Vergesellschaftung nicht für einander gemacht??

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    • Vergesellschaftung nicht für einander gemacht??

      Hallo Zusammen, ich habe ein großes Problem mit dem vergesellschaften meiner zwei Damen. Das kleine Flummi ist ca 4,5 monate alt, mathilda 2,5 Monate. Die zwei sind eigentlich Geschwister (ein Wurf später). Wir haben die zwei am TG. In der ersten Woche haben sie harmonisch gewirkt. Sie wurden jeden Tag zwei mal gewechselt. Das Interesse war auf beiden Seiten da. Wir haben sie dann auf neutralen Boden und nach 5min hatten wir einen Knäul. Ohne Bisswunden. Also sofort auseinander. Nach einer weiteren Woche, wieder beide harmonisch am gitter. Es wurde geschnuppert und leichte putzversuche unternommen. Also haben wir dieses Mal das gitter hoch gemacht. Es war wie bei einem Hahnenkampf. Die zwei sind einfach aufeinander los. Diesmal mit beisserrei. Sofort auseinander und wir mussten Wunden versorgen. Wir haben dann von einer Züchterin gehört, dass man nicht so oft tauschen soll. Also haben wir sie jetzt 2 Wochen nicht getauscht nur die Gegenstände im Käfig selbst. Heute wollten wir sie wieder vergesellschaften. Erst sah alles gut aus. Wieder neutraler Boden aber dieses Mal vom Käfig aus begehbar. Damit beide sich zurück ziehen können. Dann haben sie wieder angefangen ein Knäul zu bilden. Da wir keine Wunden wollten sind wir direkt dazwischen. Nun sind sie sehr nervös und aufgebracht. Nagen wild am gitter und sträuben das erste Mal auch dort direkt das Fell. Kann es sein das die zwei einfach nicht zusammenpassen? Haben wir was nicht beachtet? Was darf den die maximale Zeit für eine Vergesellschaftung sein? Ich möchte nicht das die zwei vereinsamen. Vielen Dank für eure Hilfe.

    • Herzlich Willkommen bei uns :)

      Die Altersangaben Flummi viereinhalb Monate und Matilda zweieinhalb Monate alt sind das jetzt und heute Altersangaben oder als sie das erste mal ans Trenngitter gesetzt wurden?

      Weibliche Jungfellnäschen im Alter von zehn Wochen (2,5 Monate) fangen an geschlechtsreif zu werden oder sind es bereits und Flummi ist trotz ihrer Jugend von viereinhalb Monaten eine Adultnase, was eine Vergesellschaftung nicht einfacher macht.

      Du hast von einer Züchterin die Empfehlung bekommen nicht täglich zu tauschen, finde ich okay so. Hast Du beide Näschen von der Züchterin? Wenn ja, was meint sie wie Du weiter vorgehen solltest?

      Verantwortungsvolle Züchterinnen beraten bereits im Vorfeld wie Du mit einer Jungnase vorgehen solltest. Eine Woche am Trenngitter einer Jungmaus finde ich heftig und nicht notwendig, zumal sich beide Näschen moderat am Gitter verhalten haben.

      Wie groß saßen denn beide Fellnäschen bzw wie viel Platz hat jede Nase? Warum hast Du neutralen Boden zur Zusammenführung gewählt? Hier hätte ich beim Erstversuch das Trenngitter gezogen.

      Ob die VG gescheitert ist vermag ich nicht zu beurteilen, aber ein weiterer Versuch könnte zeigen ob oder nicht, wobei hier zu beachten ist, es ist eine AdultVG.

      Persönlich würde ich erst einmal komplett trennen ohne Sichtkontakt um dann in zwei/drei Tagen beide Nasen wieder ans Trenngitter zu setzen, aber nicht mehr für eine Woche sondern es am Wochenende zu probieren, ob es die beiden Damen schaffen.

      meint schnupperlie

      Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
    • Vielen Dank für Eure Hilfe.
      Ich versuch es mal ganz genau zu beschreiben :)
      Die graue ist Ende September geboren die braune Ende November.
      1.) Versuch: beide ans tg. Sie haben gut aufeinander reagiert. Nach 2 Tagen auf neutralen Boden zum zusammenführen - > 5min war es ok, dann sind sie aufeinander los, Knäuel gebildet. Also beide zurück.
      2.) Versuch: ca. nach einer Woche. Sie waren wieder überhaupt nicht aggressiv nebeneinander am tg. Jeden Tag 2 mal getauscht. Nest wurde nicht zerstört. Sie hatten Streu drin mit essen und trinken und Klopapierrollen. TG hochgenommen - > keine 10 Sekunden und sie sind heftig aufeinander los. Mit beiserei. Wunden wurden dann am selben Tag gleich versorgt.
      3.) Versuch: nach ca. 2 Wochen da die Wunden heilen müssen und ich echt Angst hatte. Diesesmal vor den Käfig ein Handtuch damit beide von ihren abteilen drauf laufen können und sich aber auch zurück ziehen können. War irgendwie ein Mix aus beiden Varianten. Wieder ein Knäuel gebildet. Dann getrennt und jedes Mal haben sie dann das Fell gesträubt wenn eine näher. Hier hatten sie zwei Lauf Räder drin wegen dem Stress und ich habe zw. 2 und 3 nur das streu sowie die sandbäder und das laufrad getauscht.
      Jetzt leben sie getrennt. Sie sehen sich nicht. Ich hoffe sowas wie einen reset Knopf drücken zu können.

      Zu den Fellies:
      Die graue, Flummi ist Ende September geboren. Sie scheint die ruhigere zu sein. Sehr neugierig aber nicht aufdringlich. Sie ist nicht ängstlich aber bisschen schreckhaft. Sehr menschenbezogen.
      Die braune, mathilda ist Ende November geborgen. Sie war anfangs sehr aufgedreht. Mittlerweile ist sie aber sehr ängstlich. Und terretorial. Gefühlt will sie immer auf die graue los. Als ob sie alles beschützen müsste. Sie steckt aber auch oft die Nase durch das gitter und ist gleichzeitig interessiert. Nur wenn die graue ohne gitter auf sie zukommt wird sie so giftig sträubt das Haar und geht drauf los.

      Käfig: es ist ein 100x50 cm. In der Mitte geteilt.

    • Lizzy 91 schrieb:

      Kann es sein das die zwei einfach nicht zusammenpassen?
      Das wäre möglich, aber auch ein Aufschaukeln der Aggression durch die bisherigen VG-Versuche denkbar.

      Lizzy 91 schrieb:

      Ich hoffe sowas wie einen reset Knopf drücken zu können.
      Den gibt es bei Mäusen nicht. Eine Sicht-. Geruchs- und Geräuschabtrennung über mehr als 3 Wochen könnte die Erinnerung verblassen lassen, wenn sich die nicht zu sehr eingebrannt hat. Früher würde kein weiterer Versuch eine Chance auf ein anderes Ergebnis als bisher haben, denke ich.
      Vorsicht! Meine Meinungen und persönlichen :gerbil Erfahrungen müssen nicht mit jenen anderer Poster*innen oder gängigen Forenmythen im Einklang stehen.
      Sollte mir aus Eile mal eine nicht gendergerechte Formulierung entschlüpfen, sind natürlich alle Varietäten an Haltenden (welch Wortschöpfungsunsinn in diesem Zusammenhang) und sonstig Beteiligten gemeint!
    • Leider weiß die Züchterin nicht viel. Sie meinte nur alle Mäuse passen früher oder später zusammen und sie sind Geschwister und haben das in den Genen.
      Dem kann ich aber nicht zustimmen, leider.
      Gerbilus, meinst du also man sollte sie mal 3 Wochen in komplett anderen Räumen unterbringen damit sie überhaupt nichts von einander wissen?
      Ist es problematisch wenn sie 3 Wochen alleine sind, also ich mein ich hab gelesen dass sie aggressiv dadurch werden oder so.
      Soll ich die Sandbäder und laufräder noch tauschen? Für zwei Gruppen hab ich leider nicht dauerhaft genug Platz und ich habe Angst dass wenn beide eine kleine bekommen sie vielleicht wieder nicht miteinander klar kommen....

    • Lizzy 91 schrieb:

      Ist es problematisch wenn sie 3 Wochen alleine sind, also ich mein ich hab gelesen dass sie aggressiv dadurch werden oder so.
      Aggressiv sicher nicht, eher wollen sie ausbrechen oder werden depressiv, wenn man sich nicht genug mit ihnen beschäftigt oder entsprechendes Material beistellt. Sandbad und Rad sollte während dieser Zeit nicht getauscht werden, weil das durch den Geruch des anderen die Erinnerungen wachhält.

      Wenn es dann wieder nicht klappt, eine davon abgeben und mit der zweiten - wiederum nach obiger Pause - dann mit einem neuen Partner probieren, das löst das Platzproblem.
      Vorsicht! Meine Meinungen und persönlichen :gerbil Erfahrungen müssen nicht mit jenen anderer Poster*innen oder gängigen Forenmythen im Einklang stehen.
      Sollte mir aus Eile mal eine nicht gendergerechte Formulierung entschlüpfen, sind natürlich alle Varietäten an Haltenden (welch Wortschöpfungsunsinn in diesem Zusammenhang) und sonstig Beteiligten gemeint!
    • Vielen lieben Dank für deine Hilfe. Sollen die zwei in zwei getrennte Räume?
      Ich werde es auf jeden Fall nochmal versuchen. Es wäre so schade wenn die zwei nicht zueinander finden und ich hoffe ich habe die gemeinsame Zukunft durch die Versuche nicht zerstört.
      Wenn das dann nicht funktioniert werde ich sie hier reinstellen.
      Würdest du sie am trenngitter zueinander führen oder im neutralen Gelände?
      Wenn trenngitter, dann zwei mal am Tage tauschen oder nur die Einrichtung? Und dann irgendwann das trenngitter hoch oder?
      Ich möchte wirklich versuchen alles richtig zu machen und ich hoffe einfach das die zwei wirklich ein gutes Team bilden können und ich nichts verbaue.
      Das ist erst meine zweite vg. Die erste ist super gelaufen. Daher war ich echt geschockt das sie so aufeinander los sind...
      Danke nochmals für deine Hilfe

    • Die Aussage deiner Züchterin finde ich doch sehr fragwürdig. Klar, wenn man die Mäuse auf engsten Raum zusammenpfercht, "vertragen" sie sich, aber eben auch nur weil sie wissen dass sie getötet werden wenn sie einen Angriff starten, weil es nicht genug Platz gibt um zu flüchten. Aber das ist nicht Sinn der Sache zwei Mäuse zusammenzuzwingen auf engsten Raum, da wird keiner von glücklich. Und begünstigt im schlimmsten Fall nur Krankheiten, da die Mäuse vor lauter Stress total geschwächt sind.
      Und nur weil es Geschwister sind heißt es nicht dass die verschont werden, auch Familienmitglieder können übelst zugerichtet werden. Gute Züchter achten jedoch darauf Tiere miteinander zu verpaaren, die sich als gut erzogen und sozial anständig erwiesen haben, das wird dann weitergegeben. Aber auch Erziehung spielt da eine große Rolle, daher sollten die Jungtiere auch so lange wie möglich bei den Eltern bleiben. Sprich 8-10 Wochen wenn die Jungnase zu einem Alttier soll und mind. 12 Wochen wenn sie zusammen zu zweit ausziehen.
      Du kannst dir das vielleicht so vorstellen, dass es Mäuse gibt, die aufgrund ihrer Herkunft nie gelernt haben, wie man mit anderen umgeht. Das heißt sie greift sofort bei Angst an, oder missversteht die Körpersprache des anderen Tieres. Gut sozialisierte Mäuse "reden" miteinander, heißt sie prüfen vorsichtig, ob die andere Maus in Ordnung ist oder nicht, statt gleich auf sie loszugehen. Wie bei Menschen, manche haben nie gelernt normal mit anderen ein Problem auszudiskutieren und fangen gleich an rumzuschreien und es gibt Streit. So ungefähr kann man sich das vielleicht vorstellen damit es verständlicher ist.
      Du musst immer daran denken, dass die zwei einfach auch nicht miteinander können und das muss man akzeptieren, so schwer es einem auch fällt. Aber ich glaube das ist dir schon klar :)

      Edit: In versch. Räume wäre natürlich super, ansonsten wenn das nicht geht in einem großen Raum die eine Maus in die eine Ecke und die andere so weit entfernt wie es geht in die andere Ecke. Am besten ohne Sichtkontakt und auch ohne Geruch, wobei ich nicht weiß ob das möglich ist, ich kann nämlich nicht genau abschätzen wie weit die Renner riechen können :D

    • @Lizzy 91 Ich kann Dich verstehen, dass Du der Ansicht bist, die zwei Fellnäschen kommen früher oder später zusammen nach der unqualifizierten Äußerung der "Züchterin" (Züchter bzw Züchterin darf sich Jeder nennen, da kein geschützter Begriff)


      Lizzy 91 schrieb:

      Leider weiß die Züchterin nicht viel. Sie meinte nur alle Mäuse passen früher oder später zusammen und sie sind Geschwister und haben das in den Genen.

      Ich erlaube mir zu behaupten, es ist keine Züchterin sondern eine Vermehrerin, der es im Grunde egal ist, was mit ihren Fellnasen geschieht.

      Eine verantwortungsvolle Züchterin berät bereits im Vorfeld, interessiert sich wie die zukünftige Behausung aussieht und berät auch, dass eine Jungnase so schnell es geht, mit der zukünftigen Fellnase zusammengeführt werden soll, vor allen Dingen wie und sollte es trotzdem holprig werden, berät sie weiter und nimmt, sollte es wider Erwarten nicht klappen, die Jungnase zurück.

      Familie ist Fellnäschen schnurz und piepe, wenn sie wen nicht mögen, dann reagieren sie und zwar so wie es Deine beiden Näschen gezeigt haben - leider.

      Ich habe Dir zwar angeraten es nochmals zu versuchen. Jetzt korrigiere ich mich, lass es bitte, denn ansonsten riskierst Du das Leben beider Fellnäschen.

      Traurige Grüße von schnupperlie
      Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.