Renmäuse haben sich bekämpft

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Renmäuse haben sich bekämpft

      Hallo,
      ich bräuchte dringend Eure Hilfe.
      Unsere Mäuse Zeus 2,5 Jahre alt und Hermes 1 Jahr alt. Haben sich vor zwei Wochen ziemlich starke Wunden zugefügt. Wir haben die Beiden dann getrennt. Allerdings nur mit Trenngitter im gleichen Käfig. Zeus hatte eine Verletzung am Auge, die jedoch schnell wieder verheilt ist. Hermes hatte mehrere Bisswunden am Schwanz. Wir dachten erst, dass diese auch ganz gut verheilen, mussten jetzt jedoch feststellen, dass er wieder blutet.
      Wir waren gestern mit ihm beim Tierarzt. Nun müssen wir ihm den Schwanz 2x täglich reinigen und mit Salbe eincremen, desweiteren bekommt er noch 2x täglich Antibiotika. Er ist total verängstigt und beißt leider auch zu. Ich konnte jetzt auch beobachten, dass er sich selbst in den Schwanz beißt.
      Zeus legt mittlerweile auch ein sehr seltsames Verhalten an den Tag. Er ist gerade aus seinem Nest gesprungen und hat ganz massiv angefangen mit den Hinterpfoten zu klopfen und gibt leichte Pieptöne von sich.

      Ich würde nun gerne wissen, ob jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht hat? Kann man die Beiden, vorausgesetzt, dass Hermes wieder gesund wird, jemals wieder miteinander Vergesellschaften? Was sollen wir tun wenn das nicht möglich ist? Alleinhaltung ist doch auch ganz furchtbar für die Mäuse, oder?

      Danke schon jetzt für Eure Hilfe

    • Huhu,
      Bitte erst einmal beide in getrennte gehege setzen. So wie es jetzt ist, ist es purer stress.

      Ich hab letztens erst leider ähnliches gehabt. Eine wieder-vg wurde nichts. Daher sind es jetzt zwei gruppen. Der eine hat einen neuen kuschelfreund gefunden und der andere leider bisher nicht.

      Wenn hermes immer wieder an der wunde rum knabbert und es überhaupt nicht heilt wäre es sinnig auch eine amputation des schwänzchens in betracht zu ziehen.
      Das war bei meinem mäuserich nötig. Ihn selber ging es schon direkt nach der op wieder richtig gut.

      Trulla & Talvi :gerbil Geist :gerbil
    • Er hat die op super überstanden. Man hat richtig gemerkt, dass das für ihn das beste war. Er lief danach rum, als sei nichts gewesen. Im gegensatz zu vor der op. Da hat er scheinbar richtig gelitten mit der wunde.
      Gekostet hatte die op ca vierzig euro. Also wirklich nicht viel.

      Er war auch schon der zweite mäuserich, der so eine op hatte. Auch der erste patient, dem der schwanz nach einer beisserei abgenommen wurde, hat das super weggesteckt.
      Ich vertraue da aber auch meiner ta-praxis, dass sie sich mit der dosierung der narkose auskennen. Dort wurden im laufe der jahre schon mehrere renner von uns operiert und nur bei einem wurde die narkose nicht vertragen und er starb wenige tage nach der op.

      Trulla & Talvi :gerbil Geist :gerbil
    • Achte darauf dass der TA eine Gasnarkose macht, das ist schonender für so kleine Tiere und da kann man auch nicht falsch dosieren (anders als wenn man das Narkosemittel mit der Spritze gibt). Ist glaube ich soweit ich weiß auch teurer aber ich denke das lohnt sich.

      Zeus verhält sich so weil er den Feind vor der Nase hat, daher komplett trennen, damit Zeus runterkommen kann und Hermes sich erholen kann.

      Wichtig ist bei Hermes den Sand rauszutun, damit sich die Wunde nicht entzündet. Wenn du operieren lässt, dann paar Tage auf Papier (Safebed, Carefresh, etc.) halten.

    • Ja, OP ist teuer, 200 Euro kann man schon rechnen mit allem.
      Es ist extrem wichtig, dass der Tierarzt Erfahrung mit Rennmäusen hat, und dass er Inhalationsnarkose macht, sonst ist das Risiko wirklich so hoch.
      Wir haben hier eine Tierarztliste. Das ist keine Garantie, aber es sind TÄs wo schon User mit ihren Rennmäusen waren und gut behandelt wurden.
      Tierarztliste
      Auf jeden Fall Vorgespräch führen und erfragen, welche Art von Narkose gemacht wird. Ich persönlich würde nur noch Ops zustimmen, wo eine reine Inhalationsnarkose gemacht wird (keine Kombi) und nur der Schmerzunterdrücker per Injektion gegeben wird und nicht das Narkosemittel. Und wenn der Arzt mit dieser Arzt der Narkose Erfahrung hat.
      Vielleicht muss der Schwanz auch gar nicht amputiert werden, aber das Risiko ist auf jeden Fall da, also guckt euch lieber gleich nach einer guten Klinik um.

    • Wie schon in den anderen Antworten geraten wurde, ist das Trennen mit Hilfe eines Gitters ungenügend, da sich die Tiere weiterhin sehen und der Dauerstress des vorher gejagten Tieres bis zu dessen Tod führen kann.
      Ist noch kein brauchbares Ersatzgehege vorhanden, dann wenigstens als Sichtschutz an das Gitter ein Stück Pappe ist schon mal eine provisorische Verbesserung über das Wochenende, bis man hier endgültige Abhilfe schaffen kann.

      Jedem Halter, der hier mitliest und mit seinen Mäusen bisher keine Probleme hatte, sei ans Herz gelegt:
      Informiert euch zur Sicherheit am Besten schon vor der Anschaffung der Mäuse über das Angebot an Tierärzten und Notdiensten in Eurer Umgebung. Zu einem kurzen Gespräch, wenn man dort vorbeikommt, oder bei einer Anfrage per Telefon sollte immer ein Arzt verlangt werden.
      Die Fragen:

      • Haben Sie Erfahrung in der Behandlung von Rennmäusen?
      • Ist ihre Praxis mit einem Inhalationsnarkosegerät ausgerüstet?
      • Führen sie auch Operationen an Rennmäusn durch?
      • Wohin wende ich mich in akuten Notfällen außerhalb der Ordinationszeiten?
      • Zusätzlich in Gemeinschaftspraxen oder Kliniken: Wer von den TÄ ist für Rennmäuse der geeignete Ansprechpartner ud wann/wie oft?
      Diese Informationen sollte man solange einholen, bis man zwei geeignete Anlaufstellen gefunden hat.
      Es empfiehlt sich auch, die Liste alle halben Jahre erneut zu kontaktieren und zu überprüfen, ob dies noch der Fall ist.

      Ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und man muß notgedrungen ohne eine derartig vorbereitete Notfallliste bei einem Problem den erstbesten TA aufsuchen, dann kann man erst zu diesem Zeitpunkt die Eignung feststellen.

      Man sollte besonders darauf achten, dass man nicht an einen Tierheilpraktiker gerät, der bloß Globuli und andere Naturheilpräparate verordnen darf, aber keine Medikamente.
      Approbierte Tiermediziner bekommen leider auch heute noch im Studium kaum etwas über Rennmäuse mit, das ist für die meist Neuland. Auch von den älteren unter ihnen sind die Mehrzahl der Patienten nur Hund oder Katz, vielleicht mal ein Kaninchen oder Meerschwein. Natürlich ist jeder bei Konsultation dazu verleitet, helfen zu wollen, aber ohne entsprehende Spezialkenntnisse wird daraus meist nix.

      Eine Aussage, bei einer Schwanzamputation bestehe nur eine Chance 50/50, zeigt dass hier weder Kenntnisse noch Ausrüstung vorhanden sind, denn die liegt im Schwierigkeitsranking gleich hinter Krallenkürzung und gleichauf mit einer Zahnkürzung unter Narkose bei einer Rennmaus. Hätte man keine andere Wahl, dann wäre die Selbstamputation durch die Maus die geeignetere Methode. Die schafft das selbst mit einer weitaus höheren Überlebensrate.

      Auch sind viele TÄ nach der gewohnten Behandlung von Hund und Katz oft dazu inspiriert, diese völlig ungeeignet an Rennmäusen anzuwenden, wie Verbände, Pflaster, Salben und ungeeinete Medikamente oder Dosierung aus der Heimtierapotheke. Nur die wenigsten TÄ sind dazu bereit, dem Halter die Konsultation geeigneter Kollegen zu empfehlen. Ich habe im Bekanntenkreis einen TA im Vorpensionsalter, der offen sagt: "Ich behandle nichts außer Hund und Katz, das kann und mach ich seit vielen Jahren. Bei allem anderen vielleicht noch eine Erstversorgung, wenn unbedingt nötig, und dann ab zu jemandem, der sich damit auskennt."

      Leider ist diese Haltung nicht allgemein verbreitet, beim Willen, sein Behandlungsspektrum zu erweitern, muss man aber auch irgendwie damit beginnen. Wird das dem Halter klar kommuniziert, dann kann man darauf vertrauen, dass nichts Unüberlegtes geschieht, bevor darüber Informationen eingeholt wurden, im Gegensatz zu Jemanden, der einfach mal macht und dann alles vermurkst. Leider ist davon hier auch sehr oft zu lesen.
      Vorsicht! Meine Meinungen und persönlichen :gerbil Erfahrungen müssen nicht mit jenen anderer Poster*innen oder gängigen Forenmythen im Einklang stehen.
      Sollte mir aus Eile mal eine nicht gendergerechte Formulierung entschlüpfen, sind natürlich alle Varietäten an Haltenden (welch Wortschöpfungsunsinn in diesem Zusammenhang) und sonstig Beteiligten gemeint!
    • Hallo.
      Ich wollte nur nochmal einen abschließenden Kommentar abgeben.
      Hermes geht es mittlerweile wieder gut. Das verletzte Schwanzstück ist einfach abgefallen. Abbeißen konnte er es leider nicht, da er sich durch die Gabe von Antibiotika die Zähne verletzt hatte. Aber auch die sind mittlerweile wieder gesund und er kann wieder knappern.
      Ich finde es wirklich schade, dass die Tierärzte so wenig Ahnung in diesem Bereich haben. Wir hätten Hermes wirklich viel Stress ersparen können, wenn wir ihn nicht mit der Medizin gequält hätten und der Natur einfach seinen Lauf gelassen hätten.
      Nun lebt er zwar alleine und Zeus auch, aber das ist wohl nicht zu ändern.
      Mein Fazit ist aus der ganzen Sache: Wir kümmern uns nun so gut es geht um die Beiden und steigen danach aus der Haustierhaltung aus. Diese Tiere gehören einfach nicht in einen Käfig.

    • Man muss keine Maus mit der Medikamentengabe quälen, man kann das AB einfach irgendwo untermischen, in Brei oder so. Dann muss man die Maus nicht dafür rausfangen. Die meisten hier machen das so, das ist weitaus weniger Stress. Und wenn es so funktioniert gibt es keinen Grund die Maus dafür täglich rauszufangen, wenn sie das ganz klar nicht will. Eben weil da oft auch was passiert, wie bei dir mit den Zähnen oder man spritzt das Zeug zu schnell ins Mäulchen und es geht in die Luftröhre oder Mäuschen verschluckt sich. Aber gut, du wusstest es nicht, ist doof gelaufen. Wir wussten aber auch nicht dass es stressig ist mit Hermes zu hantieren für die AB-Gabe, sonst hätten wir dir die Tipps geben können.

      Es ist gut dass du die zwei getrennt lässt. Aber dann bitte auch zur VG vermitteln, die zwei verdienen es nicht, ihr ganzes Leben lang alleine Leben zu müssen, nur weil sie sich nicht mehr verstanden haben. Auch sind sie noch recht jung, das wäre dann Tierquälerei, dem werden hier auch alle zustimmen. Da du ja eh die Haltung beenden möchtest, sehe ich da kein Grund dafür die noch länger alleine bei dir zu lassen, denn wenn du sie abgibst kannst du früher die Haltung beenden.

    • AB und Schmerzmittel sind in so einem Fall schon wichtig. Dass sich die Maus bei der Medi-Gabe die Zähne verletzt, sollte natürlich nicht passieren.

      Dass der Schwanz komplikationslos abfällt und verheilt, ist keine Selbstverständlichkeit, das kann auch schlecht laufen, wenn man Pech hat.
      Schön, dass es dem Kleinen wieder gut geht!

      2,5 und 1 Jahr alt bedeutet, dass die Mäuse jetzt mindestens 1 bzw. 2 Jahre ihres Lebens allein zubringen müssen - das ist für Tiere, die ohne Partner nichtmal entspannt schlafen können, schon eine lange Zeit. Vielleicht doch mal über ein Jungmäuschen vom Züchter nachdenken, mit der Option, diese wieder abzugeben, wenn eure beiden mal nicht mehr sind?

    • Gut ,das sich Beide erholt haben und verständlich und völlig ok ,der Entschluss aus der renner haltung aus zu steigen.
      Klar fühlt ihr euch verantwortlich für die 2,aber es ist in diesem Fall besser beide zur Vg in gute hände zu geben,denn Einzelhaltung bei dieser Art ist schlimm für das Tier (zu gegeben es gibt wenige Ausnahmen)
      Hier gibt es einen Marktplatz ,das wäre einen Versuch wert.

      Wenn eine Kotprobe gemacht wurde ,erhöht das den Erfolg neue KGs zu finden.
      Lg Orio :wink: