Rennmaus plötzlich ruhig und verhaltensauffällig, frisst nicht mehr, möchte aber - Was steckt dahinter? VG, Schlaganfall..

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    • Rennmaus plötzlich ruhig und verhaltensauffällig, frisst nicht mehr, möchte aber - Was steckt dahinter? VG, Schlaganfall..

      Guten Abend,

      es geht um unsere 3,5 Jahre alte Rennmausdame Honey, die sich seit gestern auffällig anders verhält. Sie frisst nicht mehr (richtig), möchte aber, bekommt das Futter jedoch nicht geknackt bzw. runtergeschluckt. Sie sucht Futter, dreht es in den Pfoten, versucht zu fressen, schmeißt es aber nach kurzer Zeit erfolglos weg. Auch ihre geliebten Sonnenblumenkerne bekommt sie nicht mehr geknackt.

      "Kurze" Vorgeschichte: Ihre Freundin Pepper (gleichalt) ist vor ca. 4 Wochen an einem zuvor diagnostizierten Bauchtumor gestorben. Die beiden hatten eine sehr besondere und innige Bindung. Nachdem Pepper gestorben ist, hat sie sich sehr zurück gezogen und getrauert. Vorletzten Sonntag sind wir mit der Vergesellschaftung (Trenngittermethode) angefangen, da in unserem anderen Gehege viel zu früh und total überraschend unsere Chess (Infekt, aber Stressanfall beim Tierarzt) gestorben ist. Da wir nun zwei "Witwen" übrig haben, wollten wir einen Versuch starten, Honey mit Cleo (2 Jahre alt) zu vergesellschaften. Am Trenngitter waren sie neugierig, haben Nähe gesucht und sich sogar versucht zu putzen. Honey hat auch nicht mehr so traurig ausgesehen wie nach Peppers Tod und war lebhafter. Mittwoch waren die beiden erstmals zusammen auf einer Seite. Während der Zusammenführung haben sie sich zuerst nicht allzu sehr füreinander interessiert. Doch zwischendurch gab es einige Versuche, die Rangordnung zu klären. Es war immer ein Hin und Her zwischen den beiden, wobei wir das Gefühl hatten, dass Honey etwas überlegener war, wenn ihr nicht die Kräfte ausgegangen wären. Im Vergleich zur wirklich sehr wilden Cleo, die kaum Ruhephasen kennt, ist Honey eine eher gemütliche Maus. Nach ca. 2 Stunden wurde Honey müde, hat Ruhe gesucht, wurde jedoch immer von Cleo belagert, sodass Honey immer wieder aufgeschreckt ist. Deshalb haben wir uns kurzerhand dazu entschieden die beiden erst mal wieder zu trennen, also das Trenngitter wieder einzusetzen.

      Donnerstag wollten wir den beiden noch etwas Ruhe lassen. Beide haben sich normal, wie zuvor am Trenngitter, verhalten. Gestern (Freitag) hatten wir leider nicht so viel Zeit. Deshalb haben wir sie noch nicht wieder zusammengesetzt, um einen zweiten Versuch zu starten. Soweit wir es sehen konnten, hat Honey fast den ganzen Tag in ihrem Nest gelegen und geschlafen. Ob sie tagsüber gefressen und getrunken hat, können wir nicht sagen. Abends aber haben wir uns vor das Terrarium gesetzt und dabei ist uns aufgefallen, dass sie träge/traurig guckt und, wie oben bereits kurz geschrieben, nicht mehr richtig fressen kann. Pappe schreddert sie auch gar nicht mehr. Dazu meinen wir uns einzubilden, dass sie ihren Kopf zum Teil schief hält und gleichzeitig leichte Gleichgewichtsprobleme hat. In ihrem Nest hat sie sich immer wieder gedreht und ist auch nicht lange gleich liegengeblieben. Beim Liegen hat sie zwischendurch auch gezuckt als würde sie aufschrecken. Auch ihre Atmung war pumpend. Generell ist sie aber seit gestern viel ruhiger und schläft sehr viel im Nest.

      Natürlich haben wir sofort angefangen zu recherchieren und sind dabei aufgrund der beobachteten Symptome (schiefer Kopf/Haltung, Gleichgewichtsprobleme, nicht richtig fressen) auf verschiedene mögliche Krankheitsbilder gestoßen:

      - Schlaganfall
      - Mittelohrentzündung
      - Labyrinthitis
      - Zahn-/Rachenprobleme

      Heute morgen sind wir mit Honey zur Tierärztin gefahren, die sie auch sehr genau und vorsichtig untersucht hat. Sie hat ihren Hals und Bauch abgetastet, ihr Herz abgehört, Mundraum und die vorderen Zähne angeguckt und kurz die Ohren angeschaut. Dabei ist ihr nichts Ungewöhnliches aufgefallen. Das heißt wir haben keine wirkliche Diagnose bekommen. Aufgrund der zuvor genannten Symptome hat sie Honey ein Antibiotikum (Orniflox) sowie Vitamin B-Präparate gespritzt und uns beides auch in einer Spritze mitgegeben. Sie meinte, dass es damit bis Montag besser sein sollte und sie wieder frisst, andernfalls sollen wir noch mal wiederkommen. Übrigens hat sie die Symptome beim Tierarzt quasi gar nicht gezeigt und war natürlich sehr aufgeregt, aber tapfer. ^^

      Über den Tag hat sich ihr Zustand nicht gebessert, sie liegt immer noch viel im Nest und schläft. Sie versucht weiterhin zu fressen, schafft es aber wie zuvor nicht. Auch eingeweichte Haferflocken und Nüsse schleckt sie nur zaghaft ab, dabei nimmt sie jedoch nur minimalste Mengen vom Löffel auf. Getrunken hat sie bisher gar nichts..

      Wir machen uns große Sorgen und fragen uns warum es ihr auf einmal so schlecht geht. Ein Gedanke war die Vergesellschaftung und der damit zusammenhängende Stress, der nun nachwirkt. Oder ist es nur "plötzliche Altersschwäche"?

      Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder eine Vermutung was es sein könnte? Wie sollen wir weitermachen, wenn sie nichts frisst und trinkt?

      Wir sind für jede Antwort dankbar! :)

      Viele Grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HH&P ()

    • Ja, so etwas ist immer sehr traurig. Diese Symptome hatten einige unserer Rennmäuse und häufig steckte ein Schlaganfall dahinter. Einige haben sich mit der Zeit stabilisiert, andere leider nicht. Denke, da wirst du nur abwarten können und die Präparate von der Tierärztin verabreichen.

      Wir hatten sogar mal ein Mäuschen, welches wir mit ein wenig Haferschleim haben aufpäppeln können. Und eine Wärmelampe, wenn du eine hast, schadet zumindest nicht.

    • @HH&PEingeweichte Haferflocken und zermahlen Nüsse anzubieten klingt schon mal nicht schlecht.

      Nutze doch bitte die Suchfunktion und gebe Päppelbrei ein. In den Threads werden Anregungen gegeben, womit die kleine Fellnase gepäppelt werden kann. Wenn Näschen nicht trinkt, zermahlen Salatgurke anbieten oder, falls du vom TA eine leere Spritze bekommen hast, mit Honigwasser vorsichtig seitlich ins Göschchen spritzen.

      Wärme auf jeden Fall anbieten, das sollte ihr gut tun.

      Alles Gute für euch wünscht schnupperlie
      Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
    • Vergesellschaftung ist großer Stress, und Schwächen, die schon da waren, wirken sich dann natürlich besonders aus.
      Am Trenngitter passiert schnell was mit den Zähnen, gut, dass die Tierärztin da gründlich nachgeschaut hat. Behaltet es trotzdem im Auge.
      Die Medikamente kann man auch in den Päppelbrei mischen, dann muss man sie nicht mit der Spritze ins Maul geben. Wenn doch Spritze, dann auf jeden Fall aufpassen, dass die Maus waagerecht bleibt und das Zeug nicht in die Luftröhre kriegen kann.
      Die Vergesellschaftung habt ihr sicher abgebrochen? Also weg vom Trenngitter und richtig allein gesetzt?
      Wärme finde ich auch eine gute Idee, also Wärmelampe, Heizstein, oder Snuggle-Safe, aber immer so, dass sie sich entfernen kann, wenn es ihr unangenehm ist.
      Wasser kann man auch in Tropfen auf dem Finger anbieten, wenn man den Eindruck hat, dass sie Gurke nicht fressen kann oder will. Ablecken geht eigentlich immer.

    • Drossi schrieb:

      Ja, so etwas ist immer sehr traurig. Diese Symptome hatten einige unserer Rennmäuse und häufig steckte ein Schlaganfall dahinter. Einige haben sich mit der Zeit stabilisiert, andere leider nicht. Denke, da wirst du nur abwarten können und die Präparate von der Tierärztin verabreichen.
      Ja traurig ist es wirklich, weil man nichts machen kann! Seit dem Tierarzt ist sie wieder etwas aktiver geworden und hat auch etwas Haferflockenbrei, Rosinen und eingeweichte Snackwaffeln angenommen. Bloß auf Dauer ist das natürlich nichts. Vor allem weil sie auch nichts trinkt. Zerdrückte Gurke nimmt sie auch eher widerwillig.

      schnupperlie schrieb:

      @HH&PEingeweichte Haferflocken und zermahlen Nüsse anzubieten klingt schon mal nicht schlecht.

      Nutze doch bitte die Suchfunktion und gebe Päppelbrei ein. In den Threads werden Anregungen gegeben, womit die kleine Fellnase gepäppelt werden kann. Wenn Näschen nicht trinkt, zermahlen Salatgurke anbieten oder, falls du vom TA eine leere Spritze bekommen hast, mit Honigwasser vorsichtig seitlich ins Göschchen spritzen.
      Danke! Morgen probieren wir noch mal ein bisschen was aus. Wollten auch mal Kartoffel und Möhre kochen und das Rennmausfutter haben wir auch mal versucht etwas einzuweichen. Wille zu fressen ist auf jeden Fall da und zu sehen, wie sie es aus für uns unerklärlichen Gründen nicht schafft, ist echt frustrierend. Wir wissen auch nicht, ob wir nochmal zur Tierärztin fahren sollen, weil die ja (für eine Rennmaus) schon ziemlich viel untersucht hat und an Zähnen und Mäulchen nichts feststellen konnte.

      Chawni schrieb:

      Vergesellschaftung ist großer Stress, und Schwächen, die schon da waren, wirken sich dann natürlich besonders aus.
      Am Trenngitter passiert schnell was mit den Zähnen, gut, dass die Tierärztin da gründlich nachgeschaut hat. Behaltet es trotzdem im Auge.
      Die Medikamente kann man auch in den Päppelbrei mischen, dann muss man sie nicht mit der Spritze ins Maul geben. Wenn doch Spritze, dann auf jeden Fall aufpassen, dass die Maus waagerecht bleibt und das Zeug nicht in die Luftröhre kriegen kann.
      Die Vergesellschaftung habt ihr sicher abgebrochen? Also weg vom Trenngitter und richtig allein gesetzt?
      Wärme finde ich auch eine gute Idee, also Wärmelampe, Heizstein, oder Snuggle-Safe, aber immer so, dass sie sich entfernen kann, wenn es ihr unangenehm ist.
      Wasser kann man auch in Tropfen auf dem Finger anbieten, wenn man den Eindruck hat, dass sie Gurke nicht fressen kann oder will. Ablecken geht eigentlich immer.
      Du hast Recht! Und genau aus dem Grund hatten wir auch etwas Respekt vor der Vergesellschaftung und waren gespannt, wie die ältere Honey das Ganze wegsteckt. Und als sie dann Ruhe gesucht hat, konnte man ihr auch anmerken, dass sie gestresst und müde ist. Deshalb haben wir das Trenngitter auch wieder eingesetzt. Wir wollten nicht, dass sie nur aufgrund ihrer Müdigkeit einen Nachteil bei der Rangklärung hat und sich nicht durchsetzen kann. Sie waren dann also noch 2,5 weitere Tage am Trenngitter. Nach dem Tierarzt haben wir die beiden dann aber getrennt voneinander gesetzt. Sie sind nun in zwei verschiedenen Terrarien. Meint ihr, dass das eine so gute Idee war? Ist ja schon ein ziemliches Hin und Her und somit auch wieder Stress. Aber für uns schien es in dem Moment besser, damit Honey Ruhe bekommt und nicht durch die wilde Cleo gestresst wird, die am Trenngitter hochklettert, daran nagt usw. Im Terrarium hat Honey übrigens ihr Zubehör und Einstreu aus dem Vergesellschaftungsbecken, in dem nun Cleo ohne Trenngitter sitzt.

      Die Medikamente mussten wir ihr zum Glück bisher nicht per Spritze direkt in den Mund geben. Wir haben noch ein paar Tuben Bene-Bac von Pepper übrig und das mit einem Tropfen Orniflox bzw. B-Vitamine schleckt sie gerne vom Löffel. Wir hoffen einfach, dass das mit dem Fressen wieder besser und mehr wird, weil so richtig zwangsernähren ist schon mühselig und ziemlich stressig für das Tier. Das trauen wir uns auch nicht zu!
    • Wirklich keine schöne Situation für Maus und Körnergeber ;(
      Aber ihr macht das wirklich sehr gut und Honey spürt die Fürsorge bestimmt und kämpft sehr tapfer :love:

      Neben dem Päppelbrei könntet ihr der Kleinen zusätzlich einen Klacks Babybrei im Becken anbieten, einfach auf einer Untertasse o.ä.
      Vielleicht schlabbert sie davon etwas weg und nimmt so zusätzlich auch noch etwas Flüssigkeit auf.

    • Was auch ganz gut genommen wird und nicht soviel Aufwand macht, ist ein Körnerbrei, der als Schmelzflocken für Babys angeboten wird.(kann man jeden Tag schnell und einfach zubereiten)

      Eine meiner Mäuse ist vor kurzem auch unheimlich abgemagert und es ist unglaublich schwer gewesen überhaupt was zu finden, was er noch essen mochte...er wollte, aber die Kraft/Appetit fehlte einfach.Bei ihm kamen Leinsamen (kann man auch einweichen) Haferflocken und geschälter Buchweizen wie Schonfutter für Nager aus Reisflocken ganz gut an.Hinzu kam, daß er auch einiges an Apfel und Banana bekommen hat, weil die da richtig drauf abfahren...auch wenn es nicht gerade gesund ist auf Dauer.(aber besser das als gar nichts essen und gibt Energie)

      Ansonsten gibt es hier immer den Tip mit Bienenmaden!(die sind heißbegehrt)

      Die Maus ist ja medikamentös versorgt und ich finde der Vg -Versuch war schon richtig, auch wenn das Tier jetzt schwächelt...solange sie aber krank ist würde ich da auch abbbrechen und abwarten.Alle Daumen sind gedrückt und ich hoffe sie berappelt sich wieder, kann aber nicht sagen ob es sinnig wäre die zwei nochmal miteinander zu vergesellschaften, vielleicht paßt es einfach nicht wenn die andere so aufgedreht ist.

      Meine Tiere sind mein natürliches Antidepressivum und Lebensversicherung! :)

    • nataschal1975 schrieb:


      probiert das mal
      Danke! Bei den ganzen Rezepten muss man sich einfach mal durchprobieren! :)

      Chawni schrieb:

      HH&P schrieb:

      Sie sind nun in zwei verschiedenen Terrarien. Meint ihr, dass das eine so gute Idee war?
      Auf jeden Fall. Eine Maus, die (noch) nicht zum Clan gehört, die ganze Zeit direkt vor der Nase zu haben, erfordert ständige Wachsamkeit. Wenn die Maus krank ist, ist diese zusätzliche Belastung zu viel.
      Okay. Das sehen wir nämlich genauso. Trotzdem fragen wir uns natürlich immer noch, WARUM sie auf einmal "krank" ist und WAS dahinter steckt. Wir sind wirklich am rätseln. Da sie ja wirklich nach Futter im Streu sucht und zu fressen versucht, tippen wir doch eher auf eine Verletzung im Mundraum oder Ähnliches. Denn weiche Dinge nimmt sie ja z.T. an, aber leider auch nur in geringsten Mengen. Aber dann müsste das Antibiotika ja eigentlich etwas helfen, wenn wir damit richtig liegen ,oder?

      Dreistein schrieb:

      Wirklich keine schöne Situation für Maus und Körnergeber ;(
      Aber ihr macht das wirklich sehr gut und Honey spürt die Fürsorge bestimmt und kämpft sehr tapfer :love:

      Neben dem Päppelbrei könntet ihr der Kleinen zusätzlich einen Klacks Babybrei im Becken anbieten, einfach auf einer Untertasse o.ä.
      Vielleicht schlabbert sie davon etwas weg und nimmt so zusätzlich auch noch etwas Flüssigkeit auf.
      Noch will Honey und kämpft! Bloß ist die ganze Geschichte ein Teufelskreis. Denn wenn sie kaum was frisst und trinkt, wird sie schwächer und somit ruhiger, zieht sich auch zurück weil sie vielleicht Schmerzen hat. Und damit verschlechtert sich auch ihr Zustand immer mehr. Aber wir hoffen, dass sie wieder die Kurve bekommt. Morgen wiegen wir sie wieder. Zum Glück hat sie mit 118 Gramm noch ein paar "Reserven".

      univers schrieb:

      Was auch ganz gut genommen wird und nicht soviel Aufwand macht, ist ein Körnerbrei, der als Schmelzflocken für Babys angeboten wird.(kann man jeden Tag schnell und einfach zubereiten)

      Eine meiner Mäuse ist vor kurzem auch unheimlich abgemagert und es ist unglaublich schwer gewesen überhaupt was zu finden, was er noch essen mochte...er wollte, aber die Kraft/Appetit fehlte einfach.Bei ihm kamen Leinsamen (kann man auch einweichen) Haferflocken und geschälter Buchweizen wie Schonfutter für Nager aus Reisflocken ganz gut an.Hinzu kam, daß er auch einiges an Apfel und Banana bekommen hat, weil die da richtig drauf abfahren...auch wenn es nicht gerade gesund ist auf Dauer.(aber besser das als gar nichts essen und gibt Energie)

      Ansonsten gibt es hier immer den Tip mit Bienenmaden!(die sind heißbegehrt)

      Die Maus ist ja medikamentös versorgt und ich finde der Vg -Versuch war schon richtig, auch wenn das Tier jetzt schwächelt...solange sie aber krank ist würde ich da auch abbbrechen und abwarten.Alle Daumen sind gedrückt und ich hoffe sie berappelt sich wieder, kann aber nicht sagen ob es sinnig wäre die zwei nochmal miteinander zu vergesellschaften, vielleicht paßt es einfach nicht wenn die andere so aufgedreht ist.
      Auch dir vielen Dank für deine Tipps!
      Wegen der VG mit den beiden sehr verschiedenen Gemütern waren wir auch hin- und hergerissen. Aber da wir nun leider nur noch zwei Witwen hier sitzen haben, wollten wir den Versuch trotzdem starten. Am Trenngitter war unser Eindruck auch erst mal positiv und harmonisch. Wie sich das Ganze dann entwickelt, weiß man vorher leider nicht.. Aber nun steht sowieso erstmal Honey im Fokus, die hoffentlich wieder ganz schnell auf die Beine kommt.

      Gestern Abend ist Honey übrigens aus ihrem Nest unter eine Brücke umgezogen und hat sich dort verkrochen, aber auch nicht wirklich ein neues Nest aus Heu usw. gebaut. Ihr Verhalten beim Fressen spiegelt sich eigentlich auch beim Nagen und Nestbau wieder. Sie kaut zaghaft auf Heuhalmen herum und versucht Klopapier ins Nest zu ziehen, kann es aber nicht wie sonst zerfleddern. Klopapierrollen lässt sie links liegen. Die Wärmelampe, die wir ihr zwischendurch anmachen, scheint sie aber zu mögen. Die Schiefhaltung können wir nicht mehr beobachten. Klar, ist sie etwas wackelig. Aber das war sie vorher auch schon etwas und liegt bestimmt auch an der geringen Nahrungsaufnahme. Heute hat sie das erste Mal seit Tagen 3x kurz aus der Tränke getrunken. Über den Tag schläft sie schon viel, kommt aber immer wieder raus und ist dann doch recht aktiv und "normal" - also besser, als noch am Freitag und Samstag.

      Wir wissen, ihr könnt auch keine Ferndiagnosen stellen und habt keine Glaskugel Zuhause: Aber was könnt ihr euch denn vorstellen, was unsere Honey hat? Und würdet ihr noch mal zum Tierarzt fahren? Sie meinte ja zu uns, dass wir wiederkommen sollen, wenn ihr Zustand bis Montag nicht "besser" ist, wobei wir ja auch erst Samstagvormittag dort waren.

      Danke für die ganzen Antworten und Tipps! :wink:
    • Du könntest ihr noch Glucose anbieten, das wird gerne genommen, weil es eben süß schmeckt und ist ja auch flüssig.(den Tip habe ich hier bekommen und mir das hier aus der Apotheke geholt: diabetiker-bedarf.de/jubin-zuckerlosung-schnelle-energie)

      Es muß nicht unbedingt sein, daß sie aufgrund einer Verletzung im Mundbereich nicht fressen kann...allein das Krankheitsgefühl kann Appetitlosigkeit auslösen und eben enorme Schlappheit.(kennen wir ja auch, wenn wir mit Grippe oder ner heftigen Erkältung flach liegen...essen mag da keiner gerne, bzw. fällt auch oft schwer)

      Meine Maus hatte auch schon zweimal Kopfschiefhaltung, einmal war total unklar warum, ev. Schlaganfall oder Trauma am Kopf und das andere mal eben Mittelohrentzündung....leider ist die Diagnosemöglichkeit bei so kleinen Tieren echt schwer und die Behandlung auch begrenzt.Aber mit Vitamin B und AB ist sie gut versorgt für mehrere Erkrankungen, die ev. in Frage kommen.Wahrscheinlich wäre es sinnig ihr noch Schmerzmittel zu geben, dafür müßtes Du eh nochmal zum TA.(achte bitte auf die richtige Dois der Medikamente, da passieren leider viele Fehler)

      Immerhin gibt es leichte Besserungen...eine Mittelohrentzündung kann durchaus mehrere Wochen dauern oder gar nicht mehr ausheilen wie bei meiner Maus.(größerere Tiere würde man dann am Ohr operieren, bei so kleinen Tieren geht das nicht)

      Meine Tiere sind mein natürliches Antidepressivum und Lebensversicherung! :)

    • Hallo zurück!

      Auch wenn jetzt schon wieder etwas Zeit vergangen ist, gibt es hier ein kurzes (nicht so schönes) Update:

      Unsere Honey war auf dem stetigen Weg der Besserung. Sie hat insgesamt 8 Tage Antiobiotiukum (morgens und abends jeweils 1 kleiner Tropen) bekommen. Mittags gab es eine erbsengroße Portion Bene-Bac zur Darmstabilisierung. Jubin (Glucose) gab's zwischendurch auch - @univers - Danke für den Tipp. Neben dem Babybrei hat sie einen Mix verschiedener von uns zerhackten Nüssen, Körnern und Saaten sowie getrocknete Mehlwürmer angenommen. Sie war wieder aktiver und gut drauf! Die langen Ruhe-/Schlafphasen wurden von Tag zu Tag kürzer. Ihr "normales" Körnerfutter sowie Pappen hat sie zwar angerührt, aber nicht zernagt bekommen.

      Uns ließ der Gedanke nicht los, dass ihre Zähnchen etwas damit zutun haben könnten, auch wenn diese bei unserem Tierarztbesuch am 9.11. kontrolliert wurden. Donnerstag haben wir nachgesehen und festgestellt, dass einer der oberen Schneidezähne deutlich länger war und richtig in die unteren hineinragte. Das hängt mit Sicherheit damit zusammen, dass sie ihre Zähne in den vergangenen 14 Tagen so gut wie gar nicht abnutzen konnte. Vielleicht hat sie sogar ausschließlich die Backenzähne beim Fressen benutzt. Für uns war klar, dass wir nochmal zum Tierarzt müssen, auch wenn wir vorher einige Horrorstorys zum Thema "Zähne kürzen" gelesen hatten (Schneiden in Rückenlage, Stress, zu kurze Zähne usw.). ?(

      Gestern Nachmittag waren wir also wieder bei der ruhigen, lieben Tierärztin von vor zwei Wochen (sind mehrere in der Praxis). Das Zähnekürzen hat Honey tapfer aber extrem gestresst überstanden. Sie hat 2x sehr viel gepillert. Zurück in der Transportbox war sie kurz verwirrt aber lebendig, wirkte munter. Doch Zuhause begann sie mit den Zähnen zu knirschen und sich fast pausenlos mit den Pfoten ins Mäulchen zu greifen. Ihr Blick war verändert, ganz schlapp und traurig! Wir haben dann selbst kurz nachgeschaut und müssen ehrlich sagen, dass uns die oberen Schneidezähne jetzt ziemlich kurz vorkommen. Man muss die "Lippen" fast etwas zur Seite schieben, um die Zähne zu sehen. Gestern Abend hat sie Brei, Mehlwürmer und ihre Snackwaffeln angenommen, war aber insgesamt sehr sehr platt und hat sich hingelegt. Wir fühlen uns wie in der Zeit zurückversetzt, denn es zeigt sich nahezu das gleiche Bild, wie vor zwei Wochen: Honey liegt mit halboffenen Augen in ihrem Nest, pumpt schwer, zuckt zwischendurch und greift sich ins Mäulchen. Das ist alles Andere als schön anzusehen. Vor allem, weil wir uns jetzt Vorwürfe machen, falsch gehandelt zu haben... :/

      Vorhin haben wir in der Praxis angerufen und waren auch kurz (ohne Maus) dort. Unsere Tierärztin ist heute leider nicht da. Der Kollege meinte, dass er sich nicht vorstellen kann, dass Honey Schmerzen hat. Dürfte ja eigentlich auch nicht sein, wenn es richtig gemacht wurde. Trotzdem ist der Zusammenhang zwischen Zähnekürzen und ihrem jetzigen Zustand offensichtlich, sagt er und denken wir natürlich auch. Wir haben nun das Schmerzmittel "Metacam" (0,5mg/ml) mitbekommen und sollen ihr morgens und abends einen Tropfen im Futter geben. Das soll aber extrem müde und auch appetitmindernd sein. Und natürlich auch sehr belastend für die Organe...

      Auch jetzt wären wir über eure Erfahrungen und Tipps dankbar!
      Hat Honey wirklich Zahnschmerzen oder ist dieses Verhalten eine Stressreaktion (wie vor zwei Wochen nach der VG)? Oder sind die kürzeren Zähne nun einfach extrem ungewohnt für sie? Was haltet ihr von dem Schmerzmittel? Und wie würdet ihr weiter vorgehen?

      Vielen lieben Dank im Voraus! :)

    • Zähneknirschen bedeutet meist Schmerzen, da ist Metacam schon die richtige Wahl, auch wenn Honey dann müder wird und nicht richtig frisst, was sie aber ob der Schmerzen eh nicht richtig tun würde.

      Für mich liest sich die Länge der oberen Schneidezähnchen verdammt kurz an.

      Gebt der kleinen Patientennase das Schmerzmittel und wenn es nicht deutlich besser wird, nochmal am Montag zum TA.

      Auf jeden Fall Päppelbrei weiter anbieten und Wärme.

      Alles Gute für euch wünscht schnupperlie

      Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
    • Ich wollte die Tage schon nachfragen wie es um die Maus steht.

      Einerseits schön zu hören, daß sie sich soweit erholt hatte und anderseits nicht schön, daß es ihr nachdem Zähnekürzen wieder so schlecht geht.

      Die Vermutung die Zähne sind ev. durch die längere Krankheitsphase und nicht richtig abnutzen zu lang geworden, wird schon stimmen.Das hatte ich selbst auch schon erlebt bei meinen Tieren, da die Zähne ja stetig nachwachsen und abgenutzt werden müssen.Ev. hat die TA es zu gut gemeint und wirklich zuviel gekürzt...das kann ich so ohne weiteres nicht beurteilen, aber Deine Maus scheint es zu stören.Und ev. war die ganze Aktion für sie wirklich zu stressig, aber eine wirkliche Alternative hattest Du ja nicht außer Zähne kürzen lassen.(hat leider alles immer Risiken, auch ohne daß ein Arzt was falsch macht und falls doch was schlecht gelaufen ist wäre das natürlich bitter)

      Meine Mäuse bekommen seit längeren beide Metacam, weil sie krank sind und das eben palliativ benötigen.Ich habe da eher auf Dauer das Gefühl, daß es den Stoffwechsel ändert und/oder den Apetit eher anregt.Es können natürlich besagte Nebenwirkungen auftreten, müssen aber nicht und ist das immer sehr unterschiedlich wie die Tiere das vertragen.Das wirklich wichtige ist die richtige Dosis!Ich habe das Metacam für Katzen und Meerschweinchen, davon bekommen sie einen Tropfen aus der Flasche pro Tag, bei Bedarf auch zwei...vorher bitte gut schütteln!Wenn Du unsicher bist wie gut Deine Maus das verträgt würde ich anfangs nur einen kleineren Tropfen am Tag geben und beobachten, ob sich ihr Zustand damit bessert oder verschlechtert.
      (ev. ist aber die Medikamentengabe auch stressig, von daher versuch es irgendwo unterzumischen, sei denn sie nimmt gar nichts)

      Das Zeug riecht sehr streng, schmeckt aber eher nach Süßstoff und meine nehmen das eher als andere Medikamente.

      Ich drücke die Daumen, daß sich ihr Zustand nochmals bessert!!!

      Meine Tiere sind mein natürliches Antidepressivum und Lebensversicherung! :)

    • Würde es in dem Brei geben, den sie gerne frisst, dann muss sie nicht kauen.
      Habe auch die Erfahrung gemacht, dass Mäuse mit Schmerzen unter Metacam eher munterer werden. Müde habe ich noch nicht erlebt.
      Wenn du es zweimal am Tag geben sollst, mach den Tropfen so klein wie möglich, das ist ziemlich viel. Oder probier es erstmal mit einer Dosis und schau, wie sie drauf reagiert.
      Das mit dem Schütteln ist ganz wichtig!!
      Drücke die Daumen!