, was sie wahrnahm.
      Dennoch, über Näpfe fällt sie noch immer regelmässig drüber. In den immer an derselben Stelle stehenden Wassernapf fällt sie nicht mehr rein, sondern läuft nur manchmal mit den Vorderpfötchen dagegen. Aber die Näpfe, die ich neu reinstelle (sämtliche Versuche der Panacur-Gabe sind ziemlich gescheitert heute), fällt sie mehr rein als was anderes. Mit wenig Schwung läuft sie dagegen, mit etwas mehr Schung hockt sie meist drin und findet es sichtlich eklig, wenn da was Nasses, Feuchtes oder Klebriges drin ist.
      Epilepsie habe ich zuerst eher belächelt. Aber als ich vorhin nach Hause kam, meinte mein Freund, sie wäre wie umgekippt seitlich da gelegen und hätte geschlafen. Danach hatte mich der TA auch gefragt, was ich bis zu dem Zeitpunkt aber verneint hatte. Ebenfalls habe ich sie jetzt vorhin beim Schlafen/ liegen beobachtet. Maus schläft, oder sieht zumindest danach aus, Schwänzchen zuckt aber ganz leicht (Schwanzspitze zuckt v.a.). Plötzlich zuckt die untere Körperhälfte, Maus hat die Augen wieder offen. Maus will sich strecken, macht sich typisch lang, da zuckt das rechte Vorderpfötchen kurz etwas komisch, danach ist aber wieder gut, Maus hoppelt normal weiter. Wenn sie dann aber wieder einschlafen will, sieht es aus, als könne sie ihr Gleichgewicht nicht halten (zusammengerollt zur Kugel, Köpfchen zwischen den Füsschen). Entweder zuckt sie leicht, als würde sie ihr Gleichgewicht verlieren, oder sie kippt gänzlich, aber ganz langsam, so dass sie dann so einigermassen seitlich liegend zusammengerollt ist.
      Ich weiss auch nicht. Ich finde grad für jede einzelne Theorie sowohl Bestätigungen, als auch Kontras.
      Ach ja, und vor... 1? 2? Woche(n) wurde sie dem Tierheim-Tierarzt noch vorgestellt. Da schien nichts festgestellt worden zu dein. Werd denen aber morgen vermutlich auch noch ne Mail schreiben und nochmals nachfragen.

      Bezüglich Parasiten: Heute ist Tag 2 der ersten Runde, sie hat einen (++)-Befund gekriegt (mit aussergewöhnlich wenig Kötteln), was ich mal mit mittelstark übersetzt habe. Heute habe ich das Medi bis jetzt nicht in die Maus gekriegt, es hilft gerade kein Trick, rausfangen habe ich gestern versucht, bzw. Glove-Method, die univers mal verlinkt hatte, aber das war echt übel, die hat sich gewehrt wie noch keine Maus vor ihr.
      Ich bin ehrlich, Wurmbehandlung hin oder her, heute wird definitiv nicht mehr gereinigt 8| Ich bin nur schon froh, falls ich das Panacur noch irgendwie in sie reinkriege ||
      Wenn ich dann aber hoffentlich morgen wieder putze, werde ich das wohl auch mit einer 2. Box machen. Die räume ich auch gleich morgen aus.

      Bezüglich VG mache ich sonst in meinem VG-Thread gleich noch ein Update :)

    • ich bin kein arzt, aber das tiefe schlafen sieht für mich als folge des anderen aus:

      ihr tag ist extrem aufreibend, was auch immer sie hat. darum schläft sie völligst erschöpft und tief. und verarbeitet das erlebte träumend?


      ich als mensch bin bei extremen stress vergesslich, verwirrt und sehe schlechter. kein quatsch leider.
      ist vielleicht hier paar wochen auch so?

      das mit dem wassernapf...hatte sie trinkflasche im tierheim?