VG nach Tod - noch sinnvoll?

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    • VG nach Tod - noch sinnvoll?

      Hallo,

      unsere Lilly ist gestern überraschend gestorben - tags zuvor war sie noch fit, hat dann abends innerhalb kürzester Zeit abgebaut und ist am Ende eingeschlafen. Wir stehen noch alle unter Schock, aber es stellt sich die Frage, was nun mit ihrer Schwester Charly werden soll, die war nämlich unser eigentliches Sorgenkind...

      beide waren Geschwister und wären morgen genau 2,5 Jahre alt. Charly hat seit kurzem einen Tumor an der hinteren Pfote, der nicht (zumindest nicht unter Erhalt der Pfote) operabel ist, und hat eine eher schlechte Prognose - aus der Beobachtung sieht es auch so aus, als würde dieser wirklich schnell wachsen, so dass wir alle eigentlich davon ausgingen, Charly irgendwann demnächst einschläfern lassen zu müssen, und für Lilly eine neue Partnerin zu suchen.

      Nun ist Lilly also vorausgegangen - was machen wir nun mit Charly? Kein Mensch kann uns natürlich sagen, ob sie noch Tage, Wochen oder evtl. sogar noch länger lebt (wobei ich eigentlich vom Gefühl her eher von Tagen oder Wochen ausgehe). Unter diesen Umständen wollen wir sie eigentlich nicht vergesellschaften - wir würden sie gern für ihre letzten Tage bei uns behalten, daher kommt Vergesellschaften woanders nicht in Frage. Wenn überhaupt, dann bei uns - allerdings würden wir, sobald Charly dann gestorben ist, für ihre neue Partnerin ebenfalls eine andere Maus (und diese dann eher nicht mehr bei uns) suchen müssen.

      Ich kann mir denken, dass auch andere schon in vergleichbaren Situationen waren - wie habt ihr entschieden? Kann man es Charly zumuten, ihre (vermutlich recht kurze) restliche Lebenszeit allein zu verbringen? Ich bin für Anregungen wirklich dankbar.

      Traurige Grüße,
      Thomas

    • Hallo @tinythomas und mein aufrichtiges Mitgefühl zum Ableben der kleinen Lilly ;(

      Die Rennerhaltung ist eigentlich ein "ständiger Kreislauf der Haltung", sofern dieser nicht durch Abgabe - was bei Euch ja nicht in Betracht gezogen wird - oder wirklich hohem Alter und entsprechender Krankheit unterbrochen wird.

      Auch wenn Charly mit ihren zweieinhalb Jahren krank ist, sollte sie für die ..??????? - genau wieviele Tage Wochen????? nicht ohne Gesellschaft sein, denn Fellnäschen sind soziale Tiere und brauchen entsprechend dieses Umfeld. Da aber Lilly wohl aus unerklärlichen Gründen verstorben ist, gilt es erst einmal mindestens zwei Wochen zuzuwarten, ob ein evtl. Infekt für das Ableben oder gar innere, unbemerkte Parasiten, für ihr Ableben verantwortlich waren.

      Die "Wartezeit" bis dahin bitte nutzen um auf jeden Fall eine Kotprobenuntersuchung (derzeit empfiehlt sich die Kotprobe nach Berlin zu senden - Leipzig scheint etwas im Verzug) zu veranlassen und auch Ihr habt somit eine gewisse Trauer- und Bedenkzeit, wie vorgegangen werden könnte/sollte.

    • Tut mir leid zu hören...

      Ich hatte zumindest den Fall, daß zwei Brüder beide am Schluß sehr krank wurden.(Verdacht auf Krebs)
      Der Eine mußte nach einem halben Jahr palliativer Behandlung mit Schmerzmittel eingeschläfert werden. (Ohr-Entdzündung mit Verdacht auf Wucherung)

      Sein Bruder hatte leider überschneindent in der Zeit Atemprobleme bekommen, die auf einen Lungentumor hindeuteten...er wurde auch palliativ ein halbes Jahr mit Schmerzmittel versorgt.In der Zeit wollte ich ihm eine neue VG nicht mehr zumuten, da er alleine auch gut zurecht kam und unter den Umständen alles andere zuviel Streß bedeutet hätte.

      Mäuse könne auch mit einer Behinderung gut klar kommen, wenn das Gehege entsprechend angepaßt wird; ob das die Lebenschancen erhöht ist natürlich ne andere Frage.Des weiteren ist unklar, ob sowas eine VG nicht sogar erschwert, weil alle schwächelnden Mäuse eher vertrieben werden.

      Wenn dich die Menschen ins Unglück stürzen, sind es die Tiere, die dich retten.

    • Moin

      fühl dich gedrückt :2love:

      Es ist nicht leicht eine Fellnase ziehen zu lassen.

      Wie @schnupperlie schon schrieb, braucht ihr und die Nase eine Trauerzeit , die finde ich für euch wirklich sehr wichtig !

      Mir ging es ähnlich wie dir , Merlin hatte ein Lebertumor und bei Freddy die Lungen .
      Freddy ist zu erst gegangen und für mich stand es fest das ich trotz des Tumors noch ein Fellnäsen dazu holen , grade weil ich auch nicht wußte wielange Merlin mit den Tumor leben wird.
      Er war ein toller Papa Bär für die Jungmaus ^^
      Nun bin ich bei einer VG und hoffe das es klappt.

      Was ich damit sagen will ist , nutz die Trauerzeit und hör auf dein Herz - Bauchgefühle

    • Vielen Dank erstmal für die Antworten. Ich kann nachher mal versuchen, ein Bild von der Pfote zu machen. Im Moment ist Charly schon oft ruhig (kann natürlich am Alter liegen) und schläft viel. Aber sie ist durchaus auch mal agil und recht flott unterwegs. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass der Tumor bald anfängt, sie zu stören, und sie ihn dann ggf. aufbeißt.

    • Die TÄ hatte da Zweifel geäußert, ob die Maus damit zurechtkommt. Jetzt bin ich auch unsicher… eventuell werd ich dich mal in der Tierklinik vorstellig, die sie mir genannt hat. Oder hat hier jemand eine Empfehlung für sowas im Großraum Frankfurt am Main?

      Weil die Frage aufkam, wie man sich den Tumor vorstellen muss:


      Er wächst recht schnell, dh wenn, dann müsste ich auch wirklich ganz schnell jemanden finden, der die Pfote amputieren würde.

      Gruß
      Thomas

    • smurf79 schrieb:

      In Frankfurt:
      Tierärztin Dr. Maike Höch (Eckenheim)
      Kleintierklinik Ginnheim

      Kann ich beides persönlich empfehlen
      Ginnheim: da finde ich nichts, hast Du da evtl eine Webseite? Ich finde da nur eine Dr. Andrea Töpfer, aber als Praxis, nicht als Klinik.

      Dr. Höch habe ich gefunden, ist eine Option, allerdings darf man dort wegen Corona das Tier nicht zur Behandlung (auch Untersuchung?) nicht begleiten - das will ich, wenn möglich, der armen Maus nicht auch noch antun. (von mir lässt sie sich recht friedlich auf die Hand nehmen)

      Gruß
      Thomas
    • tinythomas schrieb:

      smurf79 schrieb:

      In Frankfurt:
      Tierärztin Dr. Maike Höch (Eckenheim)
      Kleintierklinik Ginnheim

      Kann ich beides persönlich empfehlen
      Ginnheim: da finde ich nichts, hast Du da evtl eine Webseite? Ich finde da nur eine Dr. Andrea Töpfer, aber als Praxis, nicht als Klinik.
      Ich habe nochmal gesucht, finde immer noch nichts - es gibt eine Kleintierklinik in Bockenheim (Dres. Eichhorn & Faulstroh), die wurde mir auch von der TÄ empfohlen, kann es sein, dass Du die meinst?

      Gruß
      Thomas
    • Hallo Thomas
      Ich kann dir meinen Tierarzt in Rüsselsheim-Bauschheim empfehlen, wenn dir das nicht zu weit weg ist.
      Zu ihm gehe ich schon seit einpaar Jahren und bin sehr zufrieden .
      Er hat auch schon zwei meiner Mäuse operiert.
      Man darf bei ihm mit seinen Tier zusammen in das Behandlungszimmer und
      ich halte immer selbst die Maus wärend der Untersuchung.
      Du kannst dich gerne auf mich berufen. (Echtname würde ich dir dann per PN mitteilen).

      tierarzt-bauschheim.de/

      Gruß Beja

    • Hallo,

      nachdem die Tierklinik abgewunken hat habe ich bei o.g. TA kurzfristig einen Termin bekommen. Charly hat erstmal für das Wochenende Schmerzmittel bekommen, am Montag wird sie operiert! Der TA ist sogar recht zuversichtlich, dass nicht die ganze Pfote amputiert werden muss. Wir sind alle sehr erleichtert, dass es jetzt dich wieder eine Perspektive gibt. Ein Schritt nach dem anderen…

      Danke für den Zuspruch und die Tipps!

      Gruß
      Thomas
    • sorry wenn es so spät kommt

      tinythomas schrieb:

      allerdings darf man dort wegen Corona das Tier nicht zur Behandlung (auch Untersuchung?) nicht begleiten
      das kann ich nicht sagen, hätte man halt erfragen können

      tinythomas schrieb:

      es gibt eine Kleintierklinik in Bockenheim (Dres. Eichhorn & Faulstroh)
      ja sorry, die meinte ich

      Aber ich drücke dir und Maus die Daumen
    • Hallo Thomas

      Würdest du ein Foto vom kranken Fuß machen und anschließend vom operierten?
      Das interessiert mich sehr und andere hier im Forum geht es bestimmt genauso.
      Falls es nötig sein sollte kannst du die Bilder hier spoilern.

      Meine Bonni hatte ein Tumor auf der Fußsohle, der aber leider sehr schnell nach der OP
      wieder da war. Ist natürlich eine ungünstige Stelle für einen radikaleren Eingriff.
      Zum Glück wird er im Moment nicht größer.

      Gruß Beja