OP von Gebärmutter

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • OP von Gebärmutter

      Hallo ihr Lieben :wink:

      Heute bin ich mal nicht mit Rennmaus-Problemen hier, sondern dem eines Kaninchens.
      Es geht um das meiner Schwester.
      Bella blutet seit paar Tagen, allerdings konnte man nicht wirklich ausmachen, wo das Blut herkam.
      Allgemein ist sie fit wie immer, frisst und erfreut sich ihres Lebens.
      Die Tierärztin gestern hat Röntgen und Ultraschall gemacht, konnte aber nichts feststellen und meinte, wieso meine Schwester da wäre? Man sehe kein Blut oder sonstiges. Nun hat sie, warum auch immer Päppelfutter mitbekommen, was ja eigentlich keine Sinn macht.
      Heute ist sie dann zu der Tierärztin meines Vertrauens gefahren.
      Das selbe Prozedere wie gestern.
      Allerdings meinte die TÄ heute, dass die Gebärmutter zu groß ist. Woran es liegt, kann sie so nicht sagen. Es kann eine Entzündung sein oder sogar ein Tumor.
      Sie hat jetzt Antibiotika (Orniflox) bekommen. Sollte es eine Entzündung sein, sollte es mit der Blutung die nächsten Tage besser werden, ist es definitiv eine Entzündung.
      Sollte dies nicht der Fall sein wahrscheinlich ein Tumor.
      Die TÄ würde eine OP eher ungern durchführen, weil sie schlechte Erfahrungen gemacht hat. Entweder sind die Kaninchen noch während der OP oder 1-2 Wochen nach der OP gestorben.
      Wie sind eure Erfahrungen?
      Bella wird übrigens nächsten Monat 9 Jahre alt.

      Vielen Dank schon mal im voraus!

      LG Sarah

    • Hi,

      ich habe auch zwei Kaninchen und versuche mal Deine Frage zu beantworten. Erstmal wäre es gut etwas mehr über die haltungsumstände zu erfahren. Krankheiten werden oft durch die falsche Haltung herforgerufen.

      Falls Deine Schwester zu irgendetwas Fragen hat empfehle ich kaninchenwiese.de die Seite ist echt toll und man erfährt alles was man wissen sollte.

      Auch wenn das Tier sonst fit (fressen muss sie zur Lebenserhaltung das weiß sie sicher auch ) wirkt würde ich nicht aufhören nach der Ursache zu suchen. Eine "Regelblutung" gibt es bei Kaninchen nicht, da der Eisprung durch den Deckakt hervorgerufen wird. Die Tierärztin sollte Bella abgetastet haben und zur sicheren Diagnose muss man sie röntgen und einen Ultraschall machen.

      Deine Schwester kann z.B. mal auf dieser Seite: kaninchenwiese.de/gesundheit/o…rankungen-beim-kaninchen/
      nachsehen ob die Symptome ihres Kaninchens mit einer der genannten krankheiten übereinstimmen.
      genaues beobachten ist extrem wichtig da kaninchen, wie die meisten Fluchttiere Krankheiten extrem gut verbergen können und es oft nur kleine auffälligkeiten gibt an denen man erkennt das das Tier krank ist.

      Ich bin echt immer seh vorsichtig was Operationen angeht. Ich habe mein früheres Kaninchen (jetzt hab ich eine andere Partnerin für das zurückgebliebene Kaninchen) bei einer OP verloren. Denoch würde ich auf keinen Fall das Tier mit dem Tumor (wenn es einer ist) sterben lassen. Einschläfern wäre für mich keine Option.

      Das Kaninchen an den Folgen einer OP sterben finde ich nicht verwunderlich. Wenn sich die Wunde entzündet oder die OP nicht richtig ausgeführt wurde halte ich das sogar für warscheinlich. Besonders bei kleinen Tieren ist eine Narkose mit einem hohen Risiko verbunden. Dessen muss man sich bewusst sein und mit dem Tierarzt auf jeden Fall über die Art der Narkose und das Narkosemittel sprechen. Was das mittel angeht kenne ich mich nicht aus, bei der Narkose würde ich glaub ich für eine totale Intravenöse Anästhesie oder die Vollständig Antagonisierbare Anästhesie sein. Von Inhalationsnarkosen würde ich eher abraten.

      Aber soweit ist es ja noch gar nicht.
      Wenn das Kaninchen schon älter ist ist es natürlich gefährlicher aber ich würde sie nicht mit dem was sie hat leiden lassen. Es ist ja möglich das sie noch 3-4 glückliche jahre vor sich hat.

      Das Antibiotika sollte Deine Schwester ihrem Kaninchen komplett fertig geben(sonst kann es zu Rückfällen kommen oder sogar zu Resistenzbildungen, aber das hat die Tierärtzin sicher erwähnt). Orinflox habe ich auch mal für mein Kaninchen gekriegt und gute Erfahrungen damit gemacht nur hat es meinem Kaninchen nicht so geschmeckt.

      Ich hoffe ich konnte Deiner Schwester und ihrer Bella weiterhelfen.,
      Wenn es noch irgendwelche Fragen gibt, ich helfe gern so gut ich kann.
      Ich würde mich freuen wenn Du berichtest wie es mit Bella weitergeht.

      Gute Besserung dem Näschen und LG :)

    • Vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort.
      Ich versuche mal alle deine Fragen zu beantworten.


      MickeyMaus353 schrieb:

      Erstmal wäre es gut etwas mehr über die haltungsumstände zu erfahren.
      Bella lebt alleine. Mehrere VG-Versuche sind gescheitert, da sie immer wieder gebissen hat. Drei Kastrate und ein Weibchen über mehrere Wochen auf neutralen Boden.
      Sie hat eine Käfig, aber den ganzen Tag die Möglichkeit die gesamte Wohnung und den Balkon zu nutzen.


      MickeyMaus353 schrieb:

      Die Tierärztin sollte Bella abgetastet haben und zur sicheren Diagnose muss man sie röntgen und einen Ultraschall machen.
      Sie hat ein Röntgen und Ultraschall gemacht. Abgetastet hat sie Bella auch. Beim abtasten hat sie die vergrößerte Gebärmutter ertastet. Schmerzen muss Bella dabei wohl nicht gehabt haben. Durch den Ultraschall wurde die vergrößerte Gebärmutter bestätigt.
      Es ist auch aufgefallen, dass Bella die Hinterläufe teilweise komisch nachzieht. In der Regel läuft sie aber ganz normal. Die TÄ sagt, dass dies mit der Gebärmutter zusammenhängen kann.



      MickeyMaus353 schrieb:

      Deine Schwester kann z.B. mal auf dieser Seite: kaninchenwiese.de/gesundheit/o…rankungen-beim-kaninchen/
      nachsehen ob die Symptome ihres Kaninchens mit einer der genannten krankheiten übereinstimmen.
      genaues beobachten ist extrem wichtig da kaninchen, wie die meisten Fluchttiere Krankheiten extrem gut verbergen können und es oft nur kleine auffälligkeiten gibt an denen man erkennt das das Tier krank ist.
      Sie beobachtet sie immer ganz genau.
      Ich leite ihr die Seite weiter. Danke ^^


      Einschläfern will sie Bella nicht, solange die nicht erforderlich ist.
      Sie wird auch alles versuchen, um herauszufinden, was Bella hat. Sie hat sich ja auch eine zweite Meinung eingeholt, nachdem die erste Ärztin nicht gerade kompetent war.


      Ich bedanke mich, auch im Namen meiner Schwester und Bella. Ich denke mal, dass ihr das schon weiterhelfen wird. ^^

      Dankeschön und liebe Grüße :love:
    • Ich selbst habe keine Kaninchenerfahrung, doch eine liebe Nachbarin (unsere Rennmaus-Urlaubs-Betreuung), die welche hat. Wenn sie weg ist, betreuen wir ihre Bande.
      Ich glaube vor zwei/drei Jahren hatte eines ihrer Kaninchen einen Gebärmuttertumor. Erst wurde die Lunge untersucht, um sicher zu sein, dass dort nichts gestreut hat, dann der OP-Termin festgesetzt. Es wurde mit einer Inhalationsnarkose gearbeitet. Das weiß ich noch, da wir damals noch keine Rennmausbesitzer waren und noch nie von verschiedenen Narkosen gehört hatten ;) Was auffällig war, ist, dass dem Kaninchen auch Tage nach der OP noch durch die Braunüle Flüssigkeit zugeführt wurde. Auf meine Nachfrage, erklärte meine Nachbarin, dass so der Volumenverlust durch die OP ausgeglichen werden müsse, mache man das nicht, sei die postoperative Sterblichkeit nach einer solchen großen OP sehr hoch.
      Die Kleine hat es gut überstanden und lebt bis heute, ich weiß, dass Nele nicht die jüngste war, als die OP anstand (meine Nachbarin hat damals schon als Spitzname für sie "Omchen"), aber das genaue Alter weiß ich nicht.
      Vielleicht könnt ihr mit diesen Informationen etwas anfangen. Alles Liebe - vor allem für das liebe Ninchen :heart:

    • Wir hatten letztes Jahr im Sommer eine OP vom Kaninchen, unserer Tochter, bei der die Gebährmutter entfernt wurde. Die Gebährmutter war verändert, das Kaninchen hatte Schmerzen und wollte nicht mehr fressen. Sie war zu dem Zeitpunkt 1 1/2 Jahre alt. Die OP selbst hat sie gut überstanden, wir mussten sie einige Tage päppeln, weil sie anfangs nicht fressen wollte, danach war alles gut.

      Alles Gute für die kleine Patientin

      Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.
      Christian Morgenstern


      Mausige Grüße: Dia & Fe, Juno & Garda & Tara, Lenny & Shadow & Dusty, Bonny & Hermine, Jacky, Mr.Cox
    • Inhalationsnarkosen finde ich nicht so gut weil ich glaube das die Tiere dabei panisch werden können. ich meine Man muss sie ja festhalten und ihnen dieses Teil ans gesicht halten. Ich kann mir gut vorstellen, das die dann auch mal die Luft anhalten und dann dauert das noch länger. Ich glaube wenn die Tiere etwas entspannter bei der narkose sind ist das auch nicht ganz so schlecht für die OP.

    • Hallo ihr Lieben,

      Bella musste vorhin leider erlöst werden. Sie ist auf einmal zusammengesackt.
      Meine Schwester ist umgehend zum TA. Der Bauchraum war voll Blut.
      Wäre meine Schwester nicht sofort gefahren, wäre Bella Zuhause qualvoll gestorben.
      So konnte sie ohne Schmerzen erlöst werden.
      Sie hatte die erste Spritze bekommen und meine Schwester hatte noch in Ruhe Zeit mit ihr, um sich zu verabschieden. Laut meiner Schwester hat Bella noch ihre Hand geleckt, bevor sie ohne zweite Spritze für immer eingeschlafen ist. ;(

      Ncoh einmal lieben Dank für eure Erfahrungen und das Daumen drücken.
      Ich denke mal, dass Bella mit 9 Jahren ein schönes alter hatte und bis zu letzt top fit war.
      Auch ich werde sie schrecklich vermissen. :(

      Damit ihr euch ein Bild von Bella, die ich immer Fiffi genannt habe, machen könnt, lade ich ein paar Bilder mit hoch.

      Nach einmal vielen dank <3

    • Ach je wie traurig ;(

      9 Jahre sind schon ein schönes Alter und trotzdem ist es immer hart so plötzlich ein Tier zu verlieren :rainbow:

      Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.
      Christian Morgenstern


      Mausige Grüße: Dia & Fe, Juno & Garda & Tara, Lenny & Shadow & Dusty, Bonny & Hermine, Jacky, Mr.Cox
    • Es ist wirklich hart.
      Als meine Schwester angerufen hat, war ich selbst extrem traurig, weil ich Bella ja auch von Anfang an kannte.
      Meine Schwester hat mir auch nochmal gesagt wie froh sie ist, dass sie auf meine Empfehlung hin, zu dem TA meines Vertrauens gegangen ist. Dort fühlte sie sich sehr gut aufgehoben. Die Ärztin ist nicht nur sehr einfühlsam auf Bella eingegangen, sondern auch auf meine Schwester. Sie haben alles so angenehm wie möglich gestaltet.